Schwarzen Rettich erfolgreich anbauen

Schwarzen Rettich erfolgreich anbauen

Aussaat, Anbau und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Schwarzer Rettich (Raphanus sativus var. niger): Aussaat, Pflege und Ernte für Herbst und Winter.

Frühling, Sommer Schwierigkeit

Was ist schwarzer Rettich?

Raphanus sativus var. niger, der Schwarze Rettich, ist ein zweijähriges Wintergemüse mit knackiger, scharfer Wurzel, reich an Vitamin C und Ballaststoffen.

Schwarzen Rettich säen: wann, wo, wie?

Die Aussaat von Schwarzem Rettich ist unkompliziert. Sie muss nur rechtzeitig erfolgen, damit Sie die schönen fleischigen Wurzeln mit schwarzer Schale ernten können.

Wann säen?

Schwarzer Rettich wird im Sommer von Mitte Juni bis August gesät, in milden Regionen auch bis September. Anders als sein schnell wachsender Verwandter braucht er mindestens 3 bis 4 Monate von der Aussaat bis zur Ernte. Außerdem erfrieren seine Pfahlwurzeln ab -3 °C, was oft zu Fäulnis führt.

Wo säen?

Schwarzer Rettich stellt gewisse Ansprüche an den Standort: Er muss unbedingt an einem sonnigen Standort angebaut werden. Er liebt Wärme, bevorzugt aber gemäßigte Regionen.

Beim Boden ist er weniger anspruchsvoll, auch wenn er nährstoffreiche, frische, tiefgründige und eher leichte Böden bevorzugt. Ein gut bearbeiteter, lockerer, humusreicher Sandboden ist daher ideal.

Im Herbst vor der Aussaat empfiehlt es sich, gut verrotteten Mist oder Kompost in den Boden einzuarbeiten.

Am besten bei abnehmendem Mond säen.

Wie säen?

  • Samen 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen, um die Keimung zu beschleunigen. Sie sind bereit zur Aussaat, sobald sie aufgequollen sind und der Keim leicht sichtbar wird
  • 2 bis 3 cm tiefe Furchen im Abstand von 20 bis 30 cm ziehen
  • Dünn säen, idealerweise einen Samen alle 10 cm
  • Mit einer dünnen Schicht zerkrümelter Erde bedecken
  • Mit der Rückseite des Rechens andrücken
  • Reichlich mit feinem Wasserstrahl gießen.

Für eine zeitlich gestaffelte Ernte lohnt es sich, bis Ende August in mehreren Sätzen zu säen. Sobald die Keimlinge mindestens 2 bis 3 Blätter haben, auf 10 cm Abstand vereinzeln und die kräftigsten Pflanzen stehen lassen.

Schwarzer Rettich lässt sich auch im Topf säen, sofern Sie ein tieferes als breites Gefäß wählen.

Pflege von Schwarzem Rettich

Da Schwarzer Rettich große Sommerhitze aushalten muss, ist regelmäßiges Gießen entscheidend, damit der Boden stets feucht bleibt. Häufiges Gießen fördert das Wachstum der Wurzeln und verhindert einen zu scharfen Geschmack. Bei großer Hitze sollte reichlich gegossen werden.

Um die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren, empfiehlt es sich sehr, Schwarzen Rettich zu mulchen. Die Mulchschicht schützt die Wurzeln in raueren Regionen außerdem vor frühem Frost. Anbau von Schwarzem Rettich

Sind die Reihen mit Schwarzem Rettich nicht gemulcht, muss sorgfältig gejätet werden, damit Unkraut nicht mit dem Rettich konkurriert.

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Wann und wie schwarzen Rettich ernten?

Drei Monate nach der Aussaat können Sie mit der Ernte schwarzer Rettiche beginnen. Besser warten Sie jedoch bis Mitte September. Die Ernte kann je nach Region bis Mitte November fortgesetzt werden, also bis vor den starken Frösten.

Die Büschel schwarzer Rettiche werden am besten an einem trockenen Tag mit der Grabegabel aus der Erde geholt. Lassen Sie sie den ganzen Tag abtrocknen, indem Sie sie auf dem Boden ausbreiten. Anbau schwarzer Rettich

Wenn Sie schwarze Rettiche für den Verzehr während des gesamten Winters lagern möchten, drehen Sie das Laub von Hand direkt über dem Hals ab. Das Entfernen der Blätter ist besser, als sie mit einem Messer abzuschneiden, da so das Fäulnisrisiko geringer ist.

Schwarzen Rettich lagern und verzehren

Schwarzer Rettich schmeckt frisch am besten. 4–5 Tage im Kühlschrank, bis zu 3 Monate im Sand lagerfähig. Roh, gerieben oder mariniert genießen.

Welche Sorte wählen?

Es gibt mehrere Sorten Schwarzen Rettich, von denen einige im Handel erhältlich sind:

  • Noir long gros d’hiver’ bildet sehr lange, zylindrische Wurzeln von bis zu 25 cm mit tiefschwarzer Schale
  • Gros rond d’hiver’ ist eine Sorte mit kugelförmigen, spitz zulaufenden Rettichen. Das Fruchtfleisch ist fest und strahlend weiß
  • ‘Gros long d’hiver de Paris’ bildet bis zu 30 cm lange Wurzeln
  • ‘Violet de Gourmay’ hat eine violette Schale und recht mildes Fruchtfleisch
  • Der ‘Long Poids d’horloge’ bildet 20 cm lange, zylindrische Wurzeln mit festem, weißem Fruchtfleisch

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