7 winterharte Sukkulenten
Kakteen und Sukkulenten auch im Norden
Inhaltsverzeichnis
Eine Sukkulente (auch Malakophyt genannt) ist eine fleischige Pflanze, die an das Überleben in trockenen Lebensräumen und damit an extreme Trockenheit angepasst ist, indem sie Wasser in Blättern, Stängeln oder Wurzeln speichert. Der Begriff „sukkulent“ hat daher nichts mit Gastronomie zu tun, sondern bezieht sich auf den „Saft“, den dicken, zähflüssigen Pflanzensaft im Inneren der Pflanze. Zu den Sukkulenten zählen „fette Pflanzen“ wie Fetthenne und Sedum, Hauswurz, Agave, einige tropische Wolfsmilchgewächse … und Kakteen wie Feigenkakteen. Obwohl sie vor allem in warmen, trockenen Regionen der Erde vorkommen, sind manche Sukkulenten und Kakteen dennoch winterhart genug, um bei uns im Garten ausgepflanzt zu werden.
→ Entdecken wir wirklich winterharte Sukkulenten für eine dauerhafte Pflanzung im Garten.
Hinweis: Die Winterhärte einer Pflanze hängt von vielen Faktoren ab, etwa ihrem Standort in Sonne und Wind, einem durchlässigen oder verdichteten Boden, der Dauer von Frostperioden und sogar dem Alter der Pflanze oder dem Pflanzzeitpunkt. Um sicherzugehen, dass eine bestimmte Pflanze bei Ihnen tatsächlich winterhart ist, genügt es nicht, nur ihre theoretische Frosthärte zu betrachten. Zum Glück hat Promesse de Fleurs die App Plantfit entwickelt, die Sie dabei unterstützt. Sie berät Sie optimal bei der Auswahl Ihrer künftigen Pflanzen.
Hauswurz oder Sempervivum
Hauswurz oder Sempervivum sind kleine, sehr winterharte Sukkulenten aus Bergregionen. Hauswurz bildet Rosetten aus fleischigen Blättern. Sempervivum tectorum, die Dach-Hauswurz, ist in Frankreich weit verbreitet. Sempervivum arachnoideum, die Spinnweben-Hauswurz, bezaubert dagegen mit Rosetten und feinen weißen Fäden. Außerdem gibt es tausende Zuchtsorten in einer großen Vielfalt an Formen und Farben. Das Laub kann grün, rötlich, orange, bronzefarben oder purpur sein, manchmal fast schwarz … Auch die Blüten sind sternförmig und meist rosa, rot oder gelb.
Hauswurz bevorzugt sonnige, steinige Standorte. Wichtig ist ein gut drainierender Boden, damit keine Staunässe entsteht. Pflanzen Sie Hauswurz auf eine Mauer, ein Dach, in einen sonnigen Steingarten oder in einen Topf …
→Mehr erfahren: Hauswurz-Sempervivum: Pflanzung, Anbau und Pflege

