Gemüseblätter
Essbares Gemüsegrün verwerten?
Inhaltsverzeichnis
Gemüseblätter landen oft im Müll – dabei sind sie lecker und nährstoffreich. Erfahren Sie, welche essbar sind und wie Sie sie genießen!
Gemüseblätter: Was ist das?
Fanen sind einfach Blätter oder Stängel von Pflanzen – also Teile des Gemüses, die oft im Müll oder Kompost landen.
Dabei ist der Geschmack dieser Pflanzenteile köstlich, sodass Wegwerfen unnötig ist. So schmecken etwa die Blätter von Roter Bete genauso gut wie Spinatblätter.

Blätter von Roter Bete
Außerdem sind die Blätter unseres Gemüses kalorienarm und zugleich sehr reich an Vitaminen und Antioxidantien. Sie enthalten unter anderem Karotin, Vitamin C, Folsäure und Kalzium.
Achtung: Nicht alle Gemüseblätter sind essbar. Informieren Sie sich daher, welche sich zum Kochen eignen.
Lesen Sie auch
Erfolgreicher MöhrenanbauWelche Gemüseblätter sind essbar?
Es gibt essbare Blätter, andere sollten Sie jedoch wegwerfen und nicht verzehren.
Essbare Blätter
- Sehr schmackhaft: das Grün von Möhren, Rettich und Schnittsellerie kann fein gehackt roh im Salat oder gegart in Pfannengerichten, Suppen und Brühen verwendet werden.
- Die Blätter junger Rüben schmecken hervorragend, wenn Sie sie wie Spinat zubereiten. Sie können roh oder gegart in zahlreichen Gerichten verwendet werden.
- Das Grün von Lauch-Porree wird oft fälschlicherweise zugunsten des weißen Teils weggeworfen. Obwohl es weniger zart ist, schmeckt es köstlich, wenn Sie es etwas länger garen. Es verfeinert Suppen und Brühen.
- Beim Brokkoli ist alles essbar. Die Blätter und der Stiel von Brokkoli können in feine Streifen geschnitten und in Pfannengerichte gegeben, mit Béchamelsauce zubereitet oder einer Gemüsesuppe hinzugefügt werden.

Brokkoliblätter
Vorsicht vor Pestiziden! Verwenden Sie ausschließlich das Grün von Gemüse aus biologischem Anbau. Gemüse aus konventionellem Anbau wird besonders häufig mit Pestiziden behandelt.
Nicht essbare Blätter
Die Blätter von Nachtschattengewächsen dürfen wegen des enthaltenen Solanins (eines Giftstoffs) nicht verzehrt werden. Geben Sie die Blätter von Tomaten, Kartoffeln, Auberginen und Paprika daher stets auf den Kompost! Eine Solaninvergiftung verursacht Durchfall, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und Erbrechen.
Solennes Tipp: Auch Keime, gekeimte oder grün gewordene Knollen sowie unreife Früchte sollten Sie meiden, da auch sie Solanin enthalten.
Rhabarberblätter sind dagegen wegen ihres hohen Gehalts an Oxalsäure nicht essbar (ebenfalls ein Giftstoff).
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Gemüseblätter zubereiten?
Gemüseblätter eignen sich für viele kulinarische Verwendungen. Hier sind drei mögliche Beispiele:
- Möhrengrün als Würze:
- Schneiden Sie das Blattgrün Ihrer Möhren ab und lassen Sie es an der Luft trocknen.
- Danach mahlen Sie es zu Pulver und bewahren es in einem luftdichten Gefäß auf.
- Verwenden Sie es zum Verfeinern von Nudelgerichten und Salaten.

- Radieschengrün-Pesto:
- Schneiden Sie das Grün eines Bunds Radieschen ab.
- Waschen und hacken Sie es grob.
- Mischen Sie das Grün mit zwei fein gehackten Knoblauchzehen.
- Geben Sie etwa sechs Esslöffel Olivenöl hinzu.
- Verfeinern Sie die Mischung mit 80 Gramm Parmesan.

- Gemüseblätter in Desserts: Rote-Bete-Stiele können kandiert und anschließend in Naturjoghurt oder auf einem Brot mit Frischkäse genossen werden. Bewahren Sie die Blätter junger Roter Bete hingegen für herzhafte Gerichte auf.
- Waschen und schneiden Sie die Rote-Bete-Stiele in Stücke.
- Geben Sie sie in einen Topf und bedecken Sie sie knapp mit Wasser.
- Fügen Sie drei Esslöffel Honig und Thymian hinzu.
- Kochen Sie alles bei niedriger Hitze, bis das Wasser vollständig verdampft ist.
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