Hund & Katze: Garten tiergerecht gestalten?

Hund & Katze: Garten tiergerecht gestalten?

Tipps und Tricks für einen schönen, sicheren Garten für Ihre Vierbeiner

Inhaltsverzeichnis

Garten für Hund und Katze: Sorgen Sie für Sicherheit, Wohlbefinden und Ausbruchsschutz. Unsere Tipps machen Ihren Garten zum Tierparadies.

Schwierigkeit

Garten stilvoll einfassen

Der Zaun – das wohl wichtigste Element, damit Ihr Tier sicher im Garten leben kann. Zumindest für Hunde, denn Katzen sind deutlich unabhängiger und selbstständiger. Ein gut eingezäunter Garten verhindert, dass Ihr Tier in Gefahr gerät – besonders, wenn Sie an einer Straße wohnen, sei sie noch so klein. Artikel L211-23 des französischen Landwirtschaftsgesetzbuchs ist hierzu eindeutig: Jeder Hund, der auf einer öffentlichen Straße aufgegriffen wird, gilt als streunend und kann ins Tierheim gebracht werden. Als streunend gilt ein Hund, der nicht mehr unter der Aufsicht seines Halters steht, sich außerhalb seiner Rufweite befindet oder mehr als 100 Meter von ihm entfernt ist. Bei Katzen gelten etwas andere Regeln: Eine gekennzeichnete Katze gilt als streunend, wenn sie mehr als 1 km von ihrem Zuhause entfernt gefunden wird. Und wenn Ihr Haustier einen Unfall verursacht, wird es noch komplizierter …

Der Zaun rund um Ihren Garten ist also von größter Bedeutung. Ob Maschendraht, Sichtschutzelemente, ein Holzzaun oder ein anderes System: Er muss hoch genug sein, damit Ihr Hund nicht darüber springt.

Bei Katzen ist das schwieriger, denn sie erkunden gern und müssen ihre Umgebung erkunden. Ihr natürlicher Instinkt treibt sie dazu, ihr Revier – also Ihren Garten und die Umgebung – abzugrenzen und zu kontrollieren, aber auch kleine Ausflüge zu unternehmen. Im Straßenverkehr zahlen Katzen dafür jedoch oft einen hohen Preis. Um den Garten zu sichern, ohne gleich einen Bunker zu bauen, eignet sich am besten ein nicht erkletterbarer Zaun aus PVC, Verbundmaterial oder Kunstharz mit blickdichten Lamellen. Am oberen Zaunrand lässt sich außerdem eine nach innen geneigte Abdeckung anbringen, die jedes Übersteigen verhindert. Wenn Sie eine Hecke pflanzen möchten, halten Sie ausreichend Abstand zwischen Ihren Sträuchern und dem Zaun. Steht ein Baum in Zaunnähe, versehen Sie den Stamm mit einem ausreichend hohen glatten Belag, damit Ihre Katze nicht hinaufklettern kann. Kontrollieren Sie schließlich jede noch so kleine Ecke sorgfältig: Eine Katze passt durch erstaunlich schmale Spalten, sofern ihre Körperform dies erlaubt!

Denken Sie auch an einen Zaun rund um den Gemüsegarten – besonders, wenn Ihr Hund gern gräbt. Bei quadratischen Hochbeeten, die grabefreudige Hunde besonders anziehend finden, kann ein Tunnel aus Hühnerdraht ihre Begeisterung bremsen. Auch der Hühnerstall sollte eingezäunt werden, wenn Ihr Hund nicht mit Ihren Hühnern spielen soll!

chien jardin dégâts

Ein Schutz für Hochbeete vor grabefreudigen Hunden

Und vor allem: Vergessen Sie nie, dass die beste Lösung, damit sich Ihr Hund im Garten wohlfühlt und dort möglichst wenig Unfug anstellt, regelmäßige Spaziergänge außerhalb des Gartens sind.

Tierfreundliche Bereiche für Hund und Katze gestalten

Damit sich Hund oder Katze im Garten wohlfühlt, sollten Sie ihn auch tiergerecht gestalten. Das heißt: Schaffen Sie Bereiche zum Ausruhen, Schlafen, Lösen, Spielen und als Schutz vor schlechtem Wetter während Ihrer Abwesenheit. Kurz gesagt: Ihr Garten sollte für Sie und Ihr Tier komfortabel, einladend und angenehm sein.

Im Sommer genießen Sie einen schattigen Platz zum Abkühlen. Für Hund und Katze gilt das ebenso! Sie brauchen schattige Orte zum Ausruhen. Gibt es in Ihrem Garten Bäume oder Hecken, wird sich Ihr Tier schnell in deren Schatten niederlassen. Haben Sie dagegen nur junge Pflanzen, sollten Sie Sonnensegel, Sonnenschirme oder sogar eine Holzkonstruktion mit einem Dach aus dicken Brettern aufstellen, unter der Ihr Hund nach kühler Erde graben kann.

Katze im Gartenschatten

Was gibt es bei großer Hitze Schöneres als ein kleines Nickerchen im Schatten!

Wenn Ihr Hund während Ihrer Abwesenheit allein im Garten bleiben kann und Sie keine überdachte Terrasse, Pergola oder Laube haben, sollten Sie ihm auch eine kleine Hundehütte bereitstellen, in die er sich bei schlechtem Wetter oder Gewitter zurückziehen kann. Die Hütte sollte durch Holzpfosten vom Boden isoliert sein und ein abnehmbares Dach zur leichteren Reinigung haben.

