Wurzeln von Bäumen und Sträuchern pralinen
Warum, wie?
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Wurzelnackte Bäume sind empfindlicher als Containerware. Vor dem Pflanzen hilft das Pralinieren: Dabei werden die Wurzeln von Zier- und Obstbaum, Strauch und Rose mit schützendem Pralin bestrichen, das das Anwachsen fördert.
Erfahren Sie, warum, wann und wie Sie Pralin herstellen und anwenden.
Wurzelpralinieren: Was ist das und wozu?
Beim Wurzelpralinieren werden die Wurzeln von Bäumen und Sträuchern zum Schutz vor Austrocknung mit Wurzelpralin umhüllt. Die Methode eignet sich für wurzelnackt gepflanzte Bäume und Sträucher, deren Wurzeln empfindlicher sind als die von Containerpflanzen. Nach dem Ausgraben erleiden diese Pflanzen einen starken Schock, wodurch das Anwachsen erschwert wird. Das Pralinieren regt das Wurzelsystem an, fördert das Anwachsen und verhindert, dass die Wurzeln zwischen dem Ausgraben und der erneuten Pflanzung austrocknen. Es erhöht die Anwuchschancen und fördert eine kräftige Wurzelentwicklung.
Lesen Sie auch
Rosen umpflanzen: Wann und wie?Vorteile des Wurzelpralinierens
Die natürliche Wurzel-Tauchung bietet viele Vorteile:
- Schnelle Rehydrierung nackter Wurzeln, die vor dem Pflanzen oft etwas ausgetrocknet sind, durch Umhüllen mit einer feuchtigkeitsspendenden Schlammmischung,
- Schnellere Heilung von Wunden durch das Ausgraben und den Rückschnitt der Wurzeln: Die Mischung wirkt wie ein heilender Umschlag,
- Förderung der Bildung neuer Feinwurzeln und Wurzeln,
- Förderung nützlicher Pilze (Mykorrhiza) und Mikroorganismen im Wurzelbereich, die die Verfügbarkeit von Wasser und Nährstoffen verbessern,
- Vermeidung schädlicher Luftlöcher, die das Anwachsen der Pflanze am neuen Standort beeinträchtigen,
- Erleichterung des Anwachsens durch besseren Kontakt zwischen Wurzeln und Erde.
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Mykorrhiza: Was ist das und wozu dient sie?Welche Pflanzen sollte man pralinieren?
Wurzelschlämmen für wurzelnackt verkaufte Pflanzen (Bäume, Sträucher, Obstgehölze, Beerenobst, Weinreben, Rosen und junge Gemüsepflanzen wie Lauch) zur Herbstpflanzung.
Wurzelbrei selbst herstellen?
In unserem Onlineshop finden Sie gebrauchsfertige Pflanzschlämme, die im Eimer als Pulver angeboten und einfach mit Wasser vermischt werden (Pralin Or Brun). Wenn Sie die Mischung lieber selbst herstellen, ist das ebenfalls ganz einfach. Eine klassische Pflanzschlämme besteht aus Erde, Lehm, Wasser (am besten Regenwasser) und Kuhmist. Das Wurzelbad wird direkt nach dem Kauf oder Erhalt der Pflanzen durchgeführt.
1. Pflanzschlämme herstellen
Eine selbst gemachte Pflanzschlämme lässt sich nach diesem Grundrezept ganz einfach herstellen:
- Besorgen Sie sich einen großen Eimer oder eine große Mülltonne.
- Falls Sie keinen frischen Kuhmist zur Hand haben, ersetzen Sie ihn durch gut ausgereiften Kompost, Blumenerde, kompostierten Mist oder frischen Pferdemist.
- Halten Sie folgende Mengenverhältnisse ein: ein Teil fein zerkrümelte Gartenerde und ein Teil Kuhmist oder ein anderer organischer Bodenverbesserer.
- Geben Sie die Zutaten in den Eimer, vermischen Sie alles und fügen Sie nach und nach Regenwasser hinzu, bis ein flüssiger, glatter und ausreichend klebriger Brei entsteht, der an den Wurzeln haftet: Die richtige Konsistenz entspricht der eines Teigs für Krapfen!
- Lassen Sie die Mischung 10 bis 20 Minuten ruhen, bevor Sie die Wurzeln darin einweichen.
→ Zur Verbesserung Ihrer Pflanzschlämme können Sie Mykorrhiza (Waldpilze), ein Glas Milch, Lehm in Pulver- oder Stückform sowie Dolomitpulver (ein kalkhaltiges Gestein, das reich an Magnesium und Kalzium ist) hinzufügen.
2. Wurzeln in die Pflanzschlämme tauchen
- Kürzen Sie mit einer Gartenschere die Spitzen zu langer oder beschädigter Wurzeln um einige Zentimeter.
- Tauchen Sie die Wurzeln 24 Stunden vor dem Pflanzen in die Pflanzschlämme: Sie müssen vollständig mit dem Brei bedeckt sein.
Mehr erfahren:
- Entdecken Sie die Vorteile der Mykorrhiza bei wurzelnackten Pflanzungen.
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