Die schönsten Sträucher als Rebe
Besondere Wuchsform – ein Muss im Garten!
Inhaltsverzeichnis
Reben sind Bäume oder Sträucher mit einem mehrteiligen Stamm, der sich bereits an der Basis in zwei, drei oder sogar vier Stämme teilt. Von einem auf Rebe erzogenen Strauch oder Baum spricht man, wenn die Verzweigung direkt über dem Boden beginnt. Diese elegante Wuchsform sorgt für abwechslungsreiche Silhouetten im Garten und ermöglicht einen meist breiter ausladenden Kleinbaum, der für eine äußerst ästhetische Begrünung sorgt. Bei manchen Sträuchern und Bäumen wie Birken ist diese Silhouette natürlich. Sie kann sich bei älteren Exemplaren aber auch erst nach vielen Jahren entwickeln oder vom Baumschuler durch einen Erziehungsschnitt von Beginn an bewusst geformt werden.
Neben ihrer schönen Silhouette sind sommergrüne Sträucher auf Rebe im Winter besonders eindrucksvoll: Dann zeigen sie ihre Verzweigung und ihre außergewöhnliche Rinde wie eine lebendige Skulptur im Garten. Sie eignen sich besonders für kleine und mittelgroße Gärten, in denen große Bäume nur schwer Platz finden. Als Solitär gepflanzt, setzen Sträucher auf Rebe schöne Akzente, sorgen aber auch im Beet für Volumen.
Entdecken Sie die schönsten Sträucher auf Rebe, die diese Wuchsform ganz natürlich entwickeln!
→ Hier finden Sie Oliviers Tipps, um einen Baum oder Strauch auf Rebe zu erziehen

Die mehrteiligen Stämme – hier bei einer Chinesischen Kräuselmyrte – prägen den Garten auf ihre ganz eigene Weise …
Die Kräuselmyrte
Dieser Strauch wird in Privatgärten häufig als Rebe gezogen und wegen seiner starken Zierwirkung auch im öffentlichen Grün verwendet. Bei der Chinesischen Kräuselmyrte begeistern die rosafarbenen, roten, violetten oder weißen Blütenrispen. Neue Hybride sind bis mindestens -15 °C winterhart und meist trockenheitsverträglich. Auch als Halb Stamm ist sie verbreitet. Als Rebe wird sie etwa 3 m hoch, benötigt für eine üppige Blüte Sonne und gedeiht in jedem Boden.
→ Ihre Vorzüge: spektakuläre Blüte im Hoch- bis Spätsommer, flammenrotes Herbstlaub, eine große Auswahl an Kultivaren mit prächtigen Blütenfarben, eine wunderschöne, im Alter dekorativ abblätternde Rinde und gute Anpassung an Stadtverschmutzung.

Lagerstroemia indica
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Der Sieben-Glocken-Strauch ist ein sommergrüner Strauch, der in Deutschland zunehmend bekannt und verwendet wird – zum Glück, denn er vereint viele Vorzüge und reizvolle Eigenschaften! Er wächst von Natur aus mehrstämmig und entwickelt mehrere schlanke Stämme mit einer lichten Krone, die seine malerische Wuchsform besonders schön zur Geltung bringt. Der bis zu 4 m hohe und 3 m breite Strauch trägt eine köstlich duftende, weiße Blüte, die sich im Herbst fast karmesinrot färbt und bis Oktober ein spektakuläres Schauspiel bietet. Für jeden Boden in sonniger Lage.
→ Seine Vorzüge: eine ausladende Wuchsform, eine sehr lange Blüte mit Farbwechsel im Herbst, rotbraune, im Alter attraktiv abblätternde Rinde, lange haftendes Laub, gute Trockenheits- und Stadtklimaverträglichkeit sowie ausgezeichnete Winterhärte.

Sieben-Glocken-Strauch
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Magnolien
Hier geht es um Magnolia soulangeana, Magnolia stellata, Magnolia sieboldii und immergrüne Magnolia grandiflora. Ihre dichte basale Verzweigung bildet eine bemerkenswerte natürliche Wuchsform als Rebe. Diese frühblühenden Sträucher entwickeln mehrere Stämme und eine rundlich ausladende Silhouette. Magnolia wachsen bevorzugt in saurem, leichtem Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten.
→ Ihre Vorzüge: eine der schönsten Blüten des Frühlings, außergewöhnliche aufrechte Schalenblüten, hohe Winterhärte und bei Magnolia soulangeana eine mit den Jahren immer reizvollere Wuchsform mit graziös zum Boden herabhängenden Zweigen.

