Chionochloa pflanzen und pflegen
Inhaltsverzeichnis
Chionochloa kurz erklärt
- Chionochloa ist ein hübsches mehrjähriges Gras aus Neuseeland
- Im Laufe der Jahre bildet das Gras einen Horst aus immergrünen, grünen oder bronzgrünen Blättern
- Bei manchen Arten kann der fedrige Blütenstand bis zu 2 m hoch wachsen
- Chionochloa-Arten gedeihen an sonnigen Standorten in sehr gut durchlässigem Boden
- Die verschiedenen Arten der Gattung sind nur an warmen, trockenen Standorten winterhart
Das Wort unseres Experten
In Kultur selten, sind Chionochloa dennoch sehr schöne, immergrüne Ziergräser. Sie bilden kompakte, runde Horste aus meist grünen, linearen Blättern, bei Chionochloa rubra jedoch auch bronzefarben-grünen, silbrig schimmernden Blättern.
Bei Chionochloa rubra ist die bronzefarbene Blüte eher unscheinbar. Ganz anders bei Chionochloa conspicua und Chionochloa flavicans. Bei diesen beiden Arten hängen sehr große (fast 2 m hohe!), fedrige Rispen mit silbrig-cremefarbenen Blüten elegant über und rund um den Horst.
Chionochloa stammt aus den Bergregionen Neuseelands und Australiens. Daher sind die Gräser relativ winterhart (-10 °C), lieben Sonne, vertragen aber absolut keine winterliche Nässe. An einem warmen, sehr gut drainierten Standort bieten sie Ihnen im Sommer und Herbst ein prachtvolles Schauspiel.
Diese Gräser machen sich in trockenen Steingärten, in einer „australischen“ Wiese oder am Rand eines trockenen Beets hervorragend. Bei milden Wintern und einem eher steinigen, kalkfreien Boden lohnt es sich, Chionochloa zu pflanzen!

Chionochloa rubra
Botanik und Beschreibung
Steckbrief
- Lateinischer Name Chionochloa sp.
- Familie Süßgräser
- Gebräuchlicher Name Chionochloa, Tussock-Gras
- Blüte Juni bis September
- Height während der Blüte bis 2 m
- Exposition Sonne
- Art des Bodens alle frischen, aber sehr gut durchlässigen Böden
- Winterhärte -12 °C
Die Gattung Chionochloa umfasst 25 Arten aus den Bergregionen Neuseelands und Südost-Australiens. Diese Gattung gehört zur Familie der Süßgräser und zur Unterfamilie der Danthonioideen. Der Name „Chionochloa“ stammt aus dem Griechischen: aus Chionos (Schnee) und Chloa (Gras), in Anlehnung an den natürlichen montanen Lebensraum dieser Gräser. Einige Autoren ordnen die Arten von Chionochloa gelegentlich der Gattung Danthonia zu, der sie botanisch offenbar sehr nahestehen.

Chionochloa conspicua, botanische Tafel von 1876
Chionochloa-Arten sind mehrjährige Gräser. Sie bilden große, dichte, steife Horste aus schmalen, zarten und immergrünen Blättern. Die Blätter sind meist grün, können aber auch bronzgrün mit silbrigen Reflexen werden, wie bei Chionochloa rubra.
Die sommerliche Blüte zeigt sich in Rispen mit langen Stielen und mehr oder weniger seidigen Ährchen, die gelegentlich bis zu 2 m hoch werden können, wie bei Chionochloa conspicua oder Chionochloa flavicans. Die trockenen Blütenstände lassen sich für Trockensträuße verwenden.
Chionochloa-Arten gedeihen im Garten, im trockenen Steingarten, am Rand eines trockenen Beets oder in einer etwas wild wirkenden Wiese mit australischem Charakter.
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Chionochloa conspicua - Tussockgras
- Blütezeit August für Oktober
- Höhe bei Reife 2 m
Chionochloa rubra - Tussock-Gras
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 1,50 m
Chionochloa flavicans - Gelbliches Schneegras
- Blütezeit August, September
- Höhe bei Reife 2 m
Chionochloa pflanzen
Wo pflanzen?
Chionochloa ist ein Ziergras, das an einem sonnigen Standort in einem porösen, steinigen und sehr gut durchlässigen, kalkfreien Boden wächst.
Chionochloa ist relativ winterhart: In sehr gut durchlässigem Boden verträgt das Gras Frost bis -10 °C. Staunässe im Winter verträgt es jedoch überhaupt nicht. Achten Sie daher auf einen gut drainierten Boden oder verbessern Sie die Drainage durch Zugabe von Kies oder Blähton beziehungsweise durch eine Pflanzung auf einem Hügelbeet.
Wann pflanzen?
Die Pflanzung erfolgt am besten im Frühjahr, von März bis Mai.

