Sie haben nur einen kleinen Garten oder eine einfache Terrasse und träumen von einem Wasserelement? Sie besitzen einen größeren Garten, möchten ihn aber nicht – auch nicht vorübergehend – in ein Mini-Verdun verwandeln, um einen einfachen Teich auszuheben? Sie lieben Wasserpflanzen, haben aber in Ihrem Teich keinen Platz mehr?

Hier ist die Lösung: ein Miniatur-Wassergarten!

Mini-Teich: Einige grundlegende Tipps, bevor Sie beginnen …

Sie können durchaus ästhetische und zugleich für die Natur nützliche Mini-Teiche in sehr kleinen Gefäßen anlegen, wenn Sie einige Regeln beachten:

  • Als Erstes brauchen Sie ein geeignetes Gefäß: glasierte Terrakotta, Zink oder Weißblech, eine alte Viehtränke, ein ausgehöhlter Stein, ein halbes Holzfass, Kunststoff oder Kunstharz … Jedes Gefäß, das Flüssigkeit aufnehmen und zurückhalten kann – in diesem Fall Wasser – ist geeignet.
  • Falls das Gefäß nicht wasserdicht ist, können Sie versuchen, es mit einer wasserabweisenden Beschichtung abzudichten, oder eine PVC- beziehungsweise EPDM-Folie einlegen, wie bei einem „echten“ Teich.
  • Wenn Sie mehrere Mini-Teiche anlegen, bevorzugen Sie eine ungerade Anzahl sowie unterschiedliche Formen und Größen. Das wirkt für das Auge harmonischer. Zwei oder vier sind allerdings auch nicht schlecht … Oder achtzehn. Eigentlich gilt: Gestalten Sie sie ganz nach Ihrem Geschmack!
  • Die Gefäße sollten mindestens 40 cm tief sein, damit sie eine große Auswahl an Pflanzen aufnehmen können. Je tiefer, desto besser. Für die meisten Wasserpflanzen reichen jedoch bereits 40 bis 50 cm aus.
  • Stellen Sie Ihre Mini-Teiche in den Halbschatten. So erhalten sie genügend Licht für die dort lebenden Pflanzen und Tiere, während die Verdunstung bei warmem Wetter begrenzt bleibt. Stellen Sie sie nicht unter einen Baum, damit Laub, Zweige und Früchte das Wasser nicht verschmutzen. Wählen Sie den Standort sorgfältig aus, denn gefüllte Mini-Teiche lassen sich später vermutlich nur sehr schwer versetzen.
  • Wählen Sie die Pflanzen passend zur Größe des Teichs aus. Sie können jedoch bereits eine kleine sauerstoffspendende Pflanze einsetzen, um das Wasser klar zu halten, dazu eine schöne blühende Schwimmpflanze und eine höher wachsende aquatische Staude.

→ Wenn Sie gute Ideen für die Auswahl Ihrer Wasserpflanzen suchen, lesen Sie Teich: 10 untergetauchte oder schwimmende Wasserpflanzen.

Hinweis: Bevor Sie die Pflanzen in Ihren Mini-Teich einsetzen, sollten Sie das ausgewählte Gefäß auf seine Dichtheit prüfen. Dieser Rat mag banal klingen, doch kleine Lecks lassen sich manchmal nur schwer erkennen. Füllen Sie das Gefäß zunächst bis zum Rand mit Wasser und warten Sie eine Nacht. Ist der Wasserstand gesunken, verwenden Sie ein anderes Gefäß oder dichten Sie es ab.

Einige Ideen für winzige Teiche auf der Terrasse oder sogar auf einem Tisch

Auch sehr kleine Mini-Teiche können einige Pflanzen aufnehmen. (Quelle: Pinterest)

Selbst eine Fläche von der Größe einer Terrasse oder sogar ein sehr kleiner Tisch kann einen Mini-Wassergarten aufnehmen. Nehmen Sie ein kleines Gefäß mit einer Tiefe von 30 cm und setzen Sie eine winzige blühende Schwimmpflanze hinein. Das Ergebnis ist garantiert und sorgt im Sommer zugleich für eine angenehme, leichte Erfrischung. Sie können auch etwas origineller werden, wie bei dem oben gezeigten Teich in einer Tasse.

Hoch lebe das Wiederverwenden: halbe Fässer, alte Wannen oder Zinkbottiche

Zinkbottiche, alte Wannen, Fässer … Für Ihren Mini-Wassergarten ist alles geeignet. (Quelle: Pinterest)

Auf Flohmärkten finden Sie häufig alte Zinkbottiche, Wannen, Viehtränken oder halbe Fässer. Greifen Sie zu! (Natürlich nur im übertragenen Sinn …) Jedes mehr oder weniger wasserdichte Gefäß ist geeignet. Falls es nicht dicht genug ist, können Sie vorsichtshalber immer noch eine Folie einlegen. Da diese Gefäße oft recht groß sind, können Sie bei der Anzahl und Auswahl der Pflanzen großzügiger sein.

Mit Fischen?

Auf Koi-Karpfen sollten Sie grundsätzlich verzichten. Sie benötigen ein großes Volumen klaren Wassers. Was die Goldfische betrifft, die man leider oft in sehr kleinen Gefäßen sieht: Das kann nur eine vorübergehende Haltung sein – und auch nur, solange die Fische sehr jung sind. Denn auch Goldfische gehören zu den Karpfenfischen und brauchen ein großes Wasservolumen zum Leben. Bedenken Sie, dass sie im Erwachsenenalter eine Länge von 30 cm erreichen. Tragen Sie daher nicht zu dem Tierleid bei, indem Sie an der überholten Tradition des „Goldfischs im Glas“ festhalten. Für diese Fische ist das eine echte Qual.

… oder ganz ohne

Junge erwachsene Libelle: Weibchen von Anax imperator, der Großen Königslibelle

Paradoxerweise fühlen sich gerade die größten Libellen in relativ kleinen Gefäßen wohl.

Fische sind niedlich … aber sie fressen alles! Wenn Sie Kaulquappen, Libellen oder Gelbrandkäfer beobachten möchten, sollten Sie daher auf Fische verzichten. Auch in kleinen Gefäßen können Sie durchaus eine kleine Tierwelt beherbergen, insbesondere Insekten wie Libellen, Käfer und Wasserläufer sowie Krebstiere und Weichtiere. Bei Amphibien ist es schwieriger, aber auch das wurde schon beobachtet.

Hinweis: Und was ist mit den Stechmücken? Normalerweise sage ich, dass Sie sich wegen einer möglichen Eiablage in Ihren Teichen keine Sorgen machen müssen, da die dort lebenden Fressfeinde die Population ausreichend regulieren. In diesen kleinen Gefäßen mit stehendem Wasser ist das möglicherweise nicht der Fall. Bleiben Sie aufmerksam.

Fazit

Sie brauchen weder einen großen Garten noch umfangreiche Bauarbeiten, um Wasser und Wasserpflanzen zu genießen. Oft kann bereits eine einfache Wanne eine vielfältige Pflanzen- und sogar Tierwelt beherbergen. Es ist einfach, schnell und kostengünstig – kurz gesagt: Legen Sie los!