Anguria-Gurke anbauen: besonderes Fruchtgemüse
Alle Tipps zum Säen, Pflanzen und Pflegen dieses exotischen Gemüses
Inhaltsverzeichnis
Für mehr Abwechslung in Garten und Küche ist die Anguria-Gurke (Cucumis auguria) ideal! Diese kleine Gurke, auch „Angurie des Antilles“, „Braune Gurke“ oder „Dornige Gurke“ genannt, bringt alles mit, um in Ihren Garten einzuziehen und Ihre Besucher zu überraschen! Die rankende Gemüsepflanze aus der Familie der Kürbisgewächse ist zwar unscheinbar, doch ihre Früchte fallen sofort ins Auge. Anders als die in unseren Gemüsegärten verbreiteten Gurken ist die Anguria-Gurke Oval, etwa Ei-förmig und mit weichen Dornen bedeckt. Ihr Geschmack erinnert an unsere Gurken: nicht bitter, aber mit einer leicht süßen Note.
Im Garten wird die Anguria-Gurke wie ihre Verwandten kultiviert. Sie braucht Wärme, einen fruchtbaren Boden und regelmäßige Wassergaben. Ihre Kultur ist also nicht besonders anspruchsvoll. Dafür können Sie kleine pflanzliche Raritäten auf den Tisch bringen.
Erfahren Sie, wie Sie dieses außergewöhnliche Fruchtgemüse säen, pflanzen und pflegen.
Mehr dazu: Gurke und Einlegegurke: Aussaat, Pflanzung, Anbau, Rückschnitt
Anguria-Gurke – was genau ist das?
Wie die Gurke ist auch die Anguria-Gurke (Cucumis auguria) ein exotisches Gemüse, das ursprünglich aus Ostafrika stammt. Nach ihrer Einführung in Amerika hat sich die Pflanze mit ihren kriechenden Stängeln in Lateinamerika und im Süden der USA sowie auf den Antillen eingebürgert. Dort wurden die Samen über Jahre ausgewählt.
Als Mitglied der Familie der Kürbisgewächse wird diese Pflanze in unseren Breiten einjährig kultiviert und bildet kleine Früchte von etwa 4 cm Länge und 3 cm Breite. Kurz gesagt: Sie sind etwa so groß wie ein Hühnerei! Die kleinen Früchte fallen durch ihre ungewöhnliche Form auf: Sie sind länglich und vor allem mit weichen Dornen besetzt, die nicht verletzen. Diese Auswüchse erinnern eher an die Stacheln der Rosskastanienhülle als an Dornen. Daher stammt auch der Beiname „Kastaniengurke“. Die Schale wechselt bei Reife von Grün zu Gelb und verbirgt ein durchscheinendes Fruchtfleisch mit kleinen, knackigen Samen.

