5 großblättrige Stauden
Unsere Auswahl großblättriger Stauden
Inhaltsverzeichnis
Großblättrige Stauden begeistern mit spektakulativem Wuchs. Für exotische Beete brauchen sie Schatten, feuchten Boden und ausreichend Platz.
Mammutblatt: außergewöhnliche Pflanze mit tropischem Flair
Imposant, gigantisch, überaus üppig.… Das Mammutblatt steht an der Spitze dieser Auswahl und übertrifft die anderen Stauden (ja, es ist tatsächlich eine!) mit seinen einzigartigen, spektakulären Ausmaßen bei Weitem. Sie haben diesen Riesenrhabarber aus Brasilien sicher schon in einem Botanischen Garten oder in Parks am Ufer eines Gewässers gesehen. Das Mammutblatt bildet nämlich wunderschöne, riesige, handförmig gelappte Blätter mit über 1 m Durchmesser. Dieser Riesenrhabarber beeindruckt sowohl durch die strukturgebende Silhouette, die sein Laub der Staude verleiht, als auch durch die raue, gekräuselte Blattstruktur. Für seine Kultur brauchen Sie einen großen Garten, denn ausgewachsen wird er sehr imposant: In seiner Heimat erreicht er mühelos 3 m Höhe, bei uns immerhin rund 2 m, unter optimalen Bedingungen sogar mehr. Diese Riesenstaude benötigt im Gegensatz zu den großblättrigen Pflanzen dieser Auswahl einen sonnigen bis leicht halbschattigen Standort. In weniger milden Regionen braucht das Mammutblatt eine Mulchschicht, da es aufgrund seiner südamerikanischen Herkunft in jungen Jahren ab -10 °C leidet. Werden seine großen Blätter als Winterschutz verwendet, ist diese Mulchung besonders wirksam und die Pflanze treibt im Frühjahr umso kräftiger wieder aus.
Verwenden Sie das Mammutblatt als Blickfang am Teich oder in einem nassen Gartenbereich, den es wie keine andere Pflanze verschönert. Verwechseln Sie es nicht mit dem Reispapierbaum oder Tetrapanax papyrifera: Obwohl sie sich ähneln, bleibt dieser in mildem Klima immergrün, hat weichere, glatte Blätter und bildet einen Stamm – daher seine Einordnung als Strauch.

Mammutblatt im Botanischen Garten von Angers (© Gwenaëlle David)
→ Erfahren Sie mehr in unserem ausführlichen Steckbrief zum Mammutblatt, in unseren 5 Ideen zur Kombination mit dem Mammutblatt und in Olivers Video über den Riesenrhabarber aus Brasilien.
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Blattschmuckbeet gestaltenAstilboides tabularis: Die Tafelblatt-Dolde
Rodgers Schild, ein anderer Name für das Tafelblatt, verrät viel über das beeindruckende Erscheinungsbild dieser prächtigen Staude mit riesigen, schirmartigen Blättern. Das aus den gemäßigten Wäldern Nordostchinas stammende Astilboides tabularis zählt mit 60 bis 70 cm Durchmesser zu den Stauden mit den größten Blättern. Die runden, handförmig gelappten Blätter sitzen an bis zu 1 m hohen Stielen. Diese Staude mit dicken Rhizomen ist äußerst winterhart und wächst fast überall, solange die Sonne ihr Laub nicht schädigt.
Wie bei vielen Pflanzen, deren Laub den Hauptzierwert besitzt, ist die Blüte des Tafelblatts nicht besonders auffällig: Im Juni erscheinen kleine cremefarbene Blüten. Das langsam wachsende Astilboides tabularis entfaltet nach 3 bis 4 Jahren im Schatten, unter Bäumen, als Solitär oder am Beetrand seine ganze Pracht. Auch als Schmuck an Teichen oder Ufern eignet es sich hervorragend.

Astilboides tabularis (© Gwenaêlle David)
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Große Japanische Pestwurz: kräftige Riesin
Die Große Japanische Pestwurz ist eine Staude mit beeindruckendem Laub von bis zu 80 cm Durchmesser – ein echter Blickfang! Die nierenförmigen Blätter sind graugrün und am Rand leicht gezähnt. Nach guter Etablierung wachsen sie an Blattstielen, die etwa 80 cm über dem Boden stehen. Die Blüte erscheint im Spätwinter vor dem Austrieb in Form kleiner gelber Blüten.
Wie die anderen Stauden dieser Auswahl benötigt auch Petasites japonicus var. giganteus einen sehr frischen bis feuchten Boden und einen schattigen bis halbschattigen Standort.
Als Ufer- oder Teichrandpflanze macht sie eine wunderbare Figur und eignet sich auch für ein großes Beet, wo sie als üppiger Bodendecker dient. Allerdings bildet sie reichlich Ausläufer. Begrenzen Sie ihre mögliche Ausbreitung mit einer Rhizomsperre.
Hinweis: Auch Petasites hybridus bildet sehr üppiges Laub mit einem Durchmesser von 50 cm bis 1 m!