Hauswurz oder Sempervivum begeistert mit einer großen Farbenvielfalt
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7 Kaktus- und Sukkulenten-KlassikerFetthenne und Hylotelephium
Fetthennen oder Sedum gehören zu den winterhärtesten und widerstandsfähigsten Sukkulenten. Man unterscheidet im Allgemeinen zwei große Gruppen der Fetthenne:
- Die kleinen, kriechenden Fetthennen, die sich der Form des Bodens anpassen und selten höher als 10 bis 15 cm werden. Während der Blüte entstehen so schöne Teppiche aus kleinen, sternförmigen Blüten in Gelb, Rosa oder Weiß. Dazu gehören Sedum acre oder Sedum spurium. Die meisten dieser Fetthennen werden zur Begrünung von Dächern verwendet. Das Laub kann unterschiedliche Farben annehmen (Purpur, Gelb, Rot, Grün …), wodurch sie besonders dekorativ wirken.
- Die großen Fetthennen mit aufrechter Wuchsform. Dazu gehört Hylotelephium spectabile, früher Sedum spectabile, oder die Herbst-Fetthenne, die eine Höhe von 60 cm erreichen kann. Hylotelephium werden im Beet, als Einfassung oder im Topf verwendet. Die rosafarbenen oder weißen Blüten stehen in dichten, abgeflachten Blütenständen. Auch nach der Blüte bleiben die getrockneten Blütenstände dekorativ, selbst mitten im Winter. Das Laub kann grün, purpurfarben oder sogar panaschiert sein.
Die Wurzeln der Fetthennen dringen nur wenig tief in den Boden ein. Daher können sie mit sehr wenig Substrat wachsen. Aus diesem Grund findet man sie in der Natur auf Mauern, Dächern, Felsen und Klippen … wie beispielsweise Sedum reflexum. Fetthennen und Hylotelephium sind in der Regel bis -15 °C winterhart. Sie bevorzugen einen sonnigen Standort und eine gute Drainage.

Kriechende oder hohe Fetthennen,
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Opuntie oder Feigenkaktus
Opuntien, Feigenkakteen oder Kaktusfeigen sind äußerst charakteristische Kakteen mit abgeflachten, gliedrigen Trieben, die an Feigenkakteen erinnern. Sie haben flache, ovale, fleischige Triebe mit kleinen Polstern, aus denen die Dornen wachsen. Opuntien bieten außerdem eine schöne Blüte: Ihre Blüten sind groß und besitzen zahlreiche Blütenblätter in warmen Farben (oft Gelb, Orange, Rot …). Viele Opuntien-Arten sind ausreichend winterhart (bis -20 °C), um bei uns kultiviert zu werden, vorausgesetzt, sie erhalten einen sonnigen Standort und ein drainierendes Substrat.
Dies gilt für Opuntia engelmanii, Opuntia compressa und Opuntia sanguinicola, aber auch für Cylindropuntia imbricata, einen ungewöhnlichen botanischen Verwandten der Opuntien, der statt flacher Triebe zylindrische, höckerige Formen entwickelt.
→Mehr erfahren Sie in Opuntien: pflanzen, kultivieren und pflegen.

Opuntia compressa und Cylindropuntia imbricata
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Kakteen im Garten pflanzen?Aloen
Einige Aloen können in gut drainiertem Boden Temperaturen bis -10 °C standhalten. Dies gilt für Aloe striatula und Aloe aristata.
Aloe striatula ist eine strauchförmig wachsende Aloe, die bis zu 1,50 Meter hoch und im Alter bis zu 2 Meter breit wird. Ihre Blätter sind lang, schmal, fleischig und sehr spitz zulaufend. Diese Aloe bildet im späten Frühjahr eine üppige gelbe Blüte in Form länglicher Ähren mit zahlreichen Röhrenblüten. Sie ist relativ winterhart und verträgt in drainierendem Boden bis zu -10 °C. Wählen Sie dennoch einen sehr sonnigen Standort.
Aloe aristata ist eine kleinwüchsige Aloe-Art. Diese Staude bildet eine runde Rosette direkt über dem Boden mit fleischigen, länglichen Blättern, deren Rand von weichen Zähnen gesäumt ist. Das Laub ist dunkelgrün und weiß-silbern gesprenkelt. Im späten Frühjahr oder frühen Sommer erscheinen schöne, sehr dunkle Blütenstände mit Ähren, in denen sich angenehm korallenrosa Blüten öffnen. Aloe aristata gedeiht auch in der Sonne und in gut drainiertem Boden. Diese Aloe ist bis -12 °C winterhart.
→Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber Aloe: Pflanzen, Kultur und Pflege.

