Samenband aussäen: So geht’s
Alle Tipps!
Inhaltsverzeichnis
Saadbänder enthalten vorgesäte Samen in Biofasern und verteilen sie gleichmäßig. Scheiben eignen sich für Töpfe, Saatmatten für Beete und Balkonkästen. Vorteile und Anwendung!
Warum Saatband? Die Vorteile
Kleine Samen sind schwer zu handhaben und richtig zu verteilen. Oft werden sie zu dicht gesät. Später müssen Sie daher einige Keimlinge entfernen, damit die übrigen genügend Platz zur Entwicklung haben.
Mit der Saatband-Technik erhalten Sie saatfertige Samen mit dem idealen Abstand zueinander. So haben die Keimlinge beim Auflaufen genügend Platz und müssen später nicht vereinzelt werden. Werden kleine Samen dagegen einzeln gesät, liegen sie oft zu dicht beieinander: Die Jungpflanzen können sich gegenseitig behindern und entwickeln sich weniger produktiv.
Außerdem werden bei der klassischen Aussaat oft mehr Samen als nötig verwendet, während Saatbänder genau die richtige Samenmenge für eine Reihe enthalten.
Die Saatband-Technik eignet sich auch gut für Kinder, um sie spielerisch an das Gärtnern heranzuführen. Sie können Saatbänder, Saatmatten oder Saatplatten verwenden, um durch Zuschneiden und beliebiges Anordnen pflanzliche Muster zu gestalten. Saatbänder machen die Aussaat spielerischer, einfacher und schneller. Wenn Sie eine lange Reihe mit sehr feinen Samen aussäen möchten, sparen Sie mit Saatbändern viel Zeit! So müssen Sie nicht lange in gebückter Haltung im Garten arbeiten und schonen Ihren Rücken.
Für Beete oder Pflanzkästen verwendet man eher Saatmatten mit Blumensamen, die breiter als Saatbänder sind. Sie lassen sich ganz einfach mit einer Schere in die gewünschte Form schneiden, um die Fläche für Beet und Blumen genau abzugrenzen.
Auch beim Gießen klassisch gesäter Samen kann das Wasser sie durch abfließendes Wasser fortspülen oder aus ihrem vorgesehenen Bereich verlagern. In Saatbändern bleiben die Samen an ihrem Platz und können nicht verstreut werden.
Das biologisch abbaubare Papier schützt die Samen außerdem vor Vögeln. Dadurch sinkt das Risiko, dass sie gefressen werden!
Außerdem zersetzt sich das biologisch abbaubare Papier durch das Gießwasser ganz natürlich, ohne den Boden zu belasten.
Der größte Nachteil von Saatbändern ist, dass sie etwas teurer sind als lose Samen. Erfahren Sie daher mit Ingrids Anleitung, wie Sie Ihr Saatband selbst herstellen.
Hier die Vor- und Nachteile von Saatbändern im Überblick:
| Vorteile | Nachteile |
| – Die Aussaat ist einfacher und schneller, besonders bei kleinen, schwer zu handhabenden Samen
– Die Technik spart Samen und verhindert Verschwendung: Es wird nur die nötige Menge gesät – Ideal zum Gärtnern mit Kindern – Die Samen sind vor Vögeln und Insekten geschützt – Sie bleiben an ihrem Platz und werden beispielsweise nicht durch Gießwasser verlagert – Die Keimlinge haben mehr Platz zur Entwicklung – Ein späteres Vereinzeln der Jungpflanzen ist meist nicht nötig |
– Höhere Kosten
– Die Technik erfordert das Anlegen von Reihen und lässt keine freie, andersartige Aussaat zu – Saatbänder eignen sich gut für kleine Flächen, aber weniger für große Gärten. |

Aussaat eines Saatbands mit Möhrensamen (Foto Wargo / Gavin Anderson)
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Wie geht das?
- Bereiten Sie den Boden wie für eine normale Aussaat vor: Lockern Sie die Erde mit einer Grabegabel oder Spatengabel, zerkleinern Sie die Erdklumpen und entfernen Sie, falls vorhanden, größere Steine sowie Unkrautwurzeln. Verfeinern und ebnen Sie die Erde mit einem Rechen.
- Ziehen Sie eine kleine Furche in der Breite des Saatbands. Sie sollte nicht zu tief sein (in der Regel höchstens 2 cm).
- Rollen Sie das Saatband aus und legen Sie es in die Furche. Achten Sie darauf, dass es flach aufliegt. Schneiden Sie es auf die gewünschte Länge zu.
- Bedecken Sie es mit einer dünnen Schicht Blumenerde und drücken Sie diese leicht an.
- Gießen Sie reichlich.
Die Technik ist bei Saatscheiben und Saatmatten ähnlich. Saatscheiben eignen sich besonders für die Aussaat im Topf, Saatbänder für Beete oder Blumenkästen.
Sie können Saatbänder auch selbst herstellen.
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