Der Gänsefuß ähnelt der Gartenmelde und ist ein Blattgemüse aus der Familie der Gänsefußgewächse. Manchmal wird er Guter Heinrich, Spinatbaum oder Herbst-Goldbecher genannt. Er gehört zum alten Gemüse. Er ist reich an Provitamin A und Calcium. Im Gemüsegarten wird er wegen seiner dreieckigen Blätter angebaut. Sie können die Blätter wie Spinat gekocht oder roh im Salat verzehren. Es gibt zwei Arten von Gänsefuß: eine einjährige und eine mehrjährige Art. Für den Gemüsegarten empfiehlt sich die mehrjährige Art, da sie deutlich weniger invasiv ist. In unserer Anleitung finden Sie alle Tipps für eine erfolgreiche Aussaat von Gänsefuß!

Gänsefuß säen

Wann sät man Gänsefuß?

Die Aussaat erfolgt in der Regel von März bis April oder Mai. Beim mehrjährigen Gänsefuß können Sie ab Mitte Mai ernten. Die einjährige Art können Sie auch im August säen. Sie verträgt Trockenheit deutlich besser als Spinat. Die Ernte erfolgt dann von Oktober bis November. Eine späte Aussaat im September oder Oktober ist ebenfalls möglich. Beim mehrjährigen Gänsefuß (Chenopodium bonus-henricus) können Sie im folgenden Frühjahr ernten.

Wo sät man Gänsefuß?

Säen Sie Gänsefuß im Halbschatten. Das entspricht seinen Vorlieben. Beim mehrjährigen Gänsefuß ist auch ein schattiger Standort möglich. An den Bodentyp stellt die Pflanze keine großen Ansprüche. Der Boden darf jedoch nicht zu trocken sein und muss gut durchlässig sein. Ideal ist ein humusreicher Boden. Arbeiten Sie vor der Aussaat Kompost oder gut verrotteten Stallmist in den Boden ein.

Säen Sie den Gänsefuß am Rand des Gemüsegartens. So spendet er beispielsweise anderem Blattgemüse Schatten.

Wie sät man Gänsefuß?

Sie können direkt an Ort und Stelle, also ins Freiland, säen, sobald sich der Boden erwärmt.

  • Säen Sie dünn in Reihen. Geben Sie die Samen in flache, etwa 1 cm tiefe Furchen. Halten Sie einen Abstand von ungefähr 50 cm ein, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können.
  • Bedecken Sie die Samen mit einer dünnen Schicht Blumenerde.
  • Drücken Sie die Erde mit der Rückseite des Rechens leicht an.
  • Gießen Sie mit einer Gießkanne mit feinem Brausekopf. Halten Sie den Boden bis zum Auflaufen feucht. Je nach Milde des Klimas dauert dies meist 7 bis 12 Tage. Sobald die Keimlinge aufgegangen sind, reduzieren Sie die Wassergaben, damit keine Staunässe entsteht.
  • Vereinzeln Sie die Pflanzen nach einem Monat. Sobald sie zwei echte Blattpaare entwickelt haben, halten Sie einen Abstand von 35 bis 40 cm ein.

Die Ernte beginnt etwa eineinhalb Monate nach der Aussaat. Ernten Sie die jungen Blätter und jungen Stängel nach Bedarf.

Die Pflege von Gänsefuß

  • Mulchen Sie den Boden rund um die Pflanze sorgfältig, damit er frisch bleibt.
  • Zwischen Ende Juni und Ende Juli knipsen Sie die Blütenstände aus. Dadurch fördern Sie die Blattbildung beim mehrjährigen Gänsefuß! Die Pflanze treibt vier bis fünf Jahre lang zuverlässig wieder aus.
  • Schneiden Sie die gesamte Pflanze am Ende des Sommers zurück, wenn es sich um Chenopodium album (den einjährigen Gänsefuß) handelt.

Der einjährige Weiße Gänsefuß (Chenopodium album) hat einen schlechten Ruf. Er gilt manchmal als unerwünschte Pflanze, weil er sich bereitwillig selbst aussät. Damit er sich nicht unkontrolliert ausbreitet, sollten Sie die Blüten abschneiden, sobald sie erscheinen!

Mehr über Gänsefuß und Gänsefußgewächse …

In unserem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie alles über Gänsefuß: Gänsefuß pflanzen, säen und ernten.

Olivier stellt in diesem Video Gartenmelde und Gänsefuß vor: die Rückkehr des vergessenen Gemüses.

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