Farfugium im Topf kultivieren

Farfugium im Topf kultivieren

Exotik für Balkon und Terrasse: Japanischer Scheingoldkolben

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. November 2025  durch Gwenaëlle 5 min.

Farfugium im Topf: Tipps für Standort und Pflege. Glänzende Blätter schmücken Terrasse und Schattenplätze tropisch – bei ausreichend Feuchtigkeit.

Schwierigkeit

Welche Sorte wählen?

Farfugium ist eine immergrüne Staude mit XXL-Laub. Es gibt zwei Arten, wobei Farfugium japonicum am weitesten verbreitet und überall im Handel erhältlich ist.  Mehrere Sorten sind leicht zu unterscheiden und gedeihen alle gut im Topf – außer Farfugium japonicum ‘Giganteum’, das wegen seiner überwältigenden Größe dennoch einen Platz im Garten verdient (die Blätter werden etwa 50 cm breit). Da Farfugium japonicum-Sorten dieselben Ansprüche haben, wählen Sie am besten die Art mit besonders glänzenden, runden Blättern. Umgeben von anderen dekorativen Pflanzen wirkt sie prächtig und eindrucksvoll.

Wenn Sie jedoch Farfugium sammeln oder Balkon und Terrasse besonders originell gestalten möchten, wählen Sie die gelb gefleckte Art ‘Aureomaculatum’ – den echten Japanischen Scheingoldkolben – oder die unregelmäßig weiß panaschierte Sorte ‘Argenteum’. Diese Sorten wirken weniger glänzend und ledrig als die Ausgangsart und wachsen wie Farfugium japonicum zu lockeren, üppigen Horsten von etwa 60 cm Höhe heran.

Die Sorten mit stark gewellten, blaugrünen Blättern, Farfugium crispata und Farfugium ‘Wavy Gravy’, sind ebenfalls ein Blickfang im schönen Pflanzgefäß. Sie bleiben etwas kleiner und ihr Laub ist matter.

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Oben links bis unten rechts: Farfugium japonicum, Farfugium ‘Wavy Gravy’, Farfugium ‘Argenteum’, Farfugium ‘Amanogawa’ und Farfugium ‘Aureomaculatum’

Welcher Topf für Farfugium?

Die Topfgröße ist für diese Pflanze, die frische bis ständig feuchte Erde benötigt, besonders wichtig. Wählen Sie daher einen großen Topf, damit sie in möglichst viel Erde steht und das Farfugium ausreichend Platz für seine kräftigen Rhizome hat. Der Durchmesser sollte mindestens 40 cm betragen, die Tiefe mindestens ebenso groß sein.

Auch das Material spielt bei dieser Pflanze eine Rolle, da die Feuchtigkeit möglichst lange gehalten werden sollte. Ein glasierter Tontopf ist gut geeignet, ein Kunststoffgefäß bewahrt die Feuchtigkeit und bleibt leicht. Töpfe ohne Abzugslöcher halten die Erde besonders frisch. Achten Sie jedoch darauf, dass sie nicht völlig durchnässt ist. Wenn Sie Vintage-Gefäße mögen, eignet sich auch eine große Zinkwanne, etwa eine alte Waschwanne, sofern sie keine Löcher hat.

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Ungelochte Töpfe aus Terrakotta oder glasiertem Steinzeug sowie Zinkgefäße sind schöne Behälter für ein Farfugium

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Welcher Standort?

Japanischer Scheingoldkolben wächst im Schatten oder Halbschatten. Ideal sind Nord- und Oststandorte; im Topf ist er bis -5 °C winterhart.

Welches Substrat verwenden?

Für Farfugium im Kübel empfiehlt sich eine Mischung aus Blumenerde, nährstoffreicher Gartenerde und Kompost oder organischem Dünger wie Mist, wenn Sie welchen bekommen können. Wichtig ist, dass das Substrat Ihrer Pflanze möglichst viel Feuchtigkeit spendet. Eine organische Mulchschicht, etwa aus Laub, das sich zersetzt und Farfugium zugleich Nährstoffe und Feuchtigkeit zuführt, ist sehr zu empfehlen.

Substrat für Farfugium im Topf

Das Substrat sollte nährstoffreich und feucht sein

Wann und wie pflanzen?

Wann pflanzen?

Für die Kultur im Topf ist das Frühjahr ideal. 

Wie geht man vor?

  • Weichen Sie den Wurzelballen Ihres Farfugiums ein, damit er gut durchfeuchtet wird
  • Wählen Sie einen großen, idealerweise ungelochten Topf mit 40 bis 50 cm Durchmesser, damit ein baldiges Umtopfen vermieden wird
  • Geben Sie zunächst eine drainierende Schicht auf den Topfboden (Kies, Blähton usw.).
  • Mischen Sie 2/3 Blumenerde oder humusreicher Gartenerde mit 1/3 Kompost oder organischem Dünger.
  • Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, setzen Sie sie in den neuen Topf und füllen Sie die Zwischenräume mit Ihrer Erdmischung auf.
  • Gießen Sie reichlich und stellen Sie den Topf an einen schattigen Standort.
  • Bringen Sie abschließend eine Schicht organischen Mulch auf der Erde aus.

Farfugium im Topf pflegen

  • Gießen und Düngen

Da Farfugium in seiner natürlichen Umgebung feuchte Böden bevorzugt, müssen Sie seinem hohen Feuchtigkeitsbedarf mit regelmäßigem Gießen gerecht werden, damit die Erde in der Tiefe stets feucht bleibt. Je nach Größe Ihres Topfs gießen Sie zwei- bis dreimal pro Woche reichlich, bei großer Hitze häufiger. Lassen Sie das Substrat zwischen zwei Wassergaben immer leicht antrocknen.

  • Düngen

Farfugium sind Starkzehrer und benötigen einen humusreichen, fruchtbaren Boden. Beim Anbau im Topf brauchen sie daher zusätzliche Nährstoffe. Ein organischer Dünger oder Kompost wird einmal jährlich empfohlen, vorzugsweise im zeitigen Frühjahr. Zögern Sie nicht, jedes Jahr einen Oberflächenerdewechsel vorzunehmen, um die Pflanze erneut zu stärken.

  • Mulchen

Eine Mulchschicht rund um das im Topf kultivierte Farfugium ist unverzichtbar, damit die Erde kühl bleibt und die Pflanze sommerliche Temperaturen besser übersteht. Dafür eignen sich Tongranulat, grobes Häckselgut, Schalen von Echtem Buchweizen oder Kakao, idealerweise ein organischer Mulch, der sich zersetzt. Wenn nichts anderes zur Hand ist, können Sie auch Kiesel verwenden – kurz gesagt alles, was den Boden nicht unbedeckt lässt. Verstärken Sie die Mulchschicht vor dem Winter mit einer etwa 5 cm dicken Schicht aus Laub, besonders in rauen Regionen. Im Topf ist Farfugium bis -5 °C winterhart.
Lesen Sie auch: Farfugium: vor Kälte schützen und überwintern

  • Rückschnitt

Entfernen Sie die Blüten nach der Blüte im Spätherbst oder Winter, indem Sie sie direkt am Stängel abschneiden. Sie beeinträchtigen dann die Schönheit der Pflanze und ihres prächtigen Laubs. Schneiden Sie im Spätwinter auch beschädigte Blätter ab.

  • Umtopfen und Vermehrung

Unter guten Kulturbedingungen gedeiht Ihr Farfugium prächtig und wird mit der richtigen Pflege üppiger. Nach 3 bis 4 Jahren müssen Sie es umtopfen oder teilen.

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