Hoya, Porzellanblume: Kultur und Pflege

Hoya, Porzellanblume: Kultur und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 30. Juli 2025  durch Alexandra 17 min.

Porzellanblume kurz erklärt

  • Die Porzellanblume ist eine schöne Zimmerpflanze mit sternförmigen, wachsartigen Blüten
  • Ihr Laub ist sehr dekorativ, grün oder hübsch panaschiert, manchmal herzförmig (Hoya kerrii)
  • Manche Sorten bilden kletternde oder überhängende Triebe und eignen sich ideal für Blumenampeln!
  • Die Blüten verströmen oft einen angenehmen Duft
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Die Porzellanblume, oft auch „Wachsblume“ genannt, ist eine beliebte Zimmerpflanze mit dekorativem Laub und herrlich duftenden Blüten. Sie gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse und wird sowohl für ihre Pflegeleichtigkeit als auch für ihre reiche Blüte unter guten Bedingungen geschätzt.

Die aus Südostasien, Australien und den Pazifikinseln stammende Porzellanblume umfasst zahlreiche Sorten mit grünem oder panaschiertem, lanzettlichem oder herzförmigem Laub (wie bei Hoya kerrii). Oft bildet sie lange, biegsame Triebe und wirkt daher in Ampeln oder an einer Rankhilfe besonders dekorativ. Ihr dickes, glänzendes Laub sowie die Trauben sternförmiger, wachsartiger Blüten verleihen ihr einen einzigartigen Charme.

Die bei Zimmerpflanzenliebhabern sehr beliebte Porzellanblume ist ideal für alle, die eine robuste, außergewöhnliche und äußerst dekorative Pflanze für Büro, Wohnzimmer oder Wohnung suchen.

Das panaschierte Laub einer Porzellanblume

Australische Porzellanblume ‘Lisa’

Botanik und Beschreibung

[fiche_pflanze lateinischer_name=”Hoya sp.” familie=”Hundsgiftgewächse” gebräuchliche_namen=”Porzellanblume, Wachsglocke” blüte=”Vom Frühjahr bis zum Herbst, je nach Sorte und Kulturbedingungen” höhe=”Bis zu 3 m bei kletternden oder hängenden Sorten” standort=”Hell, aber ohne direkte Sonne” boden=”Leicht und drainierend” winterhärte=”Nicht frosthart (mindestens 10 °C)” ausrichtung=”left” /]

Die Hoya stammt aus den tropischen und subtropischen Regionen Südostasiens, Indiens, Australiens und den Pazifikinseln. Sie wächst vor allem in feuchten Wäldern, häufig als Epiphyt, und haftet sich mit ihren windenden Trieben an Baumstämmen fest. Diese Fähigkeit, ohne Erde zu wachsen und Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen, erklärt ihre Toleranz gegenüber leichten, gut drainierten Böden bei der Zimmerkultur.

Die Hoya gehört zur botanischen Familie der Hundsgiftgewächse, ebenso wie das Kleine Immergrün (Vinca minor) und der Oleander (Nerium oleander). Zu dieser Familie gehören auch viele tropische Pflanzen, von denen einige häufig als Zimmerpflanzen kultiviert werden, etwa die Leuchterblume, die Wüstenrose oder die Madagaskarpalme. Die meisten Pflanzen dieser Familie sind giftig und enthalten Alkaloide.

Die Hoyas wurden 1810 von Robert Brown benannt, einem Schotten, der zu den Ersten gehörte, die Hoyas in Kultur einführten. Er benannte sie zu Ehren seines Freundes Thomas Hoy, des Chef-Gärtners des Herzogs von Northumberland.

Die Gattung Hoya umfasst mehr als 500 Arten, dazu kommen zahlreiche Hybride und Kultivare, die von Liebhabern dieser faszinierenden Pflanze entwickelt wurden. Hoyas bieten eine außergewöhnliche Vielfalt an Laub, Blüte und Wuchsform, sodass jeder eine passende Sorte findet!

