Scheinzypresse, Lawsons Scheinzypresse: Pflanzen, Rückschnitt, Pflege
Inhaltsverzeichnis
Scheinzypresse kurz erklärt
- Lawsons Scheinzypressen: winterharte, immergrüne Nadelgehölze für feuchte, kühle Lagen.
- Viele beliebte Kultivare, säulenförmig, ausgebreitet oder zwergig, farbenreich, schnittempfindlich.
- Schnelles Wachstum in geschütztem, tiefem, fruchtbarem Boden; Zwergformen wachsen langsam.
Worte unserer Expertin
Scheinzypressen zählen zu den Nadelgehölzen mit dichtem, schuppenförmigem Laub und werden besonders für Hecken geschätzt, etwa Chamaecyparis lawsoniana, die erstaunlicherweise auch in ihrer Wildform verwendet wird. Sie gehört jedoch zu den Nadelgehölzen mit den meisten Kultivaren (über 200!), darunter Alumii mit dichtem, stark bläulichem Laub und kegelförmigem Wuchs von 3 bis 4,50 m sowie Ellwoodii, häufig für Hecken verwendet. Die Wildform, die im Anbau bis zu 36 m hoch und einen Stammdurchmesser von 1,20 m erreichen kann, stammt wie der Riesen-Lebensbaum aus dem Nordwesten der USA. Ihre dunkelgrünen oder blaugrünen Zweige mit leicht überhängenden Spitzen verleihen ihr eine bemerkenswert geschwungene, fast geheimnisvolle Erscheinung. Die Sorte Aurea Densa bildet dagegen eine spektakuläre, kompakte goldene Säule. Die Sawara-Scheinzypresse (Chamaecyparis pisifera) und die Japanische Sicheltanne Hinoki (Chamaecyparis obtusa) bieten ebenfalls zahlreiche kleinwüchsige oder mäßig wachsende Kultivare mit fadenförmigen oder stumpfen Zweigen und farnähnlicher Wuchsform (C. obtusa Teddy Bear) oder nadelförmigem Laub wie obtusa Wissel in wunderschönen Gold-, Blau- oder kräftigen Grüntönen.
Das Wort ‘Chamaecyparis’ stammt aus dem Griechischen und bedeutet ‘zypressenförmig’ – wegen der großen Ähnlichkeit ihrer kegelförmigen Wuchsform und ihres aromatischen Laubs aus kleinen, überlappenden Schuppen. Cupressus besiedeln jedoch trockene, sonnige Regionen im Süden, während Chamaecyparis in geschützten, feuchten, oft küstennahen Gebieten wachsen.
Chamaecyparis sind nicht anspruchsvoll an den Boden, sofern er frisch, gut drainiert und nicht zu kalkhaltig ist. Die Art lawsoniana ist sehr anfällig für den Pilz Phytophthora, der ihre Wildbestände in den USA dezimiert und auch in Gärten häufig durch Baumschulen eingeschleppt wird. Sie bevorzugen zwar fruchtbaren, tiefgründigen Humus, passen sich aber auch weniger günstigen Böden an – mit mäßigem Wachstum und geringerer Üppigkeit. Vermeiden Sie einen Rückschnitt möglichst.
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Chamaecyparis
- Gebräuchlicher Name Scheinzypresse, Leyland-Zypresse, Lawsons Scheinzypresse
- Blüte Juli bis Oktober
- Height 0,50 bis 40 m
- Exposition Sonne oder Halbschatten, teils Schatten
- Art des Bodens jeder lockere, gut durchlässige Boden ohne zu viel Kalk
- Winterhärte mittel bis ausgezeichnet (-15 °C bis -34 °C)
Die Gattung Chamaecyparis umfasst etwa sechs Arten, wobei die Abgrenzung zu den Zypressen (Cupressus) nicht immer eindeutig ist. So wird beispielsweise erwogen, Chamaecyparis nootkatensis zu den Cupressus zu übertragen. Im 19. Jahrhundert wurden beide Gattungen ohnehin verwechselt. Oft handelt es sich um sehr große Bäume mit stark duftendem Holz und Laub. Europäische Siedler, die diese Nadelholz-Gattung erstmals entdeckten, nannten sie wegen des Holzdufts „Zeder“. Einige morphologische Merkmale ermöglichen jedoch die Unterscheidung. Die immergrünen Zweige der Chamaecyparis sind abgeflacht, wie bei den Lebensbäumen, während die der Cupressus zylindrisch sind. Letztere besitzen einen geraden Leittrieb, während der Leittrieb der Chamaecyparis biegsam und gekrümmt ist. Die kugeligen Zapfen sind kleiner als bei den Cupressus.
