Balsamkraut und seine Heilwirkung

Balsamkraut und seine Heilwirkung

Tipps zu Ernte und Verwendung

Inhaltsverzeichnis

Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine Staude mit gelber Sommerblüte. Sie wirkt insektenabweisend und fungizid; auch gesundheitlich wird sie geschätzt. Erfahren Sie mehr über Eigenschaften, Ernte und Anwendung.

Rainfarn: säen, pflanzen und anbauen

Schwierigkeit

Vorstellung des Balsamkrauts

Rainfarn (Tanacetum vulgare) wächst wild in Frankreich, blüht gelb und hat aromatisches Farnlaub. Seit der Antike als Heilpflanze genutzt.

Balsamkraut ernten?

Für die Heilanwendung werden vor allem die Blütenspitzen genutzt. Wir empfehlen, morgens bei klarem, trockenem Wetter zu ernten, da die Wirkstoffe dann konzentrierter sind und die Trocknung leichter fällt. Die Ernte erfolgt zu Beginn der Blüte, meist im Juli, gegebenenfalls auch im August. Die sich gerade öffnenden Blütenkörbchen enthalten besonders viele Wirkstoffe. Geerntet wird der obere Teil der Triebe mit den Blüten und eventuell einigen oberen Blättern. Sie können mehrmals ernten, damit die Pflanze ihre Reserven wieder auffüllt.

Auch die Blätter des Balsamkrauts können verwendet werden. Am besten ernten Sie sie vor der Blüte, also im Frühjahr. Eine Ernte ist jedoch bis September möglich. Die Blätter können in kleinen Mengen Gerichten zugegeben werden, um deren Geschmack zu verfeinern.

Balsamkraut kann frisch oder getrocknet verwendet werden. Zum Trocknen empfehlen wir, die blühenden Triebspitzen auf einem großen Tuch auszubreiten und an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort trocknen zu lassen. Alternativ können Sie sie zu Bündeln binden und kopfüber aufhängen, ebenfalls vor Licht geschützt. Sobald sie vollständig trocken sind, bewahren Sie sie in luftdicht verschlossenen Gläsern auf.

Heilwirkung des Balsamkrauts

Die Ernte der Blütenspitzen

Wie anwenden?

Die Anwendung von Balsamkraut kann je nach Bedarf und persönlichen Vorlieben unterschiedlich erfolgen.

  • Teeaufguss: Ein Balsamkraut-Aufguss ist die häufigste Anwendungsform. Übergießen Sie dazu einen Teelöffel getrocknete Blätter oder Blütenspitzen mit kochendem Wasser, lassen Sie alles etwa zehn Minuten ziehen und filtern Sie den Aufguss anschließend. Bis zu dreimal täglich getrunken, kann er Verdauungsbeschwerden und Menstruationsschmerzen lindern sowie das Nervensystem beruhigen.
  • Abkochung: Eine Balsamkraut-Abkochung wird besonders bei Hautproblemen empfohlen. Kochen Sie dafür Balsamkraut etwa zehn Minuten in Wasser und lassen Sie die Mischung anschließend abkühlen. Die Abkochung kann als Umschlag zur Linderung von Hautreizungen verwendet werden.
  • Ätherisches Öl: Wegen seines Thujongehalts sollte ätherisches Öl aus Gewöhnlichem Balsamkraut mit Vorsicht verwendet werden. Es wirkt entzündungshemmend und antihistaminisch. Auch Öl aus einjährigem Balsamkraut (Tanacetum annuum) ist erhältlich.
  • Balsamkrautblätter können außerdem in kleinen Mengen zum Würzen von Speisen verwendet werden. Fein gehackt verleihen sie Salaten, Omeletts, Desserts, Likören und Schmorgerichten eine leicht bittere Note. Wegen ihres Thujongehalts können Balsamkrautblätter bei übermäßigem Verzehr jedoch giftig wirken.
Medizinische Eigenschaften von Balsamkraut

Getrocknete Blütenspitzen

Welche Vorteile bietet sie?

– Verdauungsbeschwerden: Balsamkraut ist für seine blähungslösenden und verdauungsfördernden Eigenschaften bekannt. Es lindert Beschwerden wie Blähungen, Magenkrämpfe, Völlegefühl und Verdauungsstörungen.

Anwendung: Ein Aufguss aus Balsamkraut kann nach den Mahlzeiten die Verdauung unterstützen. Dazu einen Teelöffel getrocknete Blütenspitzen mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, anschließend abseihen und trinken.

– Menstruationsbeschwerden: Dank seiner krampflösenden Eigenschaften kann Balsamkraut Menstruationsschmerzen lindern und zur Regulierung des weiblichen Zyklus beitragen.

Anwendung: Für einen Aufguss einen Teelöffel getrocknete Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.

– Darmparasiten: Balsamkraut wird seit Langem als Mittel gegen Darmparasiten wie Madenwürmer und Spulwürmer verwendet. Daher trägt es auch den Beinamen „Wurmkraut“.

Anwendung: Dafür wird Balsamkraut meist als Abkochung eingenommen. Einen Esslöffel getrocknete Blätter mit einer Tasse Wasser übergießen, aufkochen und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Nach dem Abkühlen abseihen und trinken.

– Hauterkrankungen: Balsamkraut besitzt entzündungshemmende und pilzhemmende Eigenschaften, die bei verschiedenen Hautproblemen wie Akne, Ekzemen und Pilzinfektionen helfen können.

Anwendung: Zur äußerlichen Anwendung kann eine Abkochung aus Balsamkraut mit einem Wattepad auf die Haut aufgetragen oder als Bad für betroffene Stellen verwendet werden.

– Entzündungen und Schmerzen: Balsamkraut wirkt entzündungshemmend und kann rheumatische Schmerzen, Verstauchungen und Sehnenentzündungen lindern. Auch Zahnschmerzen soll es beruhigen.

Anwendung: Bei Gelenk- oder Muskelschmerzen eine Abkochung aus Balsamkrautblättern zubereiten und für warme Umschläge auf den betroffenen Stellen verwenden. Dazu eine Handvoll Blätter in einem Liter Wasser etwa 15 Minuten kochen. Kurz abkühlen lassen, ein sauberes Tuch in die Abkochung tauchen und auf die schmerzende Stelle legen.

Heilende Eigenschaften von Balsamkraut

Balsamkraut wird hauptsächlich als Aufguss oder Abkochung verwendet

Anwendungshinweise

Balsamkraut kann Nebenwirkungen haben. In der Schwangerschaft wegen Wehen kontraindiziert. Thujon: Dosis beachten, Arzt fragen.

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Die Rainfarn und ihre Vorteile