Kleines Präriegras: Pflanzung und Pflege
Inhaltsverzeichnis
Schizachyrium kurz erklärt
- Das Bartgras zählt dank seines wechselnden Blattfärbung zu den schönsten Ziergräsern
- Es liebt die Sonne und bildet anmutige, aufrechte, farbenprächtige Horste
- Kräftig und winterhart trotzt es Kälte und Hitze und wächst in trockenem oder gut durchlässigem Boden
- Auch mitten im Winter bleibt es attraktiv
- Ideal für Trockengärten, karge Böden und die Kultur im Topf
Das Wort unserer Expertin
Schizachyrium scoparium, auch als Blaugraues Präriegras oder früher als Andropogon bekannt, ist ein noch viel zu selten verwendetes mehrjähriges Ziergras in unseren Gärten. Dabei gehört es zu den schönsten! Geschätzt wird es für sein dekoratives Laub, das im Laufe der Jahreszeiten seine Farbe verändert. Im Sommer blaugrün, schmückt es sich im Herbst mit flammenden Orange-, Rost-, Rot-, Bronze- und Violetttönen. Dieses Ziergras mit seinen farbenfrohen, leichten Horsten, die beim kleinsten Windhauch zittern, verdient einen Platz in unseren Gärten.
Von der Sorte ‘Blue Heaven‘ über ‘Prairie Blues’ bis zu ‘Standing Ovation’ sind alle vom Sommer bis in den Herbst und sogar mitten im Winter wunderschön. Denn anders als andere Ziergräser bleiben die Horste des Schizachyrium stolz aufrecht, ohne auseinanderzufallen, und zeigen in der oft weniger lichtreichen Jahreszeit warme Farbtöne.
Völlig winterhart und an schwierige Bedingungen gewöhnt, weder zu groß noch zu klein, fühlt sich dieses Präriegras aus Nordamerika in jedem Garten wohl – vom naturnahen bis zum modernen.
Es trotzt Wind und Trockenheit und passt sich perfekt trockenen und/oder mageren Böden an. Nur zu nährstoffreiche und zu feuchte Böden mag es nicht. Auch die Pflege ist denkbar einfach: Im Spätwinter den Horst einfach bodennah zurückschneiden.
Verleihen Sie Ihren Strauch- und Staudenbeeten mit diesem äußerst dekorativen Ziergras eine leichte, strahlende Note!

Schizachyrium scoparium: Herbstlaub, in der Mitte im Sommer, rechts der Kultivar ‘Standing Ovation’ (Foto: The Plantography Project)
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Schizachyrium scoparium
- Familie Süßgräser
- Gebräuchlicher Name Besen-Schizachyrium
- Blüte August bis Dezember
- Height 0,45 bis 1,20 m
- Exposition Sonne
- Art des Bodens gut durchlässig, leicht
- Winterhärte -20 °C
Das Schizachyrium, allgemein als Besen-Schizachyrium bezeichnet und früher Andropogon genannt, ist ein mehrjähriges Gras aus der Familie der Süßgräser, zu der zahlreiche Gräser gehören. Es wächst weltweit wild auf Wiesen, insbesondere in Nordamerika. Die Gattung Schizachyrium umfasst etwa 100 Arten, von denen nur Schizachyrium scoparium und seine zahlreichen Kultivare im Handel erhältlich sind. Jeder Kultivar unterscheidet sich in Größe, Form und Blattfarbe und bietet subtile Nuancen.
Die Pflanze bildet eine aufrechte, sich recht langsam ausbreitende Horstform. Je nach Sorte erreicht sie während der Blüte eine Höhe von 40 cm bis 1,20 m und eine Breite von etwa 50 cm.
Aus einer grundständigen Rosette bildet Schizachyrium einen dichten Busch mit aufrechten Halmen. Die Blätter sind weich, linear, sommergrün und 20 bis 50 cm lang. Die Sorte ‘Ha Ha Tonka’ zeichnet sich durch steife, seidige Haare entlang ihrer Halme aus.
Schizachyrium beeindruckt mit seinem Laub, das im Laufe der Jahreszeiten seine Farbe verändert und sich im Herbst geradezu entzündet. Im Frühjahr ist es blaugrün und färbt sich mit sinkenden Temperaturen allmählich orange oder gelb. Gegen Ende der Saison wechselt es je nach Kultivar zu Orangebronze, Rostbraun oder beispielsweise bei der Sorte ‘Blue Heaven‘ zu Purpurrot oder bei ‘Standing Ovation’. zu leuchtendem Rot.
Aus diesem flammenden Laub ragen im Spätsommer oder Herbst unscheinbare Blütenstände in Form 3 bis 15 cm langer, gefiederter oder seidiger Ährchen hervor. Sie sind zunächst weiß und werden bei Reife aschgrau, purpurfarben oder beige, bevor sie sich purpurbraun färben.
Im Spätherbst trocknen die Blätter und Ährchen ein und bleiben einen großen Teil des Winters erhalten, sodass sie ein eindrucksvolles Bild bieten, wenn sich Raureif um sie legt. Sie sind weder wirklich immergrün noch wirklich sommergrün – man spricht von einem marzeszenten Laub. So bleibt dieses Gras während eines großen Teils der Wintersaison dekorativ. Außerdem bleibt es erfreulicherweise bis tief in den Winter aufrecht, ohne auseinanderzufallen.