Links Aloe aristata, rechts Aloe striulata (© Leonora Enking)
Agaven
Die Agave ist eine prächtige Sukkulente aus ariden Regionen, die Sonne sowie durchlässige, nährstoffarme Böden liebt und dort bis etwa -10 °C winterhart sein kann.
Am häufigsten kultiviert wird Agave americana oder Amerikanische Agave. Sie bildet eine Rosette aus fleischigen, blaugrünen Blättern, die manchmal panaschiert sind (wie bei Agave americana ‘Variegata’). Die Rosette kann in alle Richtungen 1 m groß werden, doch der Blütenstand kann eine Höhe von 8 m erreichen. Leider stirbt die monokarpische Pflanze nach der Blüte ab. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge: Am Wurzelstock erscheinen zahlreiche Wurzelschösslinge.
Weitere, noch winterhärtere, aber kompaktere Agaven können im Garten kultiviert werden: Agave montana, Agave neomexicana, Agave havardiana, Agave stricta ‘Nana’ und Agave ovatifolia. Alle benötigen dieselben Kulturbedingungen wie Agave americana.
Hinweis: Die Blattspitzen und -ränder sind mit großen Dornen besetzt. Besonders bei kleinen Kindern und Haustieren ist daher Vorsicht geboten.
→ Mehr erfahren Sie in den Beiträgen Agave: Pflanzen, kultivieren und pflegen und Agaven: die winterhärtesten Sorten

Links Agave americana. Oben links: Agave montana (© Megan Hansen), Agave havardiana und unten rechts Agave ovatifolia ‘Wave Tongue’ (© Cultivar 413)
Mittagsblumen
Die Mittagsblume, auch Delosperma oder Eiskraut, ist ein noch wenig bekanntes Bodendeckergewächs. Dabei hat sie viele Vorzüge: eine üppige, leuchtende Blüte von Juni bis zum Herbst, einen kräftigen Wuchs und die Fähigkeit, sich leicht anzusiedeln. Diese Staude benötigt keine Pflege und erweist sich sogar als hervorragende Alternative zum Rasen an schwierigen, vernachlässigten Stellen im Garten.
Die verbreitetste Art ist Delosperma cooperi: Sie ist in wunderschönen Kultivaren in verschiedenen Farben (Rosa, Mauve, Gelb, Orange …) sowie in neuen, unverzichtbaren Sorten wie Delosperma ‘Wheels Of Wonders’ erhältlich.
Die Mittagsblume gedeiht in voller Sonne sowie in trockenem, sehr gut durchlässigem Boden. Sie eignet sich hervorragend für Steingärten, trockene Böschungen, Mauerkronen, Pflanzgefäße und Ampeln. Sie ist bedingt winterhart und hält normalerweise Temperaturen bis -8 °C stand. In Regionen mit strengeren Wintern empfiehlt sich die Kultur im Topf und eine frostfreie Überwinterung.
Hinweis: Pflanzen Sie Delosperma cooperi nicht in der Nähe natürlicher Lebensräume im Mittelmeerraum! Die Pflanze könnte aus dem Garten „entkommen“ und für die heimische Flora problematisch werden.
→Weitere Informationen finden Sie unter Mittagsblume, Delosperma: Pflanzen und Kultivieren.

Delosperma cooperi
Dickblatt für draußen
Crassula, auch Jadestrauch genannt, kennt man vor allem als Zimmerpflanze, etwa Crassula radicans oder Crassula ovata. Doch es gibt eine Art der Gattung Crassula, die sich als erstaunlich winterhart erweist: Crassula sarcocaulis, das Dickblatt mit fleischigen Stängeln.
Dieses aus Südafrika stammende Dickblatt bildet einen verzweigten kleinen Strauch (30 cm in alle Richtungen) mit dicken Stängeln. Das Laub ähnelt kleinen hellgrünen Nadeln. Von Mai bis September erscheinen zahlreiche kleine rosarote Blüten. Crassula sarcocaulis benötigt einen mageren, trockenen und sehr gut drainierten Boden. Unter diesen Bedingungen kann die Winterhärte erstaunlich sein und bis zu mindestens -12 °C betragen.

Crassula sarcocaulis
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