8 unverzichtbare Gartengeräte fürs Gemüsebeet

8 unverzichtbare Gartengeräte fürs Gemüsebeet

Unsere Auswahl an Werkzeugen für jeden Tag

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Virginie T. 7 min.

Für ein erfolgreiches Gemüsebeet sind die richtigen Werkzeuge unverzichtbar. Spaten, Hacke, Kultivator, Jätehacke, Grabegabel, Rechen und Pflanzholz – unentbehrlich zum Jäten, Umgraben, Lockern, Vorbereiten, Ziehen von Furchen, Säen und Pflanzen. Für jede Kulturarbeit braucht es passende Werkzeuge.

Hier finden Sie eine Auswahl der 8 unverzichtbaren Werkzeuge für die Arbeit im Gemüsebeet.

Die Bedeutung der richtigen Werkzeuge im Gemüsebeet …

Entdecken Sie auch unser komplettes Sortiment an Werkzeugen für die Bodenbearbeitung!

Schwierigkeit

Der Spaten

Wenn ein Gartengerät im Gemüsebeet unverzichtbar ist, dann der Spaten! Er besteht aus einem Stiel mit flachem Stahlblatt und scharfer Schneide, die besonders gut in den Boden eindringt. Je nach Modell besitzt er Trittflächen und einen T-förmigen Stiel, die das Eindringen in den Boden und das Wenden der Erde erleichtern.

Wofür verwenden?

Im Gemüsebeet ist der Spaten unverzichtbar, um Pflanzlöcher auszuheben sowie Erdschichten vorzubereiten, zu wenden und zu lockern. Dazu wird der Spaten mit dem eigenen Körpergewicht in den Boden gestoßen. Anschließend kippt man den Stiel nach hinten, um die Wurzelballen anzuheben und zu wenden. Mit seinen scharfen Kanten ermöglicht er es, den Boden in der Tiefe zu zerkrümeln – in leichter, steinfreier Erde und auf kleinen Flächen. Die scharfe Schneide des Blattes eignet sich zum Durchtrennen von Wurzeln sowie zum Ausgraben bestimmter Gemüse und Wurzelgemüse wie Lauch, Kartoffeln, Möhren und Rüben. Außerdem dient der Spaten dazu, für das Wachstum des Gemüses notwendige Bodenverbesserer einzuarbeiten (gut verrotteter Kompost, organischer Dünger, Pferdemist …).

Der klassische Spaten mit durchgehendem Blatt

Grabegabel

Die Grabegabel oder Spatengabel ist eine Ergänzung zum Spaten. Mit 3 oder 4 geraden, spitzen Zinken eignet sie sich ideal zum Lüften, Lockern und Zerkrümeln des Bodens in größerer Tiefe, ohne die Bodenschichten zu wenden. Die Zinken lösen den Boden einfach beim Eindringen.

Wofür wird sie verwendet?

Die Grabegabel ist weniger invasiv als der Spaten: Sie lockert und bearbeitet den Boden, ohne das Bodenleben zu stören, Regenwürmer zu verletzen oder die Wurzeln bereits gesetzter Pflanzen in der Nähe zu beschädigen. Außerdem lassen sich damit Steine aus dem Boden entfernen und Unkraut jäten. Auch manche Gemüsepflanzen wie Lauch, Kartoffeln, Möhren und Rüben können damit aus der Erde gehoben werden. Während sich der Spaten für leichten Boden eignet, ist die Grabegabel für schwere, lehmige, verdichtete oder steinige Böden deutlich besser geeignet.

Die Grabegabel

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→ Entdecken Sie Oliviers Tipps auf unserem Youtube-Kanal: Spaten, Grabegabel, Grabspaten: Wie wählt man richtig?

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Die Hacke

Die Hacke ist ein unverzichtbares Werkzeug im Gemüsegarten. Sie dient dazu, den Boden nach dem Umgraben oder Lockern mit der Grabegabel ein zweites Mal aufzulockern. Beim Hacken wird die oberste Bodenschicht aufgebrochen, die sich nach Regen oder dem Gießen bildet. Dieses Werkzeug besteht aus einem kurzen oder langen Stiel und einer scharfen Klinge, die in einem spitzen Winkel zum Stiel angebracht ist. So lässt sich der Boden belüften und lockern, sodass Wasser und Luft leichter zu den Pflanzenwurzeln gelangen.

