9 winterharte, trockenheitsverträgliche Stauden

9 winterharte, trockenheitsverträgliche Stauden

Auswahl winterharter, trockenheitsverträglicher Stauden

Inhaltsverzeichnis

Wenig Wasser, viel Schönheit: winterharte, trockenheitsverträgliche Stauden und Bodendecker für jeden Boden und jedes Klima – gelassen gärtnern.

Schwierigkeit

Indigolupine für magere Böden

Die Baptisia oder Indigolupine ist eine sommergrüne, kälte- und trockenheitsverträgliche Staude. Sie wird 60 cm bis 1,50 m hoch. Ihr grün bis graublau gefärbtes Laub erinnert an Klee. Die bienenfreundliche Blüte erscheint von spätem Frühjahr bis Sommer in aufrechten Kerzen. Die in Trauben angeordneten Schmetterlingsblüten erinnern unweigerlich an echten Lupin. Das Farbspektrum reicht von Blau, Weiß, Gelb, Purpur und Bronze bis zu verschiedenen Mischfarben. Die langsam wachsende Baptisia kann sehr alt werden. Wählen Sie einen sonnigen, gut drainierten Standort, auch wenn er trocken, steinig oder nährstoffarm ist. Die Baptisia nimmt Stickstoff aus der Luft auf und bindet ihn im Boden. So reichert sie den Boden an, auf dem sie wächst. Winterhart bis -25 °C, eignet sie sich ideal für schwer zu begrünende Flächen.

Indigolupine

Baptisia ‘Pink Lemonade’ und Baptisia ‘Sparkling Sapphires’ inmitten der vielen leuchtenden Farben der Indigolupine

Fetthenne: Trockenheitsprobe

Fetthennen (Sedum) sind Pflanzen mit sukkulentem Laub und daher besonders trockenheitsverträglich. Auch Hylotelephium genannt, lassen sie sich grob in zwei Kategorien unterteilen. Kriechende Sedum werden 10 bis 15 cm hoch und haben oft immergrünes, feines und eher längliches Laub. Sie werden häufig in Steingärten, auf Trockenmauern oder für Dachbegrünungen verwendet. Hohe Sedum oder Fetthennen wachsen dagegen aufrecht, erreichen bis zu 60 cm und wirken wunderbar im Beet. Ihr sommergrünes Laub ist breiter und flacher. Alle bilden zahlreiche kleine sternförmige Blüten. Sie sind bienenfreundlich und blühen in verschiedenen Farben (Weiß, Rosa, Rot, Gelb, Orange oder sogar mehrfarbig) vom Frühjahr bis zum Herbst. Auch das Laub kann sehr dekorativ sein und bietet eine große Vielfalt an Farbtönen. Für jeden gut drainierten Boden geeignet, überstehen Sedum Trockenheit problemlos und halten Wintertemperaturen von etwa -15 °C bis -20 °C ohne Weiteres aus.

Fetthenne

Sedum takesimense ‘Atlantis’, Bodendecker für den Steingarten, und Sedum ‘Autumn Joy’, hohe Fetthenne fürs Beet

Kriechende Hornnarbe: Bodendecker ohne Bewässerung

Ceratostigma plumbaginoïdes ist ein Bodendecker, der weder Hitze und Trockenheit noch Kälte scheut. Zwar vertrocknet sein oberirdischer Teil im Winter, doch der unterirdische Teil hält etwa -15 °C aus und treibt im fortgeschrittenen Frühjahr wieder aus. Der schnell wachsende Bodendecker breitet sich über Rhizome aus und bildet einen etwa 30 cm hohen Teppich. Die Bleiwurz ist dank ihres kleinen Laubs dekorativ: Ab September färbt es sich von Grün zu leuchtendem Rot bis Himbeerrosa und bildet einen auffälligen Kontrast zu den blauen Blüten, die die Pflanze im Sommer und teilweise im Herbst bedecken. In nährstoffreichem Boden kann sich die Staude stark ausbreiten, lässt sich aber problemlos in Schach halten. Auch armer, magerer und sogar sandiger Boden schreckt sie nicht. Geben Sie ihr einen sonnigen Standort in durchlässigem, auch kalkhaltigem Boden. Sie ist eine hervorragende, widerstandsfähige und robuste Pflanze, die einen großen Teil des Jahres schön bleibt.

Das wunderschöne Blau von Ceratostigma plumbaginoïdes

Geranium macrorrhizum: immergrün für trockenen Schatten

Was wächst an schwierigen, schattigen und trockenen Stellen im Garten, besonders zwischen Baumwurzeln? Die Lösung: Geranium macrorrhizum. Dieser Storchschnabel verträgt fast alles, vor allem Trockenheit und Frost. Als immergrüne Staude bildet sein aromatisches, leicht behaartes Blattwerk einen etwa 30 cm hohen, dichten Teppich, der Unkraut unterdrückt. Im Herbst färbt es sich oft wunderschön rötlich. Die Blüte ist zwar dezenter als bei anderen Arten, aber dennoch dekorativ. Weiße oder rosafarbene Blüten erhellen zwischen Frühling und Sommer den Fuß von Hecken und Bäumen sowie Beete. Da die Pflanze kaum Pflege benötigt, ist sie nahezu unverwüstlich – und dank ihrer Winterhärte bis -20 °C für alle Regionen geeignet.

Geranium vivace

Geranium macrorrhizum

Woll-Ziest für kalkhaltige Küsten

Stachys byzantina: Dichter Bodendecker mit silbrigem, weichem Laub, hitze- und trockenheitsverträglich, winterhart bis -20 °C, für kalkhaltigen Boden.