Die Hoya bildet lange, biegsame Triebe, die herabhängen können (Hoya gracilis, Hoya linearis…), oder klettern (wie bei Hoya australis). Sie kann an einem Stab oder Bogen aufgebunden oder in einer Blumenampel kultiviert werden, aus der ihre biegsamen Triebe anmutig herabhängen. Die Trieblänge variiert je nach Art, kann unter optimalen Kulturbedingungen aber mehrere Meter erreichen.

Das Laub der Hoya gehört zu ihren attraktivsten Merkmalen. Die Blätter sind meist dick und wachsartig. Ihre Farbe ist überwiegend tiefgrün, doch es gibt viele Sorten mit panaschiertem Laub. Bei Hoya carnosa ‘Tricolor’ und Hoya burtoniae ‘Variegata’ sind die jungen Blätter rot oder rosa gefärbt und werden später cremeweiß bis gelb mit grünem Rand. Bei Hoya ‘Flamingo Dream’ ist die Panaschierung umgekehrt: Die dunkelgrünen Blätter sind cremeweiß bis rosafarben umrandet. Bei Hoya callistophylla ist die Blattspreite hellgrün und von dunkelgrünen Blattadern durchzogen, was einen herrlichen Kontrast erzeugt. Einige Hoyas besitzen silbriges Laub, etwa die Sorte Hoya krohniana ‘Eskimo’.

Die Blätter der Hoya sind meist lanzettlich, doch auch hier gibt es besondere Arten. Hoya wayetii besitzt sehr schmale, lange Blätter, Hoya retusa fadenförmige Blätter, während Hoya kerrii wunderschöne herzförmige Blätter trägt – daher auch der Beiname „Herzpflanze“. Ihre sukkulenten Blätter speichern Wasser und machen sie trockenheitsverträglich. Diese Art muss daher seltener gegossen werden als andere. Es gibt sie auch mit panaschiertem Laub: Hoya kerrii ‘Variegata’ besitzt gelb umrandete Blätter, wodurch ihre ungewöhnliche Form noch stärker hervortritt. Am überraschendsten ist wohl Hoya carnosa ‘Compacta’ mit ihren eingerollten Blättern!

Verschiedene Hoya-Sorten

Die Hoya bietet eine große Vielfalt an Laubfarben und -formen. Hoya carnosa ‘Tricolor’, Hoya lacunosa ‘Silver’, Hoya callistophylla, Hoya kerrii, Hoya retusa und Hoya carnosa ‘Compacta’

Die Hoya wird auch für ihre spektakuläre Blüte geschätzt! Sie blüht meist im Frühjahr oder Sommer, abhängig von Sorte und Kulturbedingungen. Mitunter blüht sie mehrmals im Jahr! Ihre Blüten bilden kleine, in Dolden angeordnete Sterne (manchmal bis zu 30 Blüten pro Dolde) und ergeben wunderschöne kleine Blütensträuße. Sie bestehen aus fünf wachsartigen Blütenblättern, in deren Mitte sich eine kleine Krone (Corona) aus Stempel und Staubblättern befindet. Die Dolden sitzen an einem Blütenstiel, der mehrmals Blüten tragen kann. Deshalb sollte man ihn nach dem Verblühen nicht abschneiden.

Die Blütenfarbe variiert je nach Art, liegt aber meist in Weiß- oder Rosatönen. Die Blüten können weiß mit rosafarbenem oder rotem Zentrum sein (wie bei Hoya bella und Hoya kerrii) oder vollständig rosa (Hoya ‘Flamingo Dream’), aber auch cremeweiß, beige, gelb, dunkelrot, purpurfarben oder sogar schwarz sein.

Die Blüten verströmen einen betörenden Duft, der abends oft intensiver wird (in der Natur werden sie von nachtaktiven Insekten bestäubt). Der Duft variiert je nach Art und Kulturbedingungen; Wärme verstärkt ihn meist. Er kann an Vanille, Kakao, Maiglöckchen oder Mandel erinnern.