Wofür wird sie verwendet?

Hacken verringert den Gießbedarf, indem der Boden gelockert wird. Die Hacke eignet sich auch zum Jäten: Unkraut wird mit einem kräftigen Hieb zwischen den Gemüsereihen abgeschnitten. Außerdem dient sie zum Anhäufeln von Gemüse im Beet. Dabei wird etwas Erde an den Fuß bestimmter Gemüsepflanzen gehäufelt, um sie zu schützen, den Gießbedarf zu verringern oder zu bleichen.

Mit der Hacke lässt sich jäten, anhäufeln und Furchen ziehen

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Die Kralle oder der Haken

Die Gartenkralle ist ein unverzichtbares Werkzeug zur Vorbereitung des Bodens vor Aussaat und Pflanzung. Mit ihrem gabelartigen Kopf mit drei oder vier spitzen, gebogenen Zinken lockert und belüftet sie den Boden.

Wofür wird sie verwendet?

Mit einem „Kralleinsatz“ lassen sich Erdklumpen zerkleinern, die Bodenstruktur verfeinern und der Boden nach dem Umgraben ebnen, bevor Sie säen oder pflanzen. Ursprünglich wurde sie zum Ausbringen von Kompost oder Mist auf Feldern entwickelt und eignet sich daher bestens, um Bodenverbesserer im Gemüsegarten einzuarbeiten. Auch zum Ausgraben von Kartoffeln ist sie hilfreich.

Gartenkrallen mit langem und kurzem Stiel

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Grabegabel

Hinter diesem ungewöhnlichen Namen verbirgt sich eine Bio-Gabel, die 1963 von einem gewissen Mr. Grelin erfunden wurde. Die Grelinette besteht aus zwei Stielen und einem breiten Kopf mit 3, 4 oder 5 scharfen Stahlzinken. Mit diesem Gerät lässt sich der Boden etwa 20 cm tief lockern, indem die Zinken einfach in die Erde eindringen und sie aufbrechen. Sie ist bei Gärtnern sehr beliebt, die biologisch und nachhaltig gärtnern möchten, denn anders als Spaten oder Motorhacke lockert die Grelinette den Boden, ohne ihn zu wenden und dadurch das biologische Gleichgewicht zu stören.

Das Gerät ist ergonomisch und umweltfreundlich zugleich: Bei seiner Verwendung wird das Bodenleben nicht gestört und Regenwürmer, die im Garten sehr nützlich sind, werden nicht durchtrennt. Die Handhabung erfordert etwas Übung: Sie arbeiten rückwärts, setzen den Fuß auf das Trittbrett, um den Kopf in die Erde zu drücken, und ziehen die Stiele mithilfe der Hebelwirkung einfach zu sich heran. So können Sie im Stehen arbeiten und dabei den körperlichen Aufwand begrenzen, indem Sie Ihren Rücken schonen und den Boden im Nutzgarten schneller und einfacher vorbereiten. Modelle mit 4 oder 5 Zinken sind breiter als ein Spaten und ermöglichen ein schnelleres Arbeiten.

Wofür wird sie verwendet?

Diese Bio-Gabel eignet sich für lockeren, leichten Boden ebenso wie für verdichtete, lehmige Erde. Sie dient zur Vorbereitung des Bodens vor der Aussaat oder Pflanzung. Sie lockert, zerkleinert und krümelt den Boden. Außerdem lassen sich damit tief wurzelnde Unkräuter ausreißen.

Die Grelinette mit 4 Zinken (Foto: Girardin, Wikimedia Commons)

Handhacke

Die Gartenhacke ist dank ihrer Vielseitigkeit ein unverzichtbares Gartengerät. Es gibt verschiedene Modelle: mit Hackblatt (einer flachen, rechteckigen Klinge), Spitze, Kralle oder Gabel, mit langem oder kurzem Stiel. Ihr Kopf ist stets mit zwei unterschiedlichen Eisen ausgestattet und bietet daher verschiedene Kombinationen: Hackblatt und Zunge, Hackblatt und Spitze oder Hackblatt und Kralle. Doppelkopf, doppelter Nutzen! Die Kombination wählen Sie nach Bedarf; „Hackblatt + Kralle“ ist wohl die vielseitigste.

