5 Pflanzen fürs Immunsystem stärken
Kräutertee-Pflanzen: leicht zu Hause kultivieren
Inhaltsverzeichnis
Ernährung, Bewegung, Schlaf und weniger Stress stärken die Abwehr. Entdecken Sie 5 immunstimulierende Pflanzen für Topf oder Beet – mit Anwendungstipps.
Der Thymian
Thymian, im Süden auch als „Frühblühender Thymian“ bekannt, gehört zu den beliebtesten und meistverwendeten Küchenkräutern zum Würzen von Speisen.
Dieser mehrjährige Unterstrauch ist auch für seine Heilwirkung bekannt. In der Phytotherapie wird er unter anderem zur Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte sowie als antivirales Mittel und Antiseptikum für die Atemwege eingesetzt. Diese Eigenschaften sollen auf seinen hohen Gehalt an Spurenelementen und Vitaminen zurückzuführen sein. Bereits seit der Antike werden sie gepriesen.
Frische oder getrocknete Blätter und Stängel des Thymians können als Aufguss getrunken werden, zum Beispiel mit einer Zitronenscheibe und einem Teelöffel Honig. Ein wahrer Muntermacher, der den Körper wärmt – besonders im Winter!
Thymian ist leicht zu kultivieren, im Freiland ebenso wie im Topf. Geben Sie ihm einen mageren, leichten und gut durchlässigen Boden an einem sonnigen Standort.
Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Merkblatt „Thymian: kultivieren, pflanzen, zurückschneiden“ sowie in unserem Ratgeber „Thymian im Topf kultivieren“.

Thymus vulgaris
Lesen Sie auch
Tee und Aufguss: Welche Pflanzen anbauen?Die Zypresse
Die Zypresse gehört zur Familie der Nadelgehölze und umfasst Dutzende verschiedener Arten mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen und dekorativen Eigenschaften. Sie besitzen ein charakteristisches, duftendes, immergrünes Laub.
Besonders beliebt sind ihre Früchte (Nüsse) in der Heilkunde, wo sie therapeutisch genutzt werden. Ihnen werden starke antivirale und immunstärkende Eigenschaften zugeschrieben. In der Aromatherapie wird das ätherische Öl der Mittelmeer-Zypresse geschätzt.
Die zerkleinerten Nüsse können als Tee, Aufguss oder Abkochung verwendet werden. Auch zur Räucherung sollen sie sich eignen, um die Luft in einem Raum zu reinigen.
Aufgrund ihrer imposanten Wuchsform und einer möglichen Höhe von fast 20 Metern eignen sich Zypressen nur für große Flächen. Es gibt jedoch auch kleinere Sorten wie den Zwerglebensbaum (nach einigen Jahren 40 cm hoch und 2 m breit), der auch in kleinen Gärten oder großen Kübeln kultiviert werden kann.
Die anspruchslose Zypresse benötigt lediglich einen sonnigen, auch trockenen Standort sowie einen gut durchlässigen, kalkhaltigen Boden.
Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber « Zypresse, Cupressus: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege ».

Links: Zwerglebensbaum (Microbiota decussata); rechts: Zypressennüsse
Der Sonnenhut
Der Igelkopf oder Sonnenhut ist eine bezaubernde, farbenfrohe Blume mit margeritenähnlichem Aussehen, die den ganzen Sommer über für Farbe sorgt.
Diese Staude wird in der Homöopathie und Phytotherapie wegen ihrer wohltuenden Wirkung geschätzt. Die aus Nordamerika stammende Pflanze wurde bereits von den amerikanischen Ureinwohnern zur Linderung verschiedener Beschwerden verwendet. Ihre Wurzel und oberirdischen Pflanzenteile sollen das Immunsystem stärken, den Organismus kräftigen und Infektionen bekämpfen.
Die getrocknete Pflanze wird meist als Tee verwendet, während die Wurzel als Abkochung zubereitet wird, um möglichst viele Wirkstoffe zu gewinnen.
Igelköpfe lassen sich problemlos im Topf oder im Freilandbeet kultivieren. Sie benötigen lediglich einen sonnigen Standort und gut durchlässigen Boden.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber „Igelkopf: Aussaat, Anbau und Pflege“.

Links getrocknete Igelkopfblüten, rechts getrocknete Igelkopfwurzel
Lesen Sie auch
15 Heilpflanzen: Wirkung und Anbau zu HauseDer Salbei
Der wissenschaftliche Name des Salbeis leitet sich vom lateinischen Salvare ab, was „retten“ oder „heilen“ bedeutet – seine Eigenschaften sind also seit Jahrtausenden bekannt! Salbei wird im Garten wegen seiner langen, farbenfrohen Blüte sowie seines dekorativen, strukturierten Laubs geschätzt.
Salbei wird in der Küche verwendet, um Gerichte mit seinen Blättern oder sogar Blüten zu verfeinern, die einen charakteristischen Kampferduft verströmen.
Die dem Salbei zugeschriebenen Heilkräfte machen ihn zu einer seit dem Mittelalter kultivierten Heilpflanze. Echter Salbei und Muskat-Salbei sind die in Phytotherapie und Kräuterkunde besonders geschätzten Arten. Sie werden wegen ihrer regulierenden Wirkung auf das weibliche Hormonsystem verwendet und gelten zudem als natürliche Antiseptika, wundheilend und verdauungsfördernd. Salbei enthält außerdem viele Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe und soll das Immunsystem unterstützen.
Blätter und Stängel werden frisch oder getrocknet als Aufguss verwendet. Auch Salbeiwein oder Salbeilikör sollen verdauungsfördernd wirken.
Robust und pflegeleicht, gedeiht Salbei problemlos an einem sonnigen Standort in gut durchlässigem Boden. Er wächst ebenso gut im Topf wie im Beet.
Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber „Salbei, Salvia: Pflanzung, Rückschnitt und Pflege“.

Salvia officinalis
Der Schwarze Holunder
Der Schwarze Holunder ist ein großer, sommergrüner Strauch, der für seine zahlreichen ästhetischen Vorzüge geschätzt wird: dichtes Laub, eine schöne und üppige Blüte mit duftenden weißen Dolden sowie dekorative, nach dem Kochen essbare Früchte.
Er ist jedoch auch für seine natürlichen gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt. In der traditionellen Heilkunde werden Blüten, Blätter und Rinde wegen ihrer medizinischen Wirkung verwendet. Ihm werden schweißtreibende (das Schwitzen fördernde und fiebersenkende), harntreibende, antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Der Schwarze Holunder soll zudem das Immunsystem unterstützen.
Vor allem die Blüten werden als Tee verwendet. Ihr süßer Geschmack macht den Aufguss zu einem belebenden Getränk, das Gaumen und Körper guttut. Die mild und blumig schmeckenden Beeren können nach dem Kochen zu Sirup oder Saft verarbeitet werden. Diese Früchte gelten als reich an Vitaminen und Aminosäuren.
Der Schwarze Holunder erreicht im ausgewachsenen Zustand etwa 6 m in alle Richtungen und kann sogar wuchernd wachsen. Er eignet sich daher eher für große Gärten. Winterhart und anspruchslos bereitet er keine besonderen Schwierigkeiten und gedeiht in allen Bodenarten an sonnigen bis halbschattigen Standorten.
Für weitere Informationen lesen Sie unser ausführliches Dossier „Holunder: pflanzen, kultivieren, zurückschneiden“.

Blüten und Beeren des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra)
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare