Wenn die Sonne im Zenit steht, gibt es nichts Besseres als ein wirklich erfrischendes Getränk oder Dessert. Noch besser ist es, wenn diese Desserts und Getränke natürlich, leicht, kalorienarm und in wenigen Minuten zubereitet sind. Das Holunderbeeren-Granité erfüllt all diese Kriterien: Es ist erfrischend, einfach zuzubereiten und fettfrei.
Hier verrate ich Ihnen das Rezept für ein köstliches Granité aus Holunderbeeren, das zugleich süß und säuerlich schmeckt.
Mehr dazu: Holunder: pflanzen, kultivieren, schneiden

Holunderbeeren ernten: wann und wie?
Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist ein in Frankreich verbreiteter Strauch, der im ganzen Land vorkommt. Im Laufe der Jahre wurden weitere, besonders dekorative Arten gezüchtet. Sie eignen sich ideal für blühende und fruchttragende Hecken. Insekten und Vögel wissen das übrigens zu schätzen. Bestäubende Insekten besuchen reichlich die sehr bienenfreundlichen und nektarreichen Schirmrispen. Vögel stürzen sich ohne zu zögern auf die überhängenden Trauben mit schwarzen oder roten Beeren.
Holunderblüten lassen sich zu Beignets, Limonade, Sorbet oder Likör verarbeiten. Hier interessieren uns jedoch die Beeren, die die Grundlage für unser Granité bilden. Der Geschmack dieser Holunderbeeren ist leicht süß und säuerlich und erinnert an Heidelbeeren oder Brombeeren.
Holunderbeeren reifen zwischen Ende August und Mitte September. Auch wenn sich die Ernte bis Ende September hinziehen kann, ist die Erntezeit kurz. Beeilen Sie sich deshalb, denn die Vögel werden keinen Termin versäumen!
Achten Sie darauf, Trauben mit vollständig schwarzen Beeren auszuwählen. Das zeigt, dass sie reif sind. Enthalten sie noch einige grüne Früchte, müssen Sie diese beim Abstreifen entfernen.
Wie erkennen Sie geeignete Holunderbeeren?
Theoretisch haben alle Sorten von Sambucus nigra essbare Beeren. Das gilt auch für Sorten mit rosafarbenen Dolden (Sambucus nigra ‘Straight Laced’ oder Sambucus nigra ‘Black Tower’), cremefarbenen Dolden und roten Beeren (Sambucus racemosa) sowie für Sorten mit purpurfarbenen, weißen oder blauen Beeren.
Wenn Sie Ihre Beeren nicht in der Natur sammeln möchten, pflanzen Sie eine Sorte des Schwarzen Holunders. Sie trägt besonders schnell Früchte. Unter den verschiedenen Sorten können Sie beispielsweise wählen:
- Sambucus nigra ‘Korsor’ mit großen Früchten, die deutlich nach Brombeeren und wilden Heidelbeeren schmecken
- Sambucus nigra ‘Haschberg’ ist sehr ertragreich. Seine schwarzvioletten Beeren schmecken nach Pflaume und Johannisbeere
In der Natur ist es wichtig, den Schwarzen Holunder und den Zwerg-Holunder (Sambucus ebulus) gut zu unterscheiden. Letzterer ist die einzige wirklich giftige Holunder-Art. Die beiden Arten unterscheiden sich jedoch deutlich und lassen sich leicht erkennen: Der Zwerg-Holunder ist eine krautige Pflanze, die höchstens 1,50 m hoch wird und deren sommergrünes Laub im Winter verschwindet. Der Schwarze Holunder ist ein Baum oder Strauch, der im Winter sein Holz behält.
Der Zwerg-Holunder blüht Ende Juni bis Anfang Juli, während der Schwarze Holunder im Mai oder Juni blüht.
Auch die Wuchsform der Beerentrauben unterscheidet sich: Beim Zwerg-Holunder stehen sie aufrecht in Richtung Himmel, beim Schwarzen Holunder hängen sie zum Boden.

Holunderbeersirup zubereiten
Rechnen Sie mit 500 g Holunderbeeren auf 10 cl Wasser.
- Schütteln Sie die Holundertrauben, damit kleine Insekten herausfallen, die sich darin verstecken könnten
- Waschen Sie die Trauben und streifen Sie die Beeren ab. Sortieren Sie dabei alle Beeren aus, die noch nicht dunkel genug sind
- Geben Sie die Beeren mit dem Wasser in einen Topf
- Erhitzen Sie alles bis zum Aufkochen und reduzieren Sie anschließend die Hitze
- Lassen Sie die Beeren 15 bis 30 Minuten köcheln, bis sich die Saftmenge halbiert hat
- Gießen Sie die Beeren durch ein Sieb in eine große Schüssel ab, um einen dickflüssigen Saft zu erhalten. Sie können die Beeren mit einem Löffel zerdrücken
- Wiegen Sie den gewonnenen Saft ab und geben Sie die gleiche Menge Honig oder braunen Zucker hinzu
- Verrühren Sie alles gut und pressen Sie eine halbe Zitrone aus
Ihr Saft ist fertig. Er bildet die Grundlage für Ihr Granité.

Holunderbeeren-Granité zubereiten
Traditionelles Granité wird mit Zitronensaft zubereitet. Folgen Sie demselben Rezept und ersetzen Sie den Zitronensaft durch Holunderbeersaft (etwa 200 g). Passen Sie die angegebene Zuckermenge nach Ihrem Geschmack an.
- Geben Sie 400 g Mineralwasser und 200 g Haushaltszucker in einen Topf
- Bringen Sie alles zum Kochen, damit der Zucker schmilzt
- Geben Sie den Holunderbeersaft hinzu und lassen Sie die Mischung abkühlen
- Füllen Sie die Mischung in eine Metallschale, damit sie schneller abkühlt
- Decken Sie die Schale ab und stellen Sie sie in den Gefrierschrank
- Kratzen Sie die Mischung jede Stunde mit einer Gabel auf, damit sich Kristalle bilden
Sobald das Holunderbeeren-Granité fertig ist, servieren Sie es ohne Verzögerung in hübschen Gläsern oder Dessertgläsern. Dekorieren Sie es mit einigen Minzblättern und frischen Heidelbeeren. Auch einige Blätter Basilikum passen gut zu diesem Granité.
Für eine würzige Note können Sie bei der Zugabe des Holunderbeersafts Gewürze hinzufügen, zum Beispiel Ingwer, Zimt oder Kardamom.

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