Petasites japonicus var. Giganteus und Petasites japonicus (© Alvin Kho)
→ Mehr über Petasites japonicus in unserem ausführlichen Pflanzenporträt
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Schattenbeet gestalten: Welche Pflanzen wählen?Farfugium japonicum giganteum: glänzend und üppig
Diese Staude ist ebenfalls unverzichtbar, wenn Sie eine Pflanze mit großen, dekorativen Blättern suchen. Auch als Japanischer Scheingoldkolben bekannt, zeichnet sich Farfugium japonicum giganteum (oder ‘Gigantea’) in dieser Auswahl durch glänzende, ledrige Blätter, einen bis -7 °C anhaltenden Blattschmuck, eine schöne runde Form und deutlich sichtbare Blattadern aus. Es handelt sich um eine glänzende Variante von Petasites mit dickeren Blättern.
Die Blätter des Riesen-Farfugiums erreichen einen Durchmesser von bis zu 50 cm. Wie die weiter oben genannten Stauden ist auch das Farfugium eine rhizomatöse Staude, deren Ausbreitung kontrolliert werden sollte. In kalten Regionen muss es zudem gemulcht werden, da der Blattschmuck ab -7 °C verschwindet. Im Herbst erscheinen goldgelbe Blüten, die zwischen dem Laub hervorstechen. Mit dieser prächtigen Schattenstaude lassen sich beeindruckende XXL-Bodendeckerflächen gestalten. Auf frischem, aber gut drainiertem Boden entstehen mit ihr wunderschöne tropische Pflanzbilder. In großen Töpfen lässt sie sich zudem gut in Schach halten und ist ebenfalls äußerst attraktiv.
Wie Petasites bleibt auch das typische Farfugium (Farfugium japonicum) kleiner, ist mit einem Blattdurchmesser von etwa 30 cm aber dennoch interessant.

Farfugium japonicum ‘Gigantea’ links (© Cultivar 413) und Farfugium japonicum rechts (© Gwenaëlle David)
→ Mehr über Farfugium japonicum erfahren Sie in unserem ausführlichen Steckbrief
Schildblatt: indischer Zier-Rhabarber, Wasserpflanze...
Unter den Zier-Rhabarbern mit großem Laub findet man das spektakuläre Gunnera manicata, Rheum palmatum … und die kleine, indisch genannte, obwohl amerikanische Cousine Darmera peltata (sie gehört zu den Steinbrechgewächsen). Auch sie verdient ihren Platz in dieser Auswahl voll und ganz, denn ihr schirmförmiges Laub ist bemerkenswert. Sie ist eine Art Gunnera im Kleinformat: Die Blätter erreichen einen Durchmesser von 40 bis 80 cm, sind rund, stark gezähnt und gelappt. Wie beim brasilianischen Rhabarber ist ihr Laub sommergrün, doch Darmera peltata zeigt im Herbst wunderschöne Herbstfarben und färbt sich rot, bevor es abfällt. Die Blüte ist zartrosa und erscheint vor dem Laubaustrieb. Sie können sie an sehr feuchten, sogar sumpfigen Standorten verwenden, denn Darmera peltata ist eine rhizomatöse, halb-aquatische Staude (sie verträgt keine Trockenheit). Nach kurzer Zeit, besonders an einem Teichrand gepflanzt, erreicht sie bis zu 1 m Höhe. Eine wunderschöne Schattenstaude für Ihren Wassergarten, die dank ihrer Winterhärte in ganz Frankreich gepflanzt werden kann!
→ Entdecken Sie in unserem Ratgeber schöne Ideen für die Kombination mit Darmera peltata

Darmera peltata
Aber auch...
Natürlich gibt es noch weitere Stauden mit XXL-Blättern, die sich für starke Effekte und Kontraste in Blattbeeten lohnen.
Unter diesen großblättrigen Stauden beeindrucken die zeitlosen Akanthus trotz ihrer etwas bescheideneren Größe zusätzlich mit aufrechten Blütenständen, die ebenso spektakulär wirken wie ihr prächtig geschlitztes Laub. Auch Schaublatt sollte in üppigen Staudenbeeten nicht fehlen: Es bringt fantastische Grüntöne, darunter edle Bronzenuancen, und bis zu 70 cm breite, handförmige Blätter mit. Im Dschungel-Stil können Sie außerdem auf Thyphonium giganteum (oder Sauromatum giganteum) mit ihren exotischen Blüten in einer Blütenscheide setzen. Ihre großen Blätter werden bis zu 60 cm lang. Ebenfalls geeignet ist Ligularia dentata, eine Schattenpflanze mit 30 cm großen, bronzefarbenen Blättern. Dazu kommen Haselwurz oder Glänzende Haselwurz, eine Art Mini-Farfugium: Ihr glänzendes, immergrünes Laub ist als Bodendecker ein sicherer Wert. Nicht zu vergessen sind Riesen-Funkien mit ihrem beeindruckenden, herzförmigen, nervigen Laub sowie Zehrwurz oder Taro in exotischen Tönen von Hellgrün bis fast Schwarzpurpur. Die weniger bekannten Macleaya cordata tragen große, prächtig gelappte Blätter in elegantem Blaugrün sowie aufrechte, rosafarbene, fedrige Blütenstände, die der Pflanze eine starke Präsenz verleihen. Sie gedeihen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort.
→ Entdecken Sie auch unsere Auswahl an 12 imposanten Riesen-Stauden

Macleaya cordata (© Gwenaëlle David), Acanthus mollis, Colocasia gigantea (© Megan Hansen)
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