Auch beim Rasen sind einige Anpassungen empfehlenswert. Vergessen Sie Golfrasen und wählen Sie stattdessen einen äußerst trittfesten Freizeitrasen, der auch Ball- und Frisbeespielen mit Ihren Kindern standhält. Alternativ können Sie einen sehr robusten Rasenersatz wählen, etwa Mascarenengras (Zoysia tenuifolia) oder Phyla nodiflora (Lippia nodiflora).

Denken Sie auch an Ihre Beete und Stauden- oder Strauchrabatten. Wenn Sie einen Welpen haben, sollten Sie ihm beibringen, keinen Fuß hineinzusetzen! Ein kleiner niedriger Zaun kann ihm gegebenenfalls helfen zu verstehen, dass die Beete tabu sind. Bei besonders hartnäckigen Hunden kann ein eigener Buddelbereich eine Lösung sein – vorausgesetzt, Sie haben einen großen Garten.

Hund im Garten zwischen Beeten

Ein Hund weiß die Schönheit unserer Beete nicht unbedingt zu schätzen!

Im Garten geht eine Katze deutlich respektvoller mit Ihren Beeten um. Trotzdem gräbt sie möglicherweise, um zu urinieren. Lockere Erde lädt geradezu zum kleinen Geschäft ein. Außerdem markiert sie damit ihr Revier. So sehr Sie Ihre Katze auch lieben: Wenn sie in Ihrer Möhren- oder Rettich-Aussaat oder zwischen Ihren schönen blühenden Stauden gräbt, ist das dennoch etwas ärgerlich. Mehrere Lösungen sind möglich:

  • Mulchen Sie den Boden Ihres Nutzgartens oder Ihrer Beete mit Holzhäckseln, Holzspänen, Laub, Rasenschnitt oder einem anderen handelsüblichen Mulch
  • Verteilen Sie stark riechende Stoffe rund um Nutzgarten oder Beete, die Katzen nicht mögen: Zitrusschalen, Kaffeesatz, Weißweinessig, Pfeffer sowie Knoblauch- oder Zwiebelschalen
  • Pflanzen Sie sogenannte Abwehrpflanzen wie Weißblühenden Beifuß, Wein-Raute oder Geranium macrorrhizum
  • Stellen Sie ein für Ihre Katze völlig ungefährliches Ultraschall-Abwehrgerät auf, das für Sie nicht hörbar ist.

Pascales kleiner Tipp: Ich habe meine Katze Romy aufgenommen, als sie erst zwei Monate alt war. Schon früh richtete ich ihr hinter einer Roten Glanzmispel einen Toilettenplatz ein. Wenn ich sie beim Urinieren im Nutzgarten erwischte, nahm ich sie hoch und setzte sie in ihre mit Sand gefüllte, regelmäßig gereinigte Katzentoilette im Freien. Sie verstand sehr schnell, was ich von ihr wollte, und erledigt ihr Geschäft dort, wenn sie mit uns im Garten ist – auch wenn ich vermute, dass sie zusätzlich den Garten meines Nachbarn nutzt!

Schließlich kratzen Katzen manchmal ihre Krallen an Baumstämmen. Für den Baum ist das normalerweise ungefährlich.

Eine letzte Vorsichtsmaßnahme, um Unglücke zu vermeiden: Wählen Sie hermetisch verschlossene Regentonnen. Eine Katze, die hineinfallen würde, könnte darin ertrinken.

Pflanzen, die Sie mit Haustieren meiden sollten

Per Definition wachsen in einem Garten Pflanzen – einjährige, zweijährige oder mehrjährige Pflanzen, Sträucher und Bäume. Einige sind jedoch hochgiftig für Hunde und Katzen. Mehr dazu: Giftige Pflanzen für Tiere.

Auch Pflanzen und dornige Sträucher sind für Kinder und Haustiere problematisch. Ein ausgelassener Hund oder eine Katze auf der Jagd kann schnell in einer Dornpflanze landen. Schon ein kleiner Stich kann eine Reizung oder Infektion verursachen. Rosen, Agaven, Palmlilien und Kakteen, Stechpalme (Ilex), Feuerdorn (Pyracantha), Zierquitte (Chaenomeles) und Berberitze (Berberis) sollten Sie meiden.

Gefährlicher Garten für Hund und Katze

Giftige (hier Adonis aestivalis), dornige und bienenfreundliche Pflanzen können im Garten eine Gefahr für Hunde und Katzen darstellen

Wenn Sie bienenfreundliche und nektarreiche Pflanzen kultivieren, verdient Ihr Beitrag zur Biodiversität Anerkennung. Diese Pflanzen ziehen jedoch schnell bestäubende Insekten an. Was wäre für eine verspielte Katze oder einen Hund spannender als summende, flatternde Insekten, die Blüten besuchen? Nach dem Beobachten folgt leider die Jagd. Beim Versuch, ein Insekt zu fangen, kann ein Hund oder eine Katze gestochen werden. Im Hals oder Maul kann selbst ein Stich schwere Folgen haben und zum Ersticken führen. Natürlich sollen Sie Ihre bienenfreundlichen Pflanzen nicht ausreißen – beaufsichtigen Sie Hund und Katze aber sorgfältig, wenn sie sich in der Nähe der Beete aufhalten.

Noch ein paar letzte Tipps...

Dünger, Fungizide, Pestizide und Herbizide sind kein Allheilmittel – auch natürliche nicht. Haustiere beim Mähen fernhalten; Mähroboter bleiben riskant.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

Ein tierfreundlicher Garten für Katzen und Hunde