Rasenmäher richtig pflegen?
Rasenmäher regelmäßig pflegen: So steigern Sie Lebensdauer und Leistung
Inhaltsverzeichnis
Rasenmäher brauchen regelmäßige Pflege: Sie verlängert die Lebensdauer, erhält die Leistung und sorgt für Sicherheit sowie einen schönen Rasen.
Erfahren Sie, wie Sie Ihren Mäher Saison für Saison prüfen und warten – selbst oder durch Fachleute.
Grundlagen der Motorwartung
Ob Sie einen Benzinrasenmäher oder einen Elektro-Rasenmäher mit Kabel oder Akku verwenden: Eine ganzjährige Pflege ist unerlässlich. Einige Arbeiten können Sie selbst erledigen, andere sollten Sie einem Fachbetrieb überlassen.
Benzinrasenmäher: Warum die Motorpflege wichtig ist
Benzinmodelle (mit 2- oder 4-Takt-Motor) stellen die höchsten Anforderungen an die Wartung. Ihre Pflege ähnelt der eines kleinen Gartenbaumotors. Wesentliche Kontrollen sollten vor und nach jeder Mähsaison durchgeführt werden. Außerdem muss aus Sicherheitsgründen einmal jährlich eine Generalinspektion durch einen Fachbetrieb erfolgen. Dabei werden defekte Teile ausgetauscht und alle sicherheitsrelevanten Komponenten überprüft. Wenn Sie mit solchen Motoren vertraut sind, können Sie die Inspektion auch selbst durchführen. Dabei sind mehrere Punkte zu beachten:
- Einmal jährlich ist ein Ölwechsel unerlässlich. Fachleute empfehlen hochwertiges, geeignetes Öl wie 10W30 oder SAE30, da Rasenmähermotoren unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Der empfohlene Ölstand darf keinesfalls überschritten werden, da sonst Lecks oder ein vorzeitiger Motorschaden drohen.
- Der Luftfilter muss nach jedem Einsatz gereinigt werden, da sich viel Staub darin sammelt. Ein verstopfter Filter beeinträchtigt die Gemischaufbereitung und erhöht den Kraftstoffverbrauch. Ein Schaumstofffilter kann mit Seifenwasser gewaschen und vor dem Wiedereinbau leicht mit Motoröl benetzt werden. Einen Papierfilter blasen Sie lediglich mit Druckluft aus oder ersetzen ihn. Bei der Inspektion wird der Filter ausgetauscht, wenn er beschädigt ist.
- Auch die Zündung benötigt regelmäßige Aufmerksamkeit, da eine verschmutzte Zündkerze den Start erschwert oder verhindert. Die Zündkerze sollte bei der jährlichen Inspektion ausgebaut, überprüft und gereinigt werden. Ist sie defekt, wird sie ersetzt – je nach Nutzung des Rasenmähers etwa alle 2 bis 3 Jahre.
- Eine Reinigung des Vergasers empfiehlt sich, wenn der Motor an Leistung verliert oder eine ungleichmäßige Drehzahl aufweist.
- Der Ölstand sollte regelmäßig kontrolliert werden, da der Motor Ölkohle bildet, deren Partikel ins Öl gelangen. Je mehr Rückstände vorhanden sind, desto weniger wirksam ist das Öl.
- Der Kraftstoff im Tank muss abgelassen werden – nach jeweils 25 bis 50 Betriebsstunden oder mindestens einmal jährlich. Denn bleifreies Benzin ohne Stabilisator altert. Es nimmt Wasser auf, was die kraftstoffführenden Motorteile schädigt. Lassen Sie daher möglichst nicht länger als drei Wochen Benzin im Tank. Kaufen Sie im Jahresverlauf nur so viel Kraftstoff, wie Sie innerhalb von 30 Tagen verbrauchen. Alternativ können Sie einen Kraftstoffstabilisator hinzufügen, um Ablagerungen zu vermeiden.

Die Pflege eines Benzinrasenmähers ist anspruchsvoller als die eines Elektro-Rasenmähers
Elektro-Rasenmäher: Pflege einfacher, aber wichtig
Die Wartung kabelgebundener oder akkubetriebener Elektro-Rasenmäher ist mechanisch weniger aufwendig, aber ebenso wichtig, um ihre einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Im Mittelpunkt stehen die Kontrolle des Stromkreises, die allgemeine Sauberkeit und bei kabellosen Modellen der Zustand des Akkus.
Kontrollieren Sie regelmäßig den Zustand des Stromkabels, der Anschlüsse, des Sicherheitsschalters und des Motors.
Bei Rasenmähern mit Lithium-Ionen-Akku ist es wichtig, den Akku an einem trockenen Ort bei konstanter Temperatur zu lagern und ihn außerhalb der Nutzungszeiten auf einem Ladestand zwischen 40 % und 60 % zu halten. Ein vollständig entladener Akku, der zu lange gelagert wird, kann unbrauchbar werden.
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Wie Sie den richtigen Rasenmäher auswählenKlingen schärfen: Präzisionsarbeit
Das Messer wird beim Mähen am stärksten beansprucht. Regelmäßiges Schärfen, mindestens einmal pro Saison, ist für einen sauberen Schnitt ohne abgerissene Grashalme unerlässlich. Ein scharfes Messer entlastet zudem den Motor und verbessert das Mulchen. Lassen Sie es am besten von einem Fachmann schärfen, da es aus- und wieder eingebaut werden muss. Dieser prüft mit einer Auswuchtmaschine die richtige Position. Außerdem muss das Messer mit genauem Drehmoment angezogen werden, wofür ein Drehmomentschlüssel nötig ist.

