Aussaat richtig gießen: Anfängerleitfaden
Technik und Tipps
Inhaltsverzeichnis
Richtiges Gießen ist für die Aussaat entscheidend. Zu viel Feuchte fördert Pilze, zu wenig hemmt Keimung und Triebwachstum. Unsere Tipps.

Welches Wasser zum Gießen?
Gießen Sie Aussaat und Pflanzen mit Regenwasser: Es ist temperiert, kalkarm, günstig und umweltfreundlich. Leitungswasser vorher stehen lassen oder filtern.
Lesen Sie auch
Samen gewinnen, ernten und richtig aufbewahrenWelches Bewässerungszubehör für die Aussaat?
Aussaaten brauchen viel Sorgfalt, damit ihre zarten Stängel nicht beschädigt werden. Diese Hilfsmittel eignen sich zum schonenden Gießen:
Eine Sprühflasche
Eine Sprühflasche eignet sich perfekt zum Gießen kleiner Aussaaten in Schalen oder Anzuchttöpfen. Sie befeuchtet, ohne die kleinen Samen und die Blumenerde zu verlagern. Außerdem verhindert sie, dass das Substrat verdichtet wird, sodass das Wasser weiterhin gut abfließen kann.
Eine Gießkanne mit feiner Brause
Damit lässt sich die Aussaat wie mit einem feinen Regen bewässern. Das Wasser wird gleichmäßig verteilt, ohne die Pflanzen zu beschädigen. Das Fassungsvermögen eignet sich perfekt für Aussaaten in Schalen, Anzuchttöpfen und im Freiland.
Eine Gießkanne mit schmalem Ausguss
Mit dieser Gießkanne lässt sich die Erde direkt zwischen den Pflanzen bewässern. So werden zarte Stängel nicht verletzt und das Laub empfindlicher Pflanzen wie Tomaten bleibt trocken. Das geringe Fassungsvermögen eignet sich perfekt für Aussaaten im Gewächshaus, in Anzuchttöpfen oder Schalen sowie für kleine Gemüsebeete.
Ein Gartenschlauch
Ein Gartenschlauch eignet sich perfekt für große Gemüsebeete und Aussaaten im Freiland. Stellen Sie ihn auf einen feinen Sprühstrahl und verwenden Sie einen geringen Wasserdruck. Richten Sie den Strahl nach oben oder schräg. Ein zu starker Wasserstrahl kann die Erde verdichten, die Samen ersticken oder sie verlagern und die Stängel junger Triebe beschädigen.

Hilfsmittel zum Gießen von Aussaaten: Sprühflasche, Gießkanne mit Brause, Gießkanne mit schmalem Ausguss und Gartenschlauch mit schrägem Wasserstrahl
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Aussaat gießen?
Das Gießen variiert je nach Phase der Aussaat. Hier sind die wichtigsten Schritte:
Vor dem Säen:
Befeuchten Sie Ihre Blumenerde oder Gartenerde, bevor Sie die Samen säen. Das Substrat sollte feucht, aber nicht durchnässt sein. Durch das Gießen vor der Aussaat verhindern Sie, dass die Samen verlagert oder durch zu starkes Andrücken der Blumenerde erstickt werden.
Tipp: Manche anspruchsvollen Samen sollten am Vorabend der Aussaat eingeweicht werden, zum Beispiel Pastinaken, Möhren, Bohnen und Gartenwicken.
Beim Säen:
Wenn Sie Ihr Substrat gerade befeuchtet haben, müssen Sie in den nächsten 24 Stunden nicht gießen. So können sich die Samen langsam an ihre Umgebung gewöhnen.

Säen Sie die Samen auf feuchtem, aber nicht zu nassem Substrat. Bei Bedarf abdecken und die Samen 24 Stunden akklimatisieren lassen
Vom 2. Tag bis zur Keimung:
Kontrollieren Sie Ihre Aussaat. Das Substrat sollte leicht feucht bleiben, aber nicht zu nass sein, damit die Samen nicht ersticken. Gehen Sie vorsichtig vor. Es ist besser, zweimal täglich mäßig zu gießen als einmal zu viel. Überschüssiges Wasser kann zur Bildung von Pilzkrankheiten und Pilzen führen, die als Umfallkrankheit bekannt sind.
Um die Feuchtigkeit zu prüfen, können Sie Ihren Finger etwa 2 cm tief in die Blumenerde stecken. Die Erde sollte frisch-feucht sein, aber nicht stark am Finger kleben. Verwenden Sie vorzugsweise eine Gießkanne mit Brause oder eine Sprühflasche.
Anzuchttöpfe und Anzuchtschalen können von unten gewässert werden, aber auch dabei sollten Sie behutsam vorgehen. Wenn Sie diese Methode bevorzugen, lassen sich Überschüsse leichter vermeiden, indem Sie ein Vlies unter die Anzuchtschalen legen. Befeuchten Sie das Vlies mit Wasser, ohne zu übertreiben, und lassen Sie die Blumenerde durch Kapillarwirkung feucht werden.

Porreekeimlinge kommen aus der Erde © chjmb2000 – Flickr
Nach der Keimung:
Sobald die Keimlinge erscheinen, halten Sie das Substrat feucht, aber nicht zu nass. So vermeiden Sie Pilzbildung und das Risiko der Umfallkrankheit. Lassen Sie die Blumenerde jedoch niemals austrocknen, da dies für die empfindlichen Jungpflanzen tödlich sein kann. Gießen Sie vorsichtig mit feinem Sprühstrahl und verwenden Sie eine Sprühflasche oder Gießkanne. Gießen Sie die Jungpflanzen möglichst am Fuß und nicht über das Laub, um Krankheiten wie Falschen Mehltau oder Mehltau zu vermeiden.
Tipp: Um der Umfallkrankheit vorzubeugen, können Sie fein gemahlene Holzkohle auf die Blumenerde streuen.

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