Fuchsschwanzgras: Pflanzen, Pflege, Kultivierung
Inhaltsverzeichnis
Wiesen-Fuchsschwanzgras kurz erklärt
- Fuchsschwanzgras ist ein hübsches, sommergrünes Ziergras und bildet dekorative Horste
- Es besitzt leichtes, lichtes Laub
- Im Sommer zeigt es eine attraktive Blüte mit flauschigen Ähren
- Robust und wüchsig gedeiht es an jedem Standort in jedem leichten, frischen Boden
- Sein Wildblumencharme passt gut in einen naturnahen oder ländlichen Garten
Das Wort unserer Expertin
Alopecurus ist ein wildes Gras, das wegen der zylindrischen Form seiner flaumigen Ähren auch Garten-Fuchsschwanz oder Rattenschwanz genannt wird. Aus Wiesen und Weiden entkommen, hält es nun Einzug in unsere Gärten! Nur eine Art wird als Zierpflanze kultiviert. Besonders geschätzt wird das feine, leuchtende, panaschierte Laub von Alopecurus pratensis ‘Aureovariegatus’, einem bemerkenswerten Kultivar des Wiesen-Fuchsschwanzgrases.
Das winterharte, leicht zu kultivierende Gras wächst in Sonne oder Halbschatten und passt sich eher feuchten, zumindest frischen Böden an. Es gedeiht in jedem guten Gartenboden, der im Sommer nicht zu stark austrocknet. Es hat keine Feinde.
Mit seiner lockeren, aber eleganten Silhouette bildet es eine schöne, aufrechte Horstform, die sich nicht ausbreitet. Es wird ins Beet gepflanzt, um eine Einfassung zu betonen oder eine wilde, naturnahe Ecke zu akzentuieren.
Entdecken Sie diese schöne Wiesenpflanze, die Leichtigkeit und Bewegung in den Garten bringt!

Alopecurus arundinaceus (Foto: Matt Lavin)
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Alopecurus
- Gebräuchlicher Name Wiesen-Fuchsschwanzgras
- Blüte Juni bis August
- Height 60 bis 80 cm
- Exposition Sonne, Halbschatten
- Art des Bodens nährstoffreich, locker und frisch
- Winterhärte -15 °C
Alopecurus, auch Fuchsschwanz genannt, ist ein sommergrünes Gras aus der großen Familie der Süßgräser (ehemals Gramineen), das aus den gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Nordafrikas stammt. Die Gattung Alopecurus umfasst 40 krautige, mehrjährige oder einjährige Arten, darunter Alopecurus aequalis, Alopecurus geniculatus, Alopecurus gerardii und Alopecurus myosuroides, das Acker-Fuchsschwanzgras. Alopecurus pratensis, das Wiesen-Fuchsschwanzgras, ist eine Futtergrasart, die in unseren Gärten zu Zierzwecken kultiviert wird. Es handelt sich um eine sehr häufige Art.
Dieses Wiesengras findet man an den Rändern von Feldwegen, auf Wiesen, Feuchtwiesen und Brachland, wo es in Frankreich fast überall spontan wächst. Da sich einige Arten auf allen Kontinenten eingebürgert haben, können sie sich als invasiv erweisen und in bestimmten Regionen der Welt wuchern.

