Brandgefahr: 10 leicht entflammbare Pflanzen meiden

Brandgefahr: 10 leicht entflammbare Pflanzen meiden

Pflanzen, die schnell und stark brennen: Brandrisikogebiete meiden

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 1. September 2026  durch Marion 7 min.

Durch den Klimawandel werden Brände häufiger und heftiger, insbesondere begünstigt durch Hitzewellen und Dürreperioden. In Frankreich haben mehrere Brände der vergangenen Jahre gezeigt, wie gefährdet manche Waldgebiete durch Feuer sind.

Die Großbrände in der Gironde haben vor allem die hohe Brennbarkeit der See-Kiefernwälder deutlich gemacht. Alle Pflanzen können brennen, doch manche Arten entzünden sich leichter und können eine schnelle, heftige Ausbreitung des Feuers begünstigen.

Wenn Sie in einer brandgefährdeten Region leben — die Naturgefahren Ihrer Gemeinde können Sie auf der Website Géorisques einsehen —, sollten Sie bei der Pflanzenauswahl besonders sorgfältig sein. Einige besonders leicht entflammbare Gehölze sollten in der Nähe von Häusern vermieden werden. Hier sind 10 Bäume und Sträucher, die Sie für die Gestaltung eines brandgefährdeten Gartens kennen sollten.

Schwierigkeit

Pyrophytische oder pyrophile Pflanzen

Feuer schadet Pflanzen, doch Pyrophyten überleben Brände oder profitieren davon. Cistrosen, Lampenputzersträucher und Aleppo-Kiefern keimen danach besser.

Die See-Kiefer

Pinus pinaster (See-Kiefer) wächst schnell, doch Nadeln und harzige Rinde entflammen leicht; trockene Streu erhöht die Waldbrandgefahr.

Die Zypresse

Zypressen (Cupressus) sind genügsame Koniferen. Ihr aromatisches, immergrünes Blattwerk ist leicht entflammbar; trockene Blätter fördern Brände.

Der Lebensbaum

Lebensbäume (Thuja) sind ebenfalls immergrüne, anpassungsfähige und leicht zu kultivierende Nadelgehölze. Besonders als Sicht- und Windschutzhecken sind sie sehr beliebt.

Auch hier ist das an aromatischen Ölen reiche Laub leicht entflammbar.

Lebensbaum

Der Eukalyptus

Der Eukalyptus, auch Gummibaum genannt, ist ein attraktiver, immergrüner Strauch oder Baum. Er verströmt einen aromatischen Duft, und seine ätherischen Öle enthaltenden Blätter werden in der Phytotherapie geschätzt.

Diese Pflanze setzt leicht entzündliche Dämpfe frei, die die Ausbreitung von Bränden fördern. Das Laub zersetzt sich zudem nur langsam und bildet trockenes, leicht entflammbares Streu. Eukalyptus ist ein aktiver Pyrophyt: Feuer beseitigt die umliegende Pflanzenkonkurrenz. Einige Arten besitzen außerdem einen Lignotuber (verdicktes Speicherorgan mit ruhenden Knospen), aus dem sie nach einem Brand schnell wieder austreiben können.

Eukalyptus

Die Silber-Akazie

Die Silber-Akazie (Acacia dealbata) mit gelben Blütenbällen prägt die Côte d’Azur. Sie wächst schnell und kann sich ausbreiten.

Diese Pflanzen sind leicht entzündlich und fördern die Brandausbreitung. Ihr Laub sprüht Funken und brennt sehr intensiv.

Silber-Akazie

Der Bambus

Bambus begeistert mit schlanker, eleganter Silhouette und exotischem Flair. Wurzelschösslinge lassen ihn schnell große Flächen besiedeln, teils sehr invasiv. So entstehen dichte Sichtschutzwände im Garten.

Das feine Laub entzündet sich leicht und brennt schnell, besonders bei Trockenheit. Hohe, trockene Halme, die natürliche Dichte und abgestorbenes Laub als Bodenmulch fördern die Brandausbreitung zusätzlich.

Bambus

Echter Lorbeerstrauch

Echte Lorbeersträucher (Laurus nobilis), auch Echter Lorbeer oder Lorbeerbaum genannt, zählen zu den besonders feuerempfindlichen Pflanzen. Diese pflegeleichten, anpassungsfähigen und vielseitigen Sträucher sind aus vielen Gärten kaum wegzudenken. Sie werden einzeln, vor allem aber als Hecke gepflanzt, die sich mit ihrem immergrünen Laub leicht verdichten und abgrenzen lässt.

