Wassermelone: säen, pflanzen, anbauen, ernten
Inhaltsverzeichnis
Wassermelone kompakt
- Die Wassermelone ist eine Gemüsefrucht aus der Familie der Kürbisgewächse, die im Sommer wegen ihres erfrischenden, süßen Geschmacks sehr beliebt ist.
- Für gute Früchte braucht die Wassermelone eine lange Periode mit Wärme und Sonne – noch mehr als die Melone.
- Der Anbau empfiehlt sich im Süden Frankreichs; weiter nördlich sollte sie im Gewächshaus kultiviert werden.
- Sie wird ab Mitte März im Anzuchttopf und an einem warmen Ort ausgesät und nach den letzten Frostgefahren Mitte Mai ins Beet gepflanzt.
- Die Ernte der Wassermelone beginnt im Juli oder August. Sie trägt etwa zwei Monate lang neue Früchte.
Das Wort unseres Experten
Die Wassermelone ist ein erfrischendes Gemüseobst aus der Familie der Kürbisgewächse. Sie wurde bereits vor Christi Geburt im Niltal angebaut, wie Fresken in Pharaonengräbern belegen. Das Gemüse benötigt viel Wärme, Sonne und Wasser. Daher wird es in Frankreich vor allem in der Region PACA und in Okzitanien angebaut. Zwar ist der Anbau dort einfacher und empfehlenswerter, doch wächst die Wassermelone auch weiter nördlich. In diesen gemäßigteren Regionen empfiehlt sich der Anbau im Gewächshaus oder die Wahl besser geeigneter Sorten wie ‘Premier Rayon de Lune’ und ‘Sugar Baby’. Sie können auch ‘Charleston Grey’ mit großen, bis zu 15 kg schweren Früchten testen oder ‘Crimson Sweet’, eine gegen zwei häufige Pilzkrankheiten resistente Sorte mit Früchten von bis zu 10 kg.
Wie bei anderen Kürbisgewächsen gilt: Der Boden muss reich an organischer Substanz sein, damit kräftige Jungpflanzen und große Früchte entstehen. Leichte, überwiegend sandige oder lehmige Erde ist ideal; für optimales Wachstum sollte sie stets frisch bleiben. Am besten ziehen Sie die Jungpflanzen aus Samen, die ab Mitte März drinnen und warm ausgesät werden. Nach dem letzten Frost pflanzen Sie die Jungpflanzen ins Beet. In den südlichsten Regionen reifen die ersten Früchte im Juli, weiter nördlich im August.

Beschreibung und botanische Merkmale
Steckbrief
- Gebräuchlicher Name Wassermelone – Melone d'eau
- Blüte einjährig
- Height durchschnittlich 5 Jahre (manchmal bis zu 10 Jahre)
- Exposition Sonne
- Art des Bodens nährstoffreich, locker, tiefgründig, im Sommer frisch
- Winterhärte 0 °C
Die Wassermelone stammt ursprünglich aus Afrika und wurde bereits vor Christi Geburt im Niltal angebaut, wie die Fresken in den Gräbern der Pharaonen belegen. Vom Nil aus verbreitete sie sich in verschiedene Regionen entlang der Mittelmeerküste. Erst im 19. Jahrhundert entdeckten Forscher erstmals wild wachsende Wassermelonen, die große Gebiete im Zentrum Afrikas bedeckten. So wurde sie auch in den südlichen Regionen Russlands, in Asien sowie im Nahen und Mittleren Osten kultiviert.
Die Wassermelone, Citrillus lanatus, ist eine krautige einjährige Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse.
Man unterscheidet drei Arten von Wassermelonen:
- Wassermelonen mit bitterem Fruchtfleisch, die wegen ihrer Röstkerne angebaut werden.
- Konfitüren- oder Feigenblatt-Wassermelonen mit weißem, ungesüßtem Fruchtfleisch und roten oder grünen Kernen, die nur gekocht genießbar sind.
- Wassermelonen mit süßem Fruchtfleisch, die roh wegen ihres roten oder gelben, süßen Fruchtfleisches verzehrt werden.
Die Wassermelone bildet kriechende Stängel, die sich über mehrere Meter ausbreiten können. Ranken ermöglichen es der Pflanze, sich an Stützen festzuhalten und in die Höhe zu wachsen. Die dreieckigen Blätter sind geteilt und kleiner als die Blätter von Melonen und anderen Kürbissen. Die Pflanze ist monözisch, das heißt, eine Jungpflanze trägt gleichzeitig männliche und weibliche Blüten. Diese bilden hellgelbe Blütenkronen. Die Frucht ist botanisch gesehen eine Beere, die je nach Sorte kugelförmig bis länglich, einfarbig grün oder marmoriert und unterschiedlich groß ist. Sie wiegt durchschnittlich 3 bis 4 kg und hat gelbes oder rotes Fruchtfleisch.
