Was unter Kletterpflanzen im Topf pflanzen?

Was unter Kletterpflanzen im Topf pflanzen?

Begleitpflanzen für Kletterpflanzen auf Balkon und Terrasse: Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

Kletterpflanze im Topf: Welche Pflanze passt an den Fuß? Wichtige Regeln und Tipps für eine gelungene Kombination.

Schwierigkeit

Warum den Fuß von Kletterpflanzen bepflanzen?

Kletterpflanzen im Topf: passende Pflanzen für schöne Kombinationen, gesunden Boden und mehr Platz – auch auf Balkon und Terrasse!

Welche Kletterpflanzen für Töpfe?

Zunächst sollten Sie wissen, dass eine Pflanzung im Topf Ihrer Kletterpflanze mehr Pflege abverlangt als eine Pflanzung im Freiland. Die meisten Kletterpflanzen wachsen kräftig. Damit ein Topf ihnen die nötigen Wachstumsbedingungen bietet, sind in der Regel regelmäßige Wassergaben und Düngergaben erforderlich, um ihre Blüte zu fördern. Welche Kletterpflanzen eignen sich ideal für die Pflanzung im Topf?

In voller Sonne

  • Die Passionsblume: Sie wächst in einem leichten, gut durchlässigen Substrat und kommt mit relativ wenig Wasser aus.
  • Die einjährigen Kletterpflanzen: Prunkwinde, Gartenwicke, Große Kapuzinerkresse und Schwarzäugige Susanne sind dank ihres kräftigen Wuchses und ihrer reichen Blüte interessante Optionen, auch wenn sie nur eine Saison lang halten. Oft lassen sie sich einfach direkt aussäen und sind preiswert.
  • Die Amerikanische Klettertrompete: Sie ist anspruchslos, benötigt im Topf jedoch mehr Wasser.
  • Die Kletterrose: Sie verleiht Topfarrangements eine romantische Note. Sie bevorzugt ein nährstoffreiches, gut durchlässiges Substrat. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, Staunässe sollte vermieden werden. Wählen Sie für die Pflanzung im Topf Sorten mit kompakterem Wuchs.
  • Die Drillingsblume: Diese Kletterpflanze ist für ihre farbenprächtigen Hochblätter und ihre Hitzetoleranz bekannt. Sie benötigt regelmäßige Wassergaben, besonders in der warmen Jahreszeit.
  • Die Aubergine: Auch Jasminblütige Nachtschatten genannt, bildet diese Kletterpflanze sternförmige, weiße Blüten. Sie ist wenig winterhart (bis etwa -5 °C). Eine Pflanzung im Topf ermöglicht bei Bedarf eine frostfreie Überwinterung.
  • Der Blauregen: Blauregen wächst sehr kräftig. Wählen Sie kompakte Sorten, die maximal 4 bis 5 m hoch werden. An den Boden stellt er geringe Ansprüche, bevorzugt aber einen sonnigen, vor kalten Winden geschützten Standort.
Begleitpflanzen im Topf

Eine Niedrige Kapuzinerkresse, ‘Baby Rose’, und eine Passionsblume bevorzugen volle Sonne

Im Halbschatten oder in milder Sonne

  • Die Waldrebe für den Topf: Hierbei handelt es sich um Sorten mit kompakterem Wuchs. Diese Kletterpflanzen begeistern mit ihren prächtigen Blüten in vielen Farben und ihrer Vielfalt. Sie bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und ein gut durchlässiges Substrat. Ihr Wasserbedarf ist mittel. Sie mögen einen schattigen Fuß und einen sonnigen Kopf. Ideal ist daher die Kombination mit einem Bodendecker, der diese Bedingungen schafft.
  • Das Geißblatt: Diese duftende Kletterpflanze besitzt attraktive Blüten. Sie gedeiht in Sonne oder Halbschatten und benötigt ein fruchtbares, gut durchlässiges Substrat. Regelmäßige Wassergaben sind wichtig, besonders in Trockenperioden.
  • Der Sternjasmin oder Trachelospermum: Ein beliebter Falscher Jasmin mit betörendem Duft. Er bevorzugt einen sonnigen oder leicht schattigen Standort und einen gut durchlässigen Boden. Mäßiges Gießen genügt.
  • Die Akebie: Sie bildet attraktives Laub und bezaubernde Blüten. Die Akebie benötigt ein nährstoffreiches, gut durchlässiges und dauerhaft frisches bis feuchtes Substrat. Sie bevorzugt einen halbschattigen Standort, etwa an einer Ostseite, ist bei der Standortwahl jedoch tolerant.