Detailaufnahme der Hoya-Blüten

Die Hoya wird besonders für ihre zarte Blüte geschätzt. Links die Blüten von Hoya bella, rechts die von Hoya kerrii

Die besten Porzellanblumen-Sorten

Unsere Lieblingssorten
Weitere Sorten zum Entdecken
Hoya bella - Porzellanblume

Hoya bella - Porzellanblume

Hoya bella bildet lange kletternde oder hängende Triebe mit grünen, lanzettlichen Blättern. Die Pflanze trägt schöne, duftende, weiße, innen rosafarbene Sternblüten.
  • Blütezeit Juni für August
  • Höhe bei Reife 60 cm
Hoya kerrii - Herzblatt-Pflanze

Hoya kerrii - Herzblatt-Pflanze

Hoya kerrii begeistert mit ihrem dicken, herzförmigen Laub. Sie bildet zudem duftende Blütendolden: weiß mit roter Mitte.
  • Blütezeit Juni für August
  • Höhe bei Reife 1,20 m
Hoya Eskimo - Porzellanblume

Hoya Eskimo - Porzellanblume

Eine wunderschöne Hoya mit kleinen, grün-silbern panaschierten Blättern. Sie trägt weiße Blütendolden mit gelber Mitte. Hängende Triebe machen sie ideal für Ampeln.
  • Blütezeit Juni für August
  • Höhe bei Reife 90 cm
Hoya Flamingo Dream - Porzellanblume

Hoya Flamingo Dream - Porzellanblume

Diese Hoya bildet lange, hängende Triebe mit grünen, cremeweiß berandeten und rosa nuancierten Blättern. Ihre duftenden, rosafarbenen Sternblüten stehen in Dolden.
  • Blütezeit Juni für August
  • Höhe bei Reife 1,20 m
Hoya callistophylla - Porzellanblume

Hoya callistophylla - Porzellanblume

Hoya callistophylla trägt große, außergewöhnliche Blätter: hellgrün mit dunkelgrüner Blattaderung. Sie bildet Blütendolden in Hellgelb und Rotbraun.
  • Blütezeit Juni für August
  • Höhe bei Reife 2 m
Hoya australis Tricolor - Porzellanblume

Hoya australis Tricolor - Porzellanblume

Diese Hoya begeistert mit leuchtendem Laub aus großen, ovalen bis elliptischen Blättern in Gelb, Grün und Rosa. Ihre Blüte bildet zarte, weiße Dolden.
  • Blütezeit Oktober für Dezember.
  • Höhe bei Reife 1,20 m

 

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Porzellanblume pflanzen?

Wo die Porzellanblume aufstellen?

Da die Porzellanblume eine tropische Pflanze ist, bevorzugt sie einen warmen, hellen Standort ohne intensive direkte Sonne. Ideal sind Temperaturen zwischen 18 °C und 25 °C. Am besten steht sie nahe einem Ost- oder Westfenster mit hellem, indirektem Licht. Vermeiden Sie direkte Nachmittagssonne, die ihre Blätter verbrennen kann, besonders bei Sorten mit empfindlichem Blattwerk. Auch vor kalter Zugluft und Temperaturschwankungen sollte sie geschützt stehen. Ein feuchter Raum wie ein helles Badezimmer eignet sich für manche Arten (z. B. Hoya linearis), meist reicht jedoch die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit im Haus.

Hoya als Hängepflanze

Stellen Sie die Porzellanblume an einen hellen Standort, idealerweise nahe einem Fenster. Sorten mit hängenden Trieben können Sie auch aufhängen!

Wann die Porzellanblume pflanzen?

Die Porzellanblume kann im Frühjahr oder Frühsommer gepflanzt oder umgetopft werden, wenn sie aktiv wächst. So kann sie vor dem Winter gut Wurzeln bilden.