Botanische Tafel (1903)
Alopecurus pratensis ist ein horstbildendes Gras, das sich mit der Zeit ausbreitet, ohne invasiv zu werden. Alle Halme entspringen dem rhizomatösen Wurzelstock und bilden einen aufrechten, zugleich lockeren und dichten Horst von 20 bis 80 cm Höhe, je nach Sorte manchmal bis zu 1 m.
Die schlanken Halme tragen sommergrünes Laub. Die linearen, für Gräser typischen Blätter stehen in einem kräftigen Horst und sind lang, flach oder bandförmig sowie sehr zugespitzt. Das Wiesen-Fuchsschwanzgras erkennt man an der Basis seiner oberen Blätter, die von einer mehr oder weniger blasig aufgeweiteten Blattscheide umgeben sind. Die Blätter sind meist grün. Der Kultivar ‘Aureovariegatus’ zeichnet sich durch grün-goldgelb gestreifte Blätter aus.
Aus diesem grasartigen Laub treiben im Frühjahr oder Sommer blühende Halme, je nach Sorte von Mai bis August. Die Pflanze bildet eine Blüte aus Ähren. An den Enden der Halme erscheinen ährenartige Blütenstände in Rispen. Sie bestehen aus einfachen, länglichen oder zylindrischen Ährchen von 4 bis 12 cm Länge. Diese weniger auffälligen Scheinähren als bei anderen Gräsern sind grünlich bis purpurfarben und mit hervorstehenden weißen oder violetten Staubblättern versehen. Die Spelzen sind entlang des Kiels lang bewimpert. Behaart und seidig erinnern sie unweigerlich an Ratten- oder Fuchsschwänze, daher der Name Alopecurus, der auf Griechisch „Fuchsschwanz“ bedeutet.
Am Ende der Saison dient dieses hübsche Gras als Gründüngung: Es zersetzt sich im Boden und reichert ihn an. Die Pflanzen können nach dem Absterben abgemäht werden. Das Wiesen-Fuchsschwanzgras eignet sich hervorragend für eine sinnvolle Fruchtfolge. Dank seines üppigen Wurzelsystems lockert es außerdem den Boden und hält ihn bei starken Niederschlägen zusammen.

Blütenstände von Alopecurus pratensis (Foto: Andreas Rockstein), von Alopecurus magellanicus sowie Laub von Alopecurus pratensis (Fotos: Matt Lavin)
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10 Gräser, die Sie in Ihrem Garten haben solltenWichtige Arten und Sorten
Alopecurus pratensis Aureovariegatus - Wiesen-Fuchsschwanz
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 60 cm
Pflanzung
Wo pflanzt man Wiesen-Fuchsschwanz?
Der kräftige und bis -15 °C winterharte Alopecurus pratensis wächst in den meisten Regionen. An nicht zu heißer Sonne oder im Halbschatten zeigt er sich von seiner besten Seite. Da die Staude anspruchslos ist, genügt ihr jeder gute Gartenboden, idealerweise frisch bis feucht, in dem sie kräftiger wächst. Pflanzen Sie ihn vorzugsweise an einen Standort, der frisch bleibt und im Sommer nicht zu trocken wird. Er liebt nährstoffreiche, leichte Böden und verträgt winterliche Staunässe. Seine Wurzeln kommen mit feuchten Böden gut zurecht.
Er bildet kräftige Horste, die jeder Bepflanzung Volumen und Leichtigkeit verleihen. Mit seiner luftigen Wuchsform setzt er in jedem naturnahen Garten, in einer Blumenwiese ebenso wie in einem üppigen Beet oder einer verspielten Rabatte, Akzente.
In Gruppen gepflanzt, eignet er sich außerdem hervorragend zur Befestigung von Böschungen, da sein Wurzelsystem die Erosion begrenzt.
Wann pflanzen?
Die Pflanzung ist im Frühjahr von Februar bis April oder im Herbst von September bis November möglich. Frostperioden und große Hitze sollten Sie vermeiden.
Wie pflanzen?
Für eine schöne Gruppenwirkung pflanzen Sie 5 Jungpflanzen pro m². In einer Rabatte halten Sie einen Pflanzabstand von 30 bis 40 cm ein. Bei zu durchlässigem, im Sommer trockenem Boden arbeiten Sie etwas Kompost ein, damit er mehr Feuchtigkeit speichert. Bei zu nährstoffarmem Boden geben Sie zusätzlich organisches Material hinzu.
- Wässern Sie den Wurzelballen vor dem Pflanzen in einem Eimer oder einer Schüssel
- Heben Sie ein etwa doppelt so großes Pflanzloch wie der Wurzelballen aus
- Pflanzen Sie nicht zu tief
- Gießen Sie reichlich
- Mulchen Sie mit organischem Material etwa 5 cm hoch
- Gießen Sie in den folgenden Monaten weiter, besonders bei trockenem Wetter, damit die Pflanze gut anwächst