Schizachyrium scoparium zeigt im Herbst prächtige Färbungen. Rechts erscheint die luftige Blüte bereits ab September.
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10 Gräser, die Sie in Ihrem Garten haben solltenWichtigste Sorten
Schizachyrium scoparium - Blaugraues Präriegras
- Blütezeit Oktober für Dezember.
- Höhe bei Reife 80 cm
Schizachyrium scoparium Prairie Blues - Blaugraues Präriegras
- Blütezeit Oktober für Dezember.
- Höhe bei Reife 80 cm
Schizachyrium scoparium Standing Ovation - Blaugraues Präriegras
- Blütezeit Oktober für Dezember.
- Höhe bei Reife 1,20 m
Schizachyrium scoparium Blue Heaven - Blaugraues Präriegras
- Blütezeit September, Oktober
- Höhe bei Reife 80 cm
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Bartgras pflanzen
Wo Schizachyrium pflanzen?
Schizachyrium gehört zu den widerstandsfähigsten Ziergräsern. Das Präriegras aus Nordamerika ist bis -20 °C winterhart. An Konkurrenz und schwierige Bedingungen in seiner Heimat gewöhnt, verträgt es Kälte, Wind, Salz, Luftverschmutzung und sommerliche Trockenheit. Es fürchtet nur zu feuchte Böden im Winter, in denen es eingeht. Es braucht Licht und wächst in voller Sonne besonders kräftig, verträgt aber auch leichten Schatten. Es bevorzugt nährstoffarme, sogar magere Böden, auch trockene oder sandige, die in jedem Fall sehr gut drainierend sein sollten.
Geben Sie ihm einen schönen, freien und sonnigen Standort: Innerhalb weniger Jahre entwickelt es sich zu großen, aufrechten, luftigen und farbenprächtigen Horsten.
Es findet seinen Platz im Trockengarten oder Kiesgarten, an den unwirtlichsten Stellen, als Solitär oder in lockeren Gruppen, um Höhe, Volumen und Struktur zu schaffen. Es eignet sich für große Beete, trockene Steingärten und Naturwiesen, als Einfassung eines naturnahen Weges oder auch für einen großen Topf auf der Terrasse.

Schizachyrium scoparium im Vordergrund, kombiniert mit Balkan-Bergminze und Amsonias hubrichtii (Foto: KM)
Wann Schizachyrium pflanzen?
Schizachyrium wird ab März im Frühjahr gepflanzt, damit es vor dem Sommer gut einwurzeln kann. In warmem, trockenem Klima ist auch eine Pflanzung im Herbst möglich. Vermeiden Sie in jedem Fall Pflanzungen während Frostperioden oder großer Hitze.
Wie Schizachyrium scoparium pflanzen?
Im Freiland
Es wird einzeln oder in großen Gruppen gepflanzt. Für ein großes Beet rechnen Sie mit 4 bis 5 Pflanzen/m². Der Boden muss gut drainierend sein und darf im Winter keine Staunässe halten. Geben Sie bei der Pflanzung weder Kompost noch Dünger hinzu. Um die Drainage in zu schwerem oder lehmigem Boden zu verbessern, mischen Sie einige Handvoll Kies unter.
- Heben Sie ein Loch aus, das dreimal so groß wie der Wurzelballen ist
- Lockern Sie die Erde gut und mischen Sie etwas Flusssand unter
- Legen Sie eine Drainageschicht auf den Grund des Pflanzlochs
- Setzen Sie den Wurzelballen mittig ins Loch
- Drücken Sie die Erde leicht an
- Gießen Sie nach der Pflanzung reichlich
Im Topf
Auch die Kultur im Topf ist möglich, sofern der Topf ausreichend groß ist. Ein Durchmesser von mindestens 20 cm pro Pflanze ist ein guter Anfang. Nach einem Jahr topfen Sie die Pflanze in einen größeren Topf um. Das Substrat sollte leicht sein. Sie können mehrere Kultivare zusammen pflanzen, sofern Sie die Größe des Gefäßes entsprechend anpassen.
- Bringen Sie eine Drainageschicht aus Kies oder einer Mischung aus Steinen auf den Topfboden
- Pflanzen Sie in eine Mischung aus je einem Drittel Gartenerde, Sand und Kies
- Gießen Sie bei der Pflanzung und danach regelmäßig
- Stellen Sie den Topf in die volle Sonne
Lesen Sie auch
Ziergräser: Welche Sorte wählen?Pflege, Rückschnitt & Pflege
Das Kleine Präriegras ist eine robuste Ziergrasart, ideal für trockene, genügsame und pflegeleichte Gärten. Außerdem wird es nicht von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Eine Düngung ist ebenfalls nicht nötig. Im Frühjahr und Sommer nur sehr sparsam gießen. Sobald es gut eingewurzelt ist, braucht es keine Bewässerung mehr, da es trockenheitsverträglich ist. Pflanzen im Topf sollten Sie jedoch gießen, da sie besonders bei warmem Wetter mehr Wasser benötigen. Außerdem müssen sie jährlich oder alle zwei Jahre umgetopft werden.
Das Laub wird am Ende des Winters zurückgeschnitten: Kürzen Sie die Horste mit einer Gartenschere oder Heckenschere auf 20 cm über dem Boden.
⇒ Lesen Sie dazu Michaëls Tipps: Ziergräser: Rückschnitt oder Kämmen

