Die Teilung des Sauerampfers ist eine wirksame Methode, um die Pflanze zu vermehren und zu verjüngen. Sauerampfer wird wegen seiner säuerlichen Blätter geschätzt, die in der Küche Verwendung finden. Durch regelmäßiges Teilen bleiben Wuchs und Ertrag erhalten. Die Teilung ist relativ einfach. Für gesunde, kräftige neue Pflanzen müssen Sie jedoch einige Schritte beachten.
Sauerampfer: eine vielseitige Pflanze mit zahlreichen Vorzügen
Der Sauerampfer (Rumex acetosa), auch Großer Sauerampfer, Surette oder Vinette genannt, ist eine Staude aus der Familie der Knöterichgewächse. Sie wird wegen ihrer zarten, säuerlichen Blätter kultiviert, die häufig in Salaten, Suppen und Soßen verwendet werden. Wilder Sauerampfer ist reich an Vitamin C und enthält außerdem Betacarotin. Mit der Zeit kann der Sauerampfer jedoch zu dicht wachsen und weniger Ertrag bringen. Deshalb empfiehlt es sich, ihn alle 3 bis 4 Jahre zu teilen.
Der Blut-Ampfer (Rumex sanguineus), auch Waldsauerampfer genannt, fällt durch seine leuchtend roten Blattadern auf. Sie setzen in Salaten und anderen Gerichten eindrucksvolle Farbakzente. Seine Blätter sind etwas kleiner und zarter als die des Großen Sauerampfers. Außerdem besitzen sie ein charakteristisches, je nach Pflanze unterschiedlich intensives säuerliches Aroma. Der Englische Spinat (Rumex patientia), auch Geduldampfer genannt, ähnelt eher dem Spinat. Daher rührt sein Name. Seine großen, grünen Blätter sind weniger sauer als die des Großen Sauerampfers. Deshalb ist er eine ausgezeichnete Alternative, wenn Sie ein milderes Aroma bevorzugen.
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Ein kurzer Überblick über den Anbau von Sauerampfer: Sie können die Samen im Frühjahr nach den letzten Frösten direkt ins Freiland säen. Für eine schnellere Ernte pflanzen Sie Jungpflanzen. Sauerampfer braucht regelmäßige Wassergaben, besonders in Trockenperioden. Halten Sie den Boden leicht feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe, damit die Wurzeln nicht faulen. Eine Mulchschicht bewahrt die Feuchtigkeit im Boden, hält Unkraut zurück und schützt die Blätter vor Verschmutzung. Wenn Sie regelmäßig Blätter für Salate und Suppen schneiden, regt dies die Pflanze zur Bildung neuer Triebe an. Dadurch bleibt sie länger ertragreich.
Wann sollten Sie den Sauerampfer teilen?
Der ideale Zeitpunkt für die Teilung des Sauerampfers ist das zeitige Frühjahr oder der Herbst. In diesen Jahreszeiten herrschen milde Temperaturen und eine günstige Bodenfeuchtigkeit. So können sich die Teilstücke etablieren, ohne unter sommerlicher Hitze oder winterlichem Frost zu leiden.

Wo sollten Sie Sauerampfer pflanzen?
Der ideale Standort für die Teilstücke ist ein Platz mit Sonne oder Halbschatten. Sauerampfer bevorzugt einen nährstoffreichen, frischen und gut durchlässigen Boden. Wählen Sie einen Standort, an dem sich kein Wasser staut. So beugen Sie Wurzelfäule vor.
Benötigtes Material
- Spaten oder Grabegabel
- Sauberes Messer (falls für die Teilung erforderlich)
- Kompost
- Gießkanne oder Gartenschlauch
- Mulchmaterial, zum Beispiel Stroh, Hanf oder Holzschnitzel
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Teilen
- Bereiten Sie die Mutterpflanze vor: Gießen Sie den Sauerampfer 24 Stunden vor dem Teilen gründlich. So lässt sich die Pflanze leichter aus dem Boden nehmen. Außerdem verringern Sie die Belastung für die Wurzeln beim Teilen.
- Heben Sie die Pflanze aus: Stechen Sie mit einem Spaten oder einer Grabegabel rund um den Sauerampfer in den Boden. Achten Sie darauf, die Wurzeln möglichst wenig zu beschädigen. Heben Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Boden.
- Teilen Sie den Wurzelstock: Teilen Sie den Wurzelstock mit den Händen oder einem sauberen Messer in mehrere Teilstücke. Jedes Teilstück muss mindestens ein kräftiges Wurzelstück und mehrere Blatttriebe besitzen.
- Bereiten Sie die neuen Pflanzstellen vor: Heben Sie ausreichend große Pflanzlöcher für die Wurzeln der Teilstücke aus. Mischen Sie Kompost unter den Boden, um ihn mit Nährstoffen anzureichern und seine Struktur zu verbessern.
- Pflanzen Sie die Teilstücke ein: Setzen Sie jedes Teilstück in ein Pflanzloch. Achten Sie darauf, dass es genauso tief sitzt wie zuvor. Füllen Sie das Pflanzloch mit dem verbesserten Boden und drücken Sie ihn rund um die Basis leicht an, damit keine Luftlöcher bleiben.
- Gießen Sie die Teilstücke: Gießen Sie jede neue Pflanze großzügig. Das Wasser sorgt für einen guten Kontakt zwischen Wurzeln und Boden. Außerdem unterstützt es das Anwachsen der Pflanze.
- Bringen Sie eine Mulchschicht aus: Verteilen Sie Mulch rund um die Pflanzenbasis. So bewahren Sie die Bodenfeuchtigkeit, unterdrücken Unkraut und halten die Bodentemperatur gleichmäßig.

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