Alopecurus pratensis (Foto: Andreas Rockstein) und Alopecurus arundinaceus (Foto: Matt Lavin)
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Ziergräser: Welche Sorte wählen?Pflege, Rückschnitt und Tipps
Winterhart und pflegeleicht, benötigt das Fuchsschwanzgras wenig Pflege. Im ersten Sommer nach der Pflanzung bei Hitze und Trockenheit regelmäßig gießen. Der Boden sollte im Sommer frisch bleiben. Mulch nach Bedarf ergänzen.
Im Frühjahr eventuell eine Schaufel reifen Kompost ausbringen.
Im Februar oder März die sommergrüne Grasstaude mit Schere oder Heckenschere bodennah zurückschneiden. Nach dem Einziehen können die Pflanzen gemäht und bei Nutzung als Gründüngung in den Boden eingearbeitet werden.
Zur Verjüngung die Horste nach 3 oder 4 Jahren teilen.
Diese Grasstaude ist krankheitsunempfindlich.
Vermehrung
Die Teilung des Horsts erfolgt im zeitigen Frühjahr und ist die einfachste Methode, Fuchsschwanzgras zu vermehren.
- Heben Sie den Horst mit einer Grabegabel aus.
- Stechen Sie ihn mit einem scharfen Spaten durch, um mehrere Teilstücke mit Rhizomen abzutrennen.
- Pflanzen Sie sie sofort am endgültigen Standort in gut vorbereitetem Boden ein.
- Gießen und mulchen Sie.
⇒Entdecken Sie in unserem Video, wie Sie ein Ziergras teilen.
Kombinieren
Mit ihrem wildromantischen Charme passt die Wiesen-Fuchsschwanzgras gut in einen ländlichen oder naturnahen Garten. Sie kann auch klare, dekorative Szenen in einem modernen Garten akzentuieren.
Wie alle Gräser bringt sie Leichtigkeit und Volumen in den Garten, in naturnahen Wiesen oder in Beeten mit sommerblühenden Stauden. Alopecurus pratensis ‘Aureovariegatus’ zeichnet sich durch grün-gold panaschierte Blätter aus. Mit ihrem grüngelben Laub lässt sie sich leicht mit den leuchtenden Blüten von Wolfsmilch und Fackellilien sowie den Blütenständen von Garbe kombinieren. Für harmonische Farbkontraste mischen Sie sie mit Indigolupine, Rittersporn und Argentinischem Eisenkraut.
In einem schattigen Beet harmoniert sie mit dem dekorativen Laub von Farnen (Cyrtomium fortunei, Polypodium vulgare) zu einer sehr natürlichen Szene, zusammen mit weiteren Gräsern wie Carex oshimensis ‘Everest’ oder ‘Evergold’, Japangras und Rasen-Schmiele. Sie ist eine ausgezeichnete Begleitpflanze für Funkien, Purpurglöckchen und Schlangenbart. Für luftig-lebendige Szenen kombinieren Sie sie mit Federborstengras, Diamant-Reitgras und Stipa tenuissima.

Alopecurus pratensis (in der Mitte), kombiniert mit einem Farn (Cyrtomium fortunei var clivicola), Federgräsern, einer Carex oshimensis ‘Everest’ und Hakonechloa macra
In einer exotisch wirkenden Pflanzung lässt sie sich mit Neuseelandflachs kombinieren. In einer moderneren Gestaltung pflanzen Sie sie neben Phyllostachys aureosulcata ‘Aureocaulis’.

Alopeccurus aequalis (Foto: Matt Lavin)
Nützliche Ressourcen
- Unsere Video-Tipps – Ziergras teilen
- Unser Ratgeber – Ziergräser: Welche Sorte wählen?
- Ein Artikel von Michael – Ziergräser: schneiden oder kämmen
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