Hornissen: Diese Pflanzen und Früchte locken sie in den Garten
… an manchen Gartenstellen meiden: ruhiger Sommer
Inhaltsverzeichnis
Die Hornisse findet Zucker in Blüten und Früchten. Welche Pflanzen locken sie? Erfahren Sie, wo sie besser nicht stehen: an Wegen, am Essplatz oder unter Bäumen.
Was fressen Hornissen?
Wie die Wespe oder die Biene gehört auch die Hornisse zu den Hautflüglern. Anders als diese bestäubt sie jedoch nicht im eigentlichen Sinne, da sie keinen Pollen sucht.
Die Hornisse, ob europäisch oder asiatisch, ernährt sich hauptsächlich von Nektar, der süßen, honigartigen Flüssigkeit, die von Blüten abgesondert wird. Die Larven benötigen dagegen Proteine, die ihnen von anderen, kleineren Insekten geliefert werden (Bienen, Wespen, Fliegen, Raupen …).
Nicht nur Blüten, sondern auch der Saft bestimmter Bäume ist für die Europäische Hornisse im Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle, um den Nahrungsmangel in dieser Zeit auszugleichen.
Ihre Nahrung besteht daher hauptsächlich aus Blütennektar, Früchten, Honigtau (dem von Blattläusen auf Baumblättern produzierten) und Rohsaft von Bäumen, ergänzt durch eine proteinreiche Nahrung aus anderen Insekten für die Larven.
Die gefürchtete Asiatische Hornisse ernährt sich als erwachsenes Tier ebenfalls hauptsächlich von Zucker (Früchte, Nektar, Honigtau) und erbeutet tierische Nahrung (Bienen, Wespen, Käfer und Fliegen), um ihre Larven zu füttern. Dadurch wird sie zu einer echten Plage für Imker und die Biodiversität insgesamt.

Vollreife Trauben sind für die Europäische Hornisse ein wahrer Nektar
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Auf der Suche nach Nektar wenden sich Hornissen daher Pflanzen zu, die besonders viel davon bieten. Damit sie in Bereichen zum Ausruhen, Essen oder Spielen der Kinder nicht stören, sollte man bei der Auswahl bestimmter Pflanzen vorsichtig sein.
Obstbäume
An erster Stelle stehen Früchte, die viel Zucker enthalten und am Baum oder Strauch ausreifen, oft im Spätsommer. Sie locken vor allem Asiatische Hornissen an, die sie zur Energiegewinnung benötigen. Feigen gehören zu ihren Lieblingsspeisen, ebenso wie Trauben, Pflaumen und Kirschen im Frühjahr – alles besonders zuckerreiche Früchte. Weinreben an einer Pergola, wie man sie aus dem Süden kennt, sollten Sie daher meiden, wenn Sie in Ruhe zu Mittag essen möchten.
Faules, zu Boden gefallenes Obst zählt ebenfalls zu ihren kleinen Lieblingsleckereien. Sammeln Sie es daher regelmäßig auf, um Hornissen im Obstgarten nicht anzulocken.

Weinreben und faules Obst locken unweigerlich Hornissen an
Blüten mehrjähriger Pflanzen
Bestimmte nektarreiche Blüten sind für Hornissen eine regelrechte Bar! Sie bevorzugen eindeutig Violett, Blau, Gelb und Weiß – wie Bienen. Diese Farben, die sie im UV-Bereich erkennen, beeinflussen ihre Auswahl besonders stark.
Zu den nektarreichsten mehrjährigen Pflanzen, die in unseren Gärten gepflanzt werden, zählen:
- Duftnessel, etwa Agastache rugosa
- Borretsch
- Distel
- Scheinsonnenhut
- große Fetthenne
- Katzenminze
- Salbei

Duftnessel, Scheinsonnenhut, Steppen-Salbei und große Herbst-Fetthenne
Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen
Bestimmte Bäume gelten als besonders attraktiv für Hornissen:
- Robinie (Robinia pseudoacacia)
- alle Linden
- Rosskastanien
- Feld-Ahorn (Acer campestre), Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Eschen-Ahorn (Acer negundo) und Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
Auch die folgenden Sträucher und Kletterpflanzen locken Hornissen an. Ihre Blütenform passt besonders gut zur Anatomie der Hornissen:
- Lavendel
- Schmetterlingsstrauch (Buddleia sp.)
- Zitronenbäume und Zitrusfrüchte
- Thymian
- Geißblatt

Linde und Lavendel, zwei besonders beliebte Blüten für Hornissen
Spätsommerblüten
Viele Pflanzen, die im Spätsommer und Frühherbst blühen, locken Hornissen besonders an: Efeu, Fatsia japonica, Japanische Wollmispel und große Herbst-Fetthennen.
Bäume mit Pflanzensaft
Der Rohsaft, der in Pflanzen, insbesondere in holzigen Pflanzen, fließt, ist eine weitere wichtige Nahrungsquelle für Hornissen. Er liefert ihnen Energie, vor allem im Frühjahr, wenn die Blüte noch nicht weit fortgeschritten ist und wenig Nektar zur Verfügung steht. Hornissen lecken den von Blattläusen auf den Blättern abgesonderten Honigtau sowie den Rohsaft direkt vom Stamm oder von den Zweigen, ohne die Rinde der Bäume anstechen zu müssen.
Zu den am häufigsten aufgenommenen Rohsäften zählen die von Eiche, Linde, Ahorn, Weide und Nadelgehölzen.

Eichen-Saft ist bei Hornissen im Frühjahr besonders beliebt
Brombeeren (Rubus spp.)
Schließlich mögen Hornissen alle Brombeeren der Gattung Rubus sehr gern. Dazu gehören Himbeeren und Brombeeren, aber auch attraktive Zierbrombeeren, an die man weniger denkt (Rubus odoratus, Rubus thibetanus usw.). Als Halbschattenpflanzen bieten sie vom Frühjahr bis zum Sommer ebenfalls eine wichtige Nektarquelle. Brombeeren stehen selten an störenden Orten, sollten bei der Gestaltung eines biodiversitätsfreundlichen Gartens, der vielen bestäubenden Insekten Lebensraum bietet, jedoch nicht vernachlässigt werden.

Rubus odoratus und Blüten, aus denen sich Brombeeren entwickeln
Hornissen aus dem Garten fernhalten?
Nicht alle Hornissen sind schädlich: Europäische Hornissen sind Nützlinge. Asiatische Hornissen fernhalten: Fallobst sammeln, Duftgeranien pflanzen, selektive Fallen nutzen.
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