Das Messer wird beim Mähen stark beansprucht und muss daher regelmäßig geschärft werden
Wenn Sie sich die Arbeit jedoch sicher zutrauen und über das nötige Werkzeug verfügen, können Sie das Messer selbst schärfen. Ziehen Sie vor jedem Eingriff den Zündkerzenstecker ab oder nehmen Sie den Akku heraus. Das Messer wird mit einem passenden Schlüssel abmontiert. Markieren Sie vor dem Ausbau unbedingt seine Ausrichtung, damit es nicht verkehrt herum montiert wird. Schärfen Sie es mit einer Flachfeile oder einem Schleifgerät im ursprünglichen Winkel, meist 30°, und tragen Sie an jedem Flügel gleichmäßig Material ab, damit das Messer ausgewuchtet bleibt. Zur Kontrolle legen Sie es auf eine waagerechte Mittelachse. Neigt es sich zu einer Seite, muss dort etwas Material abgetragen werden.
Ein stark abgenutztes, verbogenes oder beschädigtes Messer muss unbedingt ersetzt werden.
Frühbeet regelmäßig reinigen: Korrosion vermeiden
Die Reinigung des Mähwerks oder Mähergehäuses gehört nach jedem Mähen zur unverzichtbaren Eigenpflege. Ansammlungen vergärbarer Pflanzenreste fördern die Korrosion, besonders bei Mähern mit Stahlgehäuse, und beeinträchtigen den Luftstrom. Die Reinigung kann mit Spachtel, Schaber oder harter Bürste erfolgen. Wasserstrahl oder Niederdruckreiniger dürfen nur bei dafür geeigneten Gehäusen eingesetzt werden, niemals am Motor. Hochdruckreiniger und starke Wasserstrahlen sollten Sie dagegen vermeiden.

Die Reinigung des Mähwerks oder Mähergehäuses gehört nach jedem Mähen zur unverzichtbaren Eigenpflege
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Mähroboter: Dafür oder dagegen?Prüfung beweglicher Teile wie Räder
Räder müssen frei laufen: Befestigung, Achsspiel und Lager prüfen. Antriebsriemen regelmäßig prüfen, bei Verschleiß ersetzen.
Gute Bedingungen für die Winterlagerung
Die richtige Einlagerung des Rasenmähers am Saisonende erleichtert den problemlosen Start im Frühjahr. Bei Benzinmähern unbedingt den Tank leeren (oder Stabilisator zugeben), Luftfilter reinigen, Zündkerze abklemmen und bewegliche Teile ölen. Das Motoröl kann zum Saisonende gewechselt werden, damit säurehaltige Rückstände nicht monatelang im Kurbelgehäuse bleiben.
Der Rasenmäher muss trocken, frostgeschützt und mit einer atmungsaktiven Abdeckung gelagert werden. Lagern Sie ihn niemals im Freien, da das Öl Wasser aufnehmen kann.
Nutzen Sie die ruhige Zeit auch, um gängige Verschleißteile zu besorgen und einzulagern: Luftfilter, Zündkerze, Riemen, Antriebskabel, Ersatzmesser und Motoröl. So vermeiden Sie Ausfälle während der Saison und die mühsame Suche nach Ersatzteilen. Viele Hersteller bieten inzwischen jährliche Wartungskits an.
Welche Häufigkeit je Pflegemaßnahme?
Die Regelmäßigkeit der Pflege hängt von der Nutzungshäufigkeit ab. Ein Rasenmäher, der von März bis Oktober einmal pro Woche eingesetzt wird, benötigt:
- eine Reinigung des Mähdecks nach jedem Mähen
- eine Kontrolle des Ölstands alle 5 Betriebsstunden
- ein Schärfen des Messers ein- bis zweimal pro Saison
- einen jährlichen Ölwechsel oder alle 25 bis 50 Betriebsstunden
- einen Zündkerzenwechsel alle zwei Jahre
- eine umfassendere Inspektion alle 2 bis 3 Jahre durch einen Fachbetrieb.
Wer den Rasenmäher intensiv nutzt, etwa im ländlichen Raum oder zur Pflege großer Flächen, sollte die Kontrollen häufiger durchführen und ein Wartungsheft führen.

Die jährliche Wartung können Sie selbst oder ein Fachbetrieb durchführen. Eine umfassendere Inspektion durch einen Fachbetrieb ist jedoch alle 2 bis 3 Jahre unerlässlich.
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