Vermeiden Sie das Umtopfen im Herbst oder Winter, da die Pflanze dann langsamer wächst und sich nur verzögert an den neuen Topf anpasst.

Wie die Porzellanblume pflanzen?

Topf auswählen:

  • Wählen Sie einen Terrakottatopf statt eines Kunststofftopfs, da er die Belüftung der Wurzeln verbessert.
  • Achten Sie auf Abzugslöcher, damit keine Staunässe entsteht, die Wurzelfäule verursachen kann.
  • Ein leicht beengter Topf fördert die Blüte. Wählen Sie daher kein zu großes Gefäß.

Ideales Substrat: 

Die Porzellanblume braucht ein lockeres, drainierendes Substrat, das weder zu nährstoffreich noch zu kompakt ist. Es muss die Wurzeln gut belüften, damit sie nicht faulen. Verwenden Sie Orchideenerde mit etwas Perlite oder mischen Sie ein leichtes Substrat aus etwa 40 % Blumenerde, 20 % Pinienrinde, 20 % Perlite und 20 % Kokosfasern.

Pflanzschritte:

  1. Füllen Sie den Topf mit Substrat und lassen Sie ausreichend Platz für die Pflanze.
  2. Nehmen Sie die Porzellanblume vorsichtig aus dem alten Topf, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
  3. Setzen Sie die Pflanze in den Topf und füllen Sie Substrat um die Wurzeln, ohne es fest anzudrücken.
  4. Gießen Sie leicht, um das Substrat anzufeuchten, ohne die Wurzeln zu durchnässen.

Lassen Sie die Porzellanblume nach dem Pflanzen einige Tage an ihre neue Umgebung gewöhnen, bevor Sie sie erneut gießen.

Lesen Sie auch

Hoya kultivieren

Porzellanblume pflegen?

Die Porzellanblume ist eine relativ pflegeleichte Zimmerpflanze. Für gutes Wachstum und eine reiche Blüte sollten Sie jedoch einige Regeln bei Gießen, Düngen und Standort beachten.

Gießen: Wie oft und wie gießt man die Porzellanblume?

Die Porzellanblume verträgt dank ihrer dicken, wasserspeichernden Blätter relativ gut Trockenheit. Falsches Gießen kann jedoch schnell Probleme verursachen. Während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer empfehlen wir, etwa einmal pro Woche zu gießen und das Substrat zwischen den Wassergaben antrocknen zu lassen. Im Herbst und Winter, wenn sich das Wachstum verlangsamt, reduzieren Sie die Wassergaben auf einmal alle zwei bis drei Wochen.

Verwenden Sie zimmerwarmes, möglichst kalkarmes Wasser, zum Beispiel Regen- oder gefiltertes Wasser. Gießen Sie gründlich, lassen Sie überschüssiges Wasser aber unbedingt ablaufen, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden. Achten Sie auf Anzeichen falschen Gießens: Zu viel Wasser zeigt sich durch weiche oder gelbe Blätter, Wassermangel durch Welke und runzliges Laub.

Eine Porzellanblume gießen

Gießen Sie die Porzellanblume regelmäßig

Düngen: Welcher Dünger für die Porzellanblume?

Für kräftiges Wachstum und eine üppige Blüte sollte die Porzellanblume regelmäßig gedüngt werden. Während der Hauptwachstumszeit im Frühjahr und Sommer kann alle zwei bis drei Wochen ein phosphorreicher Flüssigdünger für Blühpflanzen gegeben werden. Alternativ eignet sich ein ausgewogener Dünger, der sowohl das Blattwachstum als auch die Blütenbildung fördert. Im Herbst und Winter sollten Sie das Düngen einstellen, da die Pflanze in die Dormanz eintritt und keine zusätzlichen Nährstoffe benötigt.

Auch organische Dünger wie Flüssigkompost oder Brennnesseljauche können nützlich sein, sofern sie sparsam eingesetzt werden. Eine Überdüngung kann die Blüte beeinträchtigen, da sie ein übermäßiges Blattwachstum auf Kosten der Blüten fördert.

