Die besten Sträucher zur CO₂-Bindung
Natürliche Kohlenstoffsenken gegen den Klimawandel
Inhaltsverzeichnis
Pflanzen helfen gegen Klimafolgen: Bäume und Sträucher binden CO₂. Entdecken Sie Gehölze mit besonders hoher Kohlenstoffaufnahme.
Bambus
Unter optimalen Kulturbedingungen könnte ein Bambuswald mehr CO2 aufnehmen als ein gleich großes Volumen an Bäumen anderer Arten. Ihre schnelle Wachstumsgeschwindigkeit ist zunächst ein Vorteil bei der Kohlenstoffbindung.
Bambus ist ideal, um dem Garten eine exotische Note zu verleihen. Sein immergrünes Laub, das im Wind „singt“, schafft eine sehr entspannte, geradezu zenartige Klangkulisse. Die verschiedenen Arten, von kleinen bis hin zu riesigen Formen, bieten zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten: im Topf, als Sicht- oder Windschutzhecke, im Beet und vieles mehr. Bambus ist pflegeleicht, robust und winterhart.
Was den Standort betrifft, bevorzugt Bambus meist einen sonnigen bis halbschattigen Standort sowie einen frischen, eher nährstoffreichen Boden. Allerdings gelten Bambusse aufgrund ihrer ausläuferbildenden Rhizome auch als wuchernd. Wenn Sie nicht zuvor eine Wurzelsperre einbauen möchten, können Sie auf nicht ausläuferbildenden Bambus wie Fargesia setzen.
Bambus findet sich häufig in Gärten mit asiatischer Gestaltung. Dort passt er unter anderem zu einem Fächer-Ahorn, einem Japangras ‘Aureola’ sowie Rhododendren und Azaleen. Seine aufrechte Wuchsform und natürliche dekorative Wirkung eignen sich auch perfekt für ein modernes Ambiente, etwa auf einer Terrasse in großen Pflanzgefäßen.
Mehr erfahren: Bambus: pflanzen, schneiden und pflegen

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Blauglockenbaum: Der Baum als CO2-SpeichermeisterMännliche Kornelkirsche – Cornus mas
Der Kornelkirsche gehört zu den für ihre CO₂-Aufnahme bekannten Sträuchern. Sie ist eine in Westeuropa heimische Art, die sich in unseren Gärten sehr leicht akklimatisiert. Dieser Hartriegel ist zudem winterhart und robust.
Seine Blüte zeigt sich bereits ab Februar, wenn der Garten oft noch im Winterschlaf liegt. Der sonnenliebende Hartriegel bildet kleine Dolden leuchtend gelber Blüten, die an Akazienblüten erinnern. Die duftende, bienenfreundliche Blüte lockt Insekten an. Nach der Blüte erscheinen essbare rote Früchte (Kornelkirschen), über die sich Vögel freuen, sofern sie nicht vom Gärtner geerntet werden.
Auch sein grünes Laub sorgt im Herbst vor dem Abfallen für ein schönes Schauspiel: Es nimmt attraktive rote und purpurrote Farbtöne an.
Im ausgewachsenen Zustand erreicht dieser Strauch eine Höhe und Breite von 2 bis 5 Metern.
Cornus mas verträgt jeden Boden: kalkhaltig, leicht sauer, nährstoffarm oder zeitweise trocken. Er eignet sich perfekt für eine sonnige, im Winter blühende, frei wachsende Hecke, zusammen mit einer Zierkirsche und einer Forsythie.
Mehr erfahren: Blumen-Hartriegel: Pflanzung, Rückschnitt und Pflege

Der Liguster – Ligustrum vulgare
Der Gemeine Liguster oder Europäische Liguster ist ein toleranter, leicht zu kultivierender Strauch. Er gedeiht auf allen nicht zu trockenen Böden und an jedem Standort. Dieser Strauch wächst schnell, verträgt den Rückschnitt gut und ist sehr winterhart.
Er gehört zu den geeigneten Gehölzen zur Kohlenstoffbindung, überzeugt aber auch durch seine dekorativen Eigenschaften. Zu Beginn des Sommers bildet er Rispen mit hübschen cremeweißen Blüten, die duften und bestäubende Insekten anlocken. Auf die Blüte folgt ein Fruchtbehang mit schwarzen Beeren, die auch einen Teil des Winters dekorativ bleiben. Die Früchte sind bei Vögeln sehr beliebt. Der Gemeine Liguster gehört somit zu den nützlichen Sträuchern für Umwelt und Ökosysteme.
Sein dichtes Laub kann in milden Wintern mit nur leichtem, gelegentlichem Frost immergrün bleiben.
Seine buschige Wuchsform erreicht 3 bis 4 m Höhe und 2 bis 3 m Breite.
Dieser Strauch ist als Heckenpflanze sehr verbreitet. Wir empfehlen, ihn mit anderen Pflanzen zu kombinieren, um Monotonie zu vermeiden und die Biodiversität zu fördern. In einer gemischten Hecke bildet er so zusammen mit dem immergrünen Laub einer Orangenblume, einer Roten Glanzmispel, eines Schneeballs oder einer Ölweide einen wirksamen Sichtschutz.
Weitere Informationen: Liguster, Ligustrum: pflanzen, schneiden und pflegen