Bei der Bestäubung sind die Blüten insektenbestäubt: Insekten, vor allem Bienen, übertragen den Pollen von den männlichen auf die weiblichen Blüten. Kreuzbefruchtungen überwiegen, obwohl sich eine Jungpflanze auch selbst befruchten kann. Kernlose Wassermelonen sind triploide Sorten, die aus erzwungenen Kreuzungen hervorgehen und deshalb unfruchtbar sind.

Von links nach rechts: Blütenkrone der Wassermelonenblüte mit 5 Blütenblättern – eine männliche Blüte – eine weibliche Blüte – eine junge Wassermelone im Wachstum – eine fast reife Wassermelone – Wassermelonenkerne im Fruchtfleisch.
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Wassermelone Crimson Sweet Bio
- Blütezeit Juni für September
- Höhe bei Reife 30 cm
Wassermelone Charleston
- Höhe bei Reife 60 cm
Wassermelone Sugar Baby
- Blütezeit Juni für Oktober
- Höhe bei Reife 60 cm
Wassermelone Valentina, La Dolcissima
- Blütezeit Juni für Oktober
- Höhe bei Reife 60 cm
Wassermelone Sugar Baby - Vilmorin
- Blütezeit Juni für Oktober
- Höhe bei Reife 60 cm
Wassermelone mit roten Kernen
- Blütezeit Juni für Oktober
- Höhe bei Reife 60 cm
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Wassermelone säen
Wo und wann Wassermelonen säen?
Wassermelonen lassen sich in ganz Frankreich säen, außer in sehr kalten Regionen wie den Bergen. Im Süden Frankreichs entwickeln sie bessere Früchte, können nördlich der Loire aber ebenfalls gut gedeihen, vorzugsweise im Gewächshaus.
Wassermelonen werden zunächst an einem warmen Ort vorgezogen, in einem hellen Raum im Haus oder bei über 20 °C im Gewächshaus, damit die Samen gut keimen. Später werden die Jungpflanzen ins Beet gesetzt. In warmen Regionen können Wassermelonen auch direkt ins Freiland gesät werden.
Wassermelonen sät man:
- von Mitte März bis Ende April in Anzuchttöpfen an einem warmen Ort.
- von Ende April bis Ende Mai direkt ins Freiland.
Wie sät man Wassermelonen?
Jungpflanzen vorziehen:
- Füllen Sie Töpfe oder Anzuchttöpfe mit spezieller Aussaaterde.
- Geben Sie zwei Samen pro Anzuchttopf hinein. Säen Sie sie etwa 1 cm tief und bedecken Sie sie mit Blumenerde.
- Gießen Sie zunächst einmal.
- Stellen Sie die Töpfe warm und hell (zum Beispiel auf eine Fensterbank) bei etwa 20 °C auf und halten Sie das Substrat bis zum Auflaufen feucht.
- Sobald die beiden ersten echten Blätter gut entwickelt sind (die Keimblätter zählen nicht), vereinzeln Sie die Sämlinge und behalten die kräftigere Jungpflanze oder trennen Sie beide Pflanzen und topfen Sie sie in einzelne Anzuchttöpfe.
Direktsaat ins Freiland:
- Säen Sie 2 bis 3 Samen pro Pflanzstelle etwa 1 bis 2 cm tief aus.
- Halten Sie zwischen den späteren Pflanzen in alle Richtungen einen Abstand von 1 m ein.
- Gießen Sie zunächst einmal.
- Sobald die Pflanzen ausreichend entwickelt sind, vereinzeln Sie jede Pflanzstelle und behalten nur die kräftigste Pflanze. Bei ausreichender Robustheit können Sie die entfernten Pflanzen gegebenenfalls an einen anderen Standort verpflanzen!
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Wann Wassermelonen pflanzen?
Wassermelonen pflanzen Sie ab Mitte Mai, in kältegefährdeten Regionen nach den Eisheiligen. In wärmeren Regionen wie Südfrankreich ist je nach Wetter eine frühere Pflanzung möglich. Die Pflanzzeit kann bis Ende Juni dauern.
Wie Wassermelonen pflanzen?
Wassermelonen brauchen nährstoffreichen Boden und viel Wärme, um gut zu fruchten. Wählen Sie daher einen sehr sonnigen, vor kalten Winden geschützten Standort.
Pflanzen Sie sie mit 1 m Abstand in alle Richtungen.
So pflanzen Sie Wassermelonen:
- Heben Sie ein Pflanzloch in der Tiefe des Wurzelballens aus.
- Setzen Sie die Wassermelonen-Jungpflanze ein und füllen Sie das Loch mit Erde. Der Hals darf nicht bedeckt werden.
- Drücken Sie die Erde leicht an und formen Sie eine kleine Mulde um die Pflanze, damit das Gießwasser zu den Wurzeln gelangt.
