„Der Frühling kommt!“, kündigen die zahlreichen Kuhblumen an, die in Gärten und Parks fröhlich blühen. Ein Genuss für die Augen, aber auch für den Gaumen! Nutzen Sie die Gelegenheit und gehen Sie auf Blütensuche, um eine köstliche Kuhblumengelee zuzubereiten! Dieses Rezept aus der Franche-Comté wird auch „Cramaillote“ oder Kuhblumen-Konfitüre genannt. Seine goldene Farbe und sein süßer Geschmack erinnern an Honig. Deshalb bezeichnen manche die Zubereitung als „Kuhblumenhonig“. Folgen Sie uns, wir erklären Ihnen alles, was Sie für ein köstliches Kuhblumengelee wissen müssen.

Kuhblumengelee, auch Cramaillote genannt

Wann, wie und wo können Sie Kuhblumen sammeln?

Wann sammeln?

Die Ernte der Kuhblumen erfolgt zu Beginn des Frühlings, von Ende März bis Anfang April. Nach dieser Zeit gibt es deutlich weniger Blüten, und das Sammeln dauert länger. Da die Zubereitung des Kuhblumengelees etwas Zeit benötigt, unternehmen Sie Ihren Sammelspaziergang am besten am späten Vormittag oder am frühen Nachmittag an einem sonnigen Tag.

Wie sammeln?

Für das Kuhblumengelee benötigen Sie ausschließlich die gelben Kuhblumen. Wählen Sie die schönsten, vollständig geöffneten Blüten aus. Sie sollten 365 Blüten sammeln. Diese Zahl lässt sich leicht merken, denn ein Jahr hat ebenso viele Tage. Wenn Sie nicht zählen möchten, entsprechen 365 Kuhblumen etwa 120 bis 180 Gramm Blüten.

Wo können Sie Kuhblumen sammeln?

Kuhblumen können Sie im Garten, in Parks und auf Grünflächen sammeln. Ich persönlich werde auf dem natürlich gepflegten Fußballplatz meiner Gemeinde fündig. Zwar zerstört das Kochen der Kuhblumen-Konfitüre alle Bakterien und unerwünschten Organismen. Trotzdem sollten Sie die Blüten nicht auf Weiden sammeln, damit die Arbeitsfläche nicht mit dem von Rindern übertragenen Leberegel verunreinigt wird. Vermeiden Sie außerdem belastete Böden und stark befahrene Straßenränder.

Das Rezept für Kuhblumengelee

Zutaten:

  • 365 Kuhblumen
  • 1,5 Liter Wasser
  • 1,5 Kilogramm Gelierzucker
  • 1 Bio-Zitrone oder 5 cl Zitronensaft
  • Optional: zusätzlich 1 Bio-Orange

Zubereitung:

  • 1/ Verwenden Sie nur den gelben Teil der Kuhblumen. Entfernen Sie den bitteren grünen Teil.
  • 2/ Spülen Sie die Blütenblätter mithilfe eines Schaumlöffels ab.
  • 3/ Verteilen Sie die Blütenblätter auf einer Platte, zum Beispiel einem Backblech, und lassen Sie die Blüten eine Stunde lang trocknen, vorzugsweise in der Sonne.
  • 4/ Schneiden Sie die Zitrone mit Schale in Scheiben.
  • 5/ Geben Sie 1,5 Liter Wasser, die Blütenblätter und die Zitronenscheiben in einen großen Topf.
  • 6/ Lassen Sie alles bei niedriger Hitze eine Stunde lang köcheln und rühren Sie gelegentlich um.

  • 7/ Lassen Sie die Mischung 1 bis 2 Stunden abkühlen. Für ein intensiveres Aroma können Sie sie mehrere Stunden oder sogar über Nacht ziehen lassen.
  • 8/ Filtern Sie die Mischung mithilfe eines Schaumlöffels oder eines feinen Tuchs, sodass nur die Flüssigkeit übrig bleibt.

  • 9/ Geben Sie die Flüssigkeit zusammen mit dem Zucker in einen Topf. Bringen Sie alles zum Kochen und lassen Sie die Mischung 30 Minuten kochen. Rühren Sie dabei häufig um.

  • 10/ Füllen Sie das Gelee wie eine Konfitüre in Gläser.

Die Vorteile von Kuhblumengelee

In der Antike galt die Kuhblume als Heilpflanze und war unter dem Namen Taraxacum officinale bekannt. Kuhblumen sollen offenbar die Vitamine B und C sowie Eisen, Kalzium und Kalium enthalten.

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