5 Blattgemüse für den Berggarten
Geeignete Blattgemüse-Sorten fürs Bergklima
Inhaltsverzeichnis
In Berglagen sind Kulturzeiten kurz und Wetterextreme häufig. Wählen Sie daher winterharte, frühe oder kurzzyklische Gemüsesorten. 5 Blattgemüse eignen sich besonders.
Spinat: ein winterhartes Blattgemüse
Spinat, Spinacia oleracea, gehört zum mehrjährigen Gemüse und ist sehr frosthart. Er wird wegen seiner knackigen Blätter angebaut, die gekocht verzehrt werden.

Der relativ leicht anzubauende Spinat bevorzugt besonders frische Böden, was durch häufige Bergwinde beeinträchtigt werden kann. Bringen Sie daher eine gute Mulchschicht am Fuß Ihrer Spinatpflanzen aus, um die Bodenfeuchtigkeit leichter zu erhalten. Säen Sie Ihren Spinat bei einer Mindesttemperatur zwischen 7 und 10 °C aus (die Aussaattermine variieren je nach Sorte) und pflanzen Sie die Jungpflanzen an einem sonnigen Standort in einen stets frischen Boden. Als zweijährige Pflanze wird Spinat von Mai bis November und anschließend im März geerntet.
Welche Spinatsorten wählen?
Für einen Gemüsegarten im Bergland eignen sich besonders:
- ‘Géant d’hiver’, eine für ihre Winterhärte bekannte Wintersorte;
- ‘Marador’, eine Ganzjahressorte mit spätem Schossen;
- oder ‘Butterflay’, eine Ganzjahressorte mit schnellem Wachstum und spätem Schossen.
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Gemüsegarten im Bergland anlegen?Lauch-Porree: kältefestes Gemüse mit Scheinstängeln
Lauch-Porree, Allium porrum, wird wegen seiner scheinstängelartigen Blattscheiden angebaut, die aus einem weißen Schaft mit einer Krone flacher, meist blaugrüner Blätter bestehen.

Zweijährig und winterhart, eignet sich der Lauch-Porree als Blattgemüse gut für den Anbau im Gebirge. Ein sonniger Standort sowie ein gelockerter und mit organischer Substanz (Mist und Kompost) gut angereicherter Boden sind jedoch notwendig, damit er gut gedeiht. Die Aussaat von Lauch-Porree muss unter Abdeckung bei einer Mindesttemperatur von 12 °C erfolgen. Er wird zwischen Mitte Mai und Anfang August ins Gemüsebeet gepflanzt, für eine Ernte zwischen September und März.
Welche Lauch-Porree-Sorten wählen?
Im Gebirge werden folgende Lauch-Porree-Sorten besonders empfohlen:
- ‘Bleu de Solaise’, eine winterharte Sorte, die keine Angst vor Kälte hat;
- Lauch-Porree ‘De Saint-Victor’, eine sehr winterharte Wintersorte;
- oder ‘Jaune gros du Poitou’, eine frühe Sommersorte, die Kälte verträgt.
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Rhabarber: kräftiges Dauergemüse
Rhabarber, Rheum, ist eine sehr winterharte mehrjährige Gemüsepflanze, die im Frühjahr große Blätter bildet. Angebaut wird er vor allem wegen seiner säuerlich schmeckenden Stiele. Achtung: Die Blattspreite ist giftig.

Dieses mehrjährige Gemüse gedeiht auch in Bergregionen problemlos. Er wird in gut mit organischer Substanz angereichertem (kalkfreiem) Boden und in dauerhaft feuchter Erde kultiviert. Wie bei Spinat empfiehlt es sich daher, den Boden rund um Ihre Rhabarberpflanzen zu mulchen. Rhabarber bevorzugt sonnige Standorte, verträgt aber auch halbschattige Lagen sehr gut. Die Aussaat von Rhabarber erfolgt im Anzuchttopf zwischen April und Mai oder zwischen August und September. Die Jungpflanzen werden im ersten Winter geschützt überwintert und zwischen März und April ins Freiland verpflanzt.
Welche Rhabarbersorten wählen?
Alle Rhabarbersorten eignen sich für den Anbau im Berggarten. Hier finden Sie einige besonders interessante Sorten:
- ‘Géante Race Victoria’, eine starkwachsende, winterharte und sehr ertragreiche Sorte;
- ‘Canada Red’, eine winterharte, wenig faserige und sehr süße Sorte;
- oder ‘Fulton’s Strawberry Surprise’, ein kräftiger und sehr ertragreicher Rhabarber.
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5 Wurzelgemüse für den BerggartenKohl: viele Sorten für Berglagen
Die Bezeichnung Kohl, Brassica oleracea, umfasst eine Vielzahl von Sorten. Je nach Sorte werden die Blätter, die Blume oder auch der Stängel verzehrt.

In ihrer großen Mehrheit sind Kohle winterharte Gemüse, die kühle Temperaturen schätzen – Eigenschaften, die an das Bergklima angepasst sind. Die Aussaat muss an einem warmen Ort bei einer Mindesttemperatur zwischen 10 und 13 °C erfolgen. Je nach Sorte kann fast das ganze Jahr über gesät und geerntet werden. Sie werden jedoch erst nach Ende der Frostgefahr ins Freiland in einen gelockerten, mit organischem Dünger angereicherten, frischen und gemulchten Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort gepflanzt.
Welche Kohlsorten wählen?
Zu den Kohlsorten, die sich besonders für einen Berggarten eignen, gehören:
- der ewige Kohl Daubenton, ein winterharter Baumkohl, der keinen Kopf bildet;
- ‘Vert grand du nord’, ein Grünkohl, der sich besonders für den Anbau in Höhenlagen eignet;
- der Kohlrabi ‘Lanro’, eine frühe, gegen Spätfröste resistente Sorte;
- oder der Brokkoli ‘Vert Calabrai’, winterhart und über einen langen Zeitraum erntefähig.
Salat: Leicht zu kultivierendes Gemüse in Höhenlagen
Salat ist ein Sammelbegriff für zahlreiche Gemüsepflanzen, die wegen ihrer roh verzehrten Blätter angebaut werden.

Viele Salate lassen sich im Gebirge anbauen. Im Allgemeinen sollten Salate bei einer Mindesttemperatur zwischen 10 und 15 °C ausgesät werden: im März und unter Schutz für die ersten Aussaaten, im September für die letzten. So erstreckt sich die Ernte von Juni für die ersten Kopfsalate bis März für den letzten Feldsalat. Salat wird an einem sonnigen Standort in nährstoffreichem Boden angebaut, der reich an organischer Substanz, frisch und durch eine großzügige Mulchschicht geschützt ist.
Welche Salatsorten wählen?
Zu den besonders geeigneten Salatsorten für den Gebirgsgarten gehören:
- ‘Rouge Grenebloise’, ein langsam schießender Kopfsalat;
- ‘Reine des Glaces’, ein schnell wachsender Kopfsalat, ideal für kühles Klima;
- oder ‘Rouge de Vérone’, eine sehr frostharte wilde Chicorée.
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