Wie schneidet man die Porzellanblume?

Die Porzellanblume benötigt keinen regelmäßigen Rückschnitt. Einige Pflegemaßnahmen helfen jedoch, ihre schöne Form zu erhalten und die Blüte anzuregen. Entfernen Sie gelbe oder beschädigte Blätter, damit sich neue Triebe entwickeln können. Um das Wachstum zu begrenzen, besonders bei Kletterpflanzen, dürfen zu lange Triebe leicht eingekürzt werden. Eine wichtige Regel lautet jedoch: Schneiden Sie Blütentriebe nach der Blüte niemals ab, da die Pflanze an denselben Blütenstielen von Jahr zu Jahr erneut blüht. Ein zu starker Rückschnitt kann daher die nächste Blüte verhindern.

Falls ein Rückschnitt nötig ist, führen Sie ihn mit einer sauberen, scharfen Gartenschere durch, um unnötige Verletzungen zu vermeiden. Ein glatter Schnitt oberhalb eines Knotens fördert die Verzweigung und die Bildung neuer Triebe. So entsteht eine dichtere, harmonische Wuchsform.

Der ideale Standort: Licht, Temperatur und Luftfeuchte

Die Porzellanblume ist eine tropische Pflanze und bevorzugt helles, indirektes Licht. Ein Standort an einem Ost- oder Westfenster ist ideal. Steht die Pflanze in voller Sonne, besonders an einem Südfenster, sollten Sie das Licht mit einer Gardine filtern, damit die Blätter nicht verbrennen. Zu wenig Licht kann dagegen das Wachstum bremsen und die Blüte verhindern.

Die Porzellanblume wächst am besten bei 18 bis 25 °C und verträgt keine Temperaturen unter 10 °C. Schützen Sie sie daher vor Zugluft und starken Temperaturschwankungen. Auch die Luftfeuchte beeinflusst ihr Wohlbefinden. Zwar kommt sie mit der trockenen Raumluft zurecht, optimal sind jedoch 50 bis 60 %. Im Winter, wenn die Heizung die Luft austrocknet, können Sie die Blätter leicht besprühen oder eine Schale mit Wasser danebenstellen, um die Luftfeuchte zu erhöhen.

Eine Porzellanblume besprühen

Ihre Porzellanblume freut sich, wenn Sie ihr Laub gelegentlich mit Wasser besprühen!

Rankhilfe: Wie führt man die Triebe?

Je nach Kultur kann die Porzellanblume klettern oder herabhängen. Sie lässt sich daher nach Wunsch formen. Für einen strukturierten Wuchs kann sie an einem Bogen, Rankgitter oder Stab befestigt werden. So lassen sich die Triebe lenken und eine gleichmäßigere Blüte fördern. Wer einen natürlicheren Look bevorzugt, kann sie hängend wachsen lassen, sodass ihre langen Triebe eine schöne grüne Kaskade bilden.

Wann die Porzellanblume umtopfen?

Die Porzellanblume muss nicht oft umgetopft werden. Ein Umtopfen alle 2 bis 3 Jahre genügt, außer wenn Wurzeln aus dem Topf wachsen oder das Substrat erschöpft ist. Wählen Sie jeweils einen nur wenig größeren Topf.

Richtiges Umtopfen fördert gesundes Wachstum und ermöglicht es, zu dichtes oder nährstoffarmes Substrat zu ersetzen.

→ Lesen Sie unsere ausführlichen Tipps unter Wie topft man eine Zimmerpflanze um?
Alles über die Porzellanblume: Was tun nach dem Kauf?

