Hühnerstall vor dem Steinmarder schützen?

Hühnerstall vor dem Steinmarder schützen?

Unsere Tipps: Marder von Hühnern und Eiern fernhalten

Inhaltsverzeichnis

Steinmarder im Hühnerstall: Erfahren Sie, wie Sie Ihre Hühner vor tödlichen Angriffen schützen und zugleich Ratten und Mäuse fernhalten.

Schwierigkeit

Steinmarder: klein, schlau und flink

Oft wird der Steinmarder mit Schäden und Ärger in Verbindung gebracht, die er unweigerlich in Hühnerställen, Dachböden und Garagen verursacht … Das Zusammenleben ist nicht immer einfach! Selbst wenn man den Steinmarder häufiger hört (und riecht), als man ihn sieht. Tagsüber bleibt er meist unauffällig. Nachts ist es jedoch nicht ungewöhnlich, ihn über unseren Köpfen trippeln zu hören, während er den Dachboden durchstreift. Doch wer verbirgt sich hinter diesem niedlichen kleinen Tier mit den ziemlich scharfen Zähnen?

Der Steinmarder (Martes foina) ist ein kleines Säugetier aus der Familie der Marderartigen, ein Verwandter von Baummarder und Wiesel, mit schlanker, geschmeidiger Gestalt. Einschließlich seines langen, buschigen Schwanzes kann er eine Länge von 80 cm erreichen. Sein Gewicht beträgt dagegen kaum mehr als 2 kg. Er hat kurze Beine, eine leicht rosafarbene Schnauze und ein hübsches braunes Fell auf dem Rücken. Am auffälligsten ist jedoch der große weiße Kehlfleck, der sich bis über den Bauch erstreckt und ihn unverwechselbar macht.

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Der Steinmarder ist ein Kulturfolger, der in Wäldern und Hecken nahe landwirtschaftlich genutzter Flächen oder in der Nähe von Siedlungen lebt, wo er Unterschlupf und Nahrung findet. Der Steinmarder ist vermutlich der Marder, der dem Menschen am nächsten kommt. Das liegt vor allem daran, dass menschliche Aktivitäten seinen Lebensraum und die Naturgebiete zerstören, in denen er früher lebte. Außerdem hat er sich als großer Jäger von Ratten, Wühlmäusen, Feldmäusen und Mäusen daran gewöhnt, in Scheunen, Hühnerställen und Ställen auf Nahrungssuche zu gehen …

Auf seinem Speiseplan stehen aber auch Gartenvögel (Amseln, Ringeltauben …), Jungvögel, Insekten und Regenwürmer, Reptilien und Amphibien, Beeren und Früchte oder sogar Eier. Ein weiterer Grund, warum er vom Hühnerstall angezogen wird!

Steinmarder: gefürchtete Hühnerjäger

Der Steinmarder ist zu jeder Jahreszeit in der Dämmerung oder nachts aktiv, da er keinen Winterschlaf hält. Hühnerställe sind für den kleinen Marder mit dem schlanken Körperbau eine besonders attraktive Speisekammer. Während Sie friedlich unter Ihrer Decke schlafen, greift er an! Dennoch kommt es auch vor, dass er tagsüber ein Gehege attackiert.

Tatsächlich sind es nicht in erster Linie die Hühner, die ihn anlocken – es sei denn, er findet gerade kaum Nahrung –, sondern vielmehr die Eier, seine besondere Vorliebe. Wenn der Steinmarder in den Hühnerstall eindringt, um ein paar Eier zu ergattern, löst er unter den schlafenden Hühnern, die friedlich auf ihren Sitzstangen ruhen, eine regelrechte Panik aus. Zur Erinnerung: In der Nacht bildet sich das Ei, das Ihnen am nächsten Tag gelegt wird.

Steinmarder in einem Hühnerstall

Der Steinmarder hat es besonders auf Eier abgesehen

Und diese Hühner, die in Panik geraten, sich hektisch bewegen und unaufhörlich gackern, verstärken die Angst des Steinmarders. Er setzt dann seine verfügbaren Verteidigungsmittel ein: seine Zähne. Scharfe Zähne eines fleischfressenden Tiers, die er in die Hälse der völlig verängstigten Hühner schlägt.

