Essbare Wildpflanzen
Unser Ratgeber für eine naturnahe Küche
Inhaltsverzeichnis
Essbare Wildpflanzen verbinden uns wieder mit den Wurzeln unserer Ernährung und der Natur. Ihre Vielfalt überrascht. Nachhaltiges Sammeln schützt Ökosysteme.
Vorteile einer natürlichen Ernährung
Essbare Wildpflanzen liefern Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Altes Wissen: Brennnessel, Kuhblume und Wegerich sind Superfoods.
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Essbare Wildpflanzen liefern viele Nährstoffe, bereichern die Küche und stärken beim Sammeln die Verbindung zur Natur.
Häufige essbare Wildpflanzen
Hier eine Auswahl der häufigsten Wildpflanzen – es gibt jedoch noch viele weitere essbare Arten.
Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)
Die Gemeine Schafgarbe hat stark gefiederte, fadenförmige Blätter und weiße Blüten in Dolden. Die in Fäden aufgeteilten Blätter und die charakteristischen Blüten in Schirmrispen erleichtern ihre Bestimmung. Die Blätter allein können mit anderen giftigen Pflanzen verwechselt werden.
Diese Pflanze ist für ihre adstringierenden und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Sie kann die Verdauung und die Wundheilung unterstützen.
Junge, rohe Blätter können Salaten für ein leicht bitteres Aroma hinzugefügt oder als Gewürz und Garnitur verwendet werden. Die Blüten lassen sich als Aufguss genießen. Diese Pflanze wird eher wegen ihrer Eigenschaften als wegen ihres Geschmacks genutzt.

Beinwell (Symphytum officinale)
Beinwell hat große, raue Blätter und glockenförmige Blüten in Blau, Weiß oder Rosa. Die breiten, behaarten Blätter und die hängenden, röhrenförmigen Blüten kennzeichnen den Beinwell.
Beinwellblätter sind reich an Nährstoffen, insbesondere an Vitamin B12 und C sowie an Mineralstoffen wie Kalium und Kalzium. Beinwell wird traditionell zur Förderung der Wundheilung und als entzündungshemmendes Mittel verwendet.
Junge Blätter können verzehrt werden. Wegen ihres hohen Alkaloidgehalts sollten sie jedoch nur gelegentlich und in Maßen gegessen werden. Sie können gekocht und wie Spinat in Gerichte gegeben werden. Aufgrund der Alkaloide sollten sie vor dem Kochen blanchiert werden.
Achten Sie darauf, Beinwell nicht mit dem Fingerhut, Digitalis purpurea, oder der Schwarzen Königskerze, Verbascum nigrum, zu verwechseln.

Gewöhnliche Mariendistel (Silybum marianum)
Die Mariendistel hat dornige Blätter und violette oder rosafarbene Blüten. Die dunkelgrünen, weiß marmorierten und am Rand bedornten Blätter sowie die an Artischockenblüten erinnernden Blüten machen die Pflanze leicht erkennbar.
Die Mariendistel ist für ihre positive Wirkung auf die Leber bekannt. Sie enthält Wirkstoffe namens Silymarine, die zum Schutz der Leber beitragen können.
Die Mariendistel ist wegen ihrer Dornen schwer zu ernten, geschmacklich aber sehr beliebt. Die Stängel werden wie Kardonen zubereitet. Junge Blätter können nach dem Entfernen der Dornen verzehrt werden. Nach dem Blanchieren, das die Bitterkeit mildert, lassen sie sich Salaten oder Pfannengerichten hinzufügen. Die Blütenkörbchen werden wie Artischocken gegessen.

Große Brennnessel (Urtica dioica)
Brennnesseln haben gezähnte, behaarte Blätter sowie rhizomatöse, stark ausläuferbildende Wurzeln. Die brennenden Härchen auf den Blättern verursachen bei Berührung ein brennendes Gefühl. Die kleinen weißen Blüten sitzen entlang der Stängel.
Die Brennnessel ist eine hervorragende Quelle für Eisen, Kalzium, Vitamin C und weitere wichtige Nährstoffe. Sie wirkt entzündungshemmend und kann das Immunsystem unterstützen.
Die zarten jungen Blätter werden am häufigsten verzehrt, doch auch die oberen Teile älterer Pflanzen können verwendet werden. Sie lassen sich zu einer nahrhaften Suppe, Pesto oder einfach blanchiert als Beilage zubereiten. Auch als Aufguss wird sie wegen ihrer mineralstoffspendenden Eigenschaften getrunken.

Kuhblume (Taraxacum officinale)
Kuhblumen haben gelappte Blätter und leuchtend gelbe Blüten. Die Blattrosette und die charakteristischen gelben Blüten erleichtern die Bestimmung.
Kuhblumen sind reich an Vitamin A, C und K sowie an Mineralstoffen wie Eisen und Kalium. Sie wirken harntreibend und können die Verdauung unterstützen.
Blätter und Blüten sind essbar. Die Wurzeln können geröstet und als Kaffeeersatz verwendet werden. Kuhblumenblätter eignen sich für Salate und verleihen ihnen eine angenehme Bitterkeit. Die Blüten können zum Garnieren oder für die Herstellung von Sirup verwendet werden.

Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
Wegerich hat breite grundständige Blätter und schmale Blütenähren. Die lanzettlichen Blätter und länglichen Blütenähren kennzeichnen den Wegerich.
Der Wegerich wird traditionell zur Linderung von Hautreizungen und Atemwegsbeschwerden verwendet. Er wirkt entzündungshemmend.
Die zarten jungen Blätter können roh im Salat oder wie Gemüse gekocht verzehrt werden. Sie lassen sich Pfannengerichten oder Suppen hinzufügen. Außerdem können sie zur Herstellung von Umschlägen verwendet werden, die Insektenstiche lindern.

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