In der Küche erweist sich die Petersilie immer wieder als nützlich: Sie verleiht Gerichten eine zusätzliche würzige Note, dekoriert Teller und sorgt für farbliche Akzente. Wenn Sie den Geschmack dieses aromatischen Krauts besonders schätzen, sollten Sie es selbst im Garten anbauen. Die Petersilie ist sehr anspruchslos und lässt sich sogar in einem Topf auf dem Balkon kultivieren. Sie können sie zwischen Mai und Oktober pflanzen und dabei aus mehreren Sorten wählen. Wenn Sie das ganze Jahr über davon profitieren möchten, entdecken Sie außerdem alle Möglichkeiten, Petersilie optimal haltbar zu machen.

Petersilie in wenigen Schritten ernten

Petersilie pflanzen oder säen

Säen Sie Ihre Petersilie zunächst zwischen Februar und September in nicht zu tiefen Furchen. Halten Sie dabei einen Abstand von etwa 20 cm zwischen den einzelnen Pflanzstellen ein. Weichen Sie die Samen 24 Stunden lang ein, denn dadurch erhöht sich ihre Keimfähigkeit deutlich. Vergessen Sie anschließend nicht, die Aussaat großzügig zu gießen!

Sie können Petersilie auch pflanzen und dafür Jungpflanzen in Mini-Wurzelballen, Anzuchttöpfen oder größeren Töpfen verwenden. Alle unsere Tipps zum Säen, Pflanzen und Anbauen von Petersilie helfen Ihnen dabei, optimale Ergebnisse zu erzielen.

Petersilie richtig pflegen und trocknen

Sie haben die Wahl zwischen mehreren Sorten: Am weitesten verbreitet ist die Gartenpetersilie mit ihren glatten, fein aromatischen Blättern. Daneben gibt es krause Petersilie, die sich für alle eignet, die eine essbare und zugleich dekorative Pflanze suchen. Die italienische Riesenpetersilie gilt schließlich oft als besonders intensiv im Geschmack.

Wann und wie ernten Sie Petersilie?

Ab April bis zu den ersten Frösten können Sie Ihre Petersilie ernten. Schneiden Sie nach und nach so viel ab, wie Sie in der Küche benötigen oder für Ihre nächsten Gerichte einplanen.

Wenn Sie die Pflanzen mit einer Schutzglocke abdecken, können Sie die Ernte bei einer Pflanzung im Freiland sogar bis in den Winter hinein verlängern. Auch Petersilie im Topf zu pflanzen, ermöglicht eine längere Ernte, wenn Sie die Gefäße ins Haus holen können.

Alles Wissenswerte zur Aufbewahrung von Petersilie

Petersilie in Wasser aufbewahren

Wenn Sie regelmäßig Petersilie ernten und sie am liebsten frisch verwenden, können Sie jedes Bündel direkt nach der Ernte in ein Gefäß mit etwas Wasser stellen. Entfernen Sie beschädigte Blätter und Stängel, damit sie die gesunden Blätter nicht beeinträchtigen. Wechseln Sie das Wasser alle zwei Tage, um die Haltbarkeit im Kühlschrank zu verlängern. Petersilie braucht eine eher kühle Umgebung und etwas Licht. Stellen Sie sie keinesfalls in einen dunklen Raum oder auf eine Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung.

Petersilie richtig pflegen und trocknen

Petersilie zum Aufbewahren trocknen

Sie können frische Petersilie einige Zeit aufbewahren. Am besten trocknen Sie sie jedoch, damit Sie sie jederzeit verwenden können. Hängen Sie sie dafür auf und lassen Sie sie an der Luft trocknen.

Waschen Sie das kleine Petersilienbündel und trocknen Sie es gründlich ab. Binden Sie es anschließend am Stängel mit einer Schnur auf. Hängen Sie es an einem trockenen, gut belüfteten Ort auf. Je nach Wetter und Menge des Trockenguts dauert dieser Vorgang drei Tage bis eine Woche. Sobald die Blätter bei leichter Berührung zerbröseln, nehmen Sie sie ab, zerreiben sie und bewahren sie in einem luftdicht verschlossenen Glas auf.

