Zypressen pflegen: Gießen, Düngen, kräftiges Wachstum
Verschiedene Zypressenarten pflegen
Inhaltsverzeichnis
Zypressen brauchen Wasser und Dünger. Erfahren Sie mehr über Leyland-, Mittelmeer- und Monterey-Zypresse.
Was sind Zypressen?
Aus botanischer Sicht ist die Zypresse der volkstümliche Name der Gattung Cupressus. Im Sprachgebrauch vieler Gärtner werden jedoch auch weitere Gattungen, Sorten und ihre Hybriden darunter verstanden:
- Die Zypressen (Cupressus) sind Nadelgehölze mit meist säulenförmiger oder kegelförmiger Wuchsform. Ihre Zweige sind eher rundlich und nicht abgeflacht, ihre kugeligen Zapfen größer als die der Scheinzypressen (Chamaecyparis). Meist bilden sie eine kräftige Pfahlwurzel. Nicht alle sind vollkommen winterhart und eignen sich daher häufig eher für südliche Regionen. Man unterscheidet die Mittelmeer-Zypresse oder Echte Zypresse (Cupressus sempervirens), die Arizona-Zypresse (Cupressus arizonia) und die Monterey-Zypresse (Cupressus macrocarpa)
- Die Scheinzypressen (Chamaecyparis) wurden früher zu den Zypressen gerechnet, bilden heute jedoch eine eigene Gattung. Sie ist die in Westeuropa am häufigsten kultivierte Gattung. Die meisten Scheinzypressen wachsen unter frischen Bedingungen und leiden unter austrocknenden Winden. Vor allem findet man die Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) mit ihren zahlreichen Kultivaren, die Hinoki-Scheinzypresse (Chamaecyparis obtusa) und die Sawara-Scheinzypresse (Chamaecyparis pisifera)
- Die Leyland-Zypresse (Cupressocyparis oder Cuprocyparis) ist eine natürliche Hybridform aus Cupressus macrocarpa und Chamaecyparis nootkatensis. Sie wird vor allem für dichte Hecken verwendet.

Von links nach rechts: eine Zypresse der Gattung Cupressus, eine Scheinzypresse (Chamaecyparis) und die Hybridform Leyland-Zypresse (Cupressocyparis)
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Zypresse (Cupressus): pflanzen, Rückschnitt, PflegeWelche physiologischen Bedürfnisse haben Zypressen?
Alle Zypressen gedeihen in neutralem, kalkhaltigem oder saurem Boden, sofern er gut durchlässig ist. Staunässe und nasse Böden vertragen sie jedoch überhaupt nicht, da diese den Befall durch pathogene Pilze wie Phytophthora begünstigen.
Während Zypressen auch mit armen, trockenen Böden zurechtkommen, bevorzugen Scheinzypressen frische, tiefgründige Böden – selbst wenn diese nährstoffarm sind. Ihr Wachstum bleibt dort jedoch schwächer und ihr Laub weniger üppig. Die Leyland-Zypresse bevorzugt normale, tiefgründige Böden, in denen ihre Pfahlwurzel nach Wasser suchen kann. Dieses zunächst pfahlartige, später seitliche Wurzelsystem ist eine gemeinsame Eigenschaft der Zypressen. Es verankert sie fest und lässt sie den Boden auf der Suche nach Wasser tief durchdringen. Dadurch sind sie mehr oder weniger trockenheitsverträglich.

