Affenbrotbaum pflanzen & pflegen

Affenbrotbaum pflanzen & pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 11. Mai 2026  durch Olivier 12 min.

Affenbrotbaum kurz erklärt

  • Affenbrotbäume stammen vor allem aus Afrika, insbesondere aus Madagaskar, wo die größte Vielfalt dieser majestätischen Bäume zu finden ist.
  • Einige Affenbrotbäume können bis zu 6000 Jahre alt werden und machen diese Gattung zu einer der ältesten und widerstandsfähigsten der Erde.
  • Der Affenbrotbaum wird wegen seiner vielfältigen Nutzung, etwa für Ernährung, Medizin und sogar zum Bauen, oft „Baum des Lebens“ genannt.
  • Da sie trockene Bedingungen überstehen, speichern Affenbrotbäume große Wassermengen in ihrem Stamm und sind dadurch widerstandsfähig gegen den Klimawandel.
  • Trotz ihrer Robustheit sind mehrere Affenbrotbaum-Arten heute durch Abholzung und Klimawandel bedroht, weshalb Schutzmaßnahmen nötig sind.
Schwierigkeit

Das Wort unseres Experten

Wenn von der botanischen Gattung Adansonia die Rede ist, spricht man eigentlich von echten Rockstars der Pflanzenwelt. Affenbrotbäume sind so etwas wie die Mick Jaggers der Pflanzenwelt, mit beeindruckender Langlebigkeit und einer Bühnenpräsenz, die niemanden unberührt lässt. Diese hauptsächlich in Afrika und Madagaskar heimischen Bäume sind wahre Symbole der Widerstandsfähigkeit. In ihrem Stamm können sie bis zu 120.000 Liter Wasser speichern – ein echter Vorrat für magere Zeiten. Ein Wasserturm auf Wurzeln!

Doch das ist noch nicht alles. Hinter ihrem Aussehen weiser alter Bäume verbergen die Affenbrotbäume so manches Geheimnis. Unter dem Spitznamen „Baum des Lebens“ bekannt, sind sie für die lokale Bevölkerung zugleich Apotheke, Lebensmittelgeschäft und Schattenspender an heißen Tagen. Von den Blättern über die Rinde bis hin zu ihren Früchten haben sie mehr als einen Trumpf im Ärmel und überraschen Sie immer wieder.

Bei uns können wir ihn nur im Topf im Haus oder während der warmen Jahreszeit draußen kultivieren. Abgesehen davon ist er eine robuste Pflanze, die selbst in unseren überheizten Innenräumen mit trockener Luft gut zurechtkommt.

Wenn Sie also bei Ihren Reisen das nächste Mal einem Affenbrotbaum begegnen (na gut, dafür müssen Sie erst einmal weit reisen …), vergessen Sie nicht, diesen echten Patriarchen der Natur zu grüßen. Er war lange vor uns da und wird – wenn wir uns für seinen Erhalt und den Kampf gegen den Klimawandel einsetzen – auch lange nach uns noch da sein. Und das ist wirklich Rock’n’Roll!

Affenbrotbaum kultivieren

Botanik und Beschreibung

Steckbrief

  • Lateinischer Name Adansonia sp.
  • Familie Malvaceae
  • Gebräuchlicher Name Affenbrotbaum, Palaverbaum, Lebensbaum
  • Blüte je nach Art von April bis Juni
  • Height bis 25 m
  • Exposition Sonne
  • Art des Bodens trockener, sandiger, gut durchlässiger Boden
  • Winterhärte nicht winterhart (10 °C)

Die botanische Gattung Adansonia, besser bekannt als Affenbrotbaum, umfasst neun anerkannte Arten. Zu den bekanntesten Arten zählen Adansonia digitata, der Afrikanische Affenbrotbaum, und Adansonia grandidieri, der Madagaskar-Affenbrotbaum.