Die Blüte der Anguria-Gurke (©Flo Gèn für Wikimedia Commons)
Die Pflanze wächst schnell. Sie bildet lange Stängel, die bis zu 3 m lang werden. Die verzweigten Stängel tragen dreilappige, handförmig geteilte und besonders behaarte Blätter. Sie können am Boden kriechen oder an einer Rankhilfe emporwachsen. Die leuchtend gelbe Blüte erscheint von Juni bis September. Die Blüten sind monözisch.
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Aufgrund seiner Herkunft braucht die Antillen-Gurke sowohl für die Keimung der Samen als auch für das eigentliche Wachstum unbedingt Wärme. Daher ist dieses Gemüse in Regionen mit heißen Sommern ertragreicher. Wie bei „gewöhnlichen“ Gurken erfolgt die Aussaat im Warmen, und die Keimlinge werden erst nach dem endgültigen Ende der späten Frühjahrsfröste ins Freiland gesetzt.
Die Aussaat von Cucumis auguria
Die Samen der Antillen-Gurke werden im April in Anzuchttöpfe gesät und an einem sehr hellen, warmen Ort bei mindestens 22 bis 25 °C aufgestellt. Dies entspricht der Keimtemperatur der Samen von Cucumis auguria. Ein Wintergarten ist ideal.
Die Aussaat erfolgt in leicht angefeuchtete Anzuchttöpfe mit spezieller Aussaaterde. Säen Sie 2 bis 3 Samen pro Topf etwa 1 cm tief aus und gießen Sie vorsichtig. Um die Keimung zu fördern, können Sie die Töpfe mit einer Glas- oder Plexiglasscheibe abdecken. Lüften Sie regelmäßig.
Sobald die Keimlinge 3 Blätter (ohne Keimblätter) haben, können sie im Garten ins Freiland gepflanzt werden. In Regionen mit häufigen späten Frühjahrsfrösten sollten Sie vorsichtshalber bis Mitte Mai warten.
Die Pflanzung ins Freiland
Die Antillen-Gurke wächst in jedem guten Gartenboden, bevorzugt jedoch einen humusreichen, eher tiefgründigen, lockeren und frischen, vor allem gut drainierten Boden. Je nährstoffreicher der Boden, desto besser. Deshalb empfiehlt sich im Herbst vor der Pflanzung eine Gabe gut verrotteten Komposts. Außerdem braucht sie einen sonnigen, vor kalten Winden geschützten Standort. In weniger sonnigen Regionen oder bei kürzeren Sommern ist eine Pflanzung im Gewächshaus möglich.
Da sie eine rankende Pflanze ist, braucht sie ausreichend Platz, um sich ungehindert auszubreiten. Rechnen Sie mit mindestens 2 m² pro Pflanze und somit mindestens 1 bis 1,50 m Abstand zwischen den Pflanzen. In kleineren Gärten bietet sich eine Rankhilfe an, etwa ein Zaun, ein Rankgitter an einer Mauer oder ein originelles Tipi. Führen Sie die Triebe einfach zur Rankhilfe; danach wachsen sie selbstständig weiter. Das Aufleiten bietet mehrere Vorteile: Die Früchte lassen sich leichter ernten, bleiben sauber, da sie den Boden nicht berühren, und erhalten mehr Sonne. Zudem wird das Laub seltener von Pilzkrankheiten wie Mehltau befallen, die durch zu viel Feuchtigkeit in Verbindung mit Wärme begünstigt werden.

Die Antillen-Gurke braucht Wärme (©Eugenio Hansen OFS für Wikimedia Commons)
Vermeiden Sie schließlich die Nähe zu Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Tomaten.
Wie pflegt man Anguria-Gurken?
Anguria-Gurken sind pflegeleichte Gemüsepflanzen. Rückschnitt und Düngung sind unnötig. Nur regelmäßiges Gießen ist nötig, damit der Boden feucht bleibt. Damit das Gießwasser besser wirkt, sollten Sie regelmäßig rund um die Gurkenpflanzen hacken, um den Boden zu belüften. Das Hacken ist auch wichtig, um Unkraut zu entfernen.
Um die Gießintervalle zu verlängern, ist eine Mulchschicht unerlässlich. Sie hält die Feuchtigkeit im Boden. Verwenden Sie Rasenschnitt, Laub oder Stroh …

Die Anguria-Gurke ist sehr pflegeleicht (©Frank Vincentz Wikimedia Commons)
Diese exotische Gemüsepflanze ist nicht von bestimmten Krankheiten oder Schädlingen betroffen. Nur Nacktschnecken und Schnecken können sich gelegentlich über die Jungpflanzen hermachen. Entdecken Sie unsere natürlichen Methoden, um sie fernzuhalten.
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Anguria-Gurken werden 2 bis 3 Monate nach der Pflanzung geerntet, je nach Region von Juli bis September. Sie werden unreif geerntet, wenn sie grün sind und sich gelb zu färben beginnen. Die Ernte kann sich so über mehrere Wochen erstrecken. Im Kühlschrank sind sie 2 bis 3 Tage haltbar, aber nicht länger.

Das Fruchtfleisch der Anguria-Gurke (©Flo Gèn, Wikimedia Commons)
Anguria-Gurken werden roh, in dünne Scheiben geschnitten und mit einer Vinaigrette serviert, verzehrt. Sie können auch gedämpft oder in Wasser gegart und anschließend in der Pfanne gebraten werden. Man kann sie in eine Sauce wie Colombo-Sauce geben. Traditionell werden sie auch einfach in Fleischsaft geschmort oder als Beignet zubereitet. Schließlich können sie als Würzmittel in Essig eingelegt werden.
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