Am nächsten Tag entdecken Sie entsetzt das Blutbad: Hühner, denen oft die Kehle durchtrennt wurde. Einige sind enthauptet, andere an Blutverlust gestorben; unter den Federn sind die Abdrücke der Fangzähne am Hals zu sehen. Der Steinmarder verschleppt seine Beute nur sehr selten, insbesondere Hühner, die für ihn zu schwer sind. Hat er jedoch genügend Zeit, kann er sie vor Ort fressen, wobei er Kopf und Innereien bevorzugt.

Hühnerstall vor Mardern schützen?

Um diesen schrecklichen Anblick zu vermeiden, sollten Sie vorbeugen. Es ist entscheidend, Hühnerstall und Auslauf zu schützen, damit der Steinmarder nicht eindringen kann. Aufgrund seiner Größe und Beweglichkeit passt er durch ein Loch in der Größe eines Tennisballs, ja sogar eines Tischtennisballs. Hier und da habe ich gelesen, dass sich der Steinmarder durch einen Spalt zwängen kann, dessen Durchmesser dem einer 2-Euro-Münze entspricht. Daran habe ich allerdings gewisse Zweifel … Klettern und Springen kann der Steinmarder dagegen sehr gut.

Um den Steinmarder fernzuhalten, müssen Sie Hühnerstall und Auslauf sichern:

  • Zunächst empfiehlt es sich, das Futter Ihrer Hühner (Samen, Getreidemischung, getrocknete Insekten …) in absolut luftdicht verschlossenen Behältern aufzubewahren, etwa in Eimern mit Deckel, schwarzen Kunststofftonnen für den Außenbereich oder Metalldosen. So werden Ratten, Mäuse und andere Nagetiere nicht von diesem Futter angelockt. Das hilft, einen Nagerbefall zu begrenzen und zugleich Steinmarder fernzuhalten, die sich besonders gern von diesen Tieren ernähren.
  • Außerdem sollten Sie täglich die Eier Ihrer Hühner einsammeln.
  • Der Auslauf muss mit einem Hühnerzaun mit sehr engen Maschen von etwa 2 bis 3 cm Maschenweite umgeben sein. Darüber hinaus sollte dieser mindestens 10 cm tief eingegraben oder mit Betonsteinen am Boden befestigt werden, ohne Lücken zu lassen. Der Steinmarder gräbt keine Baue, kann aber leicht unter einem Zaun hindurchschlüpfen.

    Schutz des Hühnerstalls vor dem Steinmarder

    Der Hühnerauslauf sollte von einem eingegrabenen Zaun umgeben und der Hühnerstall nachts hermetisch verschlossen sein

  • Empfohlen wird außerdem ein mindestens 2 m hoher Auslauf oder ein mit einem Zaun abgedeckter Auslauf.
  • Es ist unerlässlich, selbst kleinste Löcher im Hühnerstall zu verschließen oder die Lüftungsöffnungen im Sommer mit einem Gitter zu sichern. Der Steinmarder kann sich durch einen winzigen, kaum sichtbaren Spalt zwängen.
  • Eine von einigen Fachleuten empfohlene Bewässerungsanlage mit Bewegungsmelder können Sie ebenfalls ausprobieren …

Vor allem müssen Sie Ihre Hühner nachts unbedingt in den Hühnerstall sperren. Entweder schließen Sie jeden Abend die Tür und öffnen sie morgens wieder, oder Sie installieren eine automatische Tür, die besonders praktisch ist, wenn Sie nicht zu Hause sind. Sie lässt sich je nach Jahreszeit sowie nach den Schlafens- und Aufstehzeiten Ihrer Hühner programmieren.

Steinmarder vertreiben?

Schutz für Hühnerstall und Auslauf: Menschen-/Hundehaar, Knoblauchjauche, Öle, Essig, Mardersprays, Granulat oder Ultraschall. Nicht sicher – gut isolieren.

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