Krankheiten und Parasiten der Porzellanblume

Obwohl die Porzellanblume robust und relativ krankheitsresistent ist, kann sie bei ungünstigen Kulturbedingungen von verschiedenen Problemen betroffen sein. Zu viel Feuchtigkeit, mangelnde Luftzirkulation oder ein Parasitenbefall können ihr Wachstum und ihre Blüte beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, Krankheits- und Befallszeichen zu erkennen, um schnell zu handeln und die Gesundheit der Pflanze zu erhalten.

Häufige Krankheiten der Porzellanblume

Eines der häufigsten Probleme bei der Porzellanblume ist Wurzelfäule, die meist durch zu viel Wasser und eine schlechte Drainage des Substrats verursacht wird. Wenn die Wurzeln ständig feucht sind, beginnen sie nekrotisch zu werden und können die nötigen Nährstoffe nicht mehr aufnehmen. Das Problem zeigt sich durch eine Gelbfärbung der Blätter, allgemeine Welke und manchmal einen unangenehmen Geruch aus dem Boden. Um dies zu vermeiden, muss das Substrat zwischen den Wassergaben unbedingt abtrocknen. Verwenden Sie außerdem ein drainierendes Substrat und einen Topf mit Abzugsloch, durch das überschüssiges Wasser ablaufen kann. Ist bereits Fäulnis vorhanden, sollte die Pflanze umgetopft, beschädigte Wurzeln entfernt und frisches, luftiges Substrat verwendet werden.

Porzellanblume, Kulturproblem, zu viel Wasser, schlechte Drainage

Zu viel Feuchtigkeit kann Pilze auf der Substratoberfläche und eine Gelbfärbung des Laubs verursachen.

Auch Mehltau kann die Porzellanblume befallen. Dieser Pilz entwickelt sich bei übermäßiger Feuchtigkeit und schlechter Luftzirkulation. Die Krankheit ist an einem weißlichen Belag auf den Blättern zu erkennen, die sich anschließend verformen und vorzeitig abfallen können. Um einem Befall vorzubeugen, sollten Sie vermeiden, das Laub beim Gießen zu benetzen, und den Raum, in dem die Pflanze steht, regelmäßig lüften. Bei einem Befall kann ein Mittel auf Schwefelbasis oder mit in Wasser verdünntem Natron angewendet werden, um die Ausbreitung des Pilzes einzudämmen.

Schädlinge der Porzellanblume

Mehrere Schadinsekten können die Porzellanblume befallen, darunter Schildläuse, Blattläuse und Spinnmilben. Schildläuse sind besonders gefürchtete Parasiten, da sie sich an den Trieben und unter den Blättern festsetzen und kleine watteartige Ansammlungen bilden. Sie schwächen die Pflanze, indem sie Pflanzensaft saugen, und verursachen ein verlangsamtes Wachstum sowie eine Gelbfärbung des Laubs. Zur Bekämpfung können Sie die befallenen Stellen mit einem mit 70-prozentigem Alkohol getränkten Wattestäbchen reinigen oder ein Mittel aus in Wasser verdünnter Schmierseife anwenden.

Blattläuse sind zwar seltener, können aber ebenfalls junge Triebe besiedeln und die Pflanze durch das Saugen von Pflanzensaft schwächen. Häufig hinterlassen sie eine klebrige Substanz, den Honigtau, der die Entwicklung von Rußtau fördert. Dieser schwärzliche Pilz beeinträchtigt das Aussehen des Laubs und die Photosynthese. Zur Bekämpfung sprühen Sie Schmierseife auf die befallenen Stellen (15 bis 30 g Schmierseife in einem Liter Wasser verdünnt).

Schließlich sind Rote Spinnen mikroskopisch kleine Spinnmilben, die meist bei zu trockener Luft auftreten. Ihr Befall zeigt sich durch eine allmähliche Gelbfärbung der Blätter sowie feine Gespinste an den Trieben und unter dem Laub. Um eine Ausbreitung zu verhindern, sollte die Luftfeuchtigkeit durch leichtes Besprühen der Pflanze erhöht werden. Vermeiden Sie außerdem eine zu warme und trockene Umgebung. Bei starkem Befall kann ein Mittel auf Neemölbasis oder ein biologisches Akarizid angewendet werden, um die Parasiten zu beseitigen.