Schizachyrium scoparium links in einem Beet mit Hydrangeas quercifolia ‘Alice’ (Foto: KM) und rechts im Herbst, von Tau bedeckt und sehr leuchtend (Foto: Jacki Dee)
Vermehrung: Teilung von Staudenhorsten
Wie die meisten Gräser lässt sich Schizachyrium leicht durch Teilung vermehren. Aussaat im Frühjahr ist nach Stratifikation ebenfalls möglich.
Im Frühjahr eine gut bewurzelte, mindestens 4 bis 5 Jahre alte Pflanze teilen.
- Horst ausgraben und mit grobzahniger Säge oder Spaten teilen
- Sofort in Topf oder Beet pflanzen
- Reichlich gießen
Verwendung und Kombinationen im Garten
Mit seinem schimmernden, fast das ganze Jahr über aufrechten Laub bringt Schizachyrium scoparium Glanz und Struktur in den Garten. Seine leichten, malerischen Horste wirken sowohl in naturnahen als auch in moderneren Gestaltungen. In großen Beeten lässt es sich problemlos mit zahlreichen Sommer- oder Herbstblühern kombinieren.
Sie können einen Gräsergarten anlegen, indem Sie es mit anderen Süßgräsern wie Federgras, Schwingel, Schmiele, Chinaschilf, Segge oder Federborstengras kombinieren. Gemeinsam bilden sie einen Rahmen für die farbenfrohen Sommerblüten von Sonnenhüten, Verbena bonariensis oder Fackellilien, die für Kontraste sorgen oder eine harmonische Verbindung kräftiger Farbtöne schaffen. Um ein Beet auszugleichen, können Sie es mit luftigeren Stauden wie Schmuckkörbchen, Ysop, Katzenminze oder Strauch-Salbei kombinieren. In naturnahen Gärten setzt es neben Stockrosen einen Kontrast der Formen.

Schizachyrium scoparium (unten links) im Gräserbeet mit: Festuca mairei (oben rechts), Pennisetum alopecuroides ‘Black Beauty’ (oben mittig), Carex buchananii ‘Viridis’ (unten mittig), Stipa barbata (oben rechts) und Deschampsia cespitosa ‘Pixie Fountain’ unten rechts
Seine aufrechte Gestalt und seine Genügsamkeit machen es zum idealen Partner für Pflanzen, die wie es selbst Sonne und gut drainierende Böden mögen, etwa Mannstreu und Silbriger Beifuß mit bläulichen Farbtönen.
Am Weg kombinieren Sie es mit spät blühenden Stauden wie Hybriden der Königskerze, Herbst-Fetthennen, Sonnenbraut und winterharten Chrysanthemen.
Betonen Sie sein Laub neben Bäumen und Sträuchern mit Herbstfärbung wie Perückensträuchern.
In einem ausreichend großen Topf kombinieren Sie es mit Fetthennen, die einen Kontrapunkt zur aufrechten Gestalt des Schizachyrium bilden.
→ Entdecken Sie weitere Ideen zur Kombination mit Schizachyrium in unserem Ratgeber!
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