Chamaecyparis wachsen in den kühlen, feuchten nördlichen Regionen Nordamerikas und Ostasiens (Japan, Taiwan), wo sie typischerweise mit anderen Nadelgehölzen feuchter, schattiger Wälder vorkommen. Der Chen-mu oder Heilige Baum (Chamaecyparis formosensis), dessen Lebensdauer über 2000 Jahre beträgt, gehört mit einer Höhe von 55 bis 60 m und Stämmen von bis zu 7 m Durchmesser zu den größten Bäumen Taiwans. In Kultur wird er jedoch kaum höher als 15 m. Chamaecyparis lawsoniana aus Nordamerika kann ebenfalls 60 m erreichen, zusammen mit der Douglasie, und bis zu 600 Jahre alt werden. Chamaecyparis nootkatensis, die Nootka-Scheinzypresse, wegen der Holzfarbe auch „Gelbzeder“ genannt, wächst an der Pazifikküste bis nach Kanada und erreicht 36 m. Ebenso hoch wird ihr japanischer Verwandter, die Hinoki-Scheinzypresse (C. obtusa), die zwar langsam wächst, bei der einzelne Exemplare jedoch 50 m erreichen. Die Sawara-Scheinzypresse (C. pisifera) wird in Japan bis zu 45 m hoch.

Chamaecyparis obtusa – botanische Illustration von P. F. von Siebold und J. G. Zuccarini
Das aus Schuppen bestehende Laub ist in vier Reihen angeordnet und liegt mehr oder weniger anliegend am Zweig. Es duftet aromatisch: bei lawsoniana nach Petersilie, bei obtusa nach Zeder, bei pisifera nach Harz und bei nootkatensis nach einem als unangenehm beschriebenen Harzduft. Es gibt Kultivare mit dauerhaft jugendlichem Laub aus kurzen Nadeln, etwa bei der Hinoki-Scheinzypresse ‘Wissel’ oder Chamaecyparis thyoides ‘Blue Rock’. Während C. lawsoniana blaugrün oder matt dunkelgrün gefärbt und auf der Unterseite weißlich ist, zeigt C. obtusa auf rundlichen Zweigen ein leuchtend intensives Grün mit sehr schöner Struktur. C. pisifera ‘Boulevard’ besitzt silbriggrünes, gefiedertes Laub. Die zahlreichen Kultivare der Gattung bieten eine sehr große Auswahl an Farben, Texturen und Wuchsformen.
Die oft rötliche Rinde ist faserig und bildet lange, senkrechte Streifen.
Männliche und weibliche Blüten befinden sich an derselben Pflanze. Die winzigen grünlichen bis gelblichen männlichen Zapfen erscheinen an den Zweigspitzen und geben im März oder April ihren Pollen frei, wenn an anderen Kurztrieben die weiblichen Blüten entstehen.
Die kugeligen Zapfen sind Zapfenfrüchte, manchmal fleischig, weniger hart und kleiner (etwa 1 cm) als bei den Cupressus. Die je nach Art 4 bis 10 Schuppen tragen oben eine kleine Spitze, bei der Art lawsoniana eine Falte. Im Herbst erreichen sie die Reife. Dann öffnen sich die Schuppen und geben die geflügelten Samen frei, bleiben jedoch lange am Baum. Die Samen werden früher freigesetzt als bei den Cupressus.
Das Holz der Scheinzypressen ist fein gemasert und dauerhaft und wird von den Japanern sehr geschätzt. Sie verwenden es für Särge, Tempel, lackierte Möbel und hochwertige Häuser. Nachdem das Holz der Hinoki-Scheinzypresse (C. obtusa) weitgehend genutzt worden war, importierten sie Holz der Lawsons Scheinzypresse aus den USA. Dies trug zum Rückgang der Bestände bei, die bereits durch Phytophthora stark geschädigt waren. Heute gelten strenge Vorschriften: Beim Betreten dieser ursprünglichen Wälder müssen Reifen und Schuhe gereinigt werden.

Chamaecyparis lawsoniana: Schuppenlaub und kugelige Zapfen
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Achtung: Viele als „Steingarten-Koniferen“ verkaufte Chamaecyparis-Sorten wachsen zwar nur etwa 1 m in 10 Jahren, erreichen nach 20–25 Jahren aber teils 4–5 m! Lassen Sie sich nicht von der Miniaturform junger Pflanzen täuschen, sondern prüfen Sie die ausgewachsenen Maße genau.