Weitere Tipps finden Sie in unseren Merkblättern über Schildläuse, Blattläuse und Rote Spinnen sowie in unserem Artikel Porzellanblume: Welche Krankheiten und Schädlinge treten am häufigsten auf?

Porzellanblume vermehren?

Hoya lässt sich leicht durch Stecklingsvermehrung vermehren – eine einfache und effektive Methode, um aus einem vorhandenen Trieb neue Pflanzen zu gewinnen. So können Sie eine beliebte Sorte originalgetreu vermehren und Stecklinge mit anderen Pflanzenfreunden tauschen. Die Stecklingsvermehrung ist am weitesten verbreitet, doch auch andere Techniken wie das Absenken eignen sich, um Hoya erfolgreich zu vermehren.

Hoya durch Stecklinge vermehren

Die Stecklingsvermehrung ist die einfachste und schnellste Methode, Hoya zu vermehren. Sie erfolgt am besten im Frühjahr oder Sommer, wenn die Pflanze kräftig wächst. Wählen Sie dafür einen gesunden, kräftigen Trieb mit mindestens zwei bis drei Knoten.

  • Schneiden Sie mit einer sauberen, desinfizierten Gartenschere ein etwa 10 bis 15 cm langes Triebstück ab. Der Schnitt sollte direkt unterhalb eines Knotens erfolgen, da sich dort am ehesten Wurzeln bilden.
  • Entfernen Sie die unteren Blätter, damit sie nicht ins Wasser oder Substrat eintauchen und faulen.

Nach der Vorbereitung können Sie den Steckling im Wasser oder direkt in einem lockeren Substrat bewurzeln. Die Bewurzelung im Wasser ist sehr beliebt, da sich die Wurzelbildung dabei leicht beobachten lässt:

  • Stellen Sie den Trieb in ein Glas mit Wasser bei Zimmertemperatur. Mindestens ein Knoten sollte dabei unter Wasser liegen.
  • Wechseln Sie das Wasser regelmäßig, um die Vermehrung von Bakterien zu verhindern.
  • Nach einigen Wochen bilden sich erste Wurzeln. Sobald sie etwa 3 bis 5 cm lang sind, pflanzen Sie den Steckling in einen Topf mit gut drainierendem Substrat.

Sie können die Triebe auch direkt in mit Substrat gefüllte Töpfe pflanzen:

  • Setzen Sie den Steckling direkt in eine Mischung aus lockerer Blumenerde, Perlite und Pinienrinde.
  • Gießen Sie mäßig, damit die Feuchtigkeit konstant bleibt, ohne Staunässe zu verursachen.
  • Für eine gute Bewurzelung stellen Sie den Steckling unter eine Haube oder in einen durchsichtigen Plastikbeutel. So entsteht ein Treibhauseffekt, der die Luftfeuchtigkeit erhöht.
  • Nach drei bis vier Wochen erscheinen die ersten Wurzeln und die Pflanze beginnt, neue Triebe zu bilden.
Hoya durch Stecklinge vermehren, Porzellanblume

Ein Hoya-Steckling

Hoya durch Absenken vermehren

Das Absenken ist eine weitere effektive Methode, Hoya zu vermehren, besonders bei Sorten mit langen, biegsamen Trieben. Dabei wird ein Trieb zur Wurzelbildung angeregt, während er mit der Mutterpflanze verbunden bleibt.

  • Wählen Sie einen kräftigen Trieb aus und legen Sie ihn auf einen mit Substrat gefüllten Topf, ohne ihn von der Pflanze zu trennen.
  • An der Stelle, an der sich Wurzeln bilden sollen, ritzen Sie den Trieb leicht ein, um die Wurzelbildung anzuregen.
  • Bedecken Sie diese Stelle mit Substrat und halten Sie es gleichmäßig feucht.
  • Nach einigen Wochen bilden sich an der abgesenkten Stelle neue Wurzeln.
  • Sobald die neue Pflanze gut bewurzelt ist, trennen Sie sie von der Mutterpflanze und pflanzen sie in einen eigenen Topf.