- Gießen Sie die Pflanze nach dem Einsetzen direkt am Fuß.
Kultur, Pflege und Kombinationen
Die Wassermelone bevorzugt einen stets feuchten, lockeren und humusreichen Boden. Am besten gedeiht sie in sandigem oder lehmigem Boden. Geben Sie etwa 3 kg/m² reifen Kompost.
Da sie feuchten Boden liebt, muss sie häufig gegossen werden. Eine großzügige Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit zu halten, sobald die Jungpflanzen robust genug sind, um möglichen Schneckenfraß zu überstehen. Kurz vor der Ernte weniger gießen, damit sich das Aroma in der Frucht konzentriert und sie nicht aufplatzt.
Vor dem Mulchen regelmäßig hacken und jäten.
Da die Wassermelone Wärme liebt, sollte diese möglichst gebündelt werden, besonders in kühlen Regionen oder bei ungünstiger Witterung. Legen Sie dazu Schieferplatten oder Dachziegel aus, um die Wärme im Bereich der Wassermelonenpflanzen zu speichern.
Wird die Pflanze zu kräftig, ist ein Rückschnitt sinnvoll. So wird der Pflanzensaft auf wenige Früchte je Pflanze konzentriert.
Als Mischkultur gedeiht die Wassermelone in der Nähe von Bohne, Kartoffel, Tomate, Kohl sowie anderen kriechenden Kürbis- und Melonenarten.

Krankheiten und Schädlinge
Wassermelonen sind meist problemlos im Anbau. Blattläuse können die Pflanzen befallen, oft durch zu starke Düngung. Gut reifer Kompost beugt dem meist vor.
Wassermelonen können von Mehltau befallen werden, einer Pilzkrankheit mit weißem Belag auf dem Laub. Die Blätter vertrocknen, der Ertrag sinkt. Bei starkem Befall kann Mehltau zum Absterben der Pflanzen führen. Die Krankheit tritt häufig am Saisonende auf; dann ist eine Behandlung unnötig. Zeigt sie sich früher, müssen Sie eingreifen, um Ihre Pflanzen zu retten.
→ Lesen Sie auch: Unseren Ratgeber zur Vorbeugung und Behandlung von Mehltau.
Wassermelonen ernten und lagern
Wassermelonen werden nach Bedarf geerntet: im Süden Frankreichs ab Juli, sonst ab August. Eine Pflanze trägt nach der ersten Ernte noch zwei bis drei Monate.
Die Wassermelone ist nichtklimakterisch, das heißt: Sie reift nach der Ernte nicht weiter.
Woran erkennt man den richtigen Erntezeitpunkt? Klopfen Sie auf die gut entwickelte Frucht. Klingt sie hohl, ist sie erntereif. Auch ein trockener Stiel und eine harte Epidermis weisen auf Reife hin.
Ganze Wassermelonen halten sich bei 13 °C zwei bis drei Wochen, danach wird das Fruchtfleisch mehlig. Im Kühlschrank bleiben sie länger haltbar, doch Kälte hemmt die Bildung von Antioxidantien nach der Ernte.
Verwendung und Nährwerte
Wassermelone wird meist pur gegessen, in Scheiben oder Würfeln. In Obstsalat passt sie zu Melonenwürfeln, exotischen Früchten und aromatischen Kräuterblättern, etwa Minze für mehr Frische. Auch zu Feta und Basilikum schmeckt sie. Daraus lassen sich zudem sehr gute Marmeladen zubereiten. Die Samen können wie Kürbiskerne verwendet werden: gewaschen und getrocknet einige Minuten im heißen Ofen oder in der Pfanne rösten und mit einer Prise Fleur de Sel würzen.
Wassermelone besteht größtenteils aus Wasser: Es ist der Hauptbestandteil dieser Frucht. Auf 100 g Fruchtfleisch kommen 91 g Wasser! Sie wirkt daher stark hydratisierend und durstlöschend. Den zweitgrößten Anteil machen Kohlenhydrate aus. Außerdem enthält sie verschiedene Vitamine (A, B, C), Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalzium, Magnesium, Eisen) sowie Polyphenole, jedoch jeweils nur in kleinen Mengen. Vitamin C fällt etwas mehr ins Gewicht: Mit 12 % pro 100 g deckt es den Referenzwert der Nährstoffzufuhr und wirkt leicht skorbutvorbeugend.

Nützliche Ressourcen
Im Onlineshop finden Sie unsere Auswahl an Wassermelonensamen.
Häufig gestellte Fragen
-
Warum kümmern meine Wassermelonenpflanzen?
Wassermelonen wachsen schlecht bei Kälte, wenig Sonne, armem Boden oder falschem Gießen. Im Norden hilft das Gewächshaus; spät: Boden feucht und gemulcht halten.
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