Nützling im Garten: Aphidius
Eine parasitische Mini-Wespe gegen Blattläuse
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Aphidius sind winzige Schlupfwespen: Ihre Weibchen parasitieren Blattläuse und werden zur biologischen Bekämpfung eingesetzt.
Welches Insekt ist das?
Aphidius-Wespen sind Hautflügler (wie Bienen, Wespen und Ameisen) aus der Familie der Braconidae und der Unterfamilie der Aphidiinae. Die Gattung Aphidius umfasst weltweit etwa 40 Arten.
Ausgewachsene Aphidius-Wespen sind nur wenige Millimeter groß (Mikro-Hautflügler), meist schwarz gefärbt und besitzen stark geäderte Flügel. Die Weibchen haben einen langen Legebohrer, eine Art Spritzenröhre, mit der sie ihre Eier ablegen.
Ausgewachsene Aphidius-Wespen sind sehr unauffällig und besuchen kaum Blüten. Aphidius ist jedoch eine parasitoide Wespe zahlreicher Blattlausarten (daher der Name: Aphides bedeutet Blattlaus): darunter die Grüne Kartoffelblattlaus (Macrosiphum euphorbiae), die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), die Gestreifte Fingerhutblattlaus (Aulacorthum solani) und die Grüne Rosenblattlaus (Macrosiphum rosae).
Daher werden Aphidius-Wespen als Nützlinge im Anbau teils zur biologischen Bekämpfung oder im integrierten Pflanzenschutz eingesetzt. Dies gilt für Aphidius ervi, Aphidius picipes, Aphidius colemani und Aphidius matricariae, die zur biologischen Bekämpfung von Schädlingen (hier Blattläusen) in Kulturpflanzen und im Pflanzenbau eingesetzt werden.
Hinweis: Es gibt weitere parasitoide Wespen, die andere Insekten befallen, zum Beispiel Raupen einiger Schmetterlinge wie die Raupe des Großen Kohlweißlings.

Aphidius ervi © Nikk
Eine Schlupfwespe? Was bedeutet das?
Jedes Weibchen kann innerhalb weniger Tage etwa hundert Eier legen. Aber nicht irgendwo! Es legt die Eier direkt in Blattläuse, jeweils ein Ei pro Blattlaus.
Die Aphidius-Larve schlüpft aus ihrem Ei und beginnt langsam, die Blattlaus von innen aufzufressen. Die Blattlaus wird nach und nach so groß wie ein Stecknadelkopf. Etwa zehn Tage später stellt sie schließlich die Nahrungsaufnahme ein und stirbt. Dann verlässt die Larve die Blattlaus, kommt ans Licht und entwickelt sich zum erwachsenen Tier. Der Zyklus kann für unseren Aphidius, diesen wirksamen kleinen Parasiten, von vorn beginnen.
Die ausgesaugte Blattlaus bleibt als leere, vertrocknete „Mumie“ an der Pflanze kleben. Gärtner halten diese „Mumien“ (ein Begriff, den auch Entomologen verwenden!) manchmal für schädliche Insekten, obwohl sie nun garantiert nichts mehr anrichten können …
Aphidius in den Garten locken?
- Biocide (auch natürliche) vermeiden und der Natur ihren Lauf lassen: Nach und nach stellt sich ein natürliches Gleichgewicht ein;
- Möglichst viele Wildpflanzen zulassen: Jede Wildpflanze ernährt Insekten oder dient ihren Larven und Raupen als Wirtspflanze;
- Beim ersten Auftreten von Blattläusen nicht in Panik geraten: Aphidius sowie andere Larven, etwa Marienkäfer- und Schwebfliegenlarven, lösen das Problem rasch.
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