Oleander überwintern?
Oleander im Topf oder Beet überwintern
Inhaltsverzeichnis
Nach monatelanger üppiger Blüte in der Sommersonne müssen Ihre Oleander vor Kälte geschützt werden, sobald die Temperaturen sinken. Nerium oleander ist ein frostempfindlicher Zierstrauch, der nur in Regionen mit milden Wintern ausgepflanzt wird, wo die Temperaturen nicht unter -5 °C fallen. Anderswo kultiviert man ihn besser im Topf, um ihn im Winter geschützt unterzubringen.
In beiden Fällen braucht der Oleander etwas Pflege, damit er gut durch die kalte Jahreszeit kommt.
Erfahren Sie, wie Sie Oleander im Topf oder Freiland überwintern.
→ Entdecken Sie unser ausführliches Merkblatt zum Oleander
Oleander überwintern: Wo, wann und wie?
Die Winterhärte des Oleanders im Topf reicht nicht aus, um ihn einen ganzen Winter ungeschützt draußen zu lassen.
Wann einen Oleander im Topf überwintern?
Solange das Wetter mild und trocken bleibt, braucht der Oleander im Topf keine besondere Pflege. Im Gegenteil: Lassen Sie ihn möglichst lange vom Licht draußen profitieren. Sobald die angekündigten Temperaturen jedoch -2 °C erreichen, ist es Zeit zu handeln.
Beachten Sie außerdem, dass Oleander im Topf überwintert werden müssen, wenn das Klima zugleich feucht und kalt ist – auch wenn noch kein Frost herrscht. Denn die Kombination aus Feuchtigkeit und Kälte kann die Pflanze schwächen.
Zusammengefasst: Je nach Jahr und Klima Ihrer Region findet die Überwinterung des Oleanders zwischen Mitte Oktober und Mitte November statt.
Wann den Topf im Frühjahr wieder hinausstellen?
Sie können Ihre Oleandertöpfe wieder hinausstellen, sobald jede Frostgefahr vorüber ist. Je nach Wohnort erfolgt das Ende der Überwinterung zwischen April und Mai.

Wo einen Oleander im Topf überwintern?
Idealerweise steht der Oleander im Topf in einem kalten Gewächshaus oder einem unbeheizten Wintergarten bei etwa 10 °C.
Wenn Sie in einer Wohnung leben und Ihr Oleander im Topf im Sommer auf einem Balkon oder einer Terrasse steht, stellen Sie ihn in den kühlsten Raum Ihrer Wohnung.
Denn Oleander braucht im Winter Kühle und Licht. Wohnen Sie in einer Region mit sehr milden Wintern, lassen Sie Ihre Pflanze im Topf daher am besten draußen.
Wie einen Oleander im Topf überwintern?
Es reicht nicht, die Pflanze im Winter vor Kälte zu schützen. Nerium oleander benötigt einige vorbereitende Maßnahmen.
- Oleander ist ein Strauch, der während der warmen Jahreszeit üppig blüht. Bevor Sie ihn überwintern, beginnen Sie daher damit, ihn zu reinigen und alle noch an den Zweigen haftenden verwelkten Blütenstände zu entfernen. Verwenden Sie dafür eine desinfizierte Gartenschere und schützende Handschuhe.
- Lockern Sie anschließend die Oberfläche der Topferde mit einer Mini-Kralle auf.

Wenn Sie Ihren Oleander im Topf draußen lassen:
- Wickeln Sie ihn vollständig in ein Wintervlies, ohne die Zweige zu biegen oder abzubrechen. Befestigen Sie das Vlies am Stammfuß und stellen Sie den Topf an den geschütztesten Platz auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten.
- Schützen Sie außerdem die Oberfläche des Topfes mit einer dicken Schicht aus Laub oder Leinenschäben auf der Erde.
- Umgeben Sie das Gefäß vollständig mit Luftpolsterfolie oder flexiblem Styropor.
Gießen und Düngen
Gießen Sie weiterhin, aber während der kalten Jahreszeit in deutlich größeren Abständen. Während dieser Ruhephase gießen Sie Ihre Oleander im Topf mäßig, etwa zweimal im Monat. Das gilt besonders für Pflanzen, die draußen überwintern. Denn Nordwind trocknet das Substrat häufig aus, was zu Wassermangel führen kann.
Stellen Sie gleichzeitig jegliche Düngung ein.
Lesen Sie auch
Oleander: Pflanzen, Rückschnitt und PflegeOleander im Freiland überwintern: wann und wie?
In Regionen mit milden Wintern, etwa im Mittelmeerraum oder an der Atlantikküste, wird der Oleander hauptsächlich im Freiland kultiviert. Im Winter benötigen nur junge oder noch kleine Pflanzen einen Schutz, um unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Ältere Sträucher können dagegen aus der Basis neu austreiben, selbst wenn ihre Verzweigung durch Frost geschädigt wurde.
Wann einen Oleander im Freiland überwintern?
Warten Sie mit dem Schutz, solange das Wetter mild und trocken ist, damit Ihr Oleander die Wärme des Herbstes und die Sonnenstrahlen möglichst lange nutzen kann. Beobachten Sie jedoch die Wettervorhersage, um ab -2 °C rechtzeitig zu handeln.
Gut zu wissen: Einige Sorten wie ‘Villa Romaine’ oder ‘Ile de Capri’ sind deutlich frosthärter.
Wie beim Oleander im Topf gilt: Überwintern Sie Ihre Pflanze zwischen Mitte Oktober und Mitte November.

© Francesco Minchiatti – Flickr
Wie überwintert man einen Oleander?
- Bringen Sie eine 10 bis 15 cm dicke Schicht Laub auf der Bodenoberfläche aus, um die Wurzeln des Strauchs zu schützen. Verwenden Sie vorzugsweise Ahorn- oder Eichenlaub, da es sich langsamer zersetzt und das Wurzelsystem dadurch wirksamer und länger schützt.
- Halten Sie Wintervlies bereit und umhüllen Sie damit die gesamte Verzweigung. Achten Sie darauf, auch Ihren Laubmulch einzuschließen und die Zweige nicht zu biegen.
- Befestigen Sie das Vlies am Stammfuß und beschweren Sie es mit schweren, dicht aneinanderliegenden Steinen, damit es sich bei Wind nicht löst.
Im folgenden März entfernen Sie das Vlies oder die Winterschutzhülle und beseitigen Sie am Fuß des Oleanders den Mulch.
Gießen und Düngen
Im Winter reduzieren Sie die Wassergaben, achten Sie jedoch darauf, die Wurzeln niemals austrocknen zu lassen. Während dieser Zeit ist keine weitere Düngung erforderlich.
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