Allergieauslösende oder brennende Pflanzen

Allergieauslösende oder brennende Pflanzen

Tipps für einen hypoallergenen Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 1. September 2025  durch Virginie T. 4 min.

Juckende Augen, Hautreaktionen: Pollen und Pflanzensaft machen den Garten zur Allergiefalle! Entdecken Sie geeignete Pflanzen für einen allergenarmen Garten und meiden Sie reizende Arten.

Schwierigkeit

Sie wachsen, wir husten!

Im Frühling fliegen Pollen: Hasel, Erle und Gräser lösen Allergien aus. Auch manche Pflanzen reizen die Haut oder machen sie lichtempfindlich.

Welche Pflanzen sollten Sie meiden?

Leider sind es viele … Hier eine (nicht erschöpfende) Liste der Pflanzen mit möglichem Allergiepotenzial, die vom Nationalen Netzwerk zur aerobiologischen Überwachung (RNSA) ermittelt wurden.

Pflanzen, die Atemwegsallergien auslösen

  • Bäume: Birke und andere Bäume aus der Familie der Birkengewächse wie Erle, Hasel und Hainbuche, Zypresse, Brombeere (Broussonetia papyrifera), Platane, Linde, Weide, Esskastanie, Esche, Eiche, Akazie und Ölbaum.
  • Sträucher: Einige besitzen Nesselhaare und reizen auch die Atemwege. Dazu gehören Phlomis fruticosa oder Brandkraut, Viburnum rhytidophyllum sowie Tetrapanax papyfera, auch Reispapierbaum genannt.
  • Krautige Pflanzen, insbesondere Wildpflanzen: Ambrosie, Gräser, Silbriger Beifuß, Wegerich, Sauerampfer und Brennnessel.
  • Vergessen Sie auch den Lebensbaum nicht!
Allergieauslösende, brennende und photosensibilisierende Pflanzen

Linde, Brennnessel, Phlomis fruticosa, Silbriger Beifuß

Brennende Pflanzen, die Hautreizungen verursachen

Bestimmte Pflanzen reizen mit ihren Blättern oder ihrem Pflanzensaft, Saft oder Latex die Haut und lösen bei empfindlichen Personen teils starke Verbrennungen aus. Sonnenlicht direkt danach verschlimmert die Symptome oft. Zu den stärksten Vertretern gehören:

  • Wolfsmilch (Euphorbia),
  • Doldenblütler wie Bärenklau oder Wald-Engelwurz (Heracleum maximum) und Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum),
  • brennender Pastinak (Pastinaca sativa, subsp. urens) – er trägt seinen Namen zu Recht –,
  • Wein-Raute (Ruta graveolens),
  • Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens),
  • Gift-Sumach oder Kletternder Gift-Sumach (Toxicodendron radicans),
  • Feigenbaum.
Allergieauslösende, brennende und photosensibilisierende Pflanzen

Wolfsmilch, Herkulesstaude, Feigenbaum, Kriechender Hahnenfuß

Photosensibilisierende Pflanzen

Manche Pflanzen sollte man besser nur mit den Augen berühren … Das gilt für Pflanzen, die reich an photosensibilisierenden Stoffen sind. Nach dem Kontakt lösen sie unter Sonneneinstrahlung Dermatitis aus, insbesondere die Wiesendermatitis, die durch eine übermäßige Pigmentierung der Haut, häufig in Form brauner Flecken, gekennzeichnet ist. Die betroffenen Pflanzen gehören überwiegend zur Familie der Rautengewächse und Doldenblütler. Seien Sie daher vorsichtig mit Wein-Raute (Ruta graveolens), Möhrenkraut und Fenchel.

Virginies Tipp: Tragen Sie vor der Gartenarbeit Handschuhe sowie geeignete Kleidung (lange Hosen und lange Ärmel).

Allergieauslösende, brennende und photosensibilisierende Pflanzen

Fenchel, Wald-Engelwurz, Möhrenkraut und Wein-Raute

Allergikerfreundlichen Garten anlegen?

Glücklicherweise gibt es Lösungen für einen schönen Garten trotz Allergien!

  1. Verzichten Sie unbedingt auf die oben genannten Pflanzen, die allergische Reaktionen auslösen
  2. Meiden Sie windbestäubte Arten, deren Pollen durch den Wind in der Luft verteilt werden
  3. Bevorzugen Sie insektenbestäubte Pflanzen, um den Kontakt der Pollen mit den Bronchien zu vermeiden
  4. Pflegen Sie Ihren Garten: Jäten Sie regelmäßig Unkraut und mähen Sie den Rasen, damit sich Gräser nicht ausbreiten, oder ersetzen Sie den Rasen durch Moose oder Rasenersatz
Allergieauslösende, brennende und photosensibilisierende Pflanzen

Bevorzugen Sie insektenbestäubte Pflanzen

Was pflanzen, um Allergien im Garten zu reduzieren?

Der erste Schritt zu einem allergenarmen Garten ist die richtige Pflanzenauswahl. Ziel: möglichst wenig Pollen und keine brennenden Pflanzen.

  • Vergessen Sie Alleen aus Platanen oder Hecken aus Zypressen und Lebensbäumen!
  • Für blühende Beete pflanzen Sie Ginster, Akazien, Löwenmäulchen, Fingerhut und Rittersporn.
  • Setzen Sie auf einen Zen-, Stein- oder japanischen Garten aus mineralischen Elementen (Kies, Schiefer, mineralischem Mulch), bevölkert mit Bambus, wolkenförmig geschnittenen Kiefern (Niwaki) und Ilex crenata.
  • Übernehmen Sie die Gestaltung eines französischen Gartens und bepflanzen Sie ihn mit immergrünen Gehölzen, die sich für häufige Rückschnitte eignen: akurat geschnittener Buchsbaum (Buxus), Pfaffenhütchen und Strauch-Geißblatt (Lonicera nitida, pileata).
  • Setzen Sie in einem mediterranen Garten Sukkulenten oder Kaktus in eine Steingartenanlage. Je nach Klima sind sie unterschiedlich winterhart (Fetthenne, Mittagsblume, Agaven, Feigenkaktus, Hauswurz und Mangaven). Sie geben keinen Pollen an die Luft ab. Auch Salbei und Lavendel sind geeignet.
  • Setzen Sie auf Moorbeetpflanzen (außer Heide), etwa Azaleen und Alpenrosen sowie Kamelien. Sie blühen besonders reich und sind ebenfalls eine gute Wahl.
  • Gestalten Sie schattige Gartenbereiche mit Funkien, Farnen, Moosen (Sagina subulata, Scleranthus uniflorus) und Aronstab.
  • Blühen Sie Ihren Garten unbesorgt mit gefüllt blühenden, pollenfreien Pflanzen auf: Rosen, Storchschnabel und Narzissen sowie Kletterpflanzen wie Geißblatt, Jasmin, Gefleckter Aronstab und Blauregen, die keine Allergien auslösen.
  • Auch an einem Gartenteich besteht kein Risiko mit aquatischen Pflanzen wie Seerosen, die ihre Pollen über das Wasser verbreiten, oder mit Uferpflanzen: Iris, Kleinköpfiger Knöterich, Blutweiderich und Gedrängtblütiger Gilbweiderich, ausgenommen Wolfsmilch.
  • Im Kräuterbeet pflanzen Sie Minze, Melisse, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Schnittlauch und Basilikum sowie Koriander, die keine Allergien auslösen.

Ein mediterraner Garten … ganz ohne Allergiesorgen!

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