Natürliche Inhaltsstoffe im Laub (Terpene, Phenole) machen sie besonders leicht entflammbar, vor allem bei Trockenheit. Werden sie von einem Feuer erfasst, brennen sie lange und mit großer Intensität. Dabei können sogar schädliche Gase entstehen.

Oleander und Mittelmeer-Schneeball sind ebenfalls empfindlich. Regelmäßiges Gießen bei Trockenheit kann die Risiken jedoch begrenzen.

Echter Lorbeer

Das Pfaffenhütchen

Pfaffenhütchen (Euonymus) gibt es in vielen Formen, Größen und Farben. Sie sind dekorativ und pflegeleicht.

Doch ihr Laub brennt leicht und kann Feuer zu Haus oder Wald tragen.

Pfaffenhütchen

Der Rosmarin

Wir schätzen Rosmarin für sein aromatisches Laub, das Gerichte würzt oder sich für wohltuende Tees eignet. Rosmarin (Rosmarinus officinalis) mag trockene Bedingungen und ist im Mittelmeerraum heimisch.

Sein ätherisches Öl reiches Laub ist besonders leicht entflammbar.

Rosmarin

Der Edelginster

Der Besenginster (Cytisus scoparius) begeistert im Frühling mit seiner üppigen, farbenfrohen Blüte. Er verträgt Trockenheit gut und ist zudem sehr winterhart.

Sein hoher Ölgehalt macht ihn leicht entzündlich und brandfördernd.

Besenginster

Giftpflanzen anbauen und pflegen

Wenn Sie diese Pflanzen bereits im Garten haben oder einige davon anbauen möchten, können einige Vorsichtsmaßnahmen im Brandfall die Risiken begrenzen.

Setzen Sie auf Vielfalt

Monokulturen und Hecken aus nur einer Art sind gefährlicher als eine Mischung aus Nadel- und Laubgehölzen verschiedener Sorten. Letztere enthalten mehr Feuchtigkeit und bremsen dadurch die Ausbreitung von Bränden. Für eine Hecke wählen Sie daher beispielsweise eine Blüten- oder Wildhecke.

Kombinieren Sie als leicht entzündlich geltende Sträucher oder Bäume mit weniger feuerempfindlichen Pflanzen. Denken Sie zum Beispiel an Sukkulenten, deren saftreiche Gewebe nur schwer brennen, etwa bei Kakteen und Agaven. Der Feigenkaktus gilt seinerseits als feuerhemmende Pflanze.

Andere Pflanzen besitzen eine dicke Rinde, die die Verbrennung verlangsamt. Dazu zählen Kork-Eiche und Küstenmammutbaum. Dadurch sind bestimmte oberirdische Pflanzenteile oder ruhende Knospen geschützt und können sich rasch regenerieren. Diese passiv pyrophyten Pflanzen besitzen eine natürliche Feuerresistenz und können als Brandschutzpflanzen eingesetzt werden. Auch der Ölbaum soll feuerhemmende Eigenschaften besitzen.

feuerhemmende Pflanzen

Pflanzen mit höherer Flammenresistenz: Agave, Feigenkaktus, Ölbaum und Kork-Eiche

Achten Sie auf die Pflege Ihrer Pflanzen

Pflegen Sie gefährdete Pflanzen regelmäßig und entfernen Sie abgestorbene, besonders leicht entzündliche Zweige. Sammeln Sie abgefallene Blätter und trockene Nadeln auf, die rasch einen Bodenteppich bilden und die Ausbreitung von Bränden begünstigen können. In Frankreich ist das Freischneiden von Bewuchs in bestimmten Regionen sogar Pflicht, um die Intensität von Bränden zu verringern und ihre Ausbreitung zu begrenzen.

Mähen Sie krautige Vegetation regelmäßig und schneiden Sie Bäume zurück, wenn sie in der Nähe von Wohnhäusern stehen. Entfernen Sie alle Zweige, die ein Gebäude berühren und die Ausbreitung des Feuers begünstigen können.

Unterbrechen Sie zusammenhängende Bewuchsstrukturen und halten Sie Abstände ein

Die Anordnung unserer Zierpflanzen kann Wege bilden, über die sich Flammen zu Wohnhäusern oder bewaldeten Gebieten ausbreiten. Halten Sie zwischen Hecken und als brennbar geltenden Bauten ausreichend Abstand (Holz- oder Reisigzäune, Gartenhäuser aus Holz usw.).

Idealerweise pflanzen Sie Bäume mit hoher Brennbarkeit nicht weniger als 10 Meter von Wohnhäusern entfernt.

Vermeiden Sie auch Kletterpflanzen (sie gelten als „Leiterbrennstoff“) in der Nähe feuerempfindlicher Pflanzen. Ihre Höhe erleichtert den Aufstieg des Feuers in die Baumkronen.

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