Küken natürlich und effektiv füttern?

Küken natürlich und effektiv füttern?

Küken füttern: Unsere Tipps für schöne Legehennen und stolze Hähne

Inhaltsverzeichnis

Nach 21 Tagen Befruchtung schlüpfen die Küken: Erfahren Sie, wie Sie sie in den ersten vier Monaten richtig füttern und beim Wachstum begleiten.

Schwierigkeit

Was brauchen Küken?

Ihr Hahn zeigt sich aktiv und einige Ihrer Hennen brüten. Wenn Sie keinen Hahn haben und Ihre Hühnerschar vergrößern möchten, können Sie befruchtete Eier erwerben. Kurzum: Die 21 Tage Brutzeit unter der Henne oder im Brutapparat vergehen sehr schnell. Bald sind Ihre Küken da und piepsen lautstark, um Futter zu fordern. Küken gehören tatsächlich zu den wenigen Tierbabys, die von Geburt an selbstständig sind und sich allein ernähren können. Man sagt, dass Küken Nestflüchter sind, das heißt, dass ihr Wachstum im Ei abgeschlossen wird. Bei der Geburt sind sie in der Lage, (fast) „auf eigenen Beinen zu stehen“. Fast jedenfalls, denn sie brauchen trotzdem spezielles Futter, das an ihre Größe, ihren Appetit und ihren Nährstoffbedarf angepasst ist. Wie Kinder müssen Küken Muskelmasse, lebenswichtige Organe und ihr Gefieder entwickeln. Deshalb haben sie einen erhöhten Proteinbedarf. Die ersten Wochen sind entscheidend.

Ebenso haben diese niedlichen Geschöpfe einen großen und ausgeprägten Appetit, der ihrem Wachstum entspricht. Daher empfiehlt es sich, sie zweimal täglich zu festen Zeiten zu füttern, idealerweise morgens und abends. Um Rivalitäten zu vermeiden, verwenden Sie am besten einen Futtertrog, der an ihre geringe Größe und ihre Anzahl angepasst ist. Ob Sie sich für ein Modell aus verzinktem Stahl oder Kunststoff entscheiden: Der Futtertrog muss für ihre kleine Körpergröße niedrig genug sein. Außerdem sollten Sie die Fütterungszeit stets im Auge behalten, um sicherzustellen, dass kein Küken zu kurz kommt.

Küken: Wie füttert man sie?

In den ersten Tagen bleiben die Küken in der Nähe ihrer Mutter warm

Eine Tränke ist für Küken selbstverständlich unverzichtbar, ebenso wie für erwachsene Tiere. Sie müssen jederzeit Zugang zu Wasser mit Raumtemperatur haben. Achten Sie auch hier auf die Größe der Tränke. In zu großen oder ungeeigneten Tränken ertrinken Küken häufig.

Neben Futter brauchen Ihre jungen Küken viel Wärme (in den ersten Tagen 37 °C, später mindestens 20 °C) und vor allem einen eigenen Bereich, in dem sie sich ungestört bewegen können. Richten Sie ihnen daher unbedingt einen geschützten Platz im Hühnerstall ein, der vor Fressfeinden, aber auch vor den anderen Hennen und Hähnen geschützt ist, da diese aggressiv werden können. Eine gute Streu auf dem Boden sorgt für Komfort und Wärme. Sobald die Küken eine gewisse Reife erreicht haben, können sie nach draußen und durch einen Zaun von den erwachsenen Tieren getrennt werden. So gewöhnen sich alle aneinander.

Küken füttern: die ersten 60 Tage

Am Tag seines Schlüpfens setzt das Küken viel Energie ein, um mit dem „Eizahn“ am Schnabel die Schale zu durchbrechen, sie aufzubrechen und sich daraus zu befreien. Dieser Vorgang dauert mehrere Stunden und erschöpft das Küken völlig. Lassen Sie es trotz Ihrer Begeisterung unbedingt 24 bis 36 Stunden in Ruhe, damit es sich erholen und sein Gefieder trocknen kann. Sie müssen es nicht sofort füttern. Beim Schlüpfen hat das Küken den restlichen Eidotter, den sogenannten Dottersack, aufgenommen. Dieser versorgt es am ersten Übergangstag mit ausreichend Eiweiß. 

Danach ist es Zeit, dieses schutzlose kleine Wesen zu füttern. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste besteht darin, eine spezielle Kükenmischung zu kaufen, die in Gartencentern und Zoohandlungen, bei Genossenschaften oder auf entsprechenden Internetseiten erhältlich ist. Es gibt verschiedene Mischungen, die jedoch alle aus zerkleinerten Getreidesamen bestehen. Sie enthalten Mais, Weizen, grüne Erbsen, Lein, Mohrenhirse, Triticale … und eventuell zusätzlich Eiweiß, Fett und Vitamine. Diese Mischungen liefern alle Nährstoffe, die das Küken für sein Wachstum benötigt. In den ersten Wochen sollten Sie sogenannte Startermischungen wählen. Danach eignen sich Wachstumsmischungen mit etwas weniger Eiweiß. Auch die Körnung ist etwas gröber. Für einen sanften Übergang geben Sie einfach beide Mischungen in den Futtertrog. Bei der Menge sind die Angaben auf der Verpackung genau einzuhalten.

Küken füttern

In den ersten Wochen brauchen Küken sehr eiweißreiches Futter

Wenn Sie etwas Zeit für Ihre Küken aufbringen können, lässt sich auch ein selbst zubereiteter Kükenbrei herstellen. In den ersten zehn Tagen besteht er aus hart gekochten, sehr fein gehackten Eiern, gekochtem Grieß und fein geschnittenem Grünfutter wie Salat, Spinat oder Brennnesseln. Danach geben Sie dem Brei nach und nach Mais- oder Weizenmehl sowie einige kleine Samen wie Hirse hinzu, die Sie fein mahlen, damit sie für die Küken geeignet sind.

Was die Menge betrifft, beginnen Sie mit 40 g pro Küken. Bis zum Alter von zwei Monaten können Sie die Ration auf 80 bis 100 g steigern. 

Wie Sie sie bis zum 4. Monat füttern?

Mit zwei Monaten kommen sich die Küken schon gut zurecht. Sie erkunden unter der Führung ihrer Mutter bereits den Auslauf. Deshalb sollten Sie ihnen Grit oder Sand zum Picken anbieten. Auch Austernschalen können Sie jetzt ergänzen, wenn sie mit selbst zubereitetem Futter ernährt wurden. Wie Tischreste (Reis, Nudeln, Linsen, Gemüse und andere Getreide sowie Hülsenfrüchte…) oder Erntereste eignen sich auch Käserinden … Diese müssen in sehr kleine Stücke geschnitten oder zerbröselt werden, damit sie für den noch kleinen Schnabel geeignet sind.

Küken richtig füttern

Sobald sie hinausdürfen, ernähren sich die Küken abwechslungsreicher

Küken, die mit mehr oder weniger industriellen Futtermischungen ernährt wurden, sollten ebenfalls dieses abwechslungsreiche Futter erhalten, damit sie lernen, ihre Ernährung zu variieren.

Dabei können sie schon alles wie ihre Mutter: Sie scharren im Boden, um Insekten oder Grashalme zu finden.

Vergessen Sie zum Schluss nicht, dass bestimmte Lebensmittel wie bei ausgewachsenen Hühnern strikt ungeeignet sind. Lesen Sie dazu meinen Artikel: Verbotene Lebensmittel für Hühner.

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natürliches Kükenfutter