Aussaat im Freiland: Nützliche Werkzeuge und Zubehör

Aussaat im Freiland: Nützliche Werkzeuge und Zubehör

Tipps zur Wahl der richtigen Werkzeuge

Inhaltsverzeichnis

Ob im Gemüse- oder Ziergarten: Direktsaat spart das Pikieren. Welche Werkzeuge und Hilfsmittel Sie brauchen – und wie Sie junge Triebe schützen!

Schwierigkeit

Boden bearbeiten

Diese Werkzeuge sind sehr nützlich, um den Boden zu lockern und zu krümeln. Mit dem Spaten können Sie die Erde anheben, wenden und tiefgründig lockern. Er eignet sich auch zum Durchtrennen von Wurzeln oder Ausgraben von Pflanzen, was beim Säubern der Fläche und Vorbereiten des Aussaatplatzes hilfreich sein kann. Außerdem können Sie damit Kompost, Mist oder Sand in den Boden einarbeiten, wenn dieser verbessert oder aufgelockert werden muss. Dennoch ist es besser, den Boden zu belüften, ohne ihn zu wenden, da dies das Bodenleben stört. Deshalb empfehlen wir eher die Verwendung einer Spatengabel oder Grabegabel, auch Bio-Gabel genannt. Die Spatengabel eignet sich besonders für lehmige, schwere und verdichtete oder steinige Böden.

Spaten, Spatengabel und Grabegabel

Damit lässt sich die oberste Bodenschicht lockern, indem Sie die Erdklumpen zerkleinern. Außerdem können Sie damit die Wurzeln von Unkräutern entfernen, die sich zwischen den Zinken verfangen. Je nach Bodenbeschaffenheit reichen jedoch oft ein Durchgang mit dem Spaten und anschließend mit dem Rechen aus, um den Boden zu verfeinern.

Nach dem Umgraben ist der Rechen das ideale Werkzeug, um die Bodenoberfläche zu ebnen und zu verfeinern. Mit seinen Zinken lassen sich grobe Steine, Wurzeln und Pflanzenreste entfernen. Für eine erfolgreiche Aussaat ist eine feinkrümelige Oberfläche unerlässlich. Halten Sie den Rechen am Stiel und ebnen Sie die Bodenoberfläche mit Hin- und Herbewegungen.

Der Rechen eignet sich auch zum Bedecken der Samen. Wenn Sie in Reihen säen, können Sie damit die Furchen wieder schließen. Mit der Rückseite des Rechens lässt sich der Boden andrücken.

Eine Pflanzschnur besteht aus zwei kleinen Pflöcken aus Kunststoff oder Holz, die durch eine Schnur verbunden sind. Damit können Sie eine gerade Linie markieren, um eine Furche zu ziehen und die Samen auszurichten.

Die Hacke verfügt über zwei Werkzeuge: Die breite, schneidende Seite, das Blatt, eignet sich zum Zerkleinern von Erdklumpen und Herausziehen von Unkraut. Der spitze Teil, die Zunge, ist besonders nützlich, um harte Böden zu öffnen und Furchen zu ziehen. Manchmal wird sie durch eine Mini-Gabel mit zwei oder drei Zinken ersetzt, mit der sich die Erde aufrauen und belüften lässt.

Werkzeuge und Zubehör für die Aussaat im Freiland

Kultivator, Rechen und Hacke zum Ziehen einer Furche entlang einer Pflanzschnur

  • Zur Bodenverbesserung: Blumenerde, Kompost, Mist, Sand …

Diese Materialien können die Bodenstruktur etwas verändern oder den Boden anreichern. Vor der Aussaat sollten Sie besonders bei nährstoffarmen Böden etwas Kompost oder gut verrotteten Mist einarbeiten, um Nährstoffe zuzuführen. Sie lockern außerdem die Erde, bilden Humus und ernähren die im Boden lebenden Organismen. Für Pflanzen, die einen leichten und drainierenden Boden benötigen, können Sie auch etwas Sand einarbeiten, insbesondere für Wurzelgemüse wie Möhren, Rüben und Radieschen. Bei sehr feinen Samen kann Sand untergemischt werden, um die Handhabung zu erleichtern und eine gleichmäßigere Aussaat zu ermöglichen.

