Rosen mulchen: Wie geht das?
Techniken und richtige Handgriffe
Inhaltsverzeichnis
Mulchen schützt den Boden, spart Wasser und hemmt Unkraut. Aber mögen auch Rosen Mulch? Tipps zu geeigneten Materialien und ihrer Verteilung.

Holzhäcksel, Kakaoschalen und Leinenflocken
Wann Rosen mulchen?
Rosen können im Herbst oder im zeitigen Frühjahr gemulcht werden, sobald sich der Boden etwas erwärmt. Die Mulchschicht wird jährlich, spätestens alle zwei Jahre, erneuert.
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Rosen mögen keine dicke Mulchschicht: 2–3 cm genügen. Nutzen Sie schnell verrottenden Mulch. Im Frühjahr Veredelungsstelle nicht bedecken – sonst bilden sich Wildtriebe.
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Welcher Mulch ist für Rosen am besten?
Ob buschig, kletternd, alt oder modern: die Rose mag wie viele Stauden und Sträucher keinen kahlen Boden. Eine Mulchschicht unter Rosen:
- führt dem Boden beim Zersetzen Nährstoffe zu;
- verhindert die Bildung einer Kruste (Verschlämmung), die das Eindringen von Regenwasser in den Boden hemmt;
- hält „Unkraut“ fern, das sich zudem leichter entfernen lässt;
- bewahrt im Sommer die Feuchtigkeit und verringert den Gießaufwand.
Wählen Sie jedoch den richtigen Mulch, der zu Ihren Rosen passt. Diese Materialien eignen sich:
Hanf- und Flachsmulch
Mit ihren hellen, aschblonden Farben bilden Hanfschäben und Flachsschäben einen hübschen, gleichmäßigen und dekorativen Naturteppich. Trotz ihrer Leichtigkeit haften sie nach dem ersten Regen oder Gießen am Boden und widerstehen so dem Wind. Der biologische, biologisch abbaubare Mulch nährt den Boden, hemmt Unkraut und schützt den Wurzelstock der Rose vor Verdunstung und Kälte. Auch für Blumenbeete und den Gemüsegarten geeignet.
Schalen des Echten Buchweizens
Dunkler und karamellbraun sind die Buchweizenschalen fein, leicht, biologisch abbaubar und einfach anzuwenden. Beim Zersetzen nähren sie den Boden, halten die Feuchtigkeit und verringern so die Häufigkeit des Gießens. Außerdem scheinen Schnecken und Nacktschnecken diese Mulchart nicht zu mögen.
Mulch aus Chinaschilf
Werden die Halme des Chinaschilfs zerkleinert, ergeben sie einen ausgezeichneten Bodendecker für Ihre Rosen, Gemüsekulturen oder Blumenbeete. Dieser helle Teppich ist ebenfalls windfest, mindert den Wasserabfluss und nährt beim Zersetzen den Boden. Es gibt gebrauchsfertigen Chinaschilf-Mulch; Sie können aber auch Ihre eigenen, beim Rückschnitt anfallenden Halme verwenden.

Nach dem Rückschnitt kann der Chinaschilfhorst als Mulch recycelt werden
Trockenes Gras und Heu
Wenn Sie Gartenabfälle gern wiederverwenden, ist trockenes Schnittgut von Ihrem Rasen ein ausgezeichneter Mulch für Rosen. Trockenes Gras und Heu sind günstig und umweltfreundlich und liefern dem Boden große Mengen an Nährstoffen. Diese Mulchart zersetzt sich innerhalb von 1 bis 6 Monaten. Verwenden Sie jedoch kein Gras oder Heu mit Samenständen. Lassen Sie das Gras vor der Verwendung einfach einige Tage in der Sonne trocknen.
→ Mehr dazu in unserem Artikel: Was tun mit Rasenschnitt?
Falllaub
Im Herbst ist Falllaub ein hervorragender Mulch, der nährstoffreich ist und sich zu Humus zersetzt. Falllaub ist gut für Rosen und Bodenlebewesen, mindert Erosion und Wasserabfluss und verbessert die Bodenstruktur. Außerdem isoliert es das Wurzelsystem vor winterlicher Kälte. Und das kostenlos – Sie brauchen nur einen Laubrechen.
→ Mehr dazu in unserem Artikel: Falllaub: So verwenden Sie es im Garten

Falllaub ist als Mulch im Garten besonders wertvoll
Ingrids Tipp: Wenn Sie Ihre Rose mit Dünger (Mist, Kompost) versorgen möchten, entfernen Sie den Mulch einfach mit einem Rechen oder einer kleinen Schaufel. Bringen Sie den Dünger aus, arbeiten Sie ihn mit einer Gartenkralle in den Boden ein und verteilen Sie den Mulch wieder.
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Rose im Topf kultivieren?Zu vermeidende Mulchmaterialien
- Für üppig blühende Rosen sollten Sie saure Mulchmaterialien vermeiden, da sie die Bodenbeschaffenheit und damit das Wohlbefinden der Königin der Blumen verändern können. Daher sollten Sie auf Mulch aus Pinienrinde verzichten, der den Boden versauert und sich nur langsam zersetzt.
- Bei schwerem oder lehmigem Boden sollten Sie außerdem kein Häckselgut aus Sträuchern oder reines Holzhäcksel verwenden (BRF: zerkleinertes Zweigholz). Es ist zwar nährstoffreich, doch manche Holzarten enthalten viele Gerbstoffe, die während der langen Zersetzung einen Stickstoffmangel verursachen können. Dieses Problem lässt sich jedoch beheben, indem Sie zerkleinerte Stauden, Falllaub oder trockenes Schnittgut untermischen, die Stickstoff liefern. Auch eine Gabe von Mist oder stickstoffhaltigem Dünger verbessert das Gleichgewicht dieses Mulchs. Verwenden Sie für Ihre Rosen ausschließlich Holzarten von sommergrünen Bäumen und Sträuchern, nicht von Nadelgehölzen.
→ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel über BRF, also zerkleinertes Zweigholz: Was ist das und wie wird es im Garten verwendet?

BRF (Foto: arpent nourricier – Flickr)
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