Zwergsorten
[produkt sku=”635002″ blog_description=”Kleine Konifere mit dem Aussehen eines großen Farns und feinem, dichtem Laub in intensivem, klarem Grün. Selten kultiviert, fügt sich ihre eigenwillige Wuchsform elegant ins Beet ein, wirkt als Solitär, belebt den Steingarten und eignet sich gut für den Kübel. Eine leicht zu kultivierende Rarität für normalen, frischen, aber durchlässigen Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”648002″ blog_description=”Sehr junge, seltene Zwergkonifere mit prächtigem Laub, das eine kompakte, fein strukturierte Kugel bildet: zunächst blaugrün, im Winter violett bis purpur schimmernd. Sie wächst sehr langsam und wird ausgewachsen in alle Richtungen höchstens 1,50 m groß. Ideal für Steingärten, kleine Flächen und Kübel an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Der Boden sollte frisch, leicht, gut durchlässig, humusreich und eher sauer sein.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”631002″ blog_description=”Zwergsorte mit etwas lockerem, rundlichem, leicht struppigem und ausladendem Wuchs. Die flachen, zitronengelben, cremefarben gezeichneten Zweige hängen anmutig herab und verfärben sich im Winter kupferbronze. Belebt ganzjährig kleine Flächen, Beete, Steingärten und Kübel. Bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte sowie frischen, nährstoffreichen, gut durchlässigen und nicht zu kalkhaltigen Boden.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”620002″ blog_description=”Miniaturstrauch mit leuchtend grüner, in der Jugend sehr dichter Kugel, die mit zunehmendem Alter struppiger wird. Er bleibt ausgewachsen unter 50 cm, wächst langsam und eignet sich besonders zur dauerhaften Gestaltung von Steingärten und Kübeln. Liebt Sonne sowie frische, nährstoffreiche, neutrale bis saure Böden.” template=”listing1″ /]
Sorten mittlerer Größe
[produkt sku=”85219″ blog_description=”Bemerkenswertes Laub mit weichen, blaugrünen Büscheln, deren silbrige Reflexe das Licht auffangen, als wäre der Strauch ständig in Bewegung. Die etwas lockere Kegelform nimmt unter Kälteeinfluss zarte Violetttöne an. Diese langsam wachsende Konifere bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte sowie eher frischen, leichten, gut durchlässigen und humusreichen Boden.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”623002″ blog_description=”Als Steingarten-Konifere bildet sie einen etwas sparrigen Strauch mit sehr schmalem, kegelförmigem und dekorativem Wuchs. Ihre eigenartig gedrehten, gefiederten Zweige tragen im Frühjahr leuchtend gelbgrünes junges Laub, das mit dem Alter blaugrün wird. Sie bleibt ausgewachsen unter 1,40 m, wächst langsam und eignet sich besonders zur dauerhaften Gestaltung kleiner Flächen, von Steingärten und Kübeln. Liebt Sonne sowie frische, nährstoffreiche, leicht kalkhaltige, neutrale oder schwach saure Böden.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”625002″ blog_description=”Majestätische japanische Konifere mit dichter, rundlich-kegelförmiger Wuchsform und im Frühjahr goldgelben, später hellgrünen, gedrehten Zweigen. Gedeiht in voller Sonne auf frischem, tiefgründigem und durchlässigem Boden.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”639002″ blog_description=”Breit und dicht wachsender, später pyramidenförmiger Strauch mit weichem, leicht überhängendem Laub in leuchtendem bis dunklem Grün. Sein zerzaustes Aussehen verleiht ihm einen reizvoll lässigen Charakter. Ideal für Steingärten und kleine Flächen an sonnigen bis halbschattigen Standorten in eher frischem, leichtem, gut durchlässigem, neutralem oder saurem Boden.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”81358″ blog_description=”Mit seinem farnähnlichen, hell gesprenkelten Laub kann er mit Blütensträuchern konkurrieren. Als Solitär auf kleinem Raum oder im Kübel wird er zu einem prächtigen Blickfang. Das kompakte, graugrüne Frühlingslaub ist unregelmäßig hell gesprenkelt; die Spitzen sind cremeweiß oder grau panaschiert und werden im Sommer schattengrün. Für normalen, frischen, aber durchlässigen Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten.” template=”listing1″ /]
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Pflanzung
Wo Scheinzypressen pflanzen?