Was die geografische Verbreitung betrifft, sind sechs der neun beschriebenen Arten auf die Insel Madagaskar endemisch. Nur eine Art, Adansonia digitata, ist auf dem afrikanischen Kontinent heimisch und kommt auch im Nahen Osten vor. Eine weitere Art, Adansonia gibbosa, ist in Australien verbreitet. Diese Bäume wachsen vor allem in ariden und semi-ariden Lebensräumen und sind gut an schwierige Klimabedingungen angepasst.

Verschiedene Affenbrotbaum-Arten

Andasonia grandidieri links und Afrikanischer Affenbrotbaum (A. digitata) rechts

Aus phylogenetischer Sicht gehören Adansonia zur Familie der Malvengewächse, zu der auch Pflanzen wie Baumwolle und Kakaobäume zählen, aber auch Linden, Hibiskus und Buschmalven. In der klassischen, nach Cronquist benannten Klassifikation wird die Gattung Adansonia der Familie der Bombacaceae zugeordnet.

Affenbrotbäume sind nicht nur wegen ihrer beeindruckenden, mehrere Jahrtausende erreichenden Lebensdauer faszinierend, sondern auch wegen ihrer Fähigkeit, große Wassermengen im Stamm zu speichern. Dadurch sind sie besonders widerstandsfähig in Lebensräumen mit begrenzten Wasserressourcen.

Die Wuchsform der Affenbrotbäume wird oft als „umgekehrt“ beschrieben: Die Zweige ähneln zum Himmel gerichteten Wurzeln. Diese ungewöhnliche Silhouette ist einer der Gründe, warum die Bäume so leicht erkennbar sind. Der Stamm ist meist massig und zylindrisch und kann einen beeindruckenden Durchmesser erreichen. Der voluminöse Stamm dient als Wasserspeicher und ermöglicht es dem Baum, in ariden Lebensräumen zu überleben.

Andasonia digitata

Affenbrotbaum in der Savanne Botswanas: Der Stamm kann beeindruckende Ausmaße erreichen …

Die Rinde der Adansonia ist glatt und grau, teilweise mit roten oder braunen Nuancen. Sie ist außerdem faserig und elastisch, wodurch der Baum noch mehr Wasser speichern kann. Die Rinde wird häufig zur Herstellung von Seilen und Textilien verwendet.

Die Blätter der Affenbrotbäume sind meist handförmig, können je nach Art und Umweltbedingungen jedoch unterschiedlich gestaltet sein. Sie sind oft sommergrün und fallen während der Trockenzeit ab, um Wasser zu sparen.

Was die Blüte betrifft, bilden Affenbrotbäume große, weiße Blüten (außer A. madagascariensis, die rot blüht), die meist herabhängen. Diese Blüten werden hauptsächlich von Fledermäusen bestäubt und öffnen sich gewöhnlich nachts. Ihre Lebensdauer ist sehr kurz: Sie überleben nur eine Nacht.

Blätter und Blüte von Andasonia

Der belaubte Baum während der Regenzeit. Rechts Blüte und Blätter.

Auf die Blüte folgt die Fruchtbildung mit länglichen, ovalen Früchten, die von einer samtigen Schale bedeckt sind. Die Früchte enthalten ein nährstoffreiches, getrocknetes Fruchtfleisch, das in Nahrungsergänzungsmitteln und Getränken verwendet wird.

Früchte und Samen von Andasonia

Früchte und Samen des Affenbrotbaums

Auch die Wurzeln der Affenbrotbäume sind an das Überleben in schwierigen Lebensräumen angepasst. Sie können Wasser aus großer Tiefe aufnehmen und ergänzen damit ihre Fähigkeit, Wasser im Stamm zu speichern. Einige Arten entwickeln außerdem oberflächennahe Wurzeln, um Regenwasser bei Verfügbarkeit schnell aufzunehmen.

Zur Fortpflanzung haben einige Affenbrotbäume Strategien entwickelt, die ihre Überlebenschancen erhöhen. So sind die Samen mancher Arten sehr hart und müssen angeritzt oder anderweitig behandelt werden. Dieser Vorgang wird als Skarifizierung bezeichnet und verbessert die Keimung.

