Horngurke anbauen
Und genießen Sie dieses exotische Fruchtgemüse, das in unseren Breiten prächtig gedeiht?
Inhaltsverzeichnis
Horngurke (Kiwano) ist ein exotisches Kürbisgewächs mit stacheliger, orangegelber Schale. Wärme und Sonne fördern süßen, vitaminreichen Fruchtgenuss.
Horngurke: Kennen Sie diese Frucht?
Ursprünglich aus West- und Südafrika, heute in Afrika und Neuseeland weit verbreitet angebaut, ist die Horngurke (Cucumis metuliferus) bei uns noch wenig bekannt. Dabei wächst sie auch hier sehr gut, unter anderem in der Bretagne! Sie verdient daher einen Platz in unseren Gemüsegärten.

Die Horngurke ist ein afrikanisches Fruchtgemüse
Dieses Fruchtgemüse ist ein enger Verwandter von Gurke und Melone und gehört damit zur großen Familie der Kürbisgewächse. Verschiedene Bezeichnungen verweisen auf seine Herkunft, Verwandtschaft und seinen Geschmack (dazu später mehr!). Sein Aussehen ist ungewöhnlich und ausgesprochen exotisch. Der Name Horngurke – ohne botanischen Bezug, von Neuseeländern in Anlehnung an die Kiwi erfunden und geschützt – bezeichnet dieses Fruchtgemüse heute allgemein. Es ist eiförmig, 10 bis 15 cm dick und wiegt jeweils 200 bis 500 g.
Bei Reife ist die dicke, orangegelbe Schale mit stacheligen Auswüchsen bedeckt, die an Hörner erinnern. Während der Reife ist sie dunkelgrün. Das Fruchtfleisch ist leuchtend grün und erinnert mit seinen sichtbaren Samen an Gurke.
Die Pflanze wird bei uns einjährig kultiviert. Sie rankt und kann 2 bis 3 m hoch klettern, wobei sie fast invasiv wächst. Blätter und Stängel sind mit einem leicht reizenden Flaum bedeckt. Sie bildet gelbe männliche und weibliche Blüten; die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Unter guten Anbaubedingungen kann eine Horngurkenpflanze 30 bis 50 Früchte tragen.
Lesen Sie auch
Gurken und Einlegegurken erfolgreich anbauenEin Gemüse mit ungewöhnlichem Geschmack und ungewöhnlicher Textur
Wenn Sie neue Aromen lieben, wird Sie der Geschmack der Horngurke begeistern. Der Geschmack der Horngurke erinnert an Kiwi, Banane, Ananas und Melone, mit Noten von Gurke und Limette. Er ist eher mild, kaum süß und nicht bitter. 
Die Textur erinnert an die der Fleischfarbenen Passionsblume: gallertartig und frisch, fruchtig, durchscheinend und wässrig. Die Samen verstärken diesen Eindruck. Der Vergleich mit der Fleischfarbenen Passionsblume bezieht sich nicht nur auf die Textur: Die Horngurke lässt sich ebenso genießen: Halbieren Sie sie quer und löffeln Sie das Fruchtfleisch aus.
Auch die Schale soll essbar sein.
Horngurke pflanzen: Wo, wann und wie?
Die Horngurke braucht viel Wärme. Daher sollte sie an einem sehr sonnigen Standort angebaut werden. In Regionen mit kürzeren Sommern kann die Horngurke im Gewächshaus kultiviert werden, sofern dieses zur Bestäubung durch Insekten geöffnet wird.
Die Horngurke wird in gut bearbeiteten, durchlässigen, humusreichen und frischen Boden gepflanzt.
Die Aussaat erfolgt zwischen April und Juni, entweder direkt ins Freiland in Regionen mit mildem Frühling und ohne Frostgefahr oder in Anzuchttöpfe im Gewächshaus in Regionen mit weniger günstigem Klima. Denn die Horngurke ist frostempfindlich. Sobald die Keimlinge in den Anzuchttöpfen 2 bis 3 Blätter haben, können sie ab Mitte Mai ins Freiland pikiert oder ins Gewächshaus gepflanzt werden, damit sie ausreichend Wärme zur Reife erhalten. Wenn Sie mehrere Jungpflanzen setzen, halten Sie einen Abstand von mindestens 50 bis 60 cm ein.
Aufgrund des starken Wachstums der Pflanze ist eine Rankhilfe unerlässlich.

Blatt der Horngurke
Horngurken benötigen regelmäßige Wassergaben, damit der Boden frisch bleibt. Eine Mulchschicht zu ihren Füßen verringert die Verdunstung und damit den Wasserbedarf. Achten Sie darauf, das Laub nicht zu befeuchten, da die Horngurke anfällig für Mehltau ist.
Horngurke: Ernte und Lagerung
Horngurken reifen zwischen August und Oktober/November. Reif sind Kiwano, wenn sie schön orangegelb und bei Druck weich sind. Wegen ihrer Stacheln sollten Sie bei der Ernte Handschuhe tragen. Auch Stängel und Blätter brennen leicht auf der Haut.

Unreife Kiwano
Der größte Vorteil von Kiwano ist ihre lange Haltbarkeit. Bei Raumtemperatur halten sie bis zu 6 Monate, jedoch nicht in einer Obstschale. Eine Lagerung im Kühlschrank ist daher unnötig. So lässt sich die Frucht den ganzen Winter genießen – zumal sie sehr vitaminreich ist!
Wie genießt man Horngurke?
Die Horngurke ist wegen ihres süßen Geschmacks eher Obst als Gemüse. Sie wird meist roh gegessen:
- Pur mit dem Teelöffel
- Im Obstsalat
- Als Saft
- Als Sorbet
- In Kuchen
- Im Smoothie
- In Vinaigrette oder Sauce Chien.
Horngurke: Gemüsefrucht mit vielen Nährstoffen
Kiwano: mehr Vitamin C als Orange und B6, dazu Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium. Viel Wasser macht ihn kalorienarm und hydratisiert.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare