Feigenbaum: beste Sorten für den Garten

Feigenbaum: beste Sorten für den Garten

Auswahl der aromatischsten und ertragreichsten Feigenbaum-Sorten

Inhaltsverzeichnis

Der für den Mittelmeerraum typische Feigenbaum (Ficus carica) gedeiht in ganz Frankreich – vorausgesetzt, Sie wählen die passende Sorte. Bei den 250 gängigsten Sorten auf dem französischen Markt fällt die Wahl jedoch nicht immer leicht. Die Vielfalt der Feigenbäume macht die Auswahl noch schwieriger. Zunächst unterscheiden sie sich durch die Farbe ihrer Früchte: Sie kann weiß oder grün, schwarz oder rot, dunkelviolett oder grau sein. Hinzu kommt eine weitere Besonderheit: Feigenbäume können einmaltragend sein und nur eine Ernte hervorbringen, meist ab August bis in den Herbst hinein. Zweimaltragende Sorten liefern dagegen zwei Ernten pro Jahr: im Juni und Juli sowie, in geringerem Umfang, im Herbst.

Nach dieser ersten Auswahl gilt es, die Winterhärte der Feigenbäume zu berücksichtigen, denn das Klima Ihrer Region ist entscheidend. Manche Sorten eignen sich speziell für den Süden des Landes, andere besser für die nördliche Hälfte. Schließlich können Sie auch die geschmacklichen Eigenschaften der saftigen Früchte mit ihrem zarten, süßen und fruchtigen Fruchtfleisch beachten.

Aus den zahlreichen Feigenbaumsorten stelle ich Ihnen eine Auswahl der 7 besten vor, die jedem Bedarf gerecht werden.

Mehr erfahren: Feigenbaum: pflanzen, schneiden und pflegen.

Schwierigkeit

Feigenbaum 'Marseillaise' für Südfrankreich

Feigenbaum ‘Marseillaise’: selbstfruchtbar, ertragreich und spät reifend. Kleine, süße Früchte zum Frischessen, Trocknen und Einkochen. Winterhart bis -12 °C.

Feigenbaum 'Ronde de Bordeaux': sehr winterhart

Die Feigenbaumsorte ‘Ronde de Bordeaux’ ist eine einmaltragende, besonders frühe Sorte: Ihre Herbstfeigen reifen bereits Ende Juli bis Anfang August, in weniger sonnigen Regionen wie der Bretagne manchmal etwas später. Diese Eigenschaft brachte ihr auch den zweiten Namen ‘Précoce de Barcelona’ ein. Zudem ist dieser Feigenbaum sehr ertragreich. Die eher kleinen Feigen werden wegen ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten sehr geschätzt. Sie können frisch oder getrocknet, in vielfältiger Form oder als Konfitüre genossen werden. Außerdem behalten diese Früchte beim Kochen in herzhaften Gerichten ausgezeichnet ihre Form. Die rundlichen, prallen Feigen dieser Sorte haben eine dunkelpurpurne, von bläulichen Reflexen punktierte Schale, die bei Reife fast schwarz wird, sowie ein ziemlich kräftig rotes, süßes und saftiges Fruchtfleisch mit hervorragendem Geschmack.

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Die Sorte ‘Ronde de Bordeaux’ ist sehr frühreif

Im Garten oder Obstgarten bildet diese Feigenbaumsorte einen großen, äußerst kräftigen Baum. Sie zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Krankheitsresistenz aus. Da sie selbstfruchtbar und parthenokarp ist, trägt sie überall Früchte – unabhängig vom Vorkommen der Feigengallwespe, des Bestäubers von Feigenbäumen. Dieser Feigenbaum gedeiht und fruchtet daher überall, von den wärmsten bis zu den weniger milden Regionen. Selbst die jüngsten Pflanzen setzen bereits Früchte an.