Im Schatten

  • Der Efeu: Er verträgt alle Standorte. Pralle Sonne sollte jedoch vermieden werden, da er es gerne kühl und frisch mag.

→ Lesen Sie den Artikel von Marion und entdecken Sie weitere Kletterpflanzen für den Topf am Nordbalkon.

Begleitpflanzen im Topf

Die purpurblühende Immergrün-Sorte Vinca minor ‘Atropurpurea’ und der panaschierte Efeu ‘Goldchild’, zwei kräftig wachsende Pflanzen für Halbschatten oder Schatten

Worauf Sie bei der Auswahl von Begleitpflanzen achten sollten

Die erste Regel beim Dekorieren eines Topfes mit einer Kletterpflanze und einer weiteren Pflanze lautet: Berücksichtigen Sie die Kulturbedingungen beider Pflanzen und wählen Sie unbedingt Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen. Doch es gibt noch weitere Kriterien, die Sie beachten sollten, damit die Kombination von Pflanzen im Topf gelingt.

Hier sind sie nach ihrer Bedeutung geordnet:

Ansprüche der Pflanzen

  • Standort: Achten Sie darauf, dass die ausgewählten Pflanzen am Topfrand ähnliche Lichtansprüche wie die Kletterpflanze haben.
  • Klimatische Bedingungen: Prüfen Sie neben Sonne und Schatten auch weitere Faktoren: Muss Ihre Pflanze vor Wind geschützt werden, verträgt sie Gischt, ist sie frostempfindlich?
  • Substrat und Nährstoffe: Die meisten Pflanzen bevorzugen ein durchlässiges Substrat. Manche vertragen jedoch kein zu nährstoffreiches Substrat. Setzen Sie daher keinen Bodendecker für nährstoffarme Böden zu einer blühenden Kletterpflanze mit hohem Düngebedarf.
  • Wasser: Manche Pflanzen benötigen mehr Wasser als andere. Wählen Sie unbedingt Pflanzen mit ähnlichem Wasserbedarf, um Über- oder Unterwässern zu vermeiden.
Begleitpflanzen im Topf

Buckel-Fetthenne und Drillingsblume bevorzugen beide einen vollsonnigen Standort und durchlässiges Substrat

Größe, Platz und Wurzelsystem

  • Achten Sie darauf, dass die ausgewählten Pflanzen nicht mit der Kletterpflanze um Platz konkurrieren, insbesondere in einem kleinen Topf.
  • Niedrige Pflanzen sind meist vorzuziehen, damit sie die Kletterpflanze nicht beschatten oder ihr Wachstum behindern.
  • Vermeiden Sie Pflanzen mit stark wuchernden Wurzeln, da sie das Wachstum der Kletterpflanze behindern können. Meiden Sie zum Beispiel ausläuferbildende oder Ausläufer treibende Pflanzen.

Ästhetik, Blütezeit und immergrünes Laub

  • Berücksichtigen Sie Farbe, Form und Struktur der Pflanzen. Wählen Sie Pflanzen, die die Kletterpflanze optisch ergänzen und ein harmonisches Gesamtbild schaffen.
  • Unterschätzen Sie nicht den Zierwert des Laubs, der oft vergessen wird. Wenn Sie eine Blühpflanze wählen, überlegen Sie, ob sie gleichzeitig mit der Kletterpflanze blühen oder durch eine versetzte Blüte länger für Blüten sorgen soll.
  • Prüfen Sie auch, ob die ausgewählten Pflanzen im Winter immergrün sind oder ihr Laub verlieren. Wählen Sie nicht ausschließlich immergrüne Pflanzen, sonst entgehen Ihnen viele interessante Arten.

Vorteilhafte Wechselwirkungen

  • Manche Pflanzen können für andere von Vorteil sein. Pflanzen, die bestimmte Schädlinge fernhalten oder Nützlinge anlocken, sind beispielsweise eine ausgezeichnete Wahl.

Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Parasiten

  • Um die Übertragung von Krankheiten oder Parasiten von einer Pflanze auf die andere zu vermeiden, wählen Sie robuste Pflanzen oder vor allem solche, die nicht von denselben Parasiten befallen werden oder dieselben Pilzkrankheiten entwickeln:

Pflege

  • Bedenken Sie den Pflegeaufwand aller ausgewählten Pflanzen. Wenn Sie möglichst wenig Zeit dafür aufwenden möchten, vermeiden Sie Pflanzen, die einen regelmäßigen Rückschnitt oder besondere Pflege benötigen.

Für Abwechslung sorgen!

  • Wenn Sie die Pflanzen je nach Jahreszeit austauschen möchten, wählen Sie Arten, die sich leicht ersetzen lassen, ohne die Kletterpflanze zu stören.

Was unter Kletterpflanzen pflanzen?

Diese Pflanzen eignen sich zur Unterpflanzung von Kletterpflanzen:

  • Bodendecker:

Sie bedecken die Topfoberfläche, ohne die Kletterpflanze zu behindern. Wählen Sie anspruchslose, für durchlässiges Substrat geeignete und widerstandsfähige Pflanzen.

  • Ziergräser:

Niedrige Ziergräser sind eine interessante Wahl, etwa Federgras, Segge, Schwingel und Schlangenbart.

  • Zwiebeln:

Frühjahrsblüher, Sommerblüher oder Herbstblüher sind zusätzliche Dekorationselemente, idealerweise in einen niedrigen Bodendecker gepflanzt. Entscheidend ist ihre Blüte. Die meisten mögen durchlässiges Topfsubstrat, Sonne oder Halbschatten. Vermeiden Sie nur besonders anspruchsvolle Arten.

  • Einjährige:

Niedrige, blühende einjährige Pflanzen sind ebenfalls eine gute Wahl, bevor sie in der nächsten Saison ersetzt werden. Dazu zählen Studentenblumen, Fettblatt, Zweizahn, Lobelie und Goldmohn

Einige Pflanzkombinationen

  • Eine niedrige Große Kapuzinerkresse, ‘Baby Rose’, die höchstens 30 cm hoch wird, als Bodendecker unter einer sonnenliebenden Kletterpflanze wie der Amerikanischen Klettertrompete. Oder eine höhere Große Kapuzinerkresse, die Sie eher herunterhängen als klettern lassen. Ist Ihre Kletterpflanze anfällig für Blattläuse, befallen diese wahrscheinlich lieber die Kapuzinerkresse.
  • Immergrün unter Efeu. Beide sind robust, mögen Halbschatten und frisches Substrat.
  • Eine Mittagsblume oder Sedum dasyphyllum unter sonnenliebenden Kletterpflanzen wie der Bougainvillee. Das graue Laub der Fetthenne passt gut zur fuchsiafarbenen Blüte der Bougainvillee.
  • Im Halbschatten können Sie wegen des kleinen, runden Laubs eine Muehlenbeckia complexa unter die zarten Blätter der Akebie pflanzen und herabhängen lassen.
Begleitpflanzen im Topf

Das zarte Laub von Muehlenbeckia complexa und die hübsche Akebie mögen beide einen frischen Standort mit Ostlage

Pflanzen: So geht's?

Hier einige Pflanztipps:

  • Idealzeit: Frühling ist meist die beste Zeit, um neue, langsam wachsende Topfpflanzen zu setzen, bei milden Temperaturen und aktivem Wachstum.
  • Topf vorbereiten: Topf oder Kübel müssen groß genug sein für Kletterpflanzen und Begleitpflanzen. Unten eine Drainageschicht einfüllen, um Staunässe zu vermeiden. Nur Bodendecker ergänzen? Obere Blumenerdeschicht abtragen und ein Loch ausheben, ohne die Wurzeln der Kletterpflanze zu beschädigen.
  • Pflanzen: Kletterpflanzen in die Topfmitte, Begleitpflanzen rundherum setzen. Mit passender Erde auffüllen.
  • Gießen: Wasserbedarf jeder Pflanze beachten und Staunässe vermeiden.

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