Adansonia spielen in ihrem natürlichen Lebensraum auch eine wichtige ökologische Rolle. Sie dienen zahlreichen Tieren als Wasser- und Nahrungsquelle und haben sogar symbiotische Beziehungen zu bestimmten Arten entwickelt. Vögel wie Madenhacker finden beispielsweise Schutz in ihren Zweigen und helfen im Gegenzug, Parasiten fernzuhalten.

Außerdem ist zu beachten, dass die verschiedenen Adansonia-Arten besondere Anpassungen an ihre Umwelt entwickelt haben. So besitzt Adansonia grandidieri aus Madagaskar einen dünneren und schlankeren Stamm als Adansonia digitata vom afrikanischen Kontinent. Dies ist eine Anpassung an die unterschiedlichen klimatischen und ökologischen Bedingungen ihrer jeweiligen Lebensräume.

Aufgrund ihrer langen Lebensdauer sind einige Affenbrotbäume für die örtlichen Gemeinschaften auch von großer kultureller und spiritueller Bedeutung. Sie gelten häufig als „Palaverbäume“, unter denen Gemeinschaftstreffen und Zeremonien stattfinden.

Einige besondere Arten

[produkt sku=”89877″ blog_description=”Madagaskars wohl schönster Affenbrotbaum: massiver, glatter, glänzender Säulenstamm mit Wasserspeicher und breite, ausgebreitete Schirmkrone.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”89876″ blog_description=”Affenbrotbaum aus Afrikas Trockengebieten, leicht im Haus wie ein Kaktus zu kultivieren. Massiver Wuchs und flaschenförmig verdickter Stamm.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”89878″ blog_description=”Australischer Affenbrotbaum, kleiner als afrikanische und madagassische Arten: flaschenförmiger Stamm, runde Krone, sommergrüne Blätter fallen im Winter.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”89879″ blog_description=”Madagassischer Affenbrotbaum: massiver, zylindrisch bis verdickter Stamm, lichte, unregelmäßige Krone und aufrechte rosa-rote Blüten mit langen gelben Staubblättern.” template=”listing1″ /]

Affenbrotbaum pflanzen

Wo pflanzen?

Diese majestätischen Bäume stammen aus trockenen tropischen Regionen und sind daher an heiße, aride Klimate gut angepasst.

In warmen, trockenen Regionen kann man eine Pflanzung ins Freiland versuchen. Wichtig ist, einen gut drainierenden Boden zu wählen, damit sich kein Wasser an den Wurzeln staut und Fäulnis verursacht. Sandiger Boden ist daher ideal. Achten Sie außerdem darauf, dass der Baum ausreichend Platz hat – nicht nur für seine oberirdische Entwicklung, sondern auch für sein Wurzelsystem, das sich weit ausbreiten kann. Was den Standort betrifft, bevorzugen Baobabs volle Sonne. Vermeiden Sie schattige oder zu feuchte Plätze. Empfehlenswert ist zudem ein windgeschützter Standort, da die Bäume trotz ihres robusten Aussehens empfindlich auf extreme Wetterbedingungen reagieren können.

Wichtig! Einen Adansonia in Frankreich oder Belgien zu pflanzen, ist natürlich eine echte Herausforderung, da sich diese tropischen Bäume in warmen, trockenen Klimaten wohler fühlen. Daher werden sie im Topf kultiviert und müssen ins Haus geholt werden, sobald die Temperaturen unter 10 °C sinken. Achten Sie darauf, dass der Topf groß genug für das Wurzelsystem des Baobabs ist, und sorgen Sie für eine gute Drainage.

Baobab-Pflanzung

Baobabs mit ihrer einzigartigen Silhouette in ihrer natürlichen Umgebung

Welchen Topf wählen?

Es empfiehlt sich, mit einem Topf von mindestens 40 bis 50 cm Durchmesser und Tiefe zu beginnen. Das reicht für eine gute Entwicklung der Wurzeln aus, ohne sie einzuengen. Nach einigen Jahren müssen Sie Ihren Adansonia in einen größeren Topf umpflanzen, sobald der Baum wächst.