Wofür wird sie verwendet?

Das Hackblatt dient zum Jäten, Ausheben kleiner Pflanzlöcher, Hacken und Anhäufeln. Zunge oder Spitze wird vor allem zum Ziehen der Saatfurchen sowie zum Belüften und Lockern der Bodenoberfläche verwendet. Mit der Kralle lässt sich der Boden rund um das Gemüse aufkratzen und die Wurzeln von „Unkräutern“ zwischen den Reihen lösen. Die Gartenhacke gleitet leicht zwischen Gemüsepflanzen hindurch, ohne die Wurzeln bereits gut eingewachsener Pflanzen zu beschädigen.

Die Gartenhacke – unverzichtbar zum Jäten

Der klassische Rechen

Der Rechen ist ein unverzichtbares Handwerkzeug im Gemüsegarten. Mit seinem 30 bis 60 cm breiten Kopf und 14 oder 16 geraden oder leicht gebogenen Zinken eignet er sich ideal, um den Boden zu ebnen und Erdklumpen zu zerkleinern.

Wofür wird er verwendet?

Im Gemüsegarten verwenden Sie ihn, um die Oberfläche frisch umgegrabener oder gejäteter Erde vor der Aussaat zu verfeinern und zu ebnen. Mit der Rückseite des Rechenkopfs lassen sich die Furchen nach der Aussaat schließen und die Erde leicht andrücken. 

Der klassische Rechen, unverzichtbar zum Einebnen des Bodens

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Setzhölzer und Umpflanzkellen

Pflanzhölzer

Es gibt verschiedene Arten von Pflanzhölzern:

  • Das einfache Pflanzholz

Dieses kleine Handwerkzeug besitzt einen Griff und ein konisch zulaufendes, spitzes Ende aus Hartholz, Stahl oder Verbundmaterialien. Mit dem Pflanzholz lassen sich schnell unterschiedlich breite und tiefe Löcher in den Boden stechen, um Gemüsejungpflanzen oder großes Saatgut wie Kürbis- und Melonensamen einzusetzen. In leichter Erde können damit auch Furchen für die Aussaat gezogen werden. Es eignet sich außerdem zum Pikieren kleiner Keimlinge aus Gemüseaussaaten.

  • Spezielle Pflanzhölzer

– Für Kartoffeln:

Es gibt speziell für das Pflanzen von Kartoffeln entwickelte Pflanzhölzer. Dieses Modell besitzt einen langen Stiel und einen Pflanzkorb. Damit lassen sich in zuvor bearbeiteter Erde breite und tiefe Pflanzlöcher ausheben, ohne sich stark bücken zu müssen. Der Korb hält die Erde zurück und formt eine Art Möhre. Anschließend wird nur noch die Knolle am Boden des entstandenen Lochs abgelegt.

– Für Porree:

Dieses Werkzeug besitzt einen großen Griff und einen breiten Kopf mit scharfen, spitzen Zähnen. Das Porree-Pflanzholz ermöglicht rückenschonend das Ziehen gerader Furchen für Aussaat, Pikieren oder Pflanzen. Dazu wird das Werkzeug einfach in die Erde gedrückt, um ausreichend tiefe Löcher für Porreejungpflanzen zu stechen. Diese müssen tief eingesetzt werden, damit sich lange weiße Schäfte entwickeln.

Einfaches Pflanzholz, Kartoffel-Pflanzholz, Porree-Pflanzholz

Die Pflanzkelle

Die Pflanzkelle ähnelt einer mehr oder weniger breiten und schmalen Schaufel. Sie ist in vielen Größen sowie mit kurzem oder langem Stiel erhältlich. Modelle mit schmalem Blatt eignen sich besser für Pflanzungen in lehmigen Böden. Das Werkzeug wird in bereits gut vorbereiteten und gelockerten Böden verwendet.

Wofür wird sie verwendet?

Sie ist ideal, um Pflanzlöcher auszuheben und Jungpflanzen präzise einzusetzen, ohne bereits etablierte Pflanzen zu stören. Außerdem kann damit Dünger in Pflanzlöcher eingearbeitet werden.

Die Pflanzkelle

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