Chionochloa conspicua ©Peganum
Wie pflanzen?
- Lockern Sie den Boden gut auf etwa 20 cm Tiefe;
- Nehmen Sie den Wurzelballen aus dem Topf;
- Heben Sie ein Loch aus, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist ;
- Chionochloa benötigt einen sehr gut durchlässigen Boden: Mischen Sie ruhig etwas Kies oder Blähton unter die Erde, mit der Sie das Pflanzloch auffüllen;
- Setzen Sie den Wurzelballen in die Mitte des Pflanzlochs ;
- Füllen Sie das Loch mit dem Aushub (bei schwerem Boden gegebenenfalls mit etwas Kies vermischt) und drücken Sie die Erde mit den Fingern rund um die Pflanze leicht an;
- Gießen Sie die Pflanze, um mögliche „Luftlöcher“ zwischen Erde und Wurzeln zu vermeiden.
Hinweis: Setzen Sie die Pflanzen mit 60 cm Abstand, damit sie sich gut entwickeln können. Als Pflanzdichte gelten 5 Pflanzen pro m².
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Die Pflege ist sehr einfach: Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Allenfalls lassen sich trockene Blütenstände im Spätwinter zurückschneiden.
Krankheiten und Schädlinge
Die Chionochloas werden von keiner Krankheit und keinem Schädling befallen.
Vermehrung
Horste teilen
Alte Horste können zwischen April und Juni geteilt werden. Heben Sie den Horst mit einer Grabegabel aus der Erde. Teilen Sie ihn mit einem Messer oder der Schneide eines Spatens. Diese Vermehrungsmethode ist jedoch nicht die beste: Beim Teilen verliert dieses Gras seine kugelige Wuchsform. Die Aussaat ist daher vorzuziehen.
Aussaat
Wenn sich die Pflanze bei Ihnen wohlfühlt, entwickeln sich wahrscheinlich einige unerwartete Sämlinge in der Nähe der Mutterpflanzen. Sie können sie für ein natürliches Erscheinungsbild an ihrem Platz lassen oder im Frühjahr an die gewünschte Stelle verpflanzen.
Sie können Chionochloa auch selbst aussäen. Ernten Sie die Samen im Herbst (Oktober–November) für eine warme Aussaat (18–20 °C) im Haus und im Anzuchttopf in einem sehr durchlässigen Substrat (zur Hälfte Aussaaterde, zur Hälfte Flusssand) am Ende des Winters. Die jungen Chionochloa können Sie im April in den Garten pflanzen.

Samen von Chionochloa rubra (© Margaret Donald)
Kombination
Chionochloa liebt Sonne und sehr gut durchlässige Böden. Daher gestalten wir ein kleines, wiesenartiges Beet mit Pflanzen, die ähnliche Standortbedingungen bevorzugen.
Beginnen wir mit einigen Horsten von Chionochloa rubra: Das Laub ist bronzegrün, die eher unauffällige Blüte bronzebraun. Dazu kombinieren wir weitere Gräser und blühende Stauden in Gelb- und Orangetönen, um die warme Farbwirkung zu betonen.
Achillea filipendulina ‘Cloth of Gold’ blüht von Juli bis September leuchtend gelb. Die Blütenstiele können über einen Meter hoch werden und stehen über graugrünem Laub. Ebenfalls gelb blüht die Johanniskamille, eine sehr winterharte, natürlich wirkende Staude – ideal für Steingarten oder trockene Wiese.
Eine Wiese besteht vor allem aus Gräsern. Zu unseren Chionochloa rubra pflanzen wir einige Deschampsia flexuosa ‘Tatra Gold’. Das immergrüne, sehr robuste Gras bringt mit seinem leuchtenden Gelbgrün frischen Schwung ins Beet. Ergänzt wird es durch ein bis zwei Panicum virgatum ‘Shenandoah’. Dessen blaugrüne Blätter färben sich ab Juli an den Spitzen burgunderrot; im Sommer und Herbst kommen auffällig gefärbte, wolkige Blütenstände hinzu.
Warme Farben sind schön, doch etwas Kontrast fehlt. Wie wäre es mit blauen Blüten? Eryngium zabelii ‘Big Blue’ ist dafür ideal: mit kräftigen silbrigen Stängeln und kegelförmigen, grauvioletten Blütenständen, gekrönt von stahlblauen, stacheligen Hochblättern. Verwenden Sie ihn jedoch sparsam – ein bis zwei Mannstreu genügen als Blickfang.

In der Mitte Chionochloa rubra in einer Wiesenpflanzung mit Panicum virgatum ‘Shenandoah’, Anthemis ‘Sancti Johannis’, einigen Eryngium zabelii ‘Big Blue’, Achillea filipendulina ‘Cloth of Gold’ und einigen Deschampsia flexuosa ‘Tatra Gold’
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