Mit ihrer Fülle an sternförmigen weißen, manchmal rosafarben überhauchten Blüten ist die Felsenbirne ein sehr dekorativer, im Frühjahr blühender Strauch. Im April und Mai ist sie mit zahlreichen Blütentrauben bedeckt, von denen einige einen zarten Vanilleduft verströmen. Im Sommer trägt sie essbare violette Beeren, und im Herbst schmückt sich ihr Laub mit schönen, flammenden warmen Farbtönen, bevor es im Winter abfällt. Sie wächst langsam und kann eine Höhe von 2 bis 12 Metern erreichen. Zu den am häufigsten kultivierten Arten zählen die Gewöhnliche Felsenbirne oder A. ovalis, die Amelanchier lamarckii oder Kanadische Felsenbirne und die Kanadische Felsenbirne oder Amelanchier canadensis. Je nach Art besitzt die Felsenbirne eine unterschiedliche Wuchsform. Meist bildet sie eine Rebe aus mehreren Stämmen, die an der Basis entspringen. Sie ist leicht zu kultivieren und eignet sich als Solitär im Garten oder für eine Hecke. Damit Sie die Blüte fördern und eine luftige Silhouette erhalten, erfahren Sie hier, wie Sie die Felsenbirne schneiden.

Warum schneiden?
Der Rückschnitt ist nicht unbedingt erforderlich. Er dient der Pflege und entfernt vor allem sich kreuzende oder abgestorbene Zweige. Außerdem sorgt er für eine dichtere und kräftigere Wuchsform, fördert eine üppigere Blüte und verleiht dem Strauch eine ausgewogenere Form.
Wann schneiden?
- Wie bei allen im Frühjahr blühenden Sträuchern schneiden Sie die Felsenbirne nach der Blüte, also innerhalb der darauffolgenden 1 bis 2 Monate.
- Wenn Sie zu spät schneiden, entfernen Sie möglicherweise die Knospen, die sich bereits im Sommer für die Blüte im folgenden Frühjahr bilden. Dann bleibt die Blüte im nächsten Jahr aus.
- Wenn Sie die Felsenbirne als Hecke verwenden, sollten Sie außerdem Folgendes wissen: Seit 2013 verbietet eine Verordnung des Europäischen Parlaments das Schneiden von Hecken und Bäumen während der Brut- und Nistzeit der Vögel. Wir empfehlen Ihnen daher, Ihre Hecke zwischen dem 15. März und dem 31. Juli nicht zu schneiden, um die Biodiversität sowie die Vogel- und Insektenpopulation zu fördern. Achten Sie beim Schneiden Ihrer Hecke darauf, die Vögel nicht zu stören, und lassen Sie die Nester an Ort und Stelle. So können Sie den Gesang und die Anwesenheit der Vögel in Ihrem Garten noch besser genießen.

Wie schneiden?
Technik
- Das Ziel besteht darin, das Geäst auszulichten, wenn es zu dicht wächst oder sich kreuzt. Entfernen Sie abgestorbenes Holz und ältere Zweige. Fördern Sie außerdem die Bildung neuer blühender Triebe an der Basis des Strauchs.
- Bereiten Sie gut geschärfte und mit Alkohol desinfizierte Werkzeuge vor, damit die Schnittwunden gut verheilen und keine Krankheiten übertragen werden. Je nach Stärke der Zweige und Verwendung des Strauchs als Solitär oder Hecke benötigen Sie eine Gartenschere, eine Säge, eine Heckenschere oder eine Grasschere.
- Führen Sie den Schnitt schräg und etwa 0,5 bis 1 cm oberhalb eines Blattes oder einer Knospe aus.
- Entfernen Sie abgestorbenes Holz sowie zu dünne, beschädigte oder sich kreuzende Zweige, damit mehr Licht in das Zentrum des Wurzelstocks gelangt und das Geäst luftiger wird.
- Schneiden Sie anschließend die Zweige mit verblühten Blüten zurück: Sehr lange Zweige schneiden Sie an ihrer Basis ab, mäßig lange Zweige kürzen Sie um ein Drittel.

Werkzeuge
- Eine kleine Gartenschere für kleine Zweige, eine Astschere mit gebogenen Klingen oder eine Gartensäge für dicke Zweige.
- Eine Heckenschere oder ein Heckenschneider für Hecken.
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