Auch das Material des Topfes ist wichtig. Terrakottatöpfe werden häufig empfohlen, da sie eine bessere Belüftung des Bodens ermöglichen und die Drainage verbessern – zwei entscheidende Faktoren für die Gesundheit Ihres Baobabs. Vermeiden Sie Kunststoff- oder Metalltöpfe, die wenig Luft an die Wurzeln lassen und zu viel Feuchtigkeit speichern können.

Achten Sie schließlich darauf, dass der Topf über ausreichend große Abzugslöcher verfügt, damit sich am Boden kein Wasser staut und Wurzelfäule verursacht. Eine gute Drainage ist für diese Art, die trockene Bedingungen bevorzugt, unerlässlich.

Wann pflanzen?

Wenn Sie einen Adansonia im Haus kultivieren, können Sie ihn das ganze Jahr über im Topf pflanzen, sofern Sie ihm ausreichend Licht und Wärme bieten. Steht Ihr Baobab bereits seit mehreren Jahren im Topf und möchten Sie ihn lediglich in ein größeres Gefäß umpflanzen, ist der Beginn des Frühjahrs dafür ideal.

Wie pflanzt man einen Baobab?

Die Wahl der Blumenerde ist entscheidend für den Erfolg bei der Kultur eines Adansonia oder Baobabs im Topf. Diese tropische Art stammt aus ariden Regionen und bevorzugt daher einen gut drainierenden Boden. Eine Mischung aus Blumenerde für Kakteen oder Sukkulenten ist ein guter Ausgangspunkt. Diese Blumenerden bestehen meist aus Materialien wie Sand, Perlite und organischem Kompost, die für eine gute Drainage sorgen. Sie können die Mischung auch selbst herstellen, indem Sie einen Teil Universalerde, einen Teil groben Sand und eine kleine Menge Perlite oder Vermiculit kombinieren. Diese Zusammensetzung verhindert übermäßige Staunässe und verbessert die Belüftung der Wurzeln.

  • Geben Sie eine Schicht Blähton oder Kies auf den Topfboden, um die Drainage zu verbessern.
  • Füllen Sie den Topf teilweise mit Ihrer Blumenerde-Mischung und setzen Sie Ihren Adansonia so ein, dass der Wurzelballen auf gleicher Höhe mit dem oberen Topfrand liegt. Füllen Sie anschließend die verbliebenen Hohlräume mit der restlichen Blumenerde auf.
  • Gießen Sie direkt nach dem Pflanzen mäßig, um die Blumenerde anzufeuchten. Lassen Sie den Boden anschließend zwischen den Wassergaben abtrocknen, um Wurzelfäule zu vermeiden.
  • Stellen Sie den Topf an einen sonnigen, möglichst windgeschützten Platz.

Rückschnitt und Pflege

Bewässerung

Der Affenbrotbaum verträgt Trockenheit gut. Gießen Sie mäßig und lassen Sie die Blumenerde zwischen den Wassergaben abtrocknen. Im Winter verringern Sie die Häufigkeit noch weiter.

Rückschnitt

Ein Rückschnitt ist bei Affenbrotbäumen im Topf meist nicht erforderlich, außer Sie entdecken abgestorbene oder kranke Zweige. Verwenden Sie in diesem Fall eine saubere, scharfe Gartenschere für einen glatten Schnitt.

Pflege

Topfen Sie Ihren Affenbrotbaum alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr um und wählen Sie dabei ein etwas größeres Gefäß, um ein gesundes Wachstum zu fördern. Verwenden Sie gut drainierende Blumenerde, etwa eine Mischung für Kakteen oder Sukkulenten.