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Zum Säen

Eine Sämaschine ist nicht unbedingt erforderlich, hilft aber dabei, besonders kleine Samen wie Salat, Rettich und Möhren gleichmäßig und regelmäßig auszusäen. Sie sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Samen und verhindert so eine zu dichte Aussaat oder kahle Stellen. Dadurch ermöglicht sie eine Präzision, die beim einfachen Aussäen von Hand manchmal schwer zu erreichen ist. Füllen Sie den Saatgutbehälter, stellen Sie die Öffnung entsprechend der Samengröße ein und gehen Sie langsam vor, während Sie die Samen nach und nach ausbringen.

Sie können auch Saatbänder kaufen (oder selbst herstellen). Damit wird die Aussaat sehr einfach, da alle Samen im idealen Abstand angeordnet sind.

  • Eine Gießkanne mit feiner Brause

Wasser ist für die Keimung der Samen und das Wachstum der Jungpflanzen unerlässlich. Eine Gießkanne mit feiner Brause ermöglicht ein sanftes Gießen mit gleichmäßigem Sprühregen, ohne die Samen zu verlagern oder die Jungpflanzen freizulegen. Füllen Sie Ihre Gießkanne und gießen Sie vorsichtig. Achten Sie darauf, den Boden gut zu befeuchten, ohne ihn zu durchnässen. Sie können auch einen Wasserschlauch mit passendem Aufsatz verwenden, der das Gießen als Sprühregen oder Sprühstrahl ermöglicht.

Es ist wichtig, die Aussaaten gut zu kennzeichnen, indem Sie jeweils den Namen der angebauten Sorte und gegebenenfalls das Aussaatdatum notieren. So behalten Sie leichter den Überblick und vermeiden, die Jungpflanzen zu zertreten, versehentlich zu jäten oder den Boden an einer Stelle umzugraben, an der bereits ausgesät wurde. Stecken Sie für eine gute Kontrolle am Anfang jeder Reihe ein Etikett in den Boden. Sie können zwischen kleinen, einfachen Plastiketiketten zum Einstecken in den Boden oder Hängeetiketten wählen, beispielsweise aus Schiefer. Letztere sind besonders dekorativ, aber teurer.

Werkzeuge und Zubehör für die Aussaat im Freiland

Sämaschine, Etiketten aus Kunststoff und Schiefer

  • Sand

Wir haben ihn bereits bei den Bodenverbesserungsmitteln erwähnt, aber Sand kann auch beim Ausbringen besonders feiner Samen sehr hilfreich sein. Wenn Sie die Samen mit Sand mischen, können Sie gleichmäßig aussäen und vermeiden eine zu dichte Aussaat. Sand eignet sich außerdem gut für die breitwürfige Aussaat.

Zum Schutz der Aussaat

  • Ein Vlies oder ein Tunnel zur Wachstumsförderung

Sie schützen die Aussaat vor Kälte, sodass Sie etwas früher in der Saison säen und Zeit gewinnen können. Gleichzeitig schützen sie die Aussaat vor Vögeln und anderen Tieren, die den Boden aufkratzen könnten. Am besten befestigen Sie das Vlies an Bögen, um einen kleinen, das Wachstum junger Triebe fördernden Tunnel zu schaffen.

  • Ein Frühbeetkasten

Ein Frühbeetkasten ermöglicht frühe Aussaaten, indem er Jungpflanzen vor Kälte schützt. Er erfüllt denselben Zweck wie der Tunnel zur Wachstumsförderung. Meist handelt es sich um einen mit einer Glasscheibe oder durchsichtigen Kunststoffplatte abgedeckten Holzkasten. So entsteht ein warmes Mikroklima, das ideal für das Auflaufen der Aussaat und das Wachstum junger Triebe ist. Häufig wird er für Aussaaten zum späteren Verpflanzen genutzt, eignet sich aber auch für Direktsaaten (Rüben, Möhren, Rettich …).

  • Ein Schutznetz zum Schutz der Samen vor Vögeln

Kaum sind die Samen gesät, kommen Vögel gern, um den Boden aufzureißen und die Samen aufzupicken. Auch junge Triebe können sie beschädigen. Sie können daher ein Netz anbringen, um Ihre Pflanzen zu schützen. Platzieren Sie es etwas erhöht über dem Saatbeet und befestigen Sie es an kleinen Stäben oder spannen Sie es über eine tunnelartige Struktur oder Bögen.

Werkzeuge und Zubehör für die Aussaat im Freiland

Wachstumsförderndes Vlies über Bögen, Frühbeetkasten und Vogelschutznetz

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