Der Aufrechte Schwertfarn (Nephrolepis exaltata) wird wegen seines üppigen, überhängenden Laubs sehr geschätzt und bringt einen Hauch von üppigem Grün in Ihre Räume. Ausgehend von einem einzigen Topf können Sie ganz einfach mehrere Exemplare gewinnen. In dieser Anleitung erfahren Sie wie und wann Sie den Aufrechten Schwertfarn erfolgreich vermehren, welches Material Sie benötigen, wie Sie die Jungpflanzen pflegen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Der Aufrechte Schwertfarn im Überblick
Der aus tropischen Regionen stammende Nephrolepis exaltata zeichnet sich durch lange, bogig überhängende Wedel in leuchtendem Grün aus. Der leicht zu kultivierende Farn mag Wärme, eine hohe Luftfeuchtigkeit und gedämpftes Licht. Er wird vor allem durch Teilung des Wurzelstocks vermehrt. Mit dieser einfachen Methode erhalten Sie schnell neue, kräftige Pflanzen.
Gut zu wissen: Die Gattung Nephrolepis, zu der die Schwertfarne gehören, umfasst mehrere Arten und Sorten. Dazu zählen der klassische Nephrolepis exaltata 'Bostoniensis' mit langen, überhängenden Wedeln und der ungewöhnliche Nephrolepis cordifolia 'Arctic Jungle' mit aufrechten Wedeln. Dieser Farn ist bis -9 °C winterhart. Auch 'Green Lady' mit dichtem, leicht gewelltem Laub gehört dazu. Die Arten stammen aus tropischen Regionen Mittelamerikas und Asiens. Sie bevorzugen eine feuchte Atmosphäre, sanftes Licht und ein lockeres Substrat, das ein kräftiges Wachstum fördert.
Wann vermehren Sie den Aufrechten Schwertfarn?
Die beste Zeit für die Vermehrung von Nephrolepis ist das Frühjahr oder der Beginn des Sommers. Dann nimmt die Pflanze ihr Wachstum wieder auf und verträgt die Teilung besser. Nutzen Sie dafür am besten das Umtopfen.

Benötigtes Material
- Saubere Töpfe mit Abzugslöchern
- Eine leichte, humusreiche und gut durchlässige Blumenerde
- Eine gut geschärfte und desinfizierte Gartenschere oder ein Messer
- Eine Gießkanne mit feiner Brause
- Gartenhandschuhe (optional)
Schritt für Schritt: den Aufrechten Schwertfarn vermehren
- Nehmen Sie den Farn vorsichtig aus dem Topf, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
- Schütteln Sie den Wurzelballen leicht, um die Basis der Wedel freizulegen.
- Suchen Sie die Rhizome, die einzelne Teilstücke bilden.
- Teilen Sie den Wurzelballen in mehrere Teilstücke. Jedes Teilstück sollte Wurzeln und Wedel besitzen.
- Pflanzen Sie jedes Teilstück in einen mit feuchtem Substrat gefüllten Topf.
- Gießen Sie, damit sich die Erde gut um die Wurzeln setzt.
Pflege der Jungpflanzen
Stellen Sie Ihre neuen Farne nach der Teilung an einen hellen Standort ohne direkte Sonne. Halten Sie das Substrat stets leicht feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, damit die Wurzeln schneller anwachsen. Stellen Sie dafür eine Schale mit feuchten Blähton-Kügelchen unter die Töpfe oder besprühen Sie das Laub.

Fehler, die Sie vermeiden sollten
Teilen Sie keinen zu jungen oder geschwächten Farn, da er sich möglicherweise nicht wieder erholt. Lassen Sie das Substrat nicht völlig durchnässt, sonst können die Wurzeln faulen. Stellen Sie die Jungpflanzen außerdem nicht in die pralle Sonne, da ihre empfindlichen Wedel schnell verbrennen.
Alternative Methode für Pflanzenfreunde: Nephrolepis durch Aussaat vermehren
Der Aufrechte Schwertfarn lässt sich wie alle Farne auch durch die Aussaat von Sporen vermehren. Diese Methode erfordert jedoch mehr Geduld als die Teilung.
Im Sommer bilden sich auf der Unterseite der fruchtbaren Wedel kleine braune Flecken, die sogenannten Sori. Sie enthalten die Sporen. Ernten Sie die Sporen von Nephrolepis, indem Sie einen reifen Wedel mit braunen Sori auf der Unterseite abschneiden. Lassen Sie ihn einige Tage in einem Papierumschlag trocknen. Anschließend können Sie das feine, bräunliche Pulver auffangen, das sich daraus löst.
Geben Sie das Pulver nach der Ernte auf die Oberfläche eines sterilen, sehr feinen Substrats. Verwenden Sie dafür eine Mischung aus gesiebtem Weißtorf und feinem Sand zu gleichen Teilen oder ersatzweise fein gesiebte Aussaaterde. Halten Sie das Substrat unter einer Abdeckung oder Plastikfolie stets feucht. Stellen Sie den Topf an einen Standort mit gedämpftem Licht und einer Temperatur von 20 bis 22 °C. Ideal ist ein beheizbares Mini-Gewächshaus.
Die Keimung verläuft langsam: Es dauert mehrere Wochen, manchmal sogar Monate, bis sich ein feiner grüner Belag bildet. Daraus entwickeln sich später junge Keimlinge. Mit dieser Methode können Sie den vollständigen Entwicklungszyklus eines Farns beobachten. Sie eignet sich jedoch vor allem für geduldige und neugierige Gärtner oder für alle, die mit der Farnzucht beginnen möchten.
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