Düngung

Verwenden Sie einen ausgewogenen, stickstoffarmen Dünger (N bis höchstens 4), der reich an Phosphor und Kalium ist, und geben Sie ihn während der aktiven Wachstumsphase alle zwei Monate. Dünger für Kakteen oder Sukkulenten sind dafür meist gut geeignet. Auch „Bonsai“-Dünger können wegen ihres niedrigen Stickstoffgehalts eine hervorragende Lösung sein.

Krankheiten und Parasiten

Affenbrotbäume im Topf sind in der Regel robust und wenig anfällig für Krankheiten und Parasiten. Wie jede Pflanze sind sie jedoch nicht vollständig vor Problemen geschützt. Hier finden Sie einige der häufigsten Gesundheitsprobleme, die auftreten können.

Krankheiten

Wurzelfäule wird häufig durch übermäßiges Gießen und eine schlechte Drainage verursacht und kann unbehandelt zum Absterben der Pflanze führen. Das erste Anzeichen ist meist eine Welke der Blätter trotz feuchtem Boden. Nehmen Sie die Pflanze zunächst sofort aus dem Topf, um das Ausmaß der Schäden zu prüfen. Schneiden Sie mit sterilisierten Gartenscheren alle faulen Wurzeln ab und lassen Sie nur gesunde Wurzeln stehen. Topfen Sie die Pflanze anschließend in einen neuen Topf mit guter Drainage und verwenden Sie gut drainierende Blumenerde. Gießen Sie die Pflanze nach dem Umtopfen leicht, damit sich die Blumenerde setzt, vermeiden Sie jedoch übermäßiges Gießen, da dies den Zustand verschlimmern könnte. Stellen Sie die Pflanze während der Erholungszeit an einen warmen, hellen Standort, vermeiden Sie aber direkte Sonne, die sie zusätzlich stressen könnte.

Falscher Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die sich durch graue Flecken auf den Blättern zeigt. Eine gute Luftzirkulation und mäßiges Gießen sind die beste Vorbeugung.

Schädlinge

Schildläuse sitzen auf Blättern und Stängeln und saugen Pflanzensaft. Sie lassen sich mit einem in 90-prozentigem Alkohol getränkten Wattestäbchen entfernen.

Blattläuse sind kleine grüne Insekten, die Pflanzensaft saugen und die Pflanze insgesamt schwächen können. Im Freien werden sie häufig auf natürliche Weise von Nützlingen beseitigt. Andernfalls können ein Wasserstrahl oder ein Insektizid erforderlich sein.

Ungünstige Kulturbedingungen

Gelbe oder blasse Blätter können auf einen Nährstoffmangel hinweisen. Ein ausgewogener Dünger behebt das Problem meist.

Affenbrotbaum vermehren

Aussaat

Die häufigste Methode zur Vermehrung von Affenbrotbäumen ist die Aussaat. Sammeln Sie reife Samen, idealerweise aus einer getrockneten Frucht. Weichen Sie sie etwa 24 Stunden in lauwarmem Wasser ein, damit die Schale weicher wird und die Keimung erleichtert wird. Säen Sie sie anschließend etwa 1 cm tief in gut drainierende Blumenerde. Stellen Sie das Gefäß an einen warmen, hellen Platz und halten Sie den Boden bis zur Keimung leicht feucht. Diese kann einige Wochen bis mehrere Monate dauern.

Stecklingsvermehrung

Obwohl diese Methode wegen des langsamen Wachstums bei Affenbrotbäumen weniger verbreitet ist, ist sie möglich. Schneiden Sie einen etwa 10–15 cm langen Triebsteckling, idealerweise während der aktiven Wachstumsphase der Pflanze. Lassen Sie den Steckling einige Stunden trocknen, um Fäulnis zu vermeiden, und pflanzen Sie ihn anschließend in eine Mischung aus Blumenerde und Sand. Sorgen Sie für ausreichend Feuchtigkeit und stellen Sie den Steckling an einen warmen Platz, bis er Wurzeln bildet.

Beachten Sie, dass die Stecklingsvermehrung riskanter und weniger zuverlässig als die Aussaat ist, besonders bei langsam wachsenden Affenbrotbaum-Arten. Die Aussaat bleibt daher die empfehlenswerteste Methode.