Magnolia soulangeana, Magnolia stellata (© Gwenaëlle David) und Magnolia grandiflora
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Acer ginnala (Feuer-Ahorn): 5–7 m hoher Strauch mit mehreren Stämmen, hitze-, wind- und pollutionstolerant, mit dreilappigem, rotem Herbstlaub.
La Cordyline und die Palmlilie
Beide gehören zur Familie der Agavengewächse: Cordyline australis und Yucca gloriosa sind zwar keine eigentlichen Sträucher, bilden aber oft ebenfalls mehrfach verzweigte Stämme, die ihre exotische Schönheit unterstreichen. Bei Cordylinen wachsen oft zwei, manchmal drei kräftige Stämme gleichzeitig empor. Sie verleihen den Pflanzen eine stattliche Wuchsform und tragen das dichte, spitze, aufrechte und immergrüne Blattschopf. Bei diesen langsam wachsenden Pflanzen braucht es Geduld, bis sie in die Höhe wachsen – insbesondere bei der Cordyline, die ihre Verzweigungen erst nach der ersten Blüte bildet. Für exotische Gärten, Küstengärten, Trockengärten oder mediterrane Gärten.
→ Ihre Vorzüge: eine starke exotische Wirkung, gute Winterhärte bei Yuccas und eine hohe Windfestigkeit.

Cordyline australis und Yucca
Der Westliche Erdbeerbaum
Der Arbutus unedo wird umgangssprachlich Erdbeerbaum genannt. Dieser Baum trägt seinen Namen zu Recht: Im Herbst bildet er lustige, kugelige, sehr dekorative rote Früchte. Sie bleiben gleichzeitig mit der neuen, für Heidekrautgewächse typischen weißen Glockenblüte am Baum hängen. Diese erscheint etwa im September oder Oktober, wie bei Englischer Heide und Schattenglöckchen. Der sehr kurze Stamm des Erdbeerbaums verzweigt sich in mehrere Richtungen und bildet eine buschige, aber aufrechte Silhouette (er wird 2 bis 4 m hoch). Als Solitär kommt er besonders gut zur Geltung; niedrigere Sorten eignen sich auch für das Beet.
→ Seine Vorzüge: attraktives immergrünes Laub, ein einzigartiger, farbenfroher Fruchtschmuck als Ergänzung zur Blüte, rötliche Rinde, gute Trockenheitsverträglichkeit und bemerkenswerte Langlebigkeit.

Arbutus unedo
Die Europäische Zwergpalme
Chamaerops humilis: Mehrstämmige Wuchsform, blaugrüne Fächerblätter, langsam wachsend, winterhart bis -12 °C. 3–5 m hoch; einzeln oder in Gruppen
Edgeworthia chrysantha
Edgeworthie: Kleiner Strauch (1–2 m) mit kurz geteiltem Stamm, feinen Winterblüten, schöner Wuchsform und grauer Rinde. Sonnig bis halbschattig, bis -10 °C winterhart.
Judasbaum oder Cercis
Dieser sommergrüne Strauch mit stark verzweigter, oft knorriger Wuchsform ab der Basis wirkt besonders malerisch. Der Judasbaum ist ein prächtiger Strauch mit natürlicher Rebenform – ideal für Bauerngärten. Seine rosaviolette Blüte an den noch kahlen Zweigen verzaubert im April oder Mai. Danach begeistern die rundlichen, blaugrünen Blätter. Der zunächst aufrechte Cercis siliquastrum wird mit der Zeit unregelmäßiger und ausgebreitet. An sonnigem, windgeschütztem Standort pflanzen.
→ Seine Vorzüge: üppige Frühlingsblüte, Trockenheitsverträglichkeit, Winterhärte und Eignung für kalkhaltigen Boden.

Cercis siliquastrum
Luma apiculata
Zum Abschluss dieser Auswahl: ein noch wenig bekannter Strauch, der von Natur aus mehrstämmig wächst. Luma apiculata stammt aus Chile und ist auch als Luma-Myrte bekannt. Seine leichte Frostempfindlichkeit (winterhart bis etwa -8 °C) sei ihm verziehen. Der langsam wachsende, bis zu 5 m hohe Strauch gedeiht im Halbschatten oder in der Sonne. Besonders bemerkenswert ist seine orangefarbene, sich schälende Rinde, die im Gehölz für ein bewundernswertes Farb- und Strukturspiel sorgt. Auch seine lange, zarte Sommerblüte mit kleinen weißen Blüten ist reizvoll. Das immergrüne, ledrige Laub ist dunkelgrün und beinahe glänzend. In jeden ausreichend durchlässigen Boden pflanzen.
→ Seine Vorzüge: ein prächtiger Strauch mit schöner Wuchsform und Rinde, zarter, leicht duftender und bienenfreundlicher Blüte sowie Beeren, die im Winter Vögel anlocken.

Luma apiculata
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