Mizuna anbauen: So gelingt es
Tipps zum Anbau dieses japanischen Senfkohls mit außergewöhnlichem Geschmack
Inhaltsverzeichnis
Mizuna ist ein japanischer Kohl mit würzigen Blättern: roh wie Salat oder im Wok. Leicht zu kultivieren, winterhart bis -10 °C und nährstoffreich.
Was ist Mizuna genau?
Mizuna (Brassica rapa var. nipposinica) ist mit Kohl, Senf und Rübe verwandt. Die Blätter schmecken mild-pfeffrig, roh oder gegart.
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Mizuna: säen und anbauenMizuna säen: Wann, wo und wie?
Der äußerst anspruchslose Mizuna gedeiht überall in Deutschland – in den warmen Regionen des Südens ebenso wie in Gegenden mit weniger mildem Klima. Tatsächlich ist Mizuna bis -12 °C frosthart. Dafür reagiert er empfindlicher auf Hitze und schießt leicht.
Er lässt sich problemlos in jeden Gemüsegarten integrieren, kann aber auch im Topf auf Balkon, Terrasse oder sogar auf der Fensterbank angebaut werden. Selbst im Haus kann er wachsen.
Wann säen?
Wegen seiner Empfindlichkeit gegenüber sommerlicher Hitze wird Mizuna zu zwei Zeitpunkten im Jahr gesät: im April für eine Ernte zu Beginn des Sommers, bevor die große Hitze einsetzt, oder im September für eine eher winterliche Ernte. Die Herbstaussaat kann bis Dezember fortgesetzt werden.
Da Mizuna-Samen sehr schnell keimen, empfiehlt es sich, die Aussaaten alle zwei bis drei Wochen zu staffeln, damit im Gemüsegarten laufend frischer Mizuna zur Verfügung steht.

Mizuna-Aussaat
Wo säen?
Mizuna bevorzugt einen tiefgründigen, gut drainierten und eher kühlen Boden. Gewöhnliche Gartenerde ist bestens geeignet, sofern sie mit Kompost angereichert wurde. Der Anbau ist sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten möglich (für die Frühjahrsaussaat wird Halbschatten empfohlen).
Die Frühjahrsaussaat erfolgt direkt ins Freiland. In Regionen mit kalten Wintern ist es dagegen besser, die Mizuna-Samen unter einem Frühbeet oder in einem Tunnel auszusäen, damit sie vor strenger Kälte geschützt sind. Mizuna keimt bei einer Temperatur von etwa 14 °C.
Wie säen?
- Den Boden tiefgründig und fein bearbeiten, um ihn zu lockern
- Kompost einarbeiten
- 2 cm tiefe und 20 bis 25 cm voneinander entfernte Furchen ziehen
- Die Mizuna-Samen mit einer Sämaschine aussäen
- Mit einer dünnen Erdschicht bedecken
- Leicht andrücken und fein beregnen
Die Mizuna-Samen keimen innerhalb von etwa 2 bis 3 Wochen. Dann ist es Zeit, alle 20 cm auszudünnen und die kräftigsten Keimlinge stehen zu lassen. Die übrigen können verpflanzt werden.
Für den Anbau im Topf wird Mizuna in eine spezielle Aussaaterde gesät, die feucht, aber nicht durchnässt sein sollte.

Ausgedünnte Mizuna-Keimlinge können ins Freiland oder in einen Topf verpflanzt werden
Mizuna pflegen
Mizuna ist pflegeleicht. Um das schnelle Schossen bei großer Sommerhitze zu verhindern, regelmäßig gießen und den Boden frisch halten. Eine Mulchschicht bewahrt die Feuchtigkeit. Aussaaten im August und September bei warmem Saisonende ebenfalls gießen. Später die Abstände vergrößern.
Obwohl frosthart, muss Mizuna im Winter mit einem Wintervlies geschützt werden. 
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Vier bis sechs Wochen nach der Aussaat können die Mizuna-Blätter je nach Bedarf und Geschmack nach und nach geerntet werden. Dazu einfach die Blätter mit einem Messer an der Basis der Rosette abschneiden. Etwa 15 cm lange Blätter sind ideal, da sie noch jung und zart sind. Das Abschneiden an der Basis regt die Bildung neuer, zarter Blätter an.

Mizuna-Anbau im großen Stil
Mizuna sollte relativ schnell verzehrt werden, da die Blätter rasch welken. Im Kühlschrank halten sie sich ein bis zwei Tage.
Die Blätter schmecken roh in einem grünen Salat wie Schnittsalat, zusammen mit Rucola und jungen Spinatblättern. Sie können im Wok gebraten oder gedämpft werden. Anschließend einfach als Beilage zu Fleisch, Fisch oder chinesischen Nudeln servieren. Die Blätter eignen sich auch für Pesto oder Suppe.
Welche Mizuna-Sorte wählen?
Auf dem französischen Markt sind zwei Mizuna-Sorten verbreitet:
- der Mizuna-Typ mit hellgrünen Blattrosetten
- die Mizuna ‘Purple’ mit leicht violetten Blättern und grünen Blattrippen

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