Mannstreu: dekorativ und schlicht

Eryngium, auch dekorative Disteln, sind winterharte Stauden, die lange Trockenheit und Winterkälte vertragen. Als originelle, dekorative Pflanze bietet der Mannstreu je nach Art sommergrünes bis immergrünes Laub, oft dornig, in Tönen von Grün über Metallblau bis Silber, teils auch panaschiert. Die meist sommerliche Blüte ist ein weiterer Pluspunkt. An stark verzweigten Stängeln erscheinen mehr oder weniger runde, kuppelförmige Blütenstände, oft eindrucksvoll von sternförmigen Hochblättern eingerahmt. Die Blüten sind meist blau, manche Sorten jedoch weiß, rot, mauve oder grau. Je nach Art wird der Blaue Mannstreu nur 30 cm hoch oder erreicht fast 2 m. Er liebt warme, sonnige Standorte und unbedingt durchlässigen, auch armen, aber eher tiefen Boden. Seine Winterhärte reicht von -15 °C bis -25 °C; auch Salz verträgt er.

Dekorative Distel

Eryngium ‘Jos Eijking’, eine prächtige Staude für trockenen, durchlässigen Boden

Federgras: Anmut und Leichtigkeit

Stipa sind beliebte Ziergräser, die sich durch einfache Kultur, Anspruchslosigkeit, Trockenheitsverträglichkeit und Schönheit auszeichnen. Sie werden wegen ihres Laubs wie bei Stipa tenuifolia oder wegen ihrer Blütenstände (Stipa gigantea, Stipa pennata, Stipa pulcherrima) kultiviert. Alle verleihen einer Pflanzung Eleganz und Leichtigkeit, die durch ihre Bewegung im Wind noch verstärkt werden. Während die niedrigsten Arten meist nicht höher als 50 bis 60 cm werden, ermöglichen die Riesen-Federgräser schöne vertikale Akzente im Hintergrund oder in der Mitte von Beeten. Die meisten sind unempfindlich gegenüber Wind (Stipa gigantea kann stärker darunter leiden), Regen und salzhaltiger Gischt, sind bis -10 °C bis -20 °C winterhart und behalten auch im Winter eine schöne Wirkung. Pflanzen Sie sie an einen vollsonnigen Standort in armen, durchlässigen, auch kalkhaltigen Boden. Diese wassersparenden Ziergräser ergänzen sonnige Beete, Böschungen, trockene Steingärten und Kiesgärten unabhängig vom Stil Ihres Gartens mit großer Anmut.

Ziergras

Stipa pennata, Stipa arundinacea und rechts Stipa gigantea

Sonnenröschen, Blumen der Sonne

Das Sonnenröschen ist eine Staude mit verholzenden Trieben. Als Sonnen- und Wärmeliebhaberin scheut sie weder heiße noch trockene Sommer, ihr größter Feind ist schlecht drainierter Boden, besonders im Winter. Die Pflanze bildet eine niedrige, buschige und ausgebreitete Wuchsform und eignet sich daher hervorragend als Bodendecker. Das immergrüne bis halbimmergrüne Laub ist mehr oder weniger silbriggrün und bildet den Rahmen für eine lange Blüte, die sich vom Frühjahr bis zum Spätsommer erstreckt. Die Blütenfarben reichen von Weiß bis Gelb sowie verschiedenen Orange-, Rot- und Rosatönen. Als bienenfreundliche Blüten öffnen sie sich nur in voller Sonne und schließen sich bei Einbruch der Dunkelheit. Das an trockene, nährstoffarme Böden angepasste Helianthemum verträgt auch Kalk und trotzt Wind und Salz. Sehr gut an das Mittelmeerklima angepasst, bringt diese Staude Farbe und Freude in trockene Steingärten, Böschungen und Beete; ihre Kultur ist völlig unkompliziert, auch im Topf. Natürlich darf sie in dieser Auswahl nicht fehlen, denn ihre Winterhärte ist zudem sehr gut und liegt etwa bei -15 °C bis -20 °C.

Sonnenröschen

Gelbes Helianthemum ‘Elfenbeinglanz‘, rosafarbenes ‘Hartswood Ruby’ und rotes ‘Henfield Brilliant’

Dachwurz: ideal für flachgründige Böden

Sempervivum, auch Hauswurz genannt, sind trockenheitsangepasste Sukkulenten, denn sie speichern Wasser in ihrem fleischigen Laub, das schmal und lang oder flacher und breiter sein kann. Die immergrünen Blätter zeigen je nach Sorte unterschiedliche Farben, die sich im Lauf der Jahreszeiten verändern. Jede Pflanze bildet eine sehr dekorative Rosette direkt am Boden und breitet sich über Ausläufer aus, die bei Bodenkontakt Wurzeln schlagen. Die Blüte erscheint bei ausgewachsenen Pflanzen im Sommer in Form sternförmiger Blüten, meist gelb, doch einige Sorten blühen auch rosa oder sogar in Farbmischungen. Das aus den Bergen stammende Sempervivum ist sehr winterhart, übersteht Trockenperioden und wächst an den trockensten Standorten. Vermeiden Sie jedoch einen zu heißen Standort. Die Pflanze macht sich hervorragend in flachgründigen Böden, etwa in Steingärten, auf Mauerkronen oder in einer Schale auf der Terrasse, sofern der Boden gut durchlässig und nicht zu nährstoffreich ist.

Sukkulenten

Üppige Pflanzung von Sempervivum tectorum, der Dach-Hauswurz

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Winterharte Stauden für trockene Böden