Das Wachstum der Zypressen ist in den ersten Jahren schnell und stabilisiert sich später. Es bestimmt auch ihren Wasser- und Nährstoffbedarf
Was den Standort betrifft, lieben Zypressen die Sonne, Scheinzypressen dagegen kühlere Bedingungen mit weniger Sonne bis Halbschatten. Die Leyland-Zypresse bevorzugt sonnige Standorte, sofern diese nicht so heiß und trocken sind wie im Süden des Landes.
Ihr Wachstum ist in den ersten Jahren schnell und stabilisiert sich später. Es bestimmt auch ihren Wasser- und Nährstoffbedarf.
Zypressen gießen: Wie oft?
Die Bewässerung ist einer der wichtigsten Punkte bei der Kultur von Zypressen.
- Die Zypressen, die häufig in mediterranen Regionen verwendet werden, vertragen Hitze und eine gewisse Trockenheit im Erwachsenenalter gut. Dennoch benötigen sie in den ersten drei Jahren eine aufmerksame Pflege, bis sich ihr Wurzelsystem in der Tiefe etabliert hat. Daher sollten Zypressen im ersten Jahr und in den beiden darauffolgenden Jahren reichlich und regelmäßig bewässert werden.
- Scheinzypressen, die in kühlen und feuchten Klimazonen stärker verbreitet sind, vertragen eine feuchte Umgebung besser, fürchten jedoch Staunässe, die schnell zum Ersticken der Wurzeln und zur Gelbfärbung des Laubs führt.
- Die Cuprocyparis, wüchsige Hybriden, die wegen ihres schnellen Wachstums und ihrer Dichte geschätzt werden, entfalten ihr volles Potenzial nur bei regelmäßiger und kontrollierter Bewässerung, besonders auf leichten Böden, die rasch austrocknen.
Generell richtet sich die Wasserversorgung nach dem Alter der Pflanze und den klimatischen Bedingungen. Eine im Frühjahr gepflanzte Jungpflanze benötigt größere, aber reichliche Wassergaben, um eine tief reichende Bewurzelung zu fördern. Eine gut eingewurzelte adulte Pflanze braucht dagegen nur bei längerer Trockenheit zusätzliches Wasser.
Eine gelb werdende Zypresse kann auf eine ungeeignete Bewässerung oder Nährstoffmängel zurückzuführen sein. Im Sommer führt Wassermangel bei großer Hitze zur Braunfärbung des Laubs und begünstigt das Auftreten von Spinnmilben. Umgekehrt öffnet überschüssiges Wasser Pilzkrankheiten Tür und Tor. Im Herbst und Winter wird daher nur wenig oder gar nicht gegossen, um eine Übernässung zu vermeiden.

Die Zypressen, die häufig in mediterranen Regionen verwendet werden, vertragen Hitze und eine gewisse Trockenheit im Erwachsenenalter gut
Geeignete Kulturmaßnahmen steigern die Wirksamkeit der Bewässerung: Eine Mulchschicht aus Kiefernrinde und gezieltes Gießen am Fuß der Pflanze machen die Wassergaben effizienter.
Zypressen düngen für gutes Wachstum?
Eine ausreichende Nährstoffversorgung ist entscheidend für die Vitalität und Dichte des Laubs von Zypressen, muss jedoch an die kultivierte Gattung und den Bodentyp angepasst werden:
- Zypressen, die für ihr schnelles Wachstum in warmen Regionen bekannt sind, profitieren von regelmäßigen Gaben von Kalium und Magnesium, die ihre Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit, Nährstoffmangel und Krankheiten stärken
- Scheinzypressen, die empfindlicher auf nährstoffarme und saure Böden reagieren, sprechen gut auf eine ausgewogene Düngung mit Stickstoff, Phosphor und Kalium an. Dabei sind milde Gaben vorzuziehen
- Hybrid-Zypressen mit kräftigem Wachstum benötigen einen nährstoffreichen, gut versorgten Boden. Zusätzliche Gaben von Langzeitdünger ermöglichen ihnen, ihr volles Potenzial ohne Wachstumsschübe zu entfalten.
Zu beachten ist, dass sich Mineraldünger oder Langzeitdünger gut für Zypressen und Hybrid-Zypressen in dichten Hecken eignen, bei denen ein gleichmäßiges Wachstum erwünscht ist. In jedem Fall gilt: Weniger ist mehr. Ein Überschuss, insbesondere an Stickstoff, fördert ein unausgewogenes Wachstum und macht Zypressen anfälliger für Pilzkrankheiten – beispielsweise kann eine braun werdende Zypresse die Folge sein.
Zypressen werden am besten im Frühjahr gedüngt, um den Wachstumsbeginn und die Dichte des Laubs zu fördern.
Zypressen im Topf gießen
Die Bewässerung der Topf-Zypresse erfordert besondere Aufmerksamkeit, da das Substrat schneller austrocknet als im Freiland. Im Topf bevorzugt sie leicht feuchte Erde ohne Staunässe. Im Sommer ist regelmäßiges Gießen nötig, besonders bei Hitze und Trockenheit. Im Winter sollte die Bewässerung reduziert werden, um Wurzelprobleme zu vermeiden.

Die Topf-Zypresse verlangt besondere Aufmerksamkeit beim Gießen,
Um ihr Wachstum zu fördern und dichtes Laub zu erhalten, empfiehlt sich vom Frühjahr bis zur Mitte des Sommers ein Langzeitdünger für Nadelgehölze. Die Nährstoffgaben sollten maßvoll bleiben, damit die Pflanze nicht geschwächt wird.
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