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Natürlich luftreinigende GrünpflanzenWestlicher Erdbeerbaum – Arbutus unedo
Der Westliche Erdbeerbaum ist ein großer Strauch oder kleiner Baum mit einer besonders dekorativen Eigenschaft: Blüte und Fruchtbildung finden gleichzeitig statt. Die Früchte reifen etwa ein Jahr lang und hängen daher zum Zeitpunkt der nächsten Blüte noch an den Zweigen. Diese setzt vom Spätsommer bis zum Winteranfang ein. Die Blüte besteht aus hübschen kleinen weißen oder rosafarbenen Glöckchen, die an Maiglöckchen erinnern. Sie sind sehr bienenfreundlich und für bestäubende Insekten wertvoll. Die runden Früchte leuchten in kräftigen Farben, von Gelb über Orange bis Rot. Sie haben eine körnige Textur und sind essbar, schmecken jedoch besonders gut als Konfitüre oder Gelee.
Das immergrüne Laub ist dunkel und glänzend und das ganze Jahr über dekorativ. Die Rinde löst sich mit der Zeit in rötlichen Streifen ab.
Neben seiner hohen CO2-Aufnahme ist dieser Strauch daher sowohl für die Biodiversität als auch wegen seiner dekorativen Eigenschaften interessant. Er belebt den Garten in einer Zeit, in der andere Pflanzen allmählich an Üppigkeit verlieren.
Im ausgewachsenen Zustand erreicht er eine Höhe von 5 m und eine Breite von 3 m.
Der aus dem Mittelmeerraum stammende Westliche Erdbeerbaum ist in gut durchlässigem Boden dennoch bis -15 °C winterhart. Er verträgt Trockenheit, sonnige Standorte und saure Böden sehr gut. In einer herbstlichen Blütenhecke lässt er sich beispielsweise mit Camellia sasanqua und Winterheide kombinieren.
Mehr erfahren: Westlicher Erdbeerbaum, Arbutus: Pflanzung, Rückschnitt und Pflegetipps

Hanf-Weide – Salix viminalis
Die Hanf-Weide gehört zu den bekanntesten Arten. Ihre biegsamen, flexiblen Zweige werden zum Flechten und für lebende Flechthecken verwendet. Im Winter sind die Zweige mit ihrer flauschigen Struktur und gelbgrünen, später orangefarbenen Färbung dekorativ.
Im Frühjahr wirken die kahlen Zweige mit grünen und gelben Kätzchen jedoch noch schöner. Diese erscheinen noch vor dem Laubaustrieb.
Bei Reife erreicht dieser Strauch mit hoher Kohlenstoffspeicherfähigkeit 5 m Höhe und 4 m Breite.
Die winterharte, pflegeleichte und langlebige Weide gedeiht in nährstoffreichem, feuchtem Boden. Pflanzen Sie sie beispielsweise am Ufer eines Gewässers in Sonne oder Halbschatten, zusammen mit Rohrkolben.
Mehr erfahren: Weide, Salix: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege

Die Echte Mispel – Mespilus germanica
Die Echte Mispel (Mespilus germanica) ist ein heimischer Obststrauch aus Nordeuropa. Bekannt ist sie vor allem für ihre Mispeln, braune bis kastanienbraune Früchte, die sehr reif verzehrt werden. Sie sollte wieder einen Platz in unseren ökologischen Gärten erhalten, da sie bestens an die heimische Biodiversität angepasst ist und eines der wichtigsten Treibhausgase aufnehmen kann.
Ihre Blüte erscheint im späten Frühjahr, im Mai, mit hübschen weißen, wildrosenähnlichen Blüten.
Das Laub färbt sich vor dem Abfallen prächtig. Die Zweige wachsen an einem krumm gewachsenen Stamm und können manchmal dornig sein.
Dieser Strauch mit ausgebreiteter Wuchsform wird 3 bis 4 m hoch und bis zu 5 m breit.
Sehr winterhart, wächst er in frischem Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Nutzen Sie ihn für eine Naschhecke, zusammen mit kleinen Obstgehölzen wie Himbeeren und Johannisbeeren.

Roter Hartriegel – Cornus sanguinea
Der Rote Hartriegel bringt Farbe in den Garten. Er ist für seine Zweige mit besonders leuchtend roter Rinde bekannt, die vor allem im Winter sofort ins Auge fallen.
Die weißen Blüten erscheinen im späten Frühjahr in flachen Schirmrispen. Sie duften leicht und sind sehr bienenfreundlich. Aus den Blüten entwickeln sich kleine, bei Reife violette Beeren, die sehr dekorativ sind und von Vögeln geschätzt werden.
Auch sein Laub macht ihn interessant. Zunächst grün, nimmt es im Herbst flammende Farbtöne an.
Auch dieser Strauch ist in Europa indigen und eignet sich bestens für eine nachhaltige Pflanzung im ökologischen Garten. Zudem hilft er, Kohlenstoff zu binden.
Der besonders anspruchslose Rote Hartriegel verträgt jeden Boden und ist vollkommen winterhart. Er wächst schnell und erreicht bei Reife 2 bis 3 m in Höhe und Breite. In einer Hecke, die den Winter belebt, kombinieren Sie ihn mit einem Winter-Schneeball und einer Winter-Heckenkirsche.

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