6 Kletterpflanzen mit dekorativen Früchten

6 Kletterpflanzen mit dekorativen Früchten

Bunte, besondere Früchte für einen lebendigen Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 30. November 2025  durch Marion 6 min.

Unsere Auswahl: 6 Kletterpflanzen mit dekorativen, teils essbaren Früchten – Farbe für den Garten im Winter.

Schwierigkeit

Rose 'Francis E. Lester': weiße Kaskade mit orangefarbenen Hagebutten

Die Sorte ‘Francis E. Lester’ vereint viele Vorzüge. Sie ist eine robuste Rambler-Rose, anspruchslos und recht widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten. Ihr Charme ist schlicht und natürlich.

Die einmalige Blüte erscheint zwischen Juni und Juli. Dann ist die Rose überreich mit einfachen, weiß bis zum Rand rosafarben nuancierten Blüten bedeckt. Die Sorte duftet ebenfalls angenehm und verströmt moschusartige Noten.

Danach entwickeln sich aus den Blüten hübsche dekorative Früchte, die aus Achänen bestehen: Hagebutten. Sie stehen in Trauben und leuchten orange. So setzen sie mehrere Wochen lang zum Saisonende farbige Akzente. Selbst im Winter bleiben sie an den kahlen Zweigen, wenn im Garten nur wenig Vegetation zu sehen ist. Eine ideale Sorte zur Förderung der Biodiversität im Garten: Ihre Blüten sind bienenfreundlich und ihre Früchte bei Vögeln sehr beliebt.

Das Laub dieser Rose ist glänzend dunkelgrün und färbt sich im Herbst kupferorange, bevor es abfällt – harmonisch zu den Früchten.

Die Rose ‘Francis E Lester’ wächst in normalem Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Sie passt in jeden Gartenstil, sofern genügend Platz für ihre Wuchsform vorhanden ist: 4 Meter Höhe und 2 Meter Breite. Diese Rose schmückt elegant einen alten Baum, verdeckt eine Mauer oder erklimmt eine Pergola.

dekorative Hagebutte, Hagebuttenrose, Kletterrose mit Früchten

Früchte der Rose ‘Francis E. Lester’

Hopfen: aromatische und dekorative Zapfen

Der Hopfen (Humulus lupulus) ist eine Kletterpflanze mit windenden Trieben, die sich selbstständig an allen verfügbaren Rankhilfen festhalten kann. Diese mehrjährige Liane wächst besonders schnell und kann innerhalb einer einzigen Saison mehrere Meter erreichen.

Geschätzt wird sie für ihre großen, schönen, eingeschnittenen Blätter, die an Weinblätter erinnern. Im Herbst verfärben sie sich, bevor sie abfallen.

Hopfen ist seit Jahrhunderten vor allem für die Verwendung seiner aromatischen Früchte zur Bierherstellung bekannt. Dabei handelt es sich um die hängenden weiblichen Kätzchen in eiförmiger Form, auch „Zapfen“ genannt, die nach der Sommerblüte die Früchte hervorbringen. Diese bestehen aus etwa 3 mm langen Achänen und sitzen in der Blattachsel eines großen Hochblatts. Sie entstehen nur an weiblichen Pflanzen nach der Befruchtung durch eine männliche Pflanze. Die sehr dekorativen weiblichen Kätzchen wirken schuppig und erinnern an Kiefernzapfen. Zunächst leuchten sie kräftig grün, nehmen bei der Reife gelbe Farbtöne an und werden später braun. Die duftenden Zapfen sind mit einem gelblichen, pulverartigen Harz (Lupulin) bedeckt. Sie werden sowohl wegen ihrer zugeschriebenen therapeutischen Eigenschaften als auch zur Dekoration in hübschen Blumenarrangements verwendet.

Diese pflegeleichte, anspruchslose und robuste Kletterpflanze eignet sich für sonnige bis halbschattige Standorte und begrünt schnell ein Rankgerüst oder einen unansehnlichen Bau.

Mehr dazu: „Hopfen, Humulus lupulus: Pflanzung, Anbau und Verwendung“.

Hopfen

Hopfenzapfen (Humulus lupulus)

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Chinesisches Spaltkölbchen: essbare Beeren mit besonderen Eigenschaften

Die Schisandra chinensis ist eine sommergrüne Liane aus China, die für ihre Früchte bekannt ist, die auch „Beeren mit 5 Geschmacksrichtungen“ genannt werden.

Die Blüte in weißen Trauben erscheint am Ende des Frühlings. Anschließend schmückt sich unsere Kletterpflanze mit leuchtend roten Beeren von etwa 6 mm Durchmesser, die in bis zu 20 cm langen Trauben zusammenstehen. Sie sind besonders dekorativ und haben außerdem den Vorteil, essbar zu sein. In der chinesischen Medizin werden diese Beeren wegen ihrer Wirkung geschätzt. Sie werden getrocknet oder zu Pulver verarbeitet, können aber auch frisch verzehrt werden. Ihr Name geht auf ihren Geschmack zurück, der angeblich die 5 Geschmacksrichtungen vereint: salzig, süß, sauer, scharf und bitter. Die Ernte erfolgt am Ende des Sommers und zu Beginn des Herbstes, etwa von August bis Oktober. Als diözische Pflanze kann die Schisandra nur Früchte tragen, wenn mindestens eine männliche und eine weibliche Pflanze vorhanden sind.

