Tomaten anzubinden, ist nicht zwingend erforderlich. Dennoch bietet diese Maßnahme viele Vorteile, auf die Sie besser nicht verzichten! Tomatenpflanzen knicken unter dem Gewicht ihrer Früchte leicht um. Ein Stützstab hilft ihnen, aufrecht zu wachsen, und erleichtert zugleich das Ernten reifer Tomaten. Außerdem gilt: Je weiter Früchte und Blätter vom Boden entfernt sind, desto besser sind sie vor Krankheiten und Parasiten geschützt.
Im Handel finden Sie problemlos eine große Auswahl an gebrauchsfertigen Stützen. Trotz ihrer einfachen Anwendung sind diese Hilfsmittel jedoch oft recht teuer. Deshalb entscheiden sich viele Gärtner dafür, Tomatenstützen selbst zu bauen! So gehen Sie vor …
Materialien für den Bau von Tomatenstützen
Holz, Bambus, Metall, Schnur … Bei den Materialien für den Bau Ihrer Tomatenstützen haben Sie die Qual der Wahl.

Bambus, Haselzweig, spiralförmige Stahlstütze.
Tomatenstützen aus Bambus bauen
Die geraden Bambusrohre sind gleichzeitig leicht und stabil. Bambus erweist sich daher als hervorragendes Material, um Ihre Tomatenpflanzen zu stützen. Allerdings sind seine glatten Oberflächen problematisch, weil die Bindematerialien leicht abrutschen. Verwenden Sie Bambus daher besser, um V-förmige Stützen oder Tipis zu bauen (Näheres erfahren Sie in den folgenden Abschnitten).
Tomatenstützen aus Holz bauen
Wenn Sie sich für Holzstützen entscheiden, achten Sie darauf, dass das Holz ausreichend stabil und wasserbeständig ist:
- Hasel bildet besonders gerade, leichte und dennoch sehr stabile Zweige;
- Esskastanie ist dank ihres hohen Gerbstoffgehalts von Natur aus dauerhaft;
- Mimose der Gärtner ist für ihre Langlebigkeit bekannt.
Tomatenstützen aus Metall bauen
Metallstäbe sind besonders witterungsbeständig und stabil. Deshalb eignen sie sich hervorragend als Tomatenstützen. Im Handel werden Stahl und Aluminium für die Herstellung spiralförmiger Stützen verwendet. Wenn Sie eine Metallstütze selbst bauen möchten, greifen Sie jedoch eher zu Betonstahl. Denn ohne metallhandwerkliche Kenntnisse ist es nicht möglich, eine spiralförmige Stütze selbst anzufertigen.
Allerdings rostet Eisen bei Kontakt mit Wasser. Metall ist daher nicht unbedingt das geeignetste Material für selbst gebaute Tomatenstützen.
Tomatenstützen aus Schnur bauen
Diese Art von Stütze wird vor allem im Gewächshaus verwendet. Die Schnüre hängen dort senkrecht über den Tomatenpflanzen herab, um die sich die Triebe winden.
Welche Höhe sollten Tomatenstützen haben?
Mit einer Höhe von 1,50 bis 1,80 m sind die meisten im Handel erhältlichen Stützen für viele Tomatensorten zu kurz. Der Gärtner muss die Tomatenpflanzen dann unnötigerweise einkürzen.
Bauen Sie daher besser Stützen mit einer Höhe von 2,50 m. So werden sie dem Wachstum all Ihrer Tomatenpflanzen gerecht.
Eine einfache Tomatenstütze bauen
Die einfache Stütze wird von Gärtnern zweifellos am häufigsten verwendet. Sie besteht ganz einfach aus einem stabilen, geraden Pfahl, den Sie in den Boden stecken und an dem Sie die Tomatenpflanze befestigen. Diese Stütze eignet sich außerdem für alle Pflanzen, die Halt benötigen.

Tomatenpflanze mit einfacher Holzstütze.
Wichtig ist, dass Sie einen mindestens 3 cm dicken und 2,50 m hohen Stab verwenden.
Für eine einfache DIY-Stütze werden vor allem Bambusrohre oder lange Haselzweige verwendet.
Eine V-förmige Tomatenstütze bauen
Die V-förmige Stütze besteht aus einfachen Stützen, die eine Reihe umgekehrter Vs (Ʌ) bilden.
So bauen Sie eine V-förmige Stütze:
- Stellen Sie zwei einander gegenüberliegende Reihen auf. Verwenden Sie einfache Stützen, die Sie senkrecht in den Boden stecken. Halten Sie dabei einen Abstand von 50 cm zwischen den einzelnen Stützen ein.
- Neigen Sie die Stützen und binden Sie sie paarweise zusammen. Verwenden Sie dafür eine Kordel, Schnur oder einen Draht, sodass mehrere umgekehrte Vs entstehen.
- Legen Sie anschließend oben auf die Konstruktion eine lange waagerechte Stütze. Sie verbindet alle senkrechten Stützen miteinander.

Beispiel einer V-förmigen Stütze aus Bambusrohren.
Hinweis: Die V-förmige Stütze eignet sich besonders gut für buschig wachsende und ausladende Tomaten. Sie bietet daher eine ideale Konstruktion für Tomaten, aber auch für Erbsen und Bohnen.
Eine Tipi-Stütze für Tomaten bauen
Wie der Name bereits verrät, erinnert die Form der Tipi-Stützen direkt an die kegelförmigen Zelte, die früher von den Indigenen Nordamerikas genutzt wurden.
Diese besonders stabile Rankhilfe besteht meist aus drei Holz- oder Bambusstäben:
- Stecken Sie die Stäbe in den Boden, jeweils 50 cm voneinander entfernt, sodass ein Dreieck entsteht.
- Binden Sie sie oben fest zusammen. Verwenden Sie dafür eine Kordel, Schnur oder einen Draht.

Tipi-Tomatenstütze ©Rhonda Fleming Hayes - Flickr
Hinweis: Um die Konstruktion zusätzlich zu stabilisieren, können Sie einen vierten Stab hinzufügen. So erhalten Sie eine besonders stabile Tipi-Stütze, die sich für windige Regionen und Tomatensorten mit großen Früchten eignet.
Eine Käfigstütze für Tomaten bauen
Die Käfigstütze wird auch als Gitterstütze bezeichnet. Sie eignet sich besonders für den Anbau im Gewächshaus und im Freiland. Obwohl sie praktisch ist, benötigt sie viel Platz. Für einen kleinen Gemüsegarten ist sie daher weniger geeignet.
Eine Käfigstütze für Tomaten sollte mindestens 1,50 m hoch und 60 cm breit sein. Verwenden Sie für den Bau vorzugsweise Schafzaun oder gebrauchte Metallgitter.

Beispiel für eine Käfigstütze für Tomaten
Alle Einzelheiten zum Bau eines Tomatenkäfigs finden Sie im Tutorial von Virginie, das dieser Technik gewidmet ist.
Der Vorteil dieser Stütze besteht darin, dass sich die Zweige und Triebe Ihrer Tomatenpflanzen in den Maschen des Gitters verfangen. Dadurch benötigen Sie deutlich weniger Bindematerial.
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