Sorte 'Figality': ertragreicher Zwerg-Feigenbaum

Die Sorte ‘Figality’ ist ein Zwerg-Feigenbaum aus der Fruitality®-Serie, die vom Pflanzenzüchter Verdia ausgewählt und im Herbst 2019 vorgestellt wurde. Sie ist außerdem die einzige Zwergobstsorte mit kompakter, strauchiger Wuchsform. So lässt sich der Feigenbaum problemlos auf einem Balkon oder einer Terrasse in der Stadt kultivieren und man kann dort eigene Feigen ernten. Denn trotz seiner geringen Größe (etwa 1,50 m Höhe und 1 m Breite) hat dieser Feigenbaum alles, was einen großen auszeichnet. Er trägt reichlich mittelgroße Feigen mit dunkelvioletter, fast schwarzer Schale und rotem Fruchtfleisch. Die eher saftigen Früchte schmecken süß und aromatisch. Sie können frisch oder gekocht als Konfitüre, Gelee, Saft, Sirup, Eis und in Gebäck verzehrt werden. Auch tiefgefroren sind sie sehr gut haltbar.

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Die Zwergsorte ‘Figality’ ist ideal für kleine Räume

Als Mutation einer zweimal tragenden Sorte ist der Feigenbaum ‘Figality’ eintragig und trägt je nach Region nur einmal jährlich, von Juli bis Oktober. Außerdem ist er selbstfruchtbar, sehr trockenheitstolerant und bis -15 °C winterhart. Dank seiner bescheidenen Maße eignet sich dieser Feigenbaum perfekt für kleine Räume und ist zudem sehr pflegeleicht. Er ist unempfindlich gegenüber Schädlingen und den üblichen Krankheiten von Feigenbäumen. Außerdem besitzt er ein sehr dekoratives und auf einem Balkon oder einer Terrasse besonders originelles Laub. Sobald die ersten Feigen ihre Reife erreichen, wird dieser kleine Obstbaum für Aufsehen sorgen.

Dieser Feigenbaum eignet sich bestens für die Pflanzung im Topf und kommt mit dem verfügbaren Platz zurecht. Bereits in der ersten Saison nach der Pflanzung erscheinen die ersten Feigen.

‘Brown Turkey’: winterharter Feigenbaum mit zwei Ernten

Die bereits 1857 in der englischen Literatur erwähnte Feigensorte ‘Brown Turkey’ ist eine alte Sorte, die auch ‘Brown Naples’ genannt wird. Sie ist selbstfruchtbar und zweimaltragend und schenkt Ihnen mittelgroße Feigen: im Sommer im Juli sowie im Herbst von September bis Oktober. Die Feigen der ersten Ernte sind größer als die der zweiten. Die ersten wiegen 40 bis 50 g, die zweiten etwa 30 g. Es handelt sich um Früchte mit einer braunen bis leicht rötlich-karamellbraunen Schale und rosafarbenem bis rotem, aromatischem Fruchtfleisch. Sie können frisch verzehrt, zu Konfitüre verarbeitet oder gekocht werden. Ihr Geschmack erinnert leicht an Erdbeeren. Die Feigen der Herbsternte können getrocknet werden. In manchen Regionen trägt der Feigenbaum nur einmal.

Feigenbäume: beste Sorten

Die Sorte ‘Brown Turkey’ ist für ihre hohe Winterhärte bekannt

Im Obstgarten oder Garten ist dieser Feigenbaum vor allem für seine außergewöhnliche Winterhärte bekannt. Er verträgt Temperaturen bis -20 °C. Zweifellos zählt er zu den winterhärtesten Sorten und eignet sich besonders für eine Pflanzung im Nordosten Frankreichs, wo er häufig angebaut wird. Der mittelgroße Feigenbaum wächst buschig und kompakt und lässt sich daher problemlos im Topf kultivieren. Er ist ideal für kleine Räume und besitzt große, attraktive und sehr dekorative Blätter.