Winterhart und wüchsig kann diese Kletterpflanze im ausgewachsenen Zustand bis zu 10 Meter hoch werden. Die pflegeleichte und wenig krankheitsanfällige Pflanze muss lediglich an einem Spalier befestigt werden, damit sie gut wächst. Bieten Sie ihr einen nährstoffreichen, frischen und feuchten Boden an einem hellen Standort.

Mehr erfahren: „Schisandra: Pflanzung, Beerenernte und Pflege“.

Frucht mit 5 Geschmacksrichtungen

Rote Früchte von Schisandra chinensis

Wilder Wein: hübsche blaue Beeren für Vögel

Der Parthenocissus quinquefolia ist als Wilder Wein bekannt. Seine unscheinbare Sommerblüte macht kleinen, etwa 5 mm großen, schön blau-schwarzen Beeren Platz. Sie stehen in kleinen Trauben an den Enden leuchtend roter Triebe. Die Früchte sind sehr dekorativ, aber nicht essbar – anders als die der Weinrebe. Vögel freuen sich jedoch darüber, besonders im Winter, wenn das Nahrungsangebot knapp wird.

Das gezähnte Laub ist glänzend dunkelgrün, bevor es sich im Herbst flammenrot färbt und anschließend abfällt.

Diese großwüchsige Kletterpflanze kann bei Reife in alle Richtungen bis zu 10 Meter erreichen. Sie bildet Haftscheiben, mit denen sie sich selbstständig an allen Untergründen festhält, ohne diese zu beschädigen. Ideal, um eine Mauer oder Fassade an einem schattigen bis halbschattigen Standort schnell zu begrünen.

Winterhart, leicht zu kultivieren und krankheitsunempfindlich ist sie auch für Gartenanfänger ideal. Lediglich ein Pflegeschnitt ist nötig, um ihren üppigen Wuchs zu bändigen.

Mehr erfahren: „Wilder Wein: Pflanzung, Pflege, Rückschnitt“.

Wilder Wein Frucht, Wilder Wein Beere

Früchte von Parthenocissus quinquefolia

Doldenrebe Ampelopsis glandulosa maximowiczii: mehrfarbiger Fruchtschmuck

Ampelopsis glandulosa ‘Maximowiczii’ ist eine weitere Jungfernrebe. Als dekorative Kletterpflanze ist sie vor allem wegen ihrer dekorativen Früchte interessant. Die Fruchtreife beginnt im Herbst und Winter, nach der Blüte. Dann zeigt unsere Kletterpflanze bezaubernde kleine, leicht bereift wirkende Beeren mit 5 bis 8 mm Durchmesser. Ihren besonderen Charme verdanken sie vor allem ihrem wechselnden Farbenspiel. Zunächst hellgrün, färben sich die kleinen Perlen überraschend türkisblau, mitunter auch rosa und mauve, bevor sie violett werden. Die bunten Beeren harmonieren wunderbar mit dem leuchtend grünen Laub, das sich zum Saisonende flammenrot färbt. Auch Vögel schätzen die Beeren sehr.

Sie wächst weniger stark als die Jungfernrebe Parthenocissus und erreicht ausgewachsen etwa 4 bis 5 m in alle Richtungen. Winterhart, anspruchslos und robust, rankt sie sich mithilfe ihrer Ranken an einer Rankhilfe oder Pergola empor.

Jungfernrebe mit blauen Früchten, Kletterpflanze mit blauen Beeren

Früchte von Ampelopsis glandulosa ‘Maximowiczii’

Lonicera periclymenum: Blüten und Früchte zugleich

Das Wald-Geißblatt Lonicera periclymenum, wie die Sorte ‘Scentsation’, ist eine blühende Kletterpflanze mit hohem Zierwert. Von Juni bis September zeigt es zunächst weiße und gelbe Röhrenblüten, die unglaublich duften und den Garten zum Leuchten bringen und mit ihrem Duft erfüllen.

Ab Juli erscheinen parallel die ersten Früchte und verstärken den Zierwert der Pflanze zusätzlich. Die kleinen Beeren leuchten in einem schönen, durchscheinenden Rot, das sie wie Johannisbeeren aussehen lässt, und haben einen Durchmesser von etwa 8 mm. Sie stehen in bezaubernden Trauben zusammen und bleiben bis weit in die Saison hinein erhalten. Diese Früchte, die für Säugetiere nicht essbar sind, bereiten wie so oft den Vögeln große Freude. Ergänzt wird das Ganze durch grünes, ledriges, immergrünes Laub, sofern im Winter keine allzu starken Fröste auftreten.

Dieses Geißblatt bleibt mit maximal 3 m Höhe und 2 m Breite eher klein. Es lässt sich daher auch in kleinen Gärten oder im Topf auf Terrasse und Balkon kultivieren. Es ist winterhart und gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten in einem stets feuchten Boden.

Mehr erfahren: „Geißblatt: Pflanzung, Rückschnitt und Pflege“.

Frucht des Kletter-Geißblatts, Frucht des Wald-Geißblatts

Früchte von Lonicera periclymenum

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