Scheinzypressen stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden, sofern dieser tiefgründig, frisch und gut durchlässig ist. Sie bevorzugen kühle, nicht zu sonnige bis halbschattige Standorte. Generell gilt: Vermeiden Sie zu trockene Klimate und schlecht drainierte Böden.
Diese Koniferen kommen auch mit einem mageren Boden zurecht. Ihr Wachstum bleibt dann mäßig und der Wuchs weniger üppig – was durchaus von Vorteil ist, wenn die Pflanzen klein bleiben sollen. Einige Kultivare sind empfindlicher als andere, etwa C. pisifera ‘Boulevard’ oder C. thyoides ‘Blue Rock’. Beide fürchten kalkhaltige Böden; der erste zudem zu viel Sonne, der zweite Wind. C. lawsoniana ‘Pottenii’ wird durch austrocknende Winde oder strenge Winter braun … Chamaecyparis lawsoniana ‘Ellwoodii’ mit seinem blaugrauen, im Winter dunkleren Laub verträgt Schatten gut.
Vorsicht bei im Winter vernässten Böden: Sie können die Entwicklung von Phytophthora cinnamomi fördern, wenn der Pilz im Boden vorhanden ist, da die Art lawsoniana sehr empfindlich darauf reagiert.
Wann pflanzen?
Pflanzen Sie Ihre Scheinzypressen vorzugsweise im Herbst, im Oktober und November, oder im Februar und März.
Wie pflanzen?
Diese Pflanze ist in der Regel sehr pflegeleicht.
Für eine geschnittene Scheinzypressenhecke setzen Sie die Jungpflanzen im Abstand von 80 bis 100 cm. Für einen frei wachsenden Windschutz sind bis zu 2 m Abstand möglich.
- Stellen Sie den Topf in einen Eimer mit Wasser, damit sich der Wurzelballen gut vollsaugt.
- Heben Sie ein breites Pflanzloch aus, das mindestens dreimal so breit wie der Wurzelballen ist, da die Wurzeln recht oberflächlich wachsen und sich weit ausbreiten.
- Geben Sie einige Handvoll Sand und Kies hinzu, um eine gute Drainage rund um die Wurzeln sicherzustellen. Bei schwerem Boden pflanzen Sie auf einen Hügel oder in einen Steingarten.
- Geben Sie bei sandigem Boden eine Portion Hornspäne hinzu.
- Setzen Sie die Pflanze in das Pflanzloch.
- Füllen Sie das Loch mit Erde und drücken Sie diese leicht an.
- Gießen und mulchen Sie.
Verwenden Sie im Topf eine leichte, humusreiche Erde oder mischen Sie ¾ Gartenerde mit ¼ Puzzolan und ¼ Blumenerde. Wählen Sie unbedingt langsam wachsende Exemplare wie Chamaecyparis obtusa ‘Pygmaea’ oder Chamaecyparis pisifera ‘Boulevard’.
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Der Nadelbaum, ein kitschiger Strauch?Pflege und Rückschnitt
Topfpflanzen benötigen regelmäßige Wassergaben, besonders bei sengender Sonne. Junge Pflanzen sollten in den ersten 2–3 Jahren ausreichend gegossen werden.
Wichtigste Schädlinge und Krankheiten der Scheinzypresse
Die Scheinzypresse ist in der Regel ein pflegeleichter Strauch, sofern der Boden gesund ist und sie keinen längeren Trockenperioden ausgesetzt wird. In einer einheitlichen Hecke können sich Krankheiten jedoch rasch ausbreiten und mehr oder weniger starke Zweigverdorrungen verursachen. Mögliche Ursachen sind:
- die pilzbedingte Braunfärbung, die sich in feuchten Frühjahren an den unteren Zweigen zeigt. Wenden Sie alle 15 Tage ein Fungizid auf Kupferbasis oder Schachtelhalmbrühe an oder schneiden und verbrennen Sie die betroffenen Zweige.
- Phytophthora, für die die Scheinzypresse sehr anfällig ist. Sie führt durch eine Nekrose des Gewebes am Hals und der Wurzeln unter der Rinde zum allmählichen Vertrocknen des gesamten Baumes. Reißen Sie die Pflanze heraus, verbrennen Sie sie und setzen Sie unempfindliche Pflanzen.
- der Rindenkrebs, der besonders die Leyland-Zypresse (x Cupressocyparis leylandii) befällt, eine Kreuzung aus Cupressus und Chamaecyparis. Er verursacht Risse in der Rinde und Harzaustritt mit schwarzen Pusteln. Schneiden und verbrennen Sie befallene Zweige und verstreichen Sie die Schnittstellen mit Wundverschlussmittel. Reißen Sie die Pflanze heraus, wenn der Stamm befallen ist.
- die Armillaria-Wurzelfäule, die durch schwere, feuchte Böden begünstigt wird und ein plötzliches Vertrocknen der Pflanze mit starkem Pilzgeruch verursacht. Reißen Sie die Pflanze heraus und lassen Sie die Pflanzgrube eine Saison lang offen. Ersetzen Sie die Erde.
- Kolonien von Blattläusen (wenden Sie rasch ein Insektizid an, etwa Seifenlauge oder Farnjauche),
- der Wacholder-Prachtkäfer, der Fraßgänge ins Holz bohrt und im Sommer Braunfärbungen verursacht. Die einzige Lösung besteht darin, die verdickten Zweige abzuschneiden und zu verbrennen.
Schnitt der Scheinzypresse
Diese Sträucher oder Bäume vertragen einen Rückschnitt nur schlecht. Wenn Sie eine Hecke anlegen möchten, sollten Sie sie daher besser frei wachsen lassen. Schneiden Sie im August stets nur sehr leicht zurück und lassen Sie dabei immer etwas Laub stehen.
Vermehrung
Die einfachste Vermehrung erfolgt durch zahlreiche Stecklinge halbverholzter Triebe im August und September, da der Erfolg nicht garantiert ist.
Stecklingsvermehrung
Bereiten Sie eine Kiste vor, die Sie zur Hälfte mit Torf und zur Hälfte mit Sand füllen, oder bearbeiten Sie den Boden einer Baumschule.
- Schneiden Sie 10 cm lange Triebe und reißen Sie sie ab, sodass ein Stück Rinde erhalten bleibt.
- Entfernen Sie die Verzweigungen nahe der Triebbasis.
- Stecken Sie die Triebe zu einem Drittel ihrer Länge in die Erde, ohne dass sie sich berühren.
- Drücken Sie die Erde vorsichtig rundherum an, um Luftlöcher zu beseitigen und einen guten Kontakt zwischen Blumenerde und Steckling sicherzustellen.
- Stellen Sie bis zum Frühjahr ein Frühbeet darüber und spannen Sie ein Schattennetz auf.
- Trennen Sie die Stecklinge und pflanzen Sie sie 1 bis 2 Jahre in Töpfe oder in den Boden einer Baumschule. Bei geeignetem Boden können Sie sie auch direkt an ihren endgültigen Standort setzen.
→ Entdecken Sie unsere Anleitung: Nadelgehölze durch Stecklinge vermehren
Verwendung und Kombinationen
Chamaecyparis wirken als Solitär im Rasen oder im Hintergrund eines Blütenbeets besonders eindrucksvoll, etwa Chamaecyparis obtusa ‘Nana Gracilis’ mit aufrechtem, wolkigem Wuchs, die im Alter 2 m Höhe erreicht und dunkelgrüne, muschelförmige Laubwolken entfaltet. Manche bilden einen perfekten Kegel wie lawsoniana Columnaris, andere einen 6 bis 8 m breiten und 10 bis 15 m hohen Vorhang wie C. nootkatensis Glauca.

Eine Kombinationsidee: Chamaecyparis thyoides ‘Rubicon’ (oder ‘Blue Rock’ oder eine andere Sorte) auf einem leuchtenden Teppich aus Erica darleyensis ‘Eva Gold’, ergänzt durch einige Horste Festuca glauca und einige Kugeln aus Berberis thunbergii ‘Atropurpurea Nana’
Die kleinen Chamaecyparis eignen sich dank ihres langsamen Wachstums perfekt, um einen Steingarten, kleinen Garten oder eine Terrasse im Topf zu schmücken. Ihre sehr natürliche Wuchsform kommt ohne Rückschnitt aus und besitzt eine bemerkenswerte dekorative Wirkung, die sowohl zu modernen als auch zu naturnahen Gärten passt. Sie lassen sich mit anderen Zwergkoniferen wie Thuja, Wacholder oder Sicheltanne sowie mit Blütensträuchern für sauren Boden und kühle Standorte wie Azalee, Lavendelheide, Englischer Heide oder Kamelie kombinieren. Man kann sie auch zu Wolken oder als Bonsai erziehen, etwa die Art obtusa ‘Aurea’, deren goldene Laubmassen einen schönen Kontrast zur dunklen Stammfarbe bilden.
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