Baobab kombinieren?

Baobab im Topf mit Aloe, Echeverie, Mangave und Kalanchoe kombinieren: Tipps für Standort, Pflege und ausreichend Platz.

Anekdoten

  • Der Affenbrotbaum wird oft als „Baum auf dem Kopf“ bezeichnet, weil seine Zweige wie zum Himmel ragende Wurzeln aussehen. Diese Besonderheit hat zu verschiedenen Legenden geführt, darunter eine, nach der die Götter den Affenbrotbaum verkehrt herum gepflanzt haben sollen.
  • Ein ausgewachsener Affenbrotbaum kann bis zu 120.000 Liter Wasser in seinem Stamm speichern! Dieser Vorrat ermöglicht ihm, Dürreperioden zu überstehen, und wird von der lokalen Bevölkerung manchmal als Wasserquelle genutzt.
  • Fast alle Teile des Affenbrotbaums sind nutzbar. Die Blätter werden als Gemüse gegessen, die Früchte sind reich an Vitamin C und die Rinde wird zur Herstellung von Seilen, Körben und sogar Kleidung verwendet.
  • Affenbrotbäume gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde. Manche Exemplare sollen über 6.000 Jahre alt sein!
  • Affenbrotbäume bilden oft ein eigenes Ökosystem und bieten Lebensraum für zahlreiche Vögel, Säugetiere – insbesondere bestäubende Fledermäuse – und Insekten. In manchen Kulturen gelten sie sogar als „Affenbrotbäume“, unter denen sich die Gemeinschaft versammelt, um zu diskutieren und Entscheidungen zu treffen.

Nützliche Ressourcen

Entdecken Sie unsere Auswahl an Adansonia-Affenbrotbäumen in unserer Online-Baumschule.

Gwenaëlle erwähnt den Affenbrotbaum in Heilige Pflanzen und Bäume weltweit.

Trotz seiner erstaunlichen Robustheit ist der Affenbrotbaum in seinem natürlichen Lebensraum bedroht, insbesondere durch Abholzung und Klimawandel. Wenn Sie mehr erfahren möchten, finden Sie hier einige Artikel zum Thema:

Häufig gestellte Fragen

  • Können Affenbrotbäume drinnen kultiviert werden?

    Adansonia lassen sich bei ungünstigem Außenklima im Haus kultivieren. Sie brauchen 6–8 Stunden direkte Sonne täglich und trockene Phasen: Blumenerde vor dem Gießen völlig austrocknen lassen.

  • Sind Affenbrotbäume frosthart?

    Nein, Baobabs (Adansonia) sind nicht frosthart. Aus Tropen und Subtropen stammend, drohen bei Frost Blattverlust sowie Wurzel- und Stammfäule.

  • Wie lange lebt ein Affenbrotbaum im Topf?

    Affenbrotbaum im Topf: Lebensdauer abhängig von Pflege und Standort. In der Natur Jahrtausende alt, im Haus meist kürzer. Gute Pflege ermöglicht Jahrzehnte.

  • Affenbrotbaum gießen: Wasserbedarf erkennen

    Ob Ihr Affenbrotbaum Wasser braucht, zeigt die Blumenerde: Finger 2–3 cm tief hineinstecken. Ist sie trocken, gießen. Topf anheben: Ist er leicht, ebenfalls gießen.

  • Verlieren Affenbrotbäume im Winter ihre Blätter?

    Die meisten Adansonia-Arten (Affenbrotbäume) sind sommergrün: In Trockenzeit oder Winter verlieren sie Blätter und sparen so Wasser durch weniger Verdunstung.

  • Affenbrotbäume: Blüten oder Früchte im Topf?

    Adansonia bilden im Topf selten Blüten und sogar Früchte, nur bei optimalen Bedingungen. Bei älteren, gut etablierten Bäumen ist es im Topf häufiger.

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Baobab: Pflanzen und Pflegen