Mehr dazu in unserer Anleitung: Porzellanblume, Hoya: einfach durch Stecklinge vermehren

Hoya durch Absenken vermehren, Porzellanblume

Hoya durch Absenken vermehren

Porzellanblume in Szene setzen: passende Pflanzen

Die Hoya harmoniert gut mit anderen tropischen Pflanzen, die helles Licht und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugen. Für eine Dschungelatmosphäre in Ihrem Zuhause kombinieren Sie sie mit Pflanzen mit üppigem Laub, etwa dem Fensterblatt, dessen große, dekorativ geschlitzte Blätter besonders attraktiv sind. Denken Sie auch an Pfeilblatt, Korbmarante, Grünen Heinrich und Efeutute. Ebenso können Sie sie mit Orchideen kombinieren, die ähnliche Ansprüche an Substrat und mäßiges Gießen haben.

Wird die Hoya als Hängepflanze kultiviert, lässt sie sich mit anderen hängenden Pflanzen wie Binsenkaktus, Leuchterblume oder Umenpflanze kombinieren, die einen ästhetischen Pflanzenschleier bilden. Diese Pflanzen benötigen ebenfalls ein gut drainiertes Substrat und mäßiges Gießen. Für einen urbanen Dschungeleffekt können Sie sie auch mit Aufrechtem Schwertfarn (Nephrolepis exaltata) kombinieren. Sein zartes, fein gegliedertes Laub wirkt besonders leicht.

Kombinieren Sie ruhig verschiedene Hoya-Sorten, denn sie bieten eine große Vielfalt an Blättern und Blüten! Für interessante Kontraste lässt sich etwa Hoya carnosa ‘Krimson Queen’ mit weiß und rosa panaschiertem Laub neben Hoya obovata mit rundlichen, silbrig gefleckten Blättern pflanzen. Auch Hoya linearis mit langen, herabhängenden Trieben bildet neben Hoya compacta ein schönes Gleichgewicht. Deren gedrehte Blätter sorgen für eine originelle Struktur.

Hoya und Zimmerpflanzen kombinieren

Kombinieren Sie verschiedene Hoya-Sorten miteinander und ergänzen Sie sie durch weitere Zimmerpflanzen mit dekorativem Laub, etwa Zehrwurz

Mit Stellflächen und Gefäßen gestalten

Die Hoya eignet sich dank ihrer Fähigkeit zu klettern oder als Hängepflanze herabzuhängen für verschiedene Einrichtungsstile. Für einen besonders schönen Effekt können Sie eine Hoya mit langen, herabhängenden Trieben wie Hoya gracilis oder Hoya krohniana in einen von Makramee gehaltenen Keramiktopf hängen. Auf einem Wandregal sorgt eine Hoya im Topf auf einem Treibholzständer für eine natürliche, minimalistische Wirkung.

Kletternde Hoyas wie Hoya australis lassen sich an einem Metallbogen emporleiten und bilden so eine elegante, stilvolle Pflanzenstruktur. Ein Bambusspalier oder eine Holzleiter gibt den Trieben ebenfalls eine Wuchsrichtung und setzt einen dekorativen Akzent.

Hoya mit kletternden oder herabhängenden Trieben

Sie können die Triebe der Hoya an einer Rankhilfe emporleiten oder sie herabhängen lassen, wenn Sie sie als Hängepflanze kultivieren!

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→ Zahlreiche Bücher über Zimmerpflanzen sind erhältlich. Wir empfehlen: Die Enzyklopädie der Zimmerpflanzen von Solène Moutardier, erschienen bei Ulmer.

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Hoya, Porzellanblume: Pflege und Kultivierung