Walddickblatt: bifere Feige mit Riesenfrüchten

Der Feigenbaum ‚Goutte d’or‘, auch unter den Namen ‚Dorée‘, ‚Goutte d’or de Carpentras‘ oder ‚Figue d’or‘ bekannt, ist eine alte Sorte französischen Ursprungs. Als zweimal tragende Sorte liefert sie zwei Ernten: Die erste erfolgt Anfang Juli, die zweite etwa Mitte August. Die zweite Ernte ist mengenmäßig oft ergiebiger als die erste. Um die Früchte im richtigen Reifegrad zu ernten, genügt es, sie genau zu beobachten. Am Auge der Feige erscheint ein Tropfen Saft. Die Feigen dieser Sorte haben eine recht dünne Schale, die leicht aufplatzt. Sie sind sehr groß, eher länglich geformt und haben eine goldgelbe bis violette Schale. Das goldrosa Fruchtfleisch ist saftig, aromatisch und angenehm süß. Diese Feigen werden bevorzugt frisch verzehrt oder allenfalls zu Konfitüre verarbeitet.

gute Feigenbaumsorten

Die Sorte ‚Goutte d’or‘ trägt sehr große Feigen

Im Garten wächst dieser Feigenbaum eher schwach und eignet sich daher für die Kultur im Kübel auf Balkon oder Terrasse sowie für kleine Flächen. In den kältesten Regionen wird die Kübelkultur empfohlen. Er besitzt eine ausgebreitete Wuchsform.

Feigenbaum ‘Icecrystal’ mit dekorativem Laub

Die Feigenbaum-Sorte ‘Ice Crystal’ gehört zu den kleinwüchsigen Feigenbäumen und eignet sich sehr gut für die Kultur im Topf auf Balkon oder Terrasse sowie im Innenhof oder Patio. Ihr ungewöhnlich tief gelapptes Laub verleiht ihr zudem einen hohen Zierwert. Dieses auffällige Laub gab der Sorte ihren Namen, da die Blätter an Eiskristalle erinnern. Ihre kompakte Form und der buschige Wuchs machen sie besonders attraktiv für die Topfkultur. Ausgewachsen wird sie kaum höher und breiter als 2 m.

Dennoch bringt sie auch kleine Feigen mit dunkel bordeauxroter Schale und leicht säuerlichem Fruchtfleisch hervor. Als zweimal tragende Sorte reifen die Früchte in zwei Etappen: zunächst im Juli, dann Ende August. Die Feigen dieser Sorte sind an ihrem langen Stiel und der glänzenden Schale unverkennbar.

Beste Feigensorten

Der Feigenbaum ‘Ice Crystal’ eignet sich gut für die Kultur im Topf

Diese Feigenbaum-Sorte mit ihrem auffälligen Laub ist winterhart und eignet sich daher auch für Regionen nördlich der Loire.

Feigenbaum 'Rouge de Bordeaux'/'Pastilière': frühe Sorte

Die Sorte ‘Rouge de Bordeaux’, oft auch ‘Pastilière’ genannt, ist ein selbstfruchtbarer, einmal tragender Feigenbaum, der für seine frühe Reife bekannt ist. Seine Feigen reifen bereits Anfang August, ungefähr zwischen den beiden Ernten zweimal tragender Sorten. Diese Sommerfeigen sind klein bis mittelgroß und haben eine samtige, violett bis fast schwarze Schale. Ihr rosafarbenes bis rotes Fruchtfleisch ist sehr fein, da es nur wenige Kerne enthält. Obwohl sie wenig süß sind, überzeugen diese Feigen dennoch mit gutem Geschmack und einer angenehm milden Süße. Allerdings sind sie nicht sehr lagerfähig, da sie leicht aufplatzen.

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Der Feigenbaum ‘Rouge de Bordeaux’ ist eine sehr frühe Sorte

Diese Sorte bildet einen kleinwüchsigen Baum, der sich auch im Topf kultivieren lässt. Er wird kaum höher als 2,50 m und erreicht eine Breite von 3,50 m. Sein Laub ist sehr dick und dicht. Da diese einmal tragende Sorte keine Blütenfeigen bildet, kann sie auch in kälteren Regionen angebaut werden, da sie weniger empfindlich gegenüber Spätfrösten ist. Ihr letzter Nachteil ist eine leichte Krankheitsanfälligkeit.

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Feigenbaum 'Ronde de Bordeaux'