Beachten Sie beim Kochen, dass getrocknete Petersilie einen Teil ihres Aromas verliert. Sie müssen daher eine größere Menge verwenden, um Ihre Gerichte zu würzen.

Petersilie richtig pflegen und trocknen

Petersilie im Kühlschrank aufbewahren

Wie bei jeder Aufbewahrung von Petersilie sollten Sie zunächst alle Zweige durchsehen und nicht mehr genießbare Teile entfernen. Stellen Sie die Bündel anschließend in ein Glas mit Wasser und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf. So bleibt die Petersilie etwa zehn Tage frisch.

Um beim Kochen Zeit zu sparen, können Sie die Petersilie auch vorbereiten, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. Spülen Sie sie dafür mit kaltem Wasser ab und lassen Sie sie gründlich abtropfen. Hacken Sie sie anschließend in kleine Stücke. Je nach Wunsch können Sie die Stängel mitverwenden oder entfernen. Die gehackte Petersilie kann im Kühlschrank aufbewahrt werden. So haben Sie gebrauchsfertige Petersilie zur Hand, die ihre schöne Farbe bewahrt.

Frische Petersilie einfrieren

Nachdem Sie alle Tipps für den erfolgreichen Anbau von Petersilie beachtet haben, können Sie sie morgens ernten, sobald der Tau getrocknet ist. Zu diesem Zeitpunkt entwickeln aromatische Kräuter besonders viele Aromen. Spülen Sie die Petersilie anschließend ab und entfernen Sie alle welken Zweige und Blätter.

Blanchieren Sie die Petersilie in kochendem Wasser, damit sie ihre Farbe und ihr Aroma behält. Nehmen Sie die einzelnen Stängel aus dem Wasser, sobald ihre Farbe heller wird. Schrecken Sie sie anschließend an der Luft oder unter kaltem Wasser ab, um den Garvorgang zu stoppen. Das Blanchieren ist zwar nicht zwingend erforderlich, sorgt aber dafür, dass die Petersilie über Monate hinweg schön grün bleibt. Hacken Sie sie fein und geben Sie sie mit etwas Wasser in eine Eiswürfelform. Füllen Sie die Form nicht bis zum Rand. Alternativ können Sie die Petersilie in luftdicht verschlossene Kunststoffbeutel geben.

Petersilie richtig pflegen und trocknen

Einige Ideen für die tägliche Verwendung von Petersilie

Die ursprünglich aus Südeuropa stammende Petersilie gehört inzwischen zu den am weitesten verbreiteten Küchenkräutern. Im antiken Griechenland schenkte man sie den erfolgreichsten Athleten als Belohnung. Wie können Sie sie heute verwenden? Petersilie wird zwar nicht mehr ganz wie früher eingesetzt, ist aber nach wie vor unverzichtbar!

Ein äußerst wertvolles Lebensmittel

Obwohl man Petersilie nur in kleinen Mengen verzehrt, ist sie besonders reich an wertvollen Mineralstoffen, darunter Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. 100 Gramm dieses aromatischen Krauts enthalten weniger als 50 Kalorien, kaum Fett und etwas mehr als ein Gramm Kohlenhydrate – dafür aber fast 4,5 Gramm Eiweiß!

Getrocknete Petersilie bleibt sehr lange haltbar

Ein anerkanntes Naturheilmittel

Als Aufguss oder Abkochung gilt Petersilie seit Langem als kräftigendes Tonikum, das nicht aufputschend wirkt, wie es etwa bei Kaffee der Fall sein kann. Paradoxerweise besitzt dieses Kraut außerdem leicht beruhigende Eigenschaften. Dadurch kann es zugleich für mehr Wachheit und Entspannung sorgen.

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten in der Küche

Fein gehackt eignet sich Gartenpetersilie hervorragend zum Verfeinern von Mayonnaise, Kartoffeln und allen Saucen, die zum Binden von gemischten Salaten verwendet werden. Manche verwenden sie auch zum Würzen von Joghurt und Quark. Dieses aromatische Kraut passt außerdem hervorragend zu